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[[Bild:Hugenottenfest2008-Eichel.jpg|thumb|right|300 px|Prominenter Besucher auf dem Hugenottenfest 2008: Bundesfinanzminister a. D. [[Hans Eichel]]]]
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'''Hans Eichel''' (* [[24. Dezember]] [[1941]] in [[Kassel]]) ist ein deutscher [[SPD]]-Politiker. Er war Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Hessischer Ministerpräsident und Bundesfinanzminister.
'''Hans Eichel''' (* 24. Dezember [[1941]] in [[Kassel]]) ist ein deutscher [[SPD]]-Politiker. Er war Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Hessischer Ministerpräsident und Bundesfinanzminister.
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== Werdegang ==
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== Hans Eichel folgte auf Karl Branner ==
Nach dem Abitur [[1961]] begann Eichel ein Studium der Germanistik, Philosophie, Politik, Geschichte und Erziehungswissenschaften in [[Marburg]] und Berlin, welches er [[1968]] mit dem ersten und [[1970]] mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis [[1975]] als Studienrat in [[Kassel]] tätig.
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Am [[7. Oktober]] [[1975]] ging in Kassel eine Ära zu Ende. [[Dr. Karl Branner]] verließ das Rathaus. 13 Jahre war "d'r Karle", wie ihn die Bürger liebevoll nannten, Oberbürgermeister der Fuldastadt. Branner übergab die Amtsgeschäfte zusammen mit einem Strauß Nelken an einen Mann, der zunächst wegen seines Alters für Aufmerksamkeit sorgte.
  
Seit [[1964]] ist Eichel Mitglied der [[SPD]]. Seit [[1984]] ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von [[1989]] bis [[2001]] war er Landesvorsitzender der [[SPD]] in Hessen.
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Hans Eichel, von Haus aus Gymnasiallehrer und seit 1970 Vorsitzender der SPD-Rathausfraktion, war mit 33 Jahren der jüngste Oberbürgermeister der Bundesrepublik. In seiner Antrittsrede dämpfte der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos die Hoffnungen auf einen Geldsegen aus Wiesbaden. Der Wunsch nach einem weiteren Ausbau sozialer Dienstleistungen in Kassel sei nur um den Preis höherer Steuern möglich. Klare Worte fand Eichel zum Defizit bei den Städtischen Werken und der KVG. Die Lasten für die Sanierung beider Unternehmen seien inzwischen "unvertretbar hoch geworden". Große Bedeutung für die Region komme laut Eichel dem Ausbau der [[Gesamthochschule Kassel|Gesamthochschule]] bei. Außerdem müsse geprüft werden, inwieweit Behörden und Dienststellen, "die heute in den Ballungszentren konzentriert sind", nach [[Nordhessen]] verlegt werden können.
  
Von [[1968]] bis zu seiner Wahl zum [[Oberbürgermeister]] war er Mitglied der [[Stadtverordnetenversammlung]] von Kassel.
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== Werdegang ==
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[[Bild:Eichel, Branner, Seidel, Lauritzen.JPG|thumb|right|300px|Ein Bild aus frühen Jahren: vier Oberbürgermeister der Stadt Kassel -<br><small>(von links) Hans Eichel, Karl Branner, Willi Seidel und Lauritz Lauritzen</small>]]
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[[Bild:Hugenottenfest2008-Eichel.jpg|thumb|right|300 px|Prominenter Besucher auf dem Hugenottenfest 2008 in [[Bad Karlshafen]]: Bundesfinanzminister a.D. Hans Eichel]]
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Nach dem Abitur [[1961]] studierte Eichel Germanistik, Philosophie, Politik, Geschichte und Erziehungswissenschaften in [[Marburg]] und Berlin, welches er [[1970]] mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis [[1975]] als Studienrat in [[Kassel]] tätig.
  
Am 6. Oktober [[1975]] wurde er im Alter von nur 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er [[1981]] und [[1987]] bestätigt.
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Seit [[1964]] ist Eichel Mitglied der [[SPD]]. Seit [[1984]] ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von [[1989]] bis [[2001]] war er Landesvorsitzender der [[SPD]] in Hessen. Von [[1968]] bis zu seiner Wahl zum [[Oberbürgermeister]] war er Mitglied der [[Stadtverordnetenversammlung]] von Kassel.
  
[[1991]] wurde Eichel als Spitzenkandidat der [[SPD]] in den Hessischen Landtag gewählt. Die [[SPD]] war mit 40,8 % der Stimmen mit einem knappen Vorsprung vor der [[CDU]] (40,2 %) stärkste Partei geworden. Eichel bildete daraufhin eine rot-grüne Landesregierung und wurde am 5. April [[1991]] als Nachfolger von Walter Wallmann zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt.
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Am [[6. Oktober]] 1975 wurde er im Alter von 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er [[1981]] und [[1987]] bestätigt.
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[[1991]] wurde Eichel als Spitzenkandidat der [[SPD]] in den Hessischen Landtag gewählt. Die [[SPD]] war mit 40,8 % der Stimmen mit einem knappen Vorsprung vor der [[CDU]] (40,2 %) stärkste Partei geworden. Eichel bildete daraufhin eine rot-grüne Landesregierung und wurde am [[5. April]] [[1991]] als Nachfolger von Walter Wallmann zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt.
  
 
[[1995]] konnte er seine Regierungsmehrheit gegen den CDU-Spitzenkandidaten, Bundesinnenminister Manfred Kanther, verteidigen.
 
[[1995]] konnte er seine Regierungsmehrheit gegen den CDU-Spitzenkandidaten, Bundesinnenminister Manfred Kanther, verteidigen.
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Bei den Landtagswahlen [[1999]] konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (- 3,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der [[CDU]] (+ 4,2 %) unter ihrem Spitzendkandidaten Roland Koch. Roland Koch wurde dann als Eichels Nachfolger von [[CDU]] und [[FDP]] in das Amt des Ministerpräsidenten gewählt.
 
Bei den Landtagswahlen [[1999]] konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (- 3,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der [[CDU]] (+ 4,2 %) unter ihrem Spitzendkandidaten Roland Koch. Roland Koch wurde dann als Eichels Nachfolger von [[CDU]] und [[FDP]] in das Amt des Ministerpräsidenten gewählt.
  
Eichel wechselte daraufhin in die Bundespolitik und wurde am 12. April [[1999]] Nachfolger des im März [[1999]] von allen Ämtern zurückgetretenen Oskar Lafontaine im Amt des Bundesministers der Finanzen.
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Eichel wechselte daraufhin in die Bundespolitik und wurde am [[12. April]] [[1999]] Nachfolger des im März [[1999]] von allen Ämtern zurückgetretenen Oskar Lafontaine im Amt des Bundesministers der Finanzen.
  
Seit [[2002]] ist Hans Eichel Mitglied des Deutschen Bundetages; [[2005]] wurde er mit 50,6 % der Erststimmen im Wahlkreis 170 (Kassel-Stadt) gewählt.
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Seit [[2002]] war Hans Eichel Mitglied des Deutschen Bundetages; [[2005]] wurde er mit 50,6 % der Erststimmen im Wahlkreis 170 (Kassel-Stadt) gewählt.
  
== Als Oberbürgermeister folgte Hans Eichel auf Karl Branner ==
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== Privatleben ==
Am 7. Oktober 1975 ging in Kassel eine Ära zu Ende. [[Dr. Karl Branner]] verließ das Rathaus. 13 Jahre war "d'r Karle", wie ihn die Bürger liebevoll nannten, Oberbürgermeister der Fuldastadt. Branner übergab die Amtsgeschäfte zusammen mit einem Strauß Nelken an einen Mann, der zunächst wegen seines Alters für Aufmerksamkeit sorgte.
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Hans Eichel, von Haus aus Gymnasiallehrer und seit 1970 Vorsitzender der SPD-Rathausfraktion, war mit 33 Jahren der jüngste Oberbürgermeister der Bundesrepublik. In seiner Antrittsrede dämpfte der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos die Hoffnungen auf einen Geldsegen aus Wiesbaden. Der Wunsch nach einem weiteren Ausbau sozialer Dienstleistungen in Kassel sei nur um den Preis höherer Steuern möglich. Klare Worte fand Eichel zum Defizit bei den Städtischen Werken und der KVG. Die Lasten für die Sanierung beider Unternehmen seien inzwischen "unvertretbar hoch geworden". Große Bedeutung für die Region komme laut Eichel dem Ausbau der [[Gesamthochschule Kassel|Gesamthochschule]] bei. Außerdem müsse geprüft werden, inwieweit Behörden und Dienststellen, "die heute in den Ballungszentren konzentriert sind", nach [[Nordhessen]] verlegt werden können.
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Im Alter von 63 Jahren ging der Politiker erneut den Bund der he ein: Eichel ist seit 2005 in zweiter Ehe mit der Architektin Gabriela Wolff-Eichel verheiratet. Die Trauung fand in Kassel - im engsten Kreis der Familie - statt. Das Paar lebt bis heute in Kassel.  
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Aus erster Ehe hat Eichel zwei Kinder.
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Aktuelle Version vom 31. Mai 2016, 09:44 Uhr

Hans Eichel

Hans Eichel (* 24. Dezember 1941 in Kassel) ist ein deutscher SPD-Politiker. Er war Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Hessischer Ministerpräsident und Bundesfinanzminister.

Hans Eichel folgte auf Karl Branner

Am 7. Oktober 1975 ging in Kassel eine Ära zu Ende. Dr. Karl Branner verließ das Rathaus. 13 Jahre war "d'r Karle", wie ihn die Bürger liebevoll nannten, Oberbürgermeister der Fuldastadt. Branner übergab die Amtsgeschäfte zusammen mit einem Strauß Nelken an einen Mann, der zunächst wegen seines Alters für Aufmerksamkeit sorgte.

Hans Eichel, von Haus aus Gymnasiallehrer und seit 1970 Vorsitzender der SPD-Rathausfraktion, war mit 33 Jahren der jüngste Oberbürgermeister der Bundesrepublik. In seiner Antrittsrede dämpfte der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos die Hoffnungen auf einen Geldsegen aus Wiesbaden. Der Wunsch nach einem weiteren Ausbau sozialer Dienstleistungen in Kassel sei nur um den Preis höherer Steuern möglich. Klare Worte fand Eichel zum Defizit bei den Städtischen Werken und der KVG. Die Lasten für die Sanierung beider Unternehmen seien inzwischen "unvertretbar hoch geworden". Große Bedeutung für die Region komme laut Eichel dem Ausbau der Gesamthochschule bei. Außerdem müsse geprüft werden, inwieweit Behörden und Dienststellen, "die heute in den Ballungszentren konzentriert sind", nach Nordhessen verlegt werden können.

Werdegang

Ein Bild aus frühen Jahren: vier Oberbürgermeister der Stadt Kassel -
(von links) Hans Eichel, Karl Branner, Willi Seidel und Lauritz Lauritzen
Prominenter Besucher auf dem Hugenottenfest 2008 in Bad Karlshafen: Bundesfinanzminister a.D. Hans Eichel

Nach dem Abitur 1961 studierte Eichel Germanistik, Philosophie, Politik, Geschichte und Erziehungswissenschaften in Marburg und Berlin, welches er 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss. Er war dann bis 1975 als Studienrat in Kassel tätig.

Seit 1964 ist Eichel Mitglied der SPD. Seit 1984 ist er Mitglied im Hessischen Landesvorstand. Von 1989 bis 2001 war er Landesvorsitzender der SPD in Hessen. Von 1968 bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister war er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Kassel.

Am 6. Oktober 1975 wurde er im Alter von 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt. In diesem Amt wurde er 1981 und 1987 bestätigt.

1991 wurde Eichel als Spitzenkandidat der SPD in den Hessischen Landtag gewählt. Die SPD war mit 40,8 % der Stimmen mit einem knappen Vorsprung vor der CDU (40,2 %) stärkste Partei geworden. Eichel bildete daraufhin eine rot-grüne Landesregierung und wurde am 5. April 1991 als Nachfolger von Walter Wallmann zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt.

1995 konnte er seine Regierungsmehrheit gegen den CDU-Spitzenkandidaten, Bundesinnenminister Manfred Kanther, verteidigen.

Bei den Landtagswahlen 1999 konnte die rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit wegen starker Verluste der Grünen (- 3,0 %) nicht halten. Auf der anderen Seite standen erhebliche Zugewinne seitens der CDU (+ 4,2 %) unter ihrem Spitzendkandidaten Roland Koch. Roland Koch wurde dann als Eichels Nachfolger von CDU und FDP in das Amt des Ministerpräsidenten gewählt.

Eichel wechselte daraufhin in die Bundespolitik und wurde am 12. April 1999 Nachfolger des im März 1999 von allen Ämtern zurückgetretenen Oskar Lafontaine im Amt des Bundesministers der Finanzen.

Seit 2002 war Hans Eichel Mitglied des Deutschen Bundetages; 2005 wurde er mit 50,6 % der Erststimmen im Wahlkreis 170 (Kassel-Stadt) gewählt.

Privatleben

Im Alter von 63 Jahren ging der Politiker erneut den Bund der he ein: Eichel ist seit 2005 in zweiter Ehe mit der Architektin Gabriela Wolff-Eichel verheiratet. Die Trauung fand in Kassel - im engsten Kreis der Familie - statt. Das Paar lebt bis heute in Kassel.

Aus erster Ehe hat Eichel zwei Kinder.

siehe auch

Weblinks