Heimatmuseum Fuldatal

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Das Heimatmuseum Fuldatal entstand 1974 im Rahmen der 900-Jahrfeier des Ortsteil Simmershausen auf Betreiben des Lehrers und Heimatgeschichtlers Franz E. Rössner.

Im Jahr 2005 ging die Betreuung des Museums auf den Geschichts- und Museumsverein Fuldatal über. Neben einer volkskundlichen Abteilung besitzt das Museum eine naturkundliche und eine kleine geologische Abteilung.

Bergbau in Ihringshausen

Als Werner Henschel, Sohn des Kasseler Stück- und Glockengießers Georg Christian Carl Henschel, am 16. November 1820 ein Gesuch zur Erteilung eines Mut- und Schürfscheines für die Feldmarken Kassel, Wolfsanger und Ihringshausen bei der kurfürstlichen Oberrentkammer einreichte, konnte er wohl kaum ahnen, welche wirtschaftliche Bedeutung dies für die Region einmal haben sollte. Mit der Gründung der Braunkohlenzeche auf dem Möncheberg begann eine mehr als 140-jährige Bergbaugeschichte in Ihringshausen.

Am 3. November 1963 wurde die letzte von rund 15 Millionen Tonnen Braunkohle zu Tage gebracht. Allein 6 Millionen Tonnen konnten während des 143 Jahre währenden Bergbaus im Tagebau gewonnen werden. Mit der Sprengung des ehemaligen Betriebsschornsteins, der als Wahrzeichen von Ihringshausen galt, verschwand auch der letzte sichtbare Rest der Möncheberger Industrieanlage für immer.

Im Fuldataler Heimatmuseum sind noch zahlreiche Fotos und Dokumente aus der Geschichte der Braunkohlen- und Ziegelwerke zu sehen.

Volkskundliche Abteilung

Ein Rundgang durch die volkskundliche Abteilung des Museums gibt Einblick in die "gute alte Schulzeit", die Wohnverhältnisse in den 1950-er Jahren, einen Tante Emma Laden oder eine alte Schuhmacherkerkstatt.

Weblinks