Freiwilliges Aufbauwerk

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Freiwilliges Aufbauwerk des Kurhessischen Jugendringes

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Das Jugendamt der Stadt Kassel gründete in den ersten Nachkriegsjahren, unter Mithilfe der amerikanischen Jugendorganisation YMCA, das Freiwillige Aufbauwerk des Kurhessischen Jugendringes. Diese, heute kaum bekannte Einrichtung, diente der Unterbringung heimatloser Jugendlicher vorallem aus dem Osten.

Die Jugendlichen wurden eingesetzt für den Wiederaufbau der Stadt. Die Arbeitskleidung bestand aus amerikanischem Drillichzeug und die Verpflegung stellte das Sozialgewerk der Stadt Kassel. Untergebracht waren sie in der Schule "Am Wall" in der holländischen Strasse. Der Lohn war 1948 10 DM pro Woche und die Aussicht auf eine Zuzugsgenehmigung nach Kassel.

Anlage

Wie aus der Anlage (Freiwilliges Aufbauwerk ) zu ersehen ist, war der Autor selbst 1948 drei Monate in dieser Einrichtung.

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Dass im FAW auch gefeiert wurde (Kameradschaftsabende) zeigt nachstehender Beitrag "Das Märchen vom Kabeljaukönig"**, mit dem sich in verdeckter, lustiger Form die Jugendlichen, die von Hand am Fuldadamm Kabelgräben ausheben mussten, die Dinge aus ihrer Sicht, von der Seele schrieben.

'Das Märchen vom Kabeljaukönig oder die goldene Kippe

(eingescannte Geschichte, drei Seiten)


gedichtet von den Kabeljauzunftbrüdern Henner Seckler, Toni Dressler, Helmut Tasler und Werner Kühling


Originaltext von 1948

Zur Erklärung für Aussenstehende: Kabeljaugruppe: Name für die Jugendlichen die am Fuldadamm Kabelgräben ausheben mussten. Heyse: Name des zuständigen Meisters der Städtischen Werke. Kippen: Zigarettenstummel, die seinerzeit, aufgrund der horrenden Zigarettenpreise, gesammelt wurden. Bäckerei Iba: Von dieser Bäckerei wurde das komische Weissbrot geliefert. Verteidigungsminister: Herr Severing, Jugendleiter. Sein geflügeltes Wort bei Differenzen: "Mir platzt der Kragen"!


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Autor: Anton Dressler