Friedrich-Ebert-Straße

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Die Friedrich-Ebert-Straße befindet sich in Kassel und beginnt am Ständeplatz. Sie führt relativ geradlinig nach Westen, bis sie dann am Aschrott-Park endet. Die Friedrich-Ebert-Straße hat, ihrer Länge entsprechend, verschiedenste markante Bereiche und Gebäude.

Geschichte

Die Friedrich-Ebert-Straße hieß früher Hohenzollernstraße (danach ca. zwei Jahre Karl-Marx-Straße). An ihr liegt noch heute in Höhe der Friedenskirche der Karl-Marx-Platz.

  • Friedrich Ebert, der Namensgeber dieser bedeutenden Kasseler Straße, war der erste Reichspräsident der nach dem 1. Weltkrieg und der Abdankung des Kaisers gebildeten Deutschen Republik ("Weimarer Republik"). Diese wurde vom späteren Kasseler OB Philipp Scheidemann im Nov. 1918 in Berlin verkündet.
  • Im kleinen Brockhaus kann man über Ebert lesen:
  • Ebert, Friedrich, dt. Politiker, 1. Präs. der Weimarer Rep., geb. 1871, gsto. 1925; urspr. Sattler, dann sozialdemokratischer Schriftleiter, Reichstagsabgeordneter, 1913 Nachfolger Aug. Bebels als Parteivorsitzender; 1918 Reichskanzler nach Prinz Max v.Baden, 1919 zum Reichspräsidenten gewählt.

Bauwerke

Das Haus im Juli 2012. Foto: HNA
  • Ein bekanntes, aus der Gründerzeit erhalten gebliebenes Haus steht an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße und Querallee. Im Erdgeschoss des 1891 erbauten Hauses mit der Adresse Friedrich-Ebert-Straße 98 befand sich ursprünglich ein Friseursalon, später verschiedene Gaststätten. Den Anfang machten die "Kaminstuben". Deren Betreiber ersetzten in den Jahren 1972/73 die originalen Fenster durch Glasbausteine. In den Obergeschossen wurden liegende Rechtecke verbaut. 1993 wurde das Gebäude verkauft, damit fiel es nun unter die Richtlinien des Denkmalschutzes. 1996 wurden im Erdgeschoss wieder Holzrahmenfenster eingebaut. Im Sommer 2012 kaufte Tanzer Fakabasmaz das Erdgeschoss, um dort mit seinem türkischen Restaurant "Topkapi" einzuziehen. Die Sandstein-Fassade des Erdgeschosses war lange Zeit mit hellroten Kacheln verkleidet. Fakabasmaz kündigte an, diese zu entfernen oder zu verputzen, um die ursprüngliche Sandstein-Optik des Hauses wiederherzustellen.[1]

Bereiche

Vordere Friedrich-Ebert-Straße

Kaufburg, Alte Hauptpost mit Vorplatz und Gebäude der Landesversicherungsanstalt von 1904 (Klebepalast!).

Kneipenmeile

Der Teil der "Fritze-E" auf Höhe Annastraße wird auch als Kneipenmeile bezeichnet wegen der Vielzahl von Kneipen, die dort seit Jahren angesiedelt sind: Joe's Garage, Hot Legs, Allegro, Bohemia, Club 22 (siehe auch Club 21) u.v.m..

Friedrich-Ebert-Straße, die Hauptstraße des "Vorderen Westen"

Die Straße kreuzt die Querallee, und führt am Gelände der ehemaligen Bereitschaftspolizei-Kaserne vorbei, der künftigen Samuel-Beckett-Anlage, mit dem denkmalgeschützten Hauptgebäude in der Bodelschwinghstraße bis zum Karl-Marx-Platz, an dem sich die markante Friedenskirche erhebt. Hier befindet sich auch die kleine Stuhl-Skulptur der Kasseler Künstlerin Hildegard Jäkel.

Im weiteren Verlauf durchquert die Friedrich-Ebert-Straße den Bebelplatz, wo sie den Kirchweg kreuzt und die Lassallestraße sowie die Dörnbergstraße abzweigen (wobei mit Ferdinand Lassalle ein dritter Arbeiterführer bzw. Politiker Straßen-Namensgeber ist).

Der August-Bebel-Platz ist Zentrum des Stadtteils Vorderer Westen und liegt bereits kurz vor der Stadthalle.

Friedrich-Ebert-Straße westlich des Bebelplatzes

Friedrich Ebert Straße in Höhe der Stadthalle 2006
Nicht weit von der Stadthalle steht auch das Verwaltungsgebäude der "Kali und Salz / Wintershall AG", zu der jetzt auch die Salzbergwerke im mittleren Werragebiet gehören.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. HNA vom 30. Juli 2012: "Sandstein statt Kacheln" von Ellen Schwaab