Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).  
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== Gebiet der Landeskirche ==
 
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Seit der Wiedervereinigung liegt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck im geographischen Zentrum Deutschlands.
 
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== Geschichte ==
 
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Verhandlungen zur Gründung der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) fanden im August [[1945]] in [[Treysa]] statt. Die "Kirchenkonferenz von Treysa" führte zum Zusammenschluss der lutherischen, reformierten und (evangelisch) unierten Landeskirchen.
 
Verhandlungen zur Gründung der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) fanden im August [[1945]] in [[Treysa]] statt. Die "Kirchenkonferenz von Treysa" führte zum Zusammenschluss der lutherischen, reformierten und (evangelisch) unierten Landeskirchen.
  
== Von traditionell bis modern ==
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Dies war in vorangegangenen Jahrhunderten alles andere als selbstverständlich. Erst [[1719]] wurden lutherische Gottesdienste im reformierten [[Hessen]] überhaupt wieder erlaubt, und erst ab [[1731]] durften die [[Lutheraner]] in [[Kassel]] eine eigene Kirche errichten. Mit zwei anderen lutherischen Gemeinden bildete die Kirchengemeinde der [[Lutherkirche]] in Kassel noch bis 1930 einen kleinen Gemeindeverband in einem reformierten Umfeld.
Knapp eine Million evangelische Christen leben in den 947 Gemeinden der Landeskirche, die meisten davon in ländlichen Regionen. Dort haben sich bis heute stabile volkskirchliche Strukturen erhalten, d. h. die evangelische Kirche gehört zum Leben der Menschen einfach dazu, von Austritt ist hier viel seltener die Rede als in den großstädtischen Ballungsräumen.
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==Gliederung==
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Bereits [[Landgraf Moritz|Moritz von Hessen]], von 1592 bis 1627 Landgraf, war dem Calvinismus, der strengeren protestantischen "Ausrichtung" zugetan und mit ihm - da griff bereits der Augsburger Religionsfriede, wonach der Herrscher die Konfession seiner Untertanen bestimmt - die Kasseler Bevölkerung.
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Im 18. Jahrhundert schwenkte das Pendel wieder in Richtung lutherisch um. [[Landgraf Friedrich I.|Friedrich]], der älteste Sohn und Nachfolger [[Landgraf Karl]]s, wurde - anstelle seiner Frau [[Prinzessin Ulrike Eleonore|Ulrike Eleonore]], der Schwester des verstorbenen Königs von Schweden - zum König von Schweden gekrönt. Die Schweden waren lutherisch und auch in Kassel wurden wieder lutherische Gottesdienste abgehalten.
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== Gliederung und Bischöfe ==
 
Die über 900 Kirchengemeinden sind zu 26 Kirchenkreisen zuammengefasst.
 
Die über 900 Kirchengemeinden sind zu 26 Kirchenkreisen zuammengefasst.
 
Das Gebiet der Landeskirche ist in vier geistliche Aufsichtsbezirke gegliedert, die keine Verwaltungsebenen sind: Waldeck und Marburg (im Westen), Kassel (im Norden), Hersfeld (im Osten) und Hanau (im Südosten), an deren Spitze jeweils ein Propst bzw. eine Pröpstin steht.
 
Das Gebiet der Landeskirche ist in vier geistliche Aufsichtsbezirke gegliedert, die keine Verwaltungsebenen sind: Waldeck und Marburg (im Westen), Kassel (im Norden), Hersfeld (im Osten) und Hanau (im Südosten), an deren Spitze jeweils ein Propst bzw. eine Pröpstin steht.
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'''(Landes-)Bischöfe''' nach dem Zweiten Weltkrieg waren bzw. sind:
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:1945–1963: [[Adolf Wüstemann]], Landesbischof
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:1963–1978: [[Erich Vellmer]], Landesbischof
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:1978–1991: [[Hans-Gernot Jung]], Landesbischof
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:1991–1992: [[Erhard Giesler]] (Prälat), dieser führte die Amtsgeschäfte
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:1992–2000: [[Christian Zippert]], Bischof
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:2000-2019: [[Martin Hein]], Bischof
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:seit 2019: [[Beate Hofmann]], Bischöfin
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== Kirchen ==
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Etwa 2500 Gebäude, darunter rund 1000 Kirchen mit unterschiedlichsten Baustilen umfasst der Baubestand der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zahlreiche Kirchengebäude stehen unter Denkmalschutz. Ihr Erhalt wird unter anderem aus Mitteln des Landes Hessen, der Landeskirche und der kircheneigenen ''Stiftung Kirchenerhaltungsfonds'' gefördert.
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== Von traditionell bis modern ==
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Knapp eine Million evangelische Christen leben in den 947 Gemeinden der Landeskirche, die meisten davon in ländlichen Regionen. Dort haben sich bis heute stabile volkskirchliche Strukturen erhalten, d. h. die evangelische Kirche gehört zum Leben der Menschen einfach dazu, von Austritt ist hier viel seltener die Rede als in den großstädtischen Ballungsräumen.
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==
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* [[Bekennende Kirche]]
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* [[Johannes Calvin]]
 
