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'''Hümme''' ist ein Stadtteil von [[Hofgeismar]] mit etwa 1600 Einwohnern. Die ehemals selbständige Gemeinde liegt im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]].
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'''Hümme''' ist ein Stadtteil von [[Hofgeismar]] mit etwa 1.600 Einwohnern.  
  
== Lage ==
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Die ehemals selbständige Gemeinde liegt im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]].
Hümme liegt etwa 6 km nördlich der Kernstadt von [[Hofgeismar]]. Durch den Ort fliest die [[Esse]].
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== Geografie ==
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=== Lage ===
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Hümme liegt etwa 6 km nördlich der Kernstadt [[Hofgeismar]] und etwa 35 km nördlich von [[Kassel]].  
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Durch den Ort fliest die [[Esse]].
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=== Verkehrsanbindung ===
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Hümme liegt an der [[Bundesstrasse B 83]].
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Der Ort an der Bundesbahnstrecke [[Kassel]] - Dortmund verfügt über einen eigenen Bahnhof.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Hümme wird zu den ältesten Siedlungen im Kreis Hofgeismar gezählt.
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=== Aus der Ortsgeschichte ===
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Hümme wird zu den ältesten Siedlungen im Kreis Hofgeismar gezählt. Unter anderem stieß man beim Eisenbahnbau im Jahre 1846 auf ein Urnenfeld aus vorchristlicher Zeit.
  
Nach der Zerstörung der ursprünglich zweigeteilten Ortschaft (Hümme und Haldungen am Mühlenberg) im Jahre 1462 bestellten die Bewohner zunächst von [[Hofgeismar]] her ihre Äcker, bevor die Ortschaft neu aufgebaut wurde.
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Bereits im 9. Jahrhundert wird Hümme urkundlich erwähnt. Urkunden aus dieser Zeit dokumentieren die Schenkung von Gütern in Hümme an das [[Kloster Fulda]] und das [[Kloster Corvey]]. Neben der Herren von [[Eberschütz]], den späteren [[Edelherren von Schoeneberg|Edelherren von Schöneberg]], begegnet man in geschichtlichen Quellen aus dieser Zeit auch den ''Herren von Hummi''.
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Um [[1200]] bestanden zwei Wirtschaftsgemeinschaften von Hümmer Bauern, die - je nach Zugehörigkeit zu ihrer Herrschaft - Abgaben und Dienste zu leisten hatten. Im Jahre [[1220]] ist der Ort Teil der Grafschaft von Dassel. Die Tochter des Grafen heiratete im gleichen Jahr Berthold von [[Schöneberg]].
  
Die evangelische Kirche wurde im Jahre 1770 als schlichter einschiffiger Kirchbau errichtet. Die Laterne des mittelalterlichen, gotischen Wehrturm stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Das Taufbecken der Kirche ist ein Werk des Künstlers [[Wilhelm Hugues]], der lange Jahre bis zu seinem Tod im Hümme gewohnt hat.  
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Nach der Zerstörung der ursprünglich zweigeteilten Ortschaft (Hümme und Haldungen am Mühlenberg) im Jahre 1462 bestellten die Bewohner zunächst von [[Hofgeismar]] her ihre Äcker, bevor die Ortschaft neu aufgebaut wurde.  
  
Die [[Katholische Kirche in Hümme|katholische Kirche]] des Ortes ist deutlich jüngeren Baujahrs und wurde erst 1960 nach den Plänen des Architekten Chr. Hartmann aus Warburg erbaut. Ein Jahr zuvor hatte der gleiche Archtekt die [[Hofgeismar - Kirche St. Marien|Kirche St. Marien]] in Hofgeismar entworfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der katholischen Bevölkerung durch den Zuzug vieler Flüchtlinge Gebiet des ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]] stark angestiegen, so dass zahlreiche neue Kirche für die katholische Bevölkerung errichtet wurden.  
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Es entstand ein typisches Haufendorf mit Anklängen an ein Runddorf. Noch heute ist zu erkennen: den Kern des alten Ortskerns bilden zwei Hausinseln, in einer davon steht die Kirche, um die andere scharen sich halbkreisförmig weitere Häuser.
  
