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Version vom 28. Januar 2009, 22:28 Uhr

Hebel
Kirche-Hebel.jpg
Kirche in Hebel
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Wabern
Einwohner: 566 31. Dezember 2007
Postleitzahl: 34590
Vorwahl: 05681
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Landgrafenstraße 9
34590 Wabern
Bürgermeister: Günter Jung (SPD)
Ortsvorsteherin: Reiner Kempin (SPD)

Hebel ist ein Ortsteil der nordhessischen Gmeinde Wabern mit ca. 570 Einwohnern.

Lage und Gemarkung

Hebel am Ostufer der Efze. Durch den Ort führt, von Norden aus Unshausen kommend, die Bundesstraße 254, die in Richtung Süden weiter in Richtung Homberg verläuft. Von dieser zweigt in Hebel die Landesstraße 3149 gen Osten ab und führt nach Falkenberg und über Hombergshausen weiter nach Mosheim. Im Süden Hebels zweigt die Landesstraße 3149 nach Westen ab und führt über Lendorf und Singlis weiter nach Borken.

Die Gemarkung Hebel hat eine Fläche von rund 381 Hektar.

Geschichte

Hebel wird erstmals im "Brevarium sancti Lulli", dem unter Erzbischof Lullus entstandenen Verzeichnis des Grundbesitzes des Klosters Hersfeld, als "Hebilide" erwähnt. Hiernach kann die Ersterwähnung auf den 5. Januar 775 datiert werden.

Seit 1243 gibt es in Hebel einen Pfarrer.

Nach 1376 belehnt Landgraf Hermann II. die von Falkenberg mit "dem obirsten gericht von Hebilde".

Im Jahr 1418 verpfändet Landgraf Ludwig I. sein Dorf Hebel an Werner von Falkenberg gegen die Zahlung von Geld. 1441 wird die Verpfändung in einen Erbkauf umgewandelt. 1490 werden in Hebel 14 wehrhafte Männer gezählt. Von 1462 bis 1606 ist Hebel Sitz des Gerichts auf der Efze und des Gerichts auf der Schwalm. Hebel selbst gehört zum Gericht auf der Efze.

1575 und 1585 hat Hebel 31 Hausgesesse, das Dorf gehört zum Amt Homberg. Das niedere und peinliche Gericht wird durch den Landgraf ausgeübt.

Durch die Einwirkungen des Dreißigjährigen Krieges muss die Bevölkerung in Hessen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts große Repressalien erleiden. Immer wieder ziehen verschiedene Truppen durch das Land. Die Bevölkerung kann daher in dieser Zeit die Felder nicht anständig bewirtschaften, so dass die Ernten schlecht ausfallen oder ganz verloren gehen bzw. geplündert werden. Dies zeigt sich auch in der Bevölkerungszahl. 1639 hat Hebel noch 13 Hausgesesse.

1742 und 1747 gibt es in Hebel 56 Häuser. Das Dorf gehört zum Amt Homberg.

Während des Königreichs Westphalen gehört Hebel zum Kanton und Friedensgericht von Homberg. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums Hessen im Jahr 1814 erneut Zugehörigkeit zum Amt Homberg. Nach der Kurhessischen Verwaltungsreform von 1821 gehört Hebel dann zum Kreis und Justizamt Homberg. Im Jahr 1834 leben in Hebel 468 Menschen. Nach der Angliederung an Preußen gehört Hebel ab 1867 zum Kreis und Amtsgericht Homberg. 1880 hat Hebel 481 Einwohner.

Im Jahr 1925 leben in Hebel 444 Menschen.

1932 werden die bisherigen Kreise Homberg und Fritzlar zum neuen Kreis Fritzlar-Homberg zusammengelegt, zu dem nun auch Hebel gehört.

Im Jahr 1961 hat Hebel 608 Einwohner.

Die Gemeinde Hebel gibt am 31. Dezember 1971 ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Wabern.

Am 1. Januar 1974 wird aus den Landkreisen Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain der Schwalm-Eder-Kreis neu gebildet. Die Gemeinde Wabern ist Teil des neu gebildeten Kreises und mit ihr der Ortsteil Hebel.

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Wabern

Falkenberg | Harle | Hebel | Niedermöllrich | Rockshausen | Udenborn | Unshausen | Uttershausen | Wabern | Zennern