Fritzlar: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 1. Januar 2008, 20:04 Uhr

Fritzlar
Dom fritzlar.jpg
Der Mond zwischen den Türmen des Doms
(Foto: HNA-Redakteur Reinhard Berger)
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Einwohner: 14.594 (2007)
Postleitzahl: 34560
Vorwahl: 05622
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Zwischen den Krämen 7
Website: www.fritzlar.de
Bürgermeister: Karl-Wilhelm Lange (CDU)

Fritzlar ist eine Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen und liegt etwa 25 km südlich von der Stadt Kassel.

Das Stadtbild wird geprägt durch den Dom, die romanisch-gotische Stiftskirche St. Peter, mit deren Errichtung zum Ende des 11. Jahrhundert begonnen wurde und die zum Ende des 12. Jahrhundert umgebaut wurde.

Aktuelle Bilder vom Fritzlarer Marktplatz liefert eine Webcam:


Stadtteile

Geschichte

Das Rathaus in Fritzlar - Ende der 1940er-Jahre
Stadtfest Fritzlar 2007 mit den Flying-Boots aus Leimsfeld
Die Hellenwarte bei Fritzlar

Die Gründung der Stadt Fritzlar geht auf das Wirken des heiligen Bonifatius zurück. Unter ihm begann eine planmäßige Missionstätigkeit im Gebiet der Chatten. Aus England kommend, reiste er noch unter seinem früheren Namen Winfried 722 nach Rom, wurde vom Papst zum Bischof berufen und mit der Missionierung vor allem der Chatten betraut.

Der Naturglaube der Chatten ist zu dieser Zeit längst nicht mehr unerschüttert. Bonifatius kann es wagen, die Donareiche an heiliger Stätte zu fällen und die Chatten zum Empfang der Taufe zu bewegen. Laut päpstlicher Weisung erfolgt mit dem Bau der Peterskirche 723 und eines Klosters 724 die Gründung eines wichtigen missionarischen Stützpunktes in Fritzlar. Dieser Stützpunkt gewinnt später an Bedeutung, als das zwischenzeitlich errichtete Bistum Büraberg aufgelöst und an seine Stelle das Archidiakonat Fritzlar mit einem Probst als Vertreter des Bischofs von Mainz eingerichtet wird.

Der Nachfolger von Bonifatius, der heilige Wigbert, hat dann zwischen 725 und 731 die erste hessische Klosterschule in Fritzlar gegründet.

Erst einige Jahrhunderte später wurde der Dom zu Fritzlar errichtet, der bis heute das Stadtbild der Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis (früher: Kreis Fritzlar-Homberg) prägt. Mit der Errichtung der romanisch-gotischen Stiftskirche St. Peter wurde zum Ende des 11. Jahrhundert begonnen. Zum Ende des 12. Jahrhundert wurde der Dom im gotischen Stil umgebaut.

Als "schwarzer Tag" in der Stadtgeschichte gilt der 14. September 1232. Konrad von Thüringen und der Ritter von Treffurt, die Fritzlar lange Zeit belagert hatten, erstürmten die Mauern, zerstörten und plünderten und brandschatzten die Stadt.

Auch nach der Reformation in Hessen im 16. Jahrhundert bleibt Fritzlar katholisch. Dies führte zu einer zunehmenden konfessionellen und damit auch ökonomische Isolierung der Stadt in einem protestantisch geprägten Umland.

Besonders unter dem Dreißigjährigen Krieg hat die Stadt sehr gelitten. Als zum Ende des Kriegs die Pest ausbricht, überleben von etwa 2000 Einwohnern nur 600. Erst im Jahre 1840 erreichte die Stadt wieder 2000 Einwohner.


Ein Regionalmuseum - das Museum für Vor- und Frühgeschichte, Volkskunde und Stadtgeschichte - ist im Hochzeits- und Patrizierhaus in Fritzlar untergebracht.

Kirchen

siehe auch

Radwege

Wandern

Auf den Spuren von Bonifatius

Ein Wandervorschlag vom Rhönklub Kassel - Rundwanderung mit Start und Ziel in Fritzlar

Die Wanderung ist eine Rundwanderung, sie beginnt und endet in Fritzlar, am Parkplatz Allee/Ecke Kasseler Straße, direkt an der Stadtmauer. Empfehlenswert ist ein Rundgang durch Fritzlar, entlang der Stadtmauer in östlicher Richtung, vorbei am Edermühlengraben, Domplatz, Marktplatz und wieder zum Ausgangspunkt zurück.

> weitere Streckenführung: Auf den Spuren von Bonifatius

Auf dem Barbarossaweg nach Fritzlar

Ein Wandervorschlag des Deutschen Alpenvereins, Sektion Kassel

Wandertipp

Am Bad Wildunger Bahnhof suchen wir die Straße Richtung Wenzigerode. Gleich am Verkehrsschild sehen wir unser Wanderzeichen X 8. Es weist uns bergauf, der Straße folgend, aus dem Ort hinaus. Auch nach Unterqueren der Umgehungsstraße geht es auf der relativ viel befahrenen Straße etwa ein Kilometer weiter. Wer die Straße meiden möchte, geht direkt hinter der Unterführung in den Weg nach links, umrundet das Naturschutzgebiet "Blauer Bruch", hält sich am nächsten Weg rechts und trifft an der Straße das Zeichen, das jetzt in das Feld führt.

Dann kommen wir in den Wald und wandern über Mühlenberg, Katze (höchster Punkt der Wanderung), vorbei an der Kreuzeiche Richtung Rothhelmshausen, das wir rechts umgehen. Auf dem "Braunauer Totenweg" wandernd erreichen wir den Büraberg oberhalb von Ungedanken. Auf dem letzten Wegstück stehen Grenzsteine mit dem Waldecker Stern, Mainzer Rad und dem Petrusschlüssel von Fritzlar im Wald.

> weitere Streckenführung: Auf dem Barbarossaweg nach Fritzlar

Wussten Sie schon, dass ...

US-Maschine während eines Manövers auf dem Flugplatz Fritzlar, Aufnahme vom September 1981

... dass der schwärzeste Tag in der Geschichte von Fritzlar der 14. September 1232 war? Konrad von Thüringen und der Ritter F. von Treffurt, die Fritzlar lange Zeit belagert hatten, erstürmten die Mauern, zerstörten und plünderten die Stadt, und der Brand begann.

Alfred Matthäi, Domküster i.R., Fritzlar

... nächstes Jahr der Flugplatz Fritzlar 70 Jahre alt wird? Er war im April 1938 in Betrieb genommen worden, und zwar unspektakulär. Denn Informationen über wichtige militärische Einrichtungen sollten damals vermieden werden.

Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Weblinks


Stadtteile der Stadt Fritzlar
WappenFritzlar.jpg

Cappel | Fritzlar | Geismar | Haddamar | Lohne | Obermöllrich | Rothhelmshausen | Ungedanken | Wehren | Werkel | Züschen


Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis
WappenSchwalmEderKreis.jpg

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