[[Bild:Hümme.JPG|thumb|right|210px|Hümme - Ortsansicht]]
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Als erster evangelischer Pfarrer wird [[1546]] Conrad Lemming vermerkt, einige Jahre zuvor noch Barfüßermönch in [[Hofgeismar]].  
[[Bild:Carlsbahn.png|thumb|right|210px|Der Streckenverlauf der ehem. Carlsbahn]]
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[[Bild:Hümme-Bahnhof.JPG|thumb|right|210px|Der Bahnhof in Hümme]]
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[[Bild:Esse.JPG|thumb|right|210px|Die Esse bei Hümme]]
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Am 30. März 1848 wurde die [[Carlsbahn]], eine Eisenbahnstrecke von Hümme nach [[Karlshafen]] eröffnet, gleichzeitig mit dem 11,5 Kilometer langen Teilstück der [[Friedrich-Wilhelms-Nordbahn]] zwischen Hümme und [[Grebenstein]].  
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Später führte der Schienenstrang aus Richtung [[Kassel]] über Hümme in Richtung Warburg zur Königlich-Westfälischen Eisenbahn. Beide Strecken waren die ersten Eisenbahnlinien im Kurfürstentum Hessen-Kassel.
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Unter dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] haben auch die Bewohner von Hümme stark gelitten. Nur etwa die Hälfte der Häuser war bei Kriegsende noch vorhanden.  
  
Der [[Bahnhof Hümme|Bahnhof]] in Hümme wurde 1897 erichtet. Er liegt an der zweigleisigen Eisenbahnstrecke Warburg - [[Hofgeismar]] - [[Kassel]] (aus Richtung Aachen bei km 313,1). Die weitere Bahnverbindung von Hümme nach [[Bad Karlshafen]] wurde zum 25. September 1966 eingestellt.
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Die heutige [[Die evangelische Kirche in Hümme|evangelische Kirche]] im Hümme wurde erst im Jahre 1770 als schlichter einschiffiger Kirchbau errichtet. Die Laterne des mittelalterlichen, gotischen Wehrturms stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.
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[[Datei:Hümme-Ortsansicht 0339.jpg|thumb|right|250px|Hümme - Ortsansicht]]
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[[Landgraf Karl]] verfolgte zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Plan, die [[Weser]] bei Sieburg (dem späteren [[Karlshafen|Carlshaven]]) mit der [[Fulda (Fluss)|Fulda]] durch einen Kanal zu verbinden. Nachdem zunächst damit begonnen wurde, die [[Diemel]] schiffbar zu machen, wurde mit den eigentlichen Kanalbauarbeiten ab [[1720]] begonnen.
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Die Pläne des Landgrafen erwiesen sich aber als wenig erfolgreich, so dass nach seinem Tod im Jahre [[1730]] der weitere Kanalausbau aufgegeben wurde. Ein von zwei Pferden gezogenes kleines Marktschiff, so heißt es, brauchte von [[Karlshafen]] bis [[Trendelburg]] im  Jahre [[1727]] einen ganzen Tag, weil es immer wieder flottgemacht werden musste. Und in Hümme ist kaum eines dieser Schiffe jemals angekommen.
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Die ursprünglich gute Verkehrslage an der alten Bremer Poststraße verlor der Ort, nachdem die Straße ab [[1730]] über [[Schöneberg]] geführt wurde, offensichtlich um das neu entstandene [[Hofgeismar - Bad Gesundbrunnen|Bad Gesundbrunnen]] bei [[Hofgeismar]] anzubinden.
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Etwa ein Jahrhundert später wurde Hümme dann Knotenpunkt der neuen Eisenbahnlinien, die nach Westfalen und zur Weser (nach [[Karlshafen]]) führten.
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Mit dem Ausbau der [[Carlsbahn]], einer Eisenbahnstrecke von Hümme nach [[Karlshafen]] wurde am 1. Juli [[1845]] begonnen und am 30. März [[1848]] wurde die fertiggestellte Strecke eröffnet, gleichzeitig mit dem 11,5 Kilometer langen Teilstück der [[Friedrich-Wilhelms-Nordbahn]] zwischen Hümme und [[Grebenstein]].
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Am 6. März [[1849]] wurde dann ein weiteres Teilstück zwischen Hümme und [[Haueda]] in Betrieb genommen. Dieser Schienenstrang führte später aus Richtung [[Kassel]] über Hümme in Richtung [[Warburg]] zur Königlich-Westfälischen Eisenbahn.
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Die beiden Strecken der [[Friedrich-Wilhelms-Nordbahn]] und der [[Carlsbahn]] waren die ersten Eisenbahnlinien im [[Kurfürstentum Hessen]].
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Als Dorf am Mühlenbach mit bäuerlichen Fachwerkhäusern präsentiert sich der Ort auf alten Ansichten zum Ende des 19. Jahrhunderts. Nach der Eröffnung der Eisenbahnstrecke kamen die Bahnarbeitersiedlung und kleinere Arbeiterhäuser hinzu.
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Der [[Bahnhof Hümme|Bahnhof in Hümme]] wurde [[1897]] erichtet. Er liegt an der zweigleisigen Eisenbahnstrecke [[Warburg]] - [[Hofgeismar]] - [[Kassel]] (aus Richtung Aachen bei km 313,1). Er war einst der bedeutendste Bahnhof im Kreis Hofgeismar, weil er fast 140 Jahre lang als Knotenpunkt zur Verbindung zweier Bahnstrecken diente.
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[[Bild:Carlsbahn Bahnhof Huemme.jpg|thumb|250px|right|Bahnhof Hümme]]
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Hümme hatte ein eigenes Bahnbetriebswerk und weil viele Einwohner bei der Bahn Arbeit fanden, wurde Hümme als Eisenbahnerdorf bekannt.
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Die weitere Bahnverbindung von Hümme nach [[Bad Karlshafen]] wurde zum 25. September [[1966]] für den Personenverkehr eingestellt. Vorübergehend fand dann noch der Güterverkehr bis [[Trendelburg]] statt.
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Die [[Die evangelische Kirche in Hümme|evangelische Kirche]] verfügt über einige Werke des Künstlers [[Wilhelm Hugues]], der lange Jahre bis zu seinem Tod in Hümme gewohnt hat. Von ihm stammt etwa das Taufbecken der Kirche.
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Die [[Katholische Kirche in Hümme|katholische Kirche]] des Ortes ist deutlich jüngeren Baujahrs und wurde erst [[1960]] nach den Plänen des Architekten Chr. Hartmann aus [[Warburg]] erbaut. Ein Jahr zuvor hatte der gleiche Architekt die [[Hofgeismar - Kirche St. Marien|Kirche St. Marien]] in Hofgeismar entworfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der katholischen Bevölkerung durch den Zuzug vieler Flüchtlinge Gebiet des ehemaligen [[Kreis Hofgeismar]] stark angestiegen, so dass zahlreiche neue Kirchen für die katholische Bevölkerung errichtet wurden.
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Im Jahre [[1966]] wurde in Hümme eine neue vierklassige Grundschule errichtet.
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Nach der hessischen Gebietsreform wurde Hümme im Jahre [[1971]] ein Stadtteil von [[Hofgeismar]].
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Im Jahre [[1999]] bildete sich die Initiative Hümme ”Unser Dorf” zur Teilnahme am Hessischen Wettbewerb ”Unser Dorf”.
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=== Dorfscheune Hümme ===
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Mit der [[Dorfscheune Hümme]] ist ein Ort entstanden, an dem auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden, etwa im Juli 2009 eine Ausstellung mit bildenden Künstlern aus dem [[Landkreis Kassel]] mit Kunstobjekten von  [[Monika Bodenmüller]], [[Karin Bohrmann]], [[Katharina grote Lambers]], [[Karl F. Hofeditz]], [[Cordula Klose]], [[Pit Morell]], [[Georg Roth]], [[Charlotte Schütz]] und [[Rolf Steiner]].
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=== Historische Dorferkundung Hümme ===
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Der Rundgang „[[historische Dorferkundung Hümme]]“ stellt an 30 Standorten die historische Ortssituation in einen Vergleich zu heute. Aber auch Informationen über archäologische Funde in Hümme, die Ortsentwicklung im Mittelalter und die Bahngeschichte des heutigen Hofgeismarer Stadtteils gehören zum [[Eco-Pfad]], der im Mai 2012 eröffnet wurde.
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''siehe auch:''
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* [[Eco-Pfad Historische Dorferkundung Hümme]]
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=== Weltrekord 2012 ===
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"Längstes Live-Medley der Welt: Hümme hat Weltrekord geschafft", hieß es am 18.5.12 in [[HNA]]-online. 40 Bands hatten zwölf Stunden ohne Unterbrechung auf einer Bühne am Sportplatz in Hümme gespielt und der Hofgeismarer Ortsteil steht damit im Guinnessbuch der Rekorde.
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== Kirchen ==
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* [[Die evangelische Kirche in Hümme|Evangelische Kirche in Hümme]]
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* [[Katholische Kirche in Hümme|Katholische Kirche St. Dominikus]]
  
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
Kreis Hofgeismar, Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/ Lahn 1966, S. 146 ff.  
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# Liesel Kontze: Beiträge zur älteren Geschichte von Hümme, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1959, S. 82 ff.
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# Kreis Hofgeismar: Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/Lahn 1966, S. 146 ff.
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# „Hümme – ein Dorf am Mühlenbach“, in: Alt-Hofgeismar – Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870–1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979, S. 48
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# Lutz Münzer, Ulrike Taenzer, Mit der Eisenbahn von Hümme nach Carlshafen, Werl 2001
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# Peter Nissen/ Initiative Hümme "Unser Dorf", Historische Dorferkundung Hümme, Hofgeismar 2006
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# Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011
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== Persönlichkeiten ==
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* [[Hartmut Gründler]], Lehrer und Umweltschützer
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* [[Wilhelm Hugues]], Bildhauer und Graphiker
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* [[Pit Morell]], Maler und Erzähler
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Datei:Hümme-Kath.Kirche 0290.jpg|thumb|250px|right|Die katholische Kirche St. Dominikus in Hümme]]
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=== Sehenswürdigkeiten am Ort ===
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* [[Die evangelische Kirche in Hümme]] (Hauptstraße) mit Werken des Künstlers [[Wilhelm Hugues]]
 +
* [[Katholische Kirche in Hümme|die katholische Kirche St. Dominikus]] (Schulstraße)
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* [[Dorf- und Kulturscheune Hümme|die Dorf- und Kulturscheune Hümme]] (Hauptstr. 47 a)
 +
* zahlreiche Fachwerkhäuser, etwa an der Essestraße (Haus Nr. 1 - erbaut 1793)
 +
* das ehemalige Atelier des Künstlers [[Wilhelm Hugues]] aus 1816 (Hauptstr. 41)
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=== Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ===
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* [[Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel]]
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== Schule ==
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* [[Wiesenberg-Grundschule Hümme]]
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
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[[Datei:Hümme-Wiesenbergschule 0342.jpg|thumb|right|250px|Wiesenbergschule]]
 
* [[Karlskanal|Landgraf Carl - Kanal]]
 
* [[Karlskanal|Landgraf Carl - Kanal]]
 
* [[Carlsbahn]]
 
* [[Carlsbahn]]
 
* [[Bahnhof Hümme]]
 
* [[Bahnhof Hümme]]
 
* [[Die ehemalige Eisenbahnstrecke Hofgeismar-Hümme – Karlshafen]]
 
* [[Die ehemalige Eisenbahnstrecke Hofgeismar-Hümme – Karlshafen]]
 +
* [[Dorf- und Kulturscheune Hümme]]
 +
* [[Esse]]
 +
* [[Hümmer Dickte]]
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* [[Initiative "Unser Dorf" Hümme]]
 +
* [[Katholische Kirche in Hümme|Die katholische Kirche in Hümme]]
 +
* [[Kulturzeit in Hümme]]
 +
* [[Kunstdinger]]
 +
* [[Tiefenbach]]
 +
* [[Wiesenberg-Grundschule Hümme]]
  
== Persönlichkeiten ==
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== Vereine und Verbände ==
* [[Wilhelm Hugues]], Bildhauer und Graphiker
+
[[Datei:Hümme-Gasthaus 0338.jpg|thumb|right|250 px|Hümme - Gasthaus Busch und Edeka-Markt]]
* [[Pit Morell]], Maler und Erzähler
+
[[Bild:Hümme.JPG|thumb|right|250px|Hümme - Ortsansicht]]
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=== Freiwillige Feuerwehr ===
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* [http://www.feuerwehr-huemme.de/ Freiwillige Feuerwehr Hümme]
  
== Verkehrsanbindung ==
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=== Weitere Vereine ===
=== Straße und Bahn ===
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==== ASV Hümme ====
Hümme liegt etwa 35 km nördlich von [[Kassel]] an der Bundesstrasse 83.  
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Die Teichanlage des ASV Hümme liegt in der Nähe der Wiesenwegstrasse.  
  
Der Ort an der Bundesbahnstrecke [[Kassel]] - Dortmund verfügt über einen eigenen Bahnhof.
+
==== Geschichtskreis ====
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* Geschichtskreis 1995 Hümme
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====  Initiative "Unser Dorf" ====
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* [[Initiative "Unser Dorf" Hümme]]
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==== Radfahrerverein ====
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* [[Radfahrerverein  RV 1910 Hümme|RV 1910 Hümme]]
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==== TSV Hümme ====
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* [http://www.tsv-hümme.de/ TSV 03 Hümme]
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* [http://www.tsvhuemme-tischtennis.de/ TSV 03 Hümme- Abt. Tischtennis]
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==== SPD-Ortsverein ====
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* [[SPD Hümme]]
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==== Volkschor Hümme ====
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* Volkschor 1874 Hümme
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==== Weitere Informationen ====
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'''Hümme will den Weltrekord: Vierzig Bands spielen zwölf Stunden''', meldete [[HNA]]-online am 11.5.2012. Hintergrund war die Absicht der Vereinsgemeinschaft Hümme einen Weltrekord auf die Füsse zustellen. Das wird sich am Freitag, 18. Mai, entscheiden. Bei einem „Chords for Record“ werden ab 10 Uhr 40 Bands zwölf Stunden ohne Unterbrechung auf einer Bühne spielen. Ziel ist „Das längste Live-Medley der Welt“.
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== Wandern und Radwandern ==
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[[Bild:Esse.JPG|thumb|right|250px|Die Esse bei Hümme]]
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[[Bild:HofgeismarHümme.jpg|thumb|250 px|right|Blick vom Scheiben-Berg (Richtung Dingel) nach Hümme]]
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Einkehrmöglichkeiten gibt es in Hümme im Gasthaus "Zum Löwen" (Essestr. 10) und im Gasthaus "Zum Stern" der Familie Busch (Hauptstr. 46).
  
 
=== Radwandern ===
 
=== Radwandern ===
Mit dem [[Fahrrad]] von [[Gottsbüren]] zur [[Sababurg]] über Hümme nach [[Hofgeismar]].
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'''Tourenvorschläge:'''
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* Mit dem [[Fahrrad]] von [[Gottsbüren]] zur [[Sababurg]] über Hümme nach [[Hofgeismar]].
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* [[Diemel-Radweg]]: dem Flußlauf der [[Diemel]] folgt der Diemel-Radweg mit Start in Willingen über [[Usseln]], [[Diemelsee]], Marsberg, [[Diemelstadt]], [[Warburg]] und ab hier durch den Altkreis [[Kreis Hofgeismar|Hofgeismar]] von [[Liebenau]] über [[Trendelburg]] bis nach [[Karlshafen]].
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Die dazugehörende [http://www.diemelradweg.de/streckenverlauf.php Internetseite] zählt viele Sehenswürdigkeiten an der Diemel auf.
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=== Wandern ===
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''' Wandertipps:'''
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* [[Eco-Pfad Historische Dorferkundung Hümme]]
 +
* [http://www.wandern-kurhessen.de/kassel/007_Wandervorschlaege/wandern_mit_der_HNA/Datum/HNA%20Wanderberichte/bis_2009/Von%20Hofgeismar%20nach%20Huemme_07_02_08.pdf Von Hofgeismar - über die Eberschützer Klippen - nach Hümme]
 +
* Wanderung rund um die Eberschützer Klippen: [http://www.fruehthau.de/wandertouren/eberschuetzer-klippen Rundwanderung auf www.fruehthau.de] mit Start und Ziel am Bahnhof Hümme
 +
* [http://www.egotrek.de/Downloadbereich/21_Streckenbeschreibung_Lamerden-Trendelburg.pdf Wandern auf dem Märchenlandweg auf www.egotrek.de] (von [[Lamerden]] über [[Sielen]], Hümme und [[Stammen]] nach [[Trendelburg]]).
 +
* Der Wanderführer der Region Kassel Land e.V. ("Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011) beschreibt einen Rundweg mit Start und Ziel am Wanderparkplatz "Hümmer Dickte". Er führt zum Moosgrund und zu einem stillen Waldteich.
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
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* [http://www.ekkh.de/gemeinden/huemme.php Evangelische Kirchengemeinde]
 
* [http://www.ekkh.de/gemeinden/huemme.php Evangelische Kirchengemeinde]
 
* [http://www.huemme.org/ www.huemme.org]
 
* [http://www.huemme.org/ www.huemme.org]
* [http://region.bildung.hessen.de/kassel/hofgeismar/gs-huemme/ Grundschule Hümme]
+
* [http://www.wiesenbergschule-gs-huemme.de/ Wiesenbergschule - Grundschule Hümme]
 
* [http://www.museum-hofgeismar.de/w3a/cms/Home/Sammlungen/Kunst/Hugues/Wilhelm_Hugues.163.html Der Hümmer Künstler ''Wilhelm Hugues'' auf der Website des Stadtmuseums Hofgeismar]
 
* [http://www.museum-hofgeismar.de/w3a/cms/Home/Sammlungen/Kunst/Hugues/Wilhelm_Hugues.163.html Der Hümmer Künstler ''Wilhelm Hugues'' auf der Website des Stadtmuseums Hofgeismar]
 
* [http://www.vergessene-bahnen.de/Ex198a_1.htm "Vergessene Bahnen" - Die stillgelegte Eisenbahnstrecke von Hümme nach Karlshafen]
 
* [http://www.vergessene-bahnen.de/Ex198a_1.htm "Vergessene Bahnen" - Die stillgelegte Eisenbahnstrecke von Hümme nach Karlshafen]
 
* [http://www.feuerwehr-huemme.de "Freiwillige Feuerwehr" - Stadtteilfeuerwehr Hofgeismar-Hümme]
 
* [http://www.feuerwehr-huemme.de "Freiwillige Feuerwehr" - Stadtteilfeuerwehr Hofgeismar-Hümme]
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Aktuelle Version vom 1. Dezember 2015, 17:33 Uhr

Hümme
Hümme-Kirche 0287.jpg
Die evangelische Kirche in Hümme
Basisdaten
Landkreis: Kassel
Stadt: Hofgeismar
Einwohner: ca. 1.600
Internet:

Hümme ist ein Stadtteil von Hofgeismar mit etwa 1.600 Einwohnern.

Die ehemals selbständige Gemeinde liegt im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Geografie

Lage

Hümme liegt etwa 6 km nördlich der Kernstadt Hofgeismar und etwa 35 km nördlich von Kassel.

Durch den Ort fliest die Esse.

Verkehrsanbindung

Hümme liegt an der Bundesstrasse B 83.

Der Ort an der Bundesbahnstrecke Kassel - Dortmund verfügt über einen eigenen Bahnhof.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Hümme wird zu den ältesten Siedlungen im Kreis Hofgeismar gezählt. Unter anderem stieß man beim Eisenbahnbau im Jahre 1846 auf ein Urnenfeld aus vorchristlicher Zeit.

Bereits im 9. Jahrhundert wird Hümme urkundlich erwähnt. Urkunden aus dieser Zeit dokumentieren die Schenkung von Gütern in Hümme an das Kloster Fulda und das Kloster Corvey. Neben der Herren von Eberschütz, den späteren Edelherren von Schöneberg, begegnet man in geschichtlichen Quellen aus dieser Zeit auch den Herren von Hummi.

Um 1200 bestanden zwei Wirtschaftsgemeinschaften von Hümmer Bauern, die - je nach Zugehörigkeit zu ihrer Herrschaft - Abgaben und Dienste zu leisten hatten. Im Jahre 1220 ist der Ort Teil der Grafschaft von Dassel. Die Tochter des Grafen heiratete im gleichen Jahr Berthold von Schöneberg.

Nach der Zerstörung der ursprünglich zweigeteilten Ortschaft (Hümme und Haldungen am Mühlenberg) im Jahre 1462 bestellten die Bewohner zunächst von Hofgeismar her ihre Äcker, bevor die Ortschaft neu aufgebaut wurde.

Es entstand ein typisches Haufendorf mit Anklängen an ein Runddorf. Noch heute ist zu erkennen: den Kern des alten Ortskerns bilden zwei Hausinseln, in einer davon steht die Kirche, um die andere scharen sich halbkreisförmig weitere Häuser.

