Familie Henschel 1: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Ursprung der Firmen-Geschichte liegt im Jahr 1777, in dem [[Georg Christian Carl Henschel]] von Gießen nach [[Kassel]] kam. Er entstammt einer Glocken- und Stückgießerfamilie. Sohn [[Carl Anton Henschel]] tritt in den technischen Staatsdienst, wird Assistent beim Baudepartement. Sein Bruder [[Johann Werner Henschel]] wird zunächst Bildhauer. 1810 kehrt er aus Paris zurück und gründet zusammen mit seinem Vater eine kleine Fabrik. In die steigt sieben Jahre später Anton, er hatte es inzwischen zum Ober-Berginspektor gebracht, als Teilhaber ein.  
 
Der Ursprung der Firmen-Geschichte liegt im Jahr 1777, in dem [[Georg Christian Carl Henschel]] von Gießen nach [[Kassel]] kam. Er entstammt einer Glocken- und Stückgießerfamilie. Sohn [[Carl Anton Henschel]] tritt in den technischen Staatsdienst, wird Assistent beim Baudepartement. Sein Bruder [[Johann Werner Henschel]] wird zunächst Bildhauer. 1810 kehrt er aus Paris zurück und gründet zusammen mit seinem Vater eine kleine Fabrik. In die steigt sieben Jahre später Anton, er hatte es inzwischen zum Ober-Berginspektor gebracht, als Teilhaber ein.  
  
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Version vom 15. Juli 2009, 20:40 Uhr

Georg Christian Carl Henschel.jpg

Mit ihm begann die Geschichte der Familie Henschel in Kassel. Georg Christian Carl Henschel (1759 bis 1835) gründet im Jahr 1759 die Firma. Sein Nachfolger ist Carl Anton Henschel (1780 bis 1861). Der Baumeister und Erfinder übernimmt 1826 die Henschelei. In seine Zeit fällt der Bau einer neuen Fabrikanlage auf dem Möncheberg.


Chronik

Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Johann Werner Henschel (1782 bis 1850) ist der Künstler in der Familie. Er ist Professor an der Kasseler Kunstakademie, aber auch in der Firma tätig. Zu seinen bis heute bekannten Arbeiten gehören die Teufelsbrücke im Bergpark und die gusseisernen Teile im Gewächshaus.

Georg Alexander Carl Henschel (1810 bis 1860) tritt mit 25 Jahren in die Firma ein und vergrößert das Unternehmen erheblich. Die Zahl der Mitarbeiter steigt von 50 auf 350. Unter der Leitung von Carl Anton Oskar Henschel (1837 bis 1894) entsteht 1873 das Werk Rothenditmold, die Belegschaft wächst auf 1600 Mitarbeiter.


Die Firma

Von 1810 bis 1910

Das Gießhaus im Jahr 1836/37
Henschel-Lokomotive "Drache" im Jahre 1848
Das Henschelwerk in Rothenditmold im Jahr 1873
Die 100. Dampflokomotive - 1865
Per Pferdewagen wurden die schweren Loks von der Fabrik Richtung Bahnhof transportiert - Zeichung um 1865

Der Ursprung der Firmen-Geschichte liegt im Jahr 1777, in dem Georg Christian Carl Henschel von Gießen nach Kassel kam. Er entstammt einer Glocken- und Stückgießerfamilie. Sohn Carl Anton Henschel tritt in den technischen Staatsdienst, wird Assistent beim Baudepartement. Sein Bruder Johann Werner Henschel wird zunächst Bildhauer. 1810 kehrt er aus Paris zurück und gründet zusammen mit seinem Vater eine kleine Fabrik. In die steigt sieben Jahre später Anton, er hatte es inzwischen zum Ober-Berginspektor gebracht, als Teilhaber ein.

Man verlegte sich mehr und mehr auf den Maschinenbau, zu deren Begründern Carl Anton Henschel in Deutschland gehört. Mit seinem Namen werden grundlegende Erfindungen verbunden wie tragende Ketten- und hydraulische Kastengebläse, Röhrendampfkessel- und Turbinenkonstruktionen. Sein Sohn Georg Alexander Carl Henschel, 1810 geboren, nahm 1840 den Bau schwerer Werkzeugmaschinen und schließlich den Lokomotivbau auf. Die Nummer 1, der "Drache" für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn verließ im Juli 1848 die Henschelsche Fabrik.

Bis zum Jahre 1910 gelangte die Firma "Henschel und Sohn" mit ihren Werken am Möncheberg und in Rothenditmold an die Spitze des europäischen Lokomotivbaus. Ein Indiz für die gestiegene Leistungsfähigkeit: seit 1900 wuchs die Zahl der Werksangehörigen von 2220 auf 6149. Carl Anton Henschel gehörte im frühen 19. Jahrhundert in Deutschland zu den Begründern des Maschinenbaus. Mit seinem Namen werden grundlegende Erfindungen verbunden.

Sein Bruder Johann Werner Henschel hatte bereits im Jahre 1810 zusammen mit seinem Vater Georg Christian Carl Henschel eine kleine Fabrik gegründet. In die steigt sieben Jahre später Anton als Teilhaber ein. Schnell verlegte man sich mehr und mehr auf den Maschinenbau und Carl Anton Henschel macht mit Erfindungen von sich reden, darunter das tragende Ketten- und hydraulische Kastengebläse, Röhrendampfkessel- und Turbinenkonstruktionen.

Nachfolger Georg Alexander Carl Henschel, 1810 geboren, nahm 1840 den Bau schwerer Werkzeugmaschinen und schließlich den Lokomotivbau auf. Die Nummer 1, der "Drache" für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn zu Kassel verließ im Juli 1848 die Henschelsche Fabrik. Zwölf weitere Jahre vergingen, bis die ersten 50 Loks hergestellt waren, im Jubiläumsjahr 1910 ist die Jahresproduktion auf 800 angestiegen. Die Lieferfristen für eine Neukonstruktion haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert, von sieben bis neun auf drei bis vier Monate. Ein Verdienst aller Henschelaner, ob in einem von vier Konstruktionsbüros, in der Gießerei, im Rahmenbau, im Kohlenlager, im Pferdestall, in der Automobilhalle.

Im August 1910 gibt es dann Anlaß zur Freude. Das Familienunternehmen in der fünften Generation besteht seit 100 Jahren und die 10000. Lok verläßt die Werkshallen. "Aus den kleinsten Anfängen hat es sich zu dem größten Werk seines Industriezweiges in Europa entwickelt", heißt es in der 147 Seiten dicken, großformatigen Festschrift.

Links

HNA-online

Quelle

HNA vom 20.02.2009