Gustav Mahler

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Gustav Mahler war von 1883-1885 in Kassel

Gustav Mahler (1860-1911) stampfte zu laut. Der Musik- und Chordirektor hatte seine eigenen Methoden, dem Kasseler Orchester den richtigen Takt beizubringen. Doch unter dem gestrengen Intendanten von Gilsa kassierte er für das Fußstampfen eine Rüge.

Vielleicht hat ihn das nicht weiter gestört, war Mahler doch in seiner kurzen Zeit als Kasseler Hofkapellmeister (1883-85) unglücklich verliebt in die Sopranistin Johanna Richter. Als Komponist berühmt wurde er zwar erst später, doch seine hier entstandenen Kompositionen „Lieder eines fahrenden Gesellen“ verströmen romantisches Lebensgefühl und lassen erstmals seinen eigenen Kompositionsstil erkennen. Doch die Arbeit war nicht leicht: 1885 organisierte er ein großes Musikfest, wegen antisemitischer Anfeindungen dirigierte der jüdische (später konvertierte) Mahler aber nur ein einziges Konzert, Mendelssohns „Paulus“. (fra)