Als erster evangelischer Pfarrer wird 1546 Conrad Lemming vermerkt, einige Jahre zuvor noch Barfüßermönch in Hofgeismar.

Unter dem Dreißigjährigen Krieg haben auch die Bewohner von Hümme stark gelitten. Nur etwa die Hälfte der Häuser war bei Kriegsende noch vorhanden.

Die heutige evangelische Kirche im Hümme wurde erst im Jahre 1770 als schlichter einschiffiger Kirchbau errichtet. Die Laterne des mittelalterlichen, gotischen Wehrturms stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

Hümme - Ortsansicht

Landgraf Karl verfolgte zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Plan, die Weser bei Sieburg (dem späteren Carlshaven) mit der Fulda durch einen Kanal zu verbinden. Nachdem zunächst damit begonnen wurde, die Diemel schiffbar zu machen, wurde mit den eigentlichen Kanalbauarbeiten ab 1720 begonnen.

Die Pläne des Landgrafen erwiesen sich aber als wenig erfolgreich, so dass nach seinem Tod im Jahre 1730 der weitere Kanalausbau aufgegeben wurde. Ein von zwei Pferden gezogenes kleines Marktschiff, so heißt es, brauchte von Karlshafen bis Trendelburg im Jahre 1727 einen ganzen Tag, weil es immer wieder flottgemacht werden musste. Und in Hümme ist kaum eines dieser Schiffe jemals angekommen.

Die ursprünglich gute Verkehrslage an der alten Bremer Poststraße verlor der Ort, nachdem die Straße ab 1730 über Schöneberg geführt wurde, offensichtlich um das neu entstandene Bad Gesundbrunnen bei Hofgeismar anzubinden.

Etwa ein Jahrhundert später wurde Hümme dann Knotenpunkt der neuen Eisenbahnlinien, die nach Westfalen und zur Weser (nach Karlshafen) führten.

Mit dem Ausbau der Carlsbahn, einer Eisenbahnstrecke von Hümme nach Karlshafen wurde am 1. Juli 1845 begonnen und am 30. März 1848 wurde die fertiggestellte Strecke eröffnet, gleichzeitig mit dem 11,5 Kilometer langen Teilstück der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn zwischen Hümme und Grebenstein.

Am 6. März 1849 wurde dann ein weiteres Teilstück zwischen Hümme und Haueda in Betrieb genommen. Dieser Schienenstrang führte später aus Richtung Kassel über Hümme in Richtung Warburg zur Königlich-Westfälischen Eisenbahn.

Die beiden Strecken der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn und der Carlsbahn waren die ersten Eisenbahnlinien im Kurfürstentum Hessen.

Als Dorf am Mühlenbach mit bäuerlichen Fachwerkhäusern präsentiert sich der Ort auf alten Ansichten zum Ende des 19. Jahrhunderts. Nach der Eröffnung der Eisenbahnstrecke kamen die Bahnarbeitersiedlung und kleinere Arbeiterhäuser hinzu.

Der Bahnhof in Hümme wurde 1897 erichtet. Er liegt an der zweigleisigen Eisenbahnstrecke Warburg - Hofgeismar - Kassel (aus Richtung Aachen bei km 313,1). Er war einst der bedeutendste Bahnhof im Kreis Hofgeismar, weil er fast 140 Jahre lang als Knotenpunkt zur Verbindung zweier Bahnstrecken diente.

Bahnhof Hümme

Hümme hatte ein eigenes Bahnbetriebswerk und weil viele Einwohner bei der Bahn Arbeit fanden, wurde Hümme als Eisenbahnerdorf bekannt.

Die weitere Bahnverbindung von Hümme nach Bad Karlshafen wurde zum 25. September 1966 für den Personenverkehr eingestellt. Vorübergehend fand dann noch der Güterverkehr bis Trendelburg statt.

Die evangelische Kirche verfügt über einige Werke des Künstlers Wilhelm Hugues, der lange Jahre bis zu seinem Tod in Hümme gewohnt hat. Von ihm stammt etwa das Taufbecken der Kirche.

Die katholische Kirche des Ortes ist deutlich jüngeren Baujahrs und wurde erst 1960 nach den Plänen des Architekten Chr. Hartmann aus Warburg erbaut. Ein Jahr zuvor hatte der gleiche Architekt die Kirche St. Marien in Hofgeismar entworfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der katholischen Bevölkerung durch den Zuzug vieler Flüchtlinge Gebiet des ehemaligen Kreis Hofgeismar stark angestiegen, so dass zahlreiche neue Kirchen für die katholische Bevölkerung errichtet wurden.