* [[Diakonie]]
 
* [[Diakonie]]
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* [[Evangelische Akademie Hofgeismar]]
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* [[Evangelisches Predigerseminar Hofgeismar]]
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* [[Hugenotten]]
 
* [[Kirchen]]
 
* [[Kirchen]]
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* [[Kirchenkreis der Eder]]
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* [[Martinskirche|Martinskirche in Kassel]]
 
* [[Martin Hein]]
 
* [[Martin Hein]]
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* [[Martin Luther]]
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* [[Erich Vellmer]]
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* [[Waldenser]]
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
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* [http://www.ekkw.de/wolfhagen/gemeinden/index.html Kirchenkreis Wolfhagen]
 
* [http://www.ekkw.de/wolfhagen/gemeinden/index.html Kirchenkreis Wolfhagen]
 
* [http://www.ekkw.de/einrichtungen/index.html Einrichtungen der Evangelischen Kirche von  Kurhessen-Waldeck]
 
* [http://www.ekkw.de/einrichtungen/index.html Einrichtungen der Evangelischen Kirche von  Kurhessen-Waldeck]
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* [http://www.ekkw.de/kifond/index_select.html Stiftung Kirchenerhaltungsfond]
  
  

Aktuelle Version vom 26. August 2021, 15:50 Uhr

Bischof Dr. Martin Hein
Bildquelle:blickkontakt

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Sie hat ihren Sitz in Kassel. Bischofskirche ist die Martinskirche in Kassel.

Evangelische Akademie

Die Landeskirche unterhält eine Evangelische Akademie in Hofgeismar (Landkreis Kassel).

Gebiet der Landeskirche

Seit der Wiedervereinigung liegt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck im geographischen Zentrum Deutschlands.

Ihr Gebiet umfasst das ehemalige Kurfürstentum Hessen sowie das ehemalige Fürstentum Waldeck , also den nördlichen und östlichen Teil des heutigen Bundeslandes Hessen sowie die ehemalige kurhessische Exklave Schmalkalden in Thüringen.

Im Süden reicht sie über Fulda und Hanau bis zum Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim.

Geschichte

Verhandlungen zur Gründung der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) fanden im August 1945 in Treysa statt. Die "Kirchenkonferenz von Treysa" führte zum Zusammenschluss der lutherischen, reformierten und (evangelisch) unierten Landeskirchen.

Dies war in vorangegangenen Jahrhunderten alles andere als selbstverständlich. Erst 1719 wurden lutherische Gottesdienste im reformierten Hessen überhaupt wieder erlaubt, und erst ab 1731 durften die Lutheraner in Kassel eine eigene Kirche errichten. Mit zwei anderen lutherischen Gemeinden bildete die Kirchengemeinde der Lutherkirche in Kassel noch bis 1930 einen kleinen Gemeindeverband in einem reformierten Umfeld.

Bereits Moritz von Hessen, von 1592 bis 1627 Landgraf, war dem Calvinismus, der strengeren protestantischen "Ausrichtung" zugetan und mit ihm - da griff bereits der Augsburger Religionsfriede, wonach der Herrscher die Konfession seiner Untertanen bestimmt - die Kasseler Bevölkerung.

Im 18. Jahrhundert schwenkte das Pendel wieder in Richtung lutherisch um. Friedrich, der älteste Sohn und Nachfolger Landgraf Karls, wurde - anstelle seiner Frau Ulrike Eleonore, der Schwester des verstorbenen Königs von Schweden - zum König von Schweden gekrönt. Die Schweden waren lutherisch und auch in Kassel wurden wieder lutherische Gottesdienste abgehalten.

Gliederung und Bischöfe

Die über 900 Kirchengemeinden sind zu 26 Kirchenkreisen zuammengefasst. Das Gebiet der Landeskirche ist in vier geistliche Aufsichtsbezirke gegliedert, die keine Verwaltungsebenen sind: Waldeck und Marburg (im Westen), Kassel (im Norden), Hersfeld (im Osten) und Hanau (im Südosten), an deren Spitze jeweils ein Propst bzw. eine Pröpstin steht.

(Landes-)Bischöfe nach dem Zweiten Weltkrieg waren bzw. sind:

1945–1963: Adolf Wüstemann, Landesbischof
1963–1978: Erich Vellmer, Landesbischof
1978–1991: Hans-Gernot Jung, Landesbischof
1991–1992: Erhard Giesler (Prälat), dieser führte die Amtsgeschäfte
1992–2000: Christian Zippert, Bischof
2000-2019: Martin Hein, Bischof
seit 2019: Beate Hofmann, Bischöfin

Kirchen

Etwa 2500 Gebäude, darunter rund 1000 Kirchen mit unterschiedlichsten Baustilen umfasst der Baubestand der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zