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Die heutige [[Die evangelische Kirche in Hümme|evangelische Kirche]] im Hümme wurde erst im Jahre 1770 als schlichter einschiffiger Kirchbau errichtet. Die Laterne des mittelalterlichen, gotischen Wehrturm stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.  
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Die heutige [[Die evangelische Kirche in Hümme|evangelische Kirche]] im Hümme wurde erst im Jahre 1770 als schlichter einschiffiger Kirchbau errichtet. Die Laterne des mittelalterlichen, gotischen Wehrturms stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.  
  
 
[[Landgraf Karl]] verfolgte zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Plan, die [[Weser]] bei Sieburg (dem späteren [[Karlshafen|Carlshaven]]) mit der [[Fulda]] durch einen Kanal zu verbinden. Nachdem zunächst damit begonnen wurde, die [[Diemel]] schiffbar zu machen, wurde mit den eigentlichen Kanalbauarbeiten ab 1720 begonnen.  
 
[[Landgraf Karl]] verfolgte zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Plan, die [[Weser]] bei Sieburg (dem späteren [[Karlshafen|Carlshaven]]) mit der [[Fulda]] durch einen Kanal zu verbinden. Nachdem zunächst damit begonnen wurde, die [[Diemel]] schiffbar zu machen, wurde mit den eigentlichen Kanalbauarbeiten ab 1720 begonnen.  

Version vom 28. Oktober 2007, 20:54 Uhr

Hümme
Hümme-ev.Kirche.JPG
Die evangelische Kirche in Hümme
Basisdaten
Landkreis: Kassel
Stadt: Hofgeismar
Einwohner: ca. 1.600
Internet:

Hümme ist ein Stadtteil von Hofgeismar mit etwa 1600 Einwohnern. Die ehemals selbständige Gemeinde liegt im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Lage

Hümme liegt etwa 6 km nördlich der Kernstadt von Hofgeismar. Durch den Ort fliest die Esse.

Geschichte

Hümme wird zu den ältesten Siedlungen im Kreis Hofgeismar gezählt.

Bereits im 9. Jahrhundert wird Hümme urkundlich erwähnt. Neben der Herren von Eberschütz, den späteren Grafen von Schöneberg, begegnet man in geschichtlichen Quellen aus dieser Zeit auch den Herren von Hummi.

Um 1200 bestanden zwei Wirtschaftsgemeinschaften von Hümmer Bauern, die - je nach Zugehörigkeit zu ihrer Herrschaft - Abgaben und Dienste zu leisten hatten. Im Jahre 1220 ist der Ort Teil der Grafschaft von Dassel. Die Tochter des Grafen heiratete im gleichen Jahr Berthold von Schöneberg.

Nach der Zerstörung der ursprünglich zweigeteilten Ortschaft (Hümme und Haldungen am Mühlenberg) im Jahre 1462 bestellten die Bewohner zunächst von Hofgeismar her ihre Äcker, bevor die Ortschaft neu aufgebaut wurde.

Als erster evangelischer Pfarrer wird 1546 Conrad Lemming vermerkt, einige Jahre zuvor noch Barfüßermönch in Hofgeismar.

Der Streckenverlauf der ehem. Carlsbahn

Die heutige evangelische Kirche im Hümme wurde erst im Jahre 1770 als schlichter einschiffiger Kirchbau errichtet. Die Laterne des mittelalterlichen, gotischen Wehrturms stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

Landgraf Karl verfolgte zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Plan, die Weser bei Sieburg (dem späteren Carlshaven) mit der Fulda durch einen Kanal zu verbinden. Nachdem zunächst damit begonnen wurde, die Diemel schiffbar zu machen, wurde mit den eigentlichen Kanalbauarbeiten ab 1720 begonnen.

Die Pläne des Landgrafen erwiesen sich aber als wenig erfolgreich, so dass nach seinem Tod im Jahre 1730 der weitere Kanalausbau aufgegeben wurde. Ein von zwei Pferden gezogenes kleines Marktschiff, so heißt es, brauchte von Karlshafen bis Trendelburg im Jahre 1727 einen ganzen Tag, weil es immer wieder flottgemacht werden musste. Und in Hümme ist kaum eines dieser Schiffe jemals angekommen.

Die ursprünglich gute Verkehrslage an der alten Bremer Poststraße verlor der Ort, nachdem die Straße ab 1730 über Schöneberg geführt wurde, offensichtlich um das neu entstandene Bad Gesundbrunnen bei Hofgeismar anzubinden.

Etwa ein Jahrhundert später wurde Hümme dann Knotenpunkt der neuen Eisenbahnlinien, die nach Westfalen und zur Weser (nach Karlshafen) führten.

Bahnhof Hümme

Am 30. März 1848 wurde die Carlsbahn, eine Eisenbahnstrecke von Hümme nach Karlshafen eröffnet, gleichzeitig mit dem 11,5 Kilometer langen Teilstück der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn zwischen Hümme und Grebenstein.

Später führte der Schienenstrang aus Richtung Kassel über Hümme in Richtung Warburg zur Königlich-Westfälischen Eisenbahn. Beide Strecken waren die ersten Eisenbahnlinien im Kurfürstentum Hessen-Kassel.

Als Dorf am Mühlenbach mit bäuerlichen Fachwerkhäusern präsentiert sich der Ort auf alten Ansichten zum Ende des 19. Jahrhunderts. Nach der Eröffnung der Eisenbahnstrecke kamen die Bahnarbeitersiedlung und kleinere Arbeiterhäuser hinzu.

Der Bahnhof in Hümme wurde 1897 erichtet. Er liegt an der zweigleisigen Eisenbahnstrecke Warburg - Hofgeismar - Kassel (aus Richtung Aachen bei km 313,1). Die weitere Bahnverbindung von Hümme nach Bad Karlshafen wurde zum 25. September 1966 eingestellt.

Hümme - Ortsansicht

Die evangelische Kirche verfügt über einige Werke des Künstlers Wilhelm Hugues, der lange Jahre bis zu seinem Tod im Hümme gewohnt hat. Von ihm stammt etwa das Taufbecken der Kirche.

Die katholische Kirche des Ortes ist deutlich jüngeren Baujahrs und wurde erst 1960 nach den Plänen des Architekten Chr. Hartmann aus Warburg erbaut. Ein Jahr zuvor hatte der gleiche Archtekt die Kirche St. Marien in Hofgeismar entworfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der katholischen Bevölkerung durch den Zuzug vieler Flüchtlinge Gebiet des ehemaligen Kreis Hofgeismar stark angestiegen, so dass zahlreiche neue Kirche für die katholische Bevölkerung errichtet wurden.

Literatur

  1. Liesel Kontze: Beiträge zur älteren Geschichte von Hümme, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1959, S. 82 ff.
  2. Kreis Hofgeismar: Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/Lahn 1966, S. 146 ff.
  3. „Hümme – ein Dorf am Mühlenbach“, in: Alt-Hofgeismar – Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870–1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979, S. 48

siehe auch

Der Bahnhof in Hümme

Persönlichkeiten

Verkehrsanbindung

Straße und Bahn

Hümme liegt etwa 35 km nördlich von Kassel an der Bundesstrasse 83.

Der Ort an der Bundesbahnstrecke Kassel - Dortmund verfügt über einen eigenen Bahnhof.

Radwandern

Die Esse bei Hümme

Tourenvorschläge:

Die dazugehörende Internetseite zählt viele Sehenswürdigkeiten an der Diemel auf.

Weblinks