Im Jahre 1966 wurde in Hümme eine neue vierklassige Grundschule errichtet.

Nach der hessischen Gebietsreform wurde Hümme im Jahre 1971 ein Stadtteil von Hofgeismar.

Im Jahre 1999 bildete sich die Initiative Hümme ”Unser Dorf” zur Teilnahme am Hessischen Wettbewerb ”Unser Dorf”.

Dorfscheune Hümme

Mit der Dorfscheune Hümme ist ein Ort entstanden, an dem auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden, etwa im Juli 2009 eine Ausstellung mit bildenden Künstlern aus dem Landkreis Kassel mit Kunstobjekten von Monika Bodenmüller, Karin Bohrmann, Katharina grote Lambers, Karl F. Hofeditz, Cordula Klose, Pit Morell, Georg Roth, Charlotte Schütz und Rolf Steiner.

Historische Dorferkundung Hümme

Der Rundgang „historische Dorferkundung Hümme“ stellt an 30 Standorten die historische Ortssituation in einen Vergleich zu heute. Aber auch Informationen über archäologische Funde in Hümme, die Ortsentwicklung im Mittelalter und die Bahngeschichte des heutigen Hofgeismarer Stadtteils gehören zum Eco-Pfad, der im Mai 2012 eröffnet wurde.

siehe auch:

Weltrekord 2012

"Längstes Live-Medley der Welt: Hümme hat Weltrekord geschafft", hieß es am 18.5.12 in HNA-online. 40 Bands hatten zwölf Stunden ohne Unterbrechung auf einer Bühne am Sportplatz in Hümme gespielt und der Hofgeismarer Ortsteil steht damit im Guinnessbuch der Rekorde.

Kirchen

Literatur

  1. Liesel Kontze: Beiträge zur älteren Geschichte von Hümme, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1959, S. 82 ff.
  2. Kreis Hofgeismar: Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III, Marburg/Lahn 1966, S. 146 ff.
  3. „Hümme – ein Dorf am Mühlenbach“, in: Alt-Hofgeismar – Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870–1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979, S. 48
  4. Lutz Münzer, Ulrike Taenzer, Mit der Eisenbahn von Hümme nach Carlshafen, Werl 2001
  5. Peter Nissen/ Initiative Hümme "Unser Dorf", Historische Dorferkundung Hümme, Hofgeismar 2006
  6. Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Die katholische Kirche St. Dominikus in Hümme

Sehenswürdigkeiten am Ort

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Schule

siehe auch

Wiesenbergschule

Vereine und Verbände

Hümme - Gasthaus Busch und Edeka-Markt
Hümme - Ortsansicht

Freiwillige Feuerwehr

Weitere Vereine

ASV Hümme

Die Teichanlage des ASV Hümme liegt in der Nähe der Wiesenwegstrasse.

Geschichtskreis

  • Geschichtskreis 1995 Hümme

Initiative "Unser Dorf"

Radfahrerverein

TSV Hümme

SPD-Ortsverein

Volkschor Hümme

  • Volkschor 1874 Hümme

Weitere Informationen

Hümme will den Weltrekord: Vierzig Bands spielen zwölf Stunden, meldete HNA-online am 11.5.2012. Hintergrund war die Absicht der Vereinsgemeinschaft Hümme einen Weltrekord auf die Füsse zustellen. Das wird sich am Freitag, 18. Mai, entscheiden. Bei einem „Chords for Record“ werden ab 10 Uhr 40 Bands zwölf Stunden ohne Unterbrechung auf einer Bühne spielen. Ziel ist „Das längste Live-Medley der Welt“.

Wandern und Radwandern

Die Esse bei Hümme
Blick vom Scheiben-Berg (Richtung Dingel) nach Hümme

Einkehrmöglichkeiten gibt es in Hümme im Gasthaus "Zum Löwen" (Essestr. 10) und im Gasthaus "Zum Stern" der Familie Busch (Hauptstr. 46).

Radwandern

Tourenvorschläge:

Die dazugehörende Internetseite zählt viele Sehenswürdigkeiten an der Diemel auf.

Wandern

Wandertipps:

Weblinks