Guxhagen

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Guxhagen
Guxhagen-fulda-poepperl 1.jpg
Guxhagen mit Benediktinerkloster Breitenau
(Foto: Günther Pöpperl )
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Einwohner: 5.345 (2007)
Postleitzahl: 34302
Vorwahl: 05665
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Zum Ehrenhain 2
Website: www.guxhagen.de
Bürgermeister: Edgar Slawik (parteilos)

Guxhagen ist eine nordhessische Gemeinde südlich von Kassel im Schwalm-Eder-Kreis.

Geschichte

Stadtwappen

Guxhagen stand stets im Schatten des direkt in der Nähe liegenden Klosters Breitenau.

Während das Kloster im Jahre 1113 von Graf Werner von Grüningen gegründet wurde, wurde der Ort Guxhagen erst 1352 erstmals als "Kukushayn" urkundlich erwähnt.

1527 wurde das Kloster an der Fulda durch Landgraf Philipp I. im Zuge der Reformation wie alle anderen hessischen Klöster aufgehoben. Der Prior des Klosters, der Holländer Theobald Zabel, wurde der erste evangelische Pfarrer von Guxhagen. Das Kloster wurde fürstliches Hofgut und die Klosterkirche 1579 zu einem Fruchtspeicher und Pferdestall umgebaut.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Klosteranlage 1626 durch die Truppen von Graf Tilly geplündert und 1640 wurde das Kloster bis auf die Klosterkirche, Zehntscheune und Nikolauskapelle zerstört. Danach wurde das Kloster dem Verfall preisgegeben. Lediglich die Klosterkirche wurde noch als Fruchtspeicher genutzt.

Von 1791 bis 1844 diente die Zehntscheune als Pfarrkirche. 1841 wurden dann Querschiff und Chorraum der Klosterkirche für den Gottesdienst wieder hergerichtet. Sie wurde dann im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 zu einem Kriegsgefangenenlager umgebaut, in dem etwa 750 französische Kriegsgefangene interniert waren.

Von 1872 bis 1874 wurde die vernachlässigte Klosteranlage zur "Korrektions- und Landesarmenanstalt" umfunktioniert. Die Kirche wurde als "Anstaltskirche" genutzt und erhielt 1890 den heutigen Glockenturm im neuromanischen Stil.

Nach Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1927 bis 1929 wurde die Kirche am 23. März 1930 neu geweiht.

Im "Dritten Reich" wurde die Anlage als Konzentrations- und Arbeitslager missbraucht. Im August 1984 wurde durch die damalige Gesamthochschule Kassel unter Unterstützung des Landeswohlfahrtsverbandes die Gedenkstätte Breitenau eingerichtet, die an das Schicksal der hier während der NS-Zeit internierten Menschen erinnert. Die Gedenkstätte befindet sich in der ehemaligen Zehntscheune.

Ortsteile

  • Guxhagen

Politik

Ergebnis der Kommunalwahl 2006 % Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 48,0 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 20,9 7
GL Gemeinschaftsliste Guxhagen 23,6 7
GÜNE Bündnis 90/Die Grünen 7,5 2


- siehe auch -

Radwege

Die Ortsteile Guxhagen, Büchenwerra und Grebenau liegen am Fernradweg R 1. Eine gepflegte Gastronomie entlang des Radweges bietet den Radwanderern gute Gelegenheiten zum Rasten und Erholen. Durch den Bau der Radwegebrücke zwischen Büchenwerra und Grebenau ist der lang geforderte Lückenschluss in der Routenführung des R 1 verwirklicht

Siehe auch

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Guxhagen
Wappenguxhagen.jpg

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