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Gustav Mahler war von 1883-1885 in Kassel
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Gustav Mahler war von 1883 - 1885 Hofkapellmeister in Kassel.
  
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== Geschichte ==
 
Gustav Mahler (1860-1911) stampfte zu laut. Der Musik- und Chordirektor hatte seine eigenen Methoden, dem Kasseler Orchester den richtigen Takt beizubringen. Doch unter dem gestrengen Intendanten von Gilsa kassierte er für das Fußstampfen eine Rüge.
 
Gustav Mahler (1860-1911) stampfte zu laut. Der Musik- und Chordirektor hatte seine eigenen Methoden, dem Kasseler Orchester den richtigen Takt beizubringen. Doch unter dem gestrengen Intendanten von Gilsa kassierte er für das Fußstampfen eine Rüge.
  
 
Vielleicht hat ihn das nicht weiter gestört, war Mahler doch in seiner kurzen Zeit als Kasseler [[Hofkapellmeister]] (1883-85) unglücklich verliebt in die Sopranistin [[Johanna Richter]]. Als Komponist berühmt wurde er zwar erst später, doch seine hier entstandenen Kompositionen „[[Lieder eines fahrenden Gesellen]]“ verströmen romantisches Lebensgefühl und lassen erstmals seinen eigenen Kompositionsstil erkennen. Doch die Arbeit war nicht leicht: [[1885]] organisierte er ein großes Musikfest, wegen antisemitischer Anfeindungen dirigierte der jüdische (später konvertierte) Mahler aber nur ein einziges Konzert, [[Mendelssohn]]s „Paulus“. (fra)  
 
Vielleicht hat ihn das nicht weiter gestört, war Mahler doch in seiner kurzen Zeit als Kasseler [[Hofkapellmeister]] (1883-85) unglücklich verliebt in die Sopranistin [[Johanna Richter]]. Als Komponist berühmt wurde er zwar erst später, doch seine hier entstandenen Kompositionen „[[Lieder eines fahrenden Gesellen]]“ verströmen romantisches Lebensgefühl und lassen erstmals seinen eigenen Kompositionsstil erkennen. Doch die Arbeit war nicht leicht: [[1885]] organisierte er ein großes Musikfest, wegen antisemitischer Anfeindungen dirigierte der jüdische (später konvertierte) Mahler aber nur ein einziges Konzert, [[Mendelssohn]]s „Paulus“. (fra)  
  
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== Gustav Mahler - Fest ==
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Am 7. Juli [[1989]], dem 129. Geburtstag des Komponisten, wurde in der Kasseler Stadthalle in Beisein des hessischen Ministerpräsidenten Wallmann mit einem Festkonzert das erste "Gustav Mahler Fest Kassel" eröffnet. Kassels Generalmusikdirektor Adam Fischer dirigierte die "Totenfeier" aus der 2. Sinfonie, die "Lieder eines fahrenden Gesellen" und die 1. Sinfonie. Und die Stadt, in der Mahler von 1883 bis 1885 als Musikdirektor gewirkt (und die Lieder eines fahrenden Gesellen komponiert) hatte, geriet ins Mahler-Fieber.
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Das "Gustav Mahler Fest" ging auf eine Initiative Adam Fischers zurück, der auch die künstlerische Leitung übernahm. Finanziell abgesichert wurde das Musikfest durch einen Verein, in dem sich namhafte Unternehmen der Region engagierten. Ein begeistertes Publikum erlebte bis zum 15. Juli sechs Festkonzerte, zwei Liederabende und eine Reihe von Begleitveranstaltungen, bei denen namhafte Musiker aus aller Welt mitwirkten. Herausragende Solisten wie Thomas Hampson und Thomas Quasthoff, Brigitte Fassbaender und Iris Vermillion sorgten für Glanz, als Dirigenten wechselten sich Adam Fischer und Manfred Honeck ab.
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Entscheidend zum großen Erfolg des Festivals trug das eigens zusammengestellte Festspielorchester bei. Musiker aus Wien, Budapest, Prag, Dresden, Hamburg und natürlich [[Kassel]] wuchsen zu einem Klangkörper mit einem ganz spezifischen Mahler-Sound zusammen.
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Die Verbindung zwischen dem [[Friedrichsplatz]] und der [[Karlsaue]] heißt übrigens seit jenem 7. Juli 1989 "Gustav-Mahler-Treppe".
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Version vom 25. April 2010, 21:35 Uhr

Gustav Mahler war von 1883 - 1885 Hofkapellmeister in Kassel.

Geschichte

Gustav Mahler (1860-1911) stampfte zu laut. Der Musik- und Chordirektor hatte seine eigenen Methoden, dem Kasseler Orchester den richtigen Takt beizubringen. Doch unter dem gestrengen Intendanten von Gilsa kassierte er für das Fußstampfen eine Rüge.

Vielleicht hat ihn das nicht weiter gestört, war Mahler doch in seiner kurzen Zeit als Kasseler Hofkapellmeister (1883-85) unglücklich verliebt in die Sopranistin Johanna Richter. Als Komponist berühmt wurde er zwar erst später, doch seine hier entstandenen Kompositionen „Lieder eines fahrenden Gesellen“ verströmen romantisches Lebensgefühl und lassen erstmals seinen eigenen Kompositionsstil erkennen. Doch die Arbeit war nicht leicht: 1885 organisierte er ein großes Musikfest, wegen antisemitischer Anfeindungen dirigierte der jüdische (später konvertierte) Mahler aber nur ein einziges Konzert, Mendelssohns „Paulus“. (fra)

Gustav Mahler - Fest

Am 7. Juli 1989, dem 129. Geburtstag des Komponisten, wurde in der Kasseler Stadthalle in Beisein des hessischen Ministerpräsidenten Wallmann mit einem Festkonzert das erste "Gustav Mahler Fest Kassel" eröffnet. Kassels Generalmusikdirektor Adam Fischer dirigierte die "Totenfeier" aus der 2. Sinfonie, die "Lieder eines fahrenden Gesellen" und die 1. Sinfonie. Und die Stadt, in der Mahler von 1883 bis 1885 als Musikdirektor gewirkt (und die Lieder eines fahrenden Gesellen komponiert) hatte, geriet ins Mahler-Fieber.

Das "Gustav Mahler Fest" ging auf eine Initiative Adam Fischers zurück, der auch die künstlerische Leitung übernahm. Finanziell abgesichert wurde das Musikfest durch einen Verein, in dem sich namhafte Unternehmen der Region engagierten. Ein begeistertes Publikum erlebte bis zum 15. Juli sechs Festkonzerte, zwei Liederabende und eine Reihe von Begleitveranstaltungen, bei denen namhafte Musiker aus aller Welt mitwirkten. Herausragende Solisten wie Thomas Hampson und Thomas Quasthoff, Brigitte Fassbaender und Iris Vermillion sorgten für Glanz, als Dirigenten wechselten sich Adam Fischer und Manfred Honeck ab.

Entscheidend zum großen Erfolg des Festivals trug das eigens zusammengestellte Festspielorchester bei. Musiker aus Wien, Budapest, Prag, Dresden, Hamburg und natürlich Kassel wuchsen zu einem Klangkörper mit einem ganz spezifischen Mahler-Sound zusammen.

Die Verbindung zwischen dem Friedrichsplatz und der Karlsaue heißt übrigens seit jenem 7. Juli 1989 "Gustav-Mahler-Treppe".