Georg Landau: Unterschied zwischen den Versionen

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Nachdem die Bibliothekare [[Jacob Grimm|Jacob]] und [[Wilhelm Grimm]] sowie der Archivdirektor [[Dietrich Christoph von Rommel]] auf ihn aufmerksam geworden waren, wurden ihm erste archivarische Arbeiten zugewiesen und 1835 wurde er kurfürstlicher Archivar, danach 1838 Archivsekretär.
  
 
Im Jahre 1834 gründete er mit den Bibliothekaren [[Karl Bernhardi]] und [[Heinrich Schubart]] den „Verein für hessische Geschichte und Landeskunde“ und war 1852 Mitbegründer des „Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine“, in dem sich die Vereine aus ganz Deutschland zusammenschlossen.   
 
Im Jahre 1834 gründete er mit den Bibliothekaren [[Karl Bernhardi]] und [[Heinrich Schubart]] den „Verein für hessische Geschichte und Landeskunde“ und war 1852 Mitbegründer des „Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine“, in dem sich die Vereine aus ganz Deutschland zusammenschlossen.   
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[[1862]] erhielt er eine Auszeichnung des sächsischen Königs, doch in seiner Heimatstadt blieben ihm offizielle Ehrungen und der Aufstieg lange versagt; [[Kurfürst Friedrich Wilhelm I.]] ernannte ihn erst [[1864]] zum Archivrat und Direktionsmitglied.  
  
In Kassel wohnte Georg Landau zeitweise im Hause [[Oberste Gasse]] 18.  
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In Kassel wohnte Georg Landau zeitweise im Hause [[Oberste Gasse]] 18.
  
 
== Landaustraße ==
 
== Landaustraße ==

Aktuelle Version vom 18. April 2012, 21:49 Uhr

Johann Georg Landau, * 26. Oktober 180715. Februar 1865 (jeweils in Kassel) war kurfürstlicher Archivar und Historiker.

Leben und Wirken

Georg Landau, der keine höhere Schulbildung erhalten hatte, begann 1826 mit historischen Studien im Kasseler Stadtarchiv.

Nachdem die Bibliothekare Jacob und Wilhelm Grimm sowie der Archivdirektor Dietrich Christoph von Rommel auf ihn aufmerksam geworden waren, wurden ihm erste archivarische Arbeiten zugewiesen und 1835 wurde er kurfürstlicher Archivar, danach 1838 Archivsekretär.

Im Jahre 1834 gründete er mit den Bibliothekaren Karl Bernhardi und Heinrich Schubart den „Verein für hessische Geschichte und Landeskunde“ und war 1852 Mitbegründer des „Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine“, in dem sich die Vereine aus ganz Deutschland zusammenschlossen.

Mit seinen Werken machte er sich einen Namen als Begründer der modernen geschichtlichen Landeskunde.

Obwohl Landau nach dem frühen Tod seines Vaters (ein Schuster) nur die Bürgerschule hatte besuchen können, erhielt er wegen seiner Verdienste 1846 die Ehrendoktorwürde der Universität Marburg und wurde 1854 in den Gelehrtenausschuss des Nürnberger Nationalmuseums berufen.

1862 erhielt er eine Auszeichnung des sächsischen Königs, doch in seiner Heimatstadt blieben ihm offizielle Ehrungen und der Aufstieg lange versagt; Kurfürst Friedrich Wilhelm I. ernannte ihn erst 1864 zum Archivrat und Direktionsmitglied.

In Kassel wohnte Georg Landau zeitweise im Hause Oberste Gasse 18.

Landaustraße

An Georg Landau erinnert heute unter anderem die Landaustraße in der Kasseler Südstadt.

Weblinks