Gewissenruh: Unterschied zwischen den Versionen

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* Ende, Thomas u.a., Waldenserdörfer Gottstreu und Gewissenruh 1722-1997, Oberweser 1997, 503 S.
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* Jochen Desel, Hugenottenkichen in Hessen-Kassel, Hofgeismar 1992, S. 96 ff.
 
* Jochen Desel, Hugenottenkichen in Hessen-Kassel, Hofgeismar 1992, S. 96 ff.
  

Version vom 1. November 2007, 10:37 Uhr

Kirche Gewissenruh.jpg
Waldenserkirche in Gewissenruh

Gewissenruh ist ein Dorf in Nordhessen und ein Ortsteil der Gemeinde Oberweser mit etwa 130 Einwohnern.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zum 1. Februar 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Arenborn, Gewissenruh, Gieselwerder, Gottstreu und Oedelsheim zur neuen Gesamtgemeinde Oberweser zusammen. Am 1. August 1972 kam Heisebeck hinzu.

Weserabwärts liegt die Stadt Bad Karlshafen und weseraufwärts die Stadt Hann. Münden.

Geografie

Das Dorf liegt oberhalb der Weser am Reinhardswald und an der Deutschen Märchenstraße.

Geschichte

Gedenkstein in Gewissenruh

Aus der Ortsgescdhichte

Der Ort wurde im Jahre 1722 von waldenser Glaubensflüchtlingen aus Frankreich als eine von Landgraf Carl von Hessen-Kassel neu gegründete "Kolonie" angelegt, ebenso wie das nahegelegene Dorf Gottstreu.

Erst im Jahre 1779 konnte die Dorfkirche gebaut werden. Zunächst war für die Gottesdienste der Waldensergemeinden in Gewissenruh und Gottstreu die Kirche in Gieselwerder vorgesehen.

Die Kirche in Gewissenruh

Der kleine Saalkirchenbau in Gewissenruh wurde aus unverputztem Wesersandstein errichtet. Auf dem Dach befindet sich ein viereckiger Dachreiter mit Wetterfahne. Über dem Eingang der Kirche lautet die französischen Inschrift: "Certes leternel est en ce lieu et je n´an savoie rien" (Gewiß ist der Ewige an diesem Ort, und ich wusste es nicht. 1. Mose 28, 16).

Im Innern der Kirche befindet sich hinter dem Altartisch die erhöhte Kanzel. Erst im Jahre 1885 kam eine Orgel hinzu, die auf der Orgelempore über dem Eingangsbereich ihren Platz fand.

Literatur

  • Ende, Thomas u.a., Waldenserdörfer Gottstreu und Gewissenruh 1722-1997, Oberweser 1997, 503 S.
  • Jochen Desel, Hugenottenkichen in Hessen-Kassel, Hofgeismar 1992, S. 96 ff.

Radwandern

Fulda-Weser-Radweg

Gesamtlänge: 255 km: Bad KarlshafenGewissenruhGieselwerderGottstreuWeißehütteReinhardshagen - VeckerhagenVaakeHann. MündenWilhelmshausenWahnhausenFuldatalKasselBergshausenFuldabrückBaunatal/ RengershausenBaunatal/ Guntershausen - GuxhagenBüchenwerraGrebenauWagenfurthMelsungenMalsfeldBeiseförthBinsförthMorschenBaumbachBraachRotenburgBreitenbachBlankenheimMecklarFriedlosBad HersfeldKohlhausen – Kesperhausen – Mengshausen – Solms – Unter-Schwarz – Queck – Hutzdorf – Pfordt – Harteshausen – Lüdermünd – Kämmerzell – Gläserzell – Fulda – Gersfeld.

Weser-Radweg

Aus Richtung Hann. Münden (Start) verläuft der Weser-Radweg entlang der Weser bis nach Oberweser (25,0 km) und von dort weiter nach Lippoldsberg (30,0 km), Bodenfelde-Wahmbeck (35,0 km) und Bad Karlshafen (45,0 km). Von dort schliesst sich eine mehr als 400 km lange Strecke bis nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven an.

siehe auch:

Übernachtungsmöglichkeiten

Hotels/ Gasthäuser

Jugendherbergen

siehe auch

Weserdampfschifffahrt

Aus dem „Begleiter auf dem Weser-Dampfschiffe von Münden bis Bremen“:

Im Frühjahr 1844 gab der Lehrer für Geschichte und Erdkunde am Rintelner Gymnasium, Dr. Ludwig Boclo, seinen „Begleiter auf dem Weser-Dampfschiffe von Münden bis Bremen“ heraus. Boclo war schon verschiedentlich als Reiseschriftsteller hervorgetreten. Das kleinformatige Büchlein sollte ein kundiger Mitreisender für alle fremden Passagiere sein.

Weserabwärts rühmte er neben vielem anderen den lieblichen Blick von Hilwartshausen auf Münden, der den dortigen Stiftsdamen ein Ausgleich für ihr entsagungsvolles Leben gewesen sein mochte. Auch die Eisengießerei in Veckerhagen sowie das Eisenhammerwerk in Lippoldsberg vergaß Boclo ebenso wenig wie den vom Fluss noch weithin sichtbaren Turm der Bramburg und die mit ihr verknüpften Sagen. Zudem warnte er vor den leicht reizbaren Bewohnern von Gewissenruh, die mit Prügel, Steinwürfen und Schimpfworten sehr freigiebig gewesen sein sollen.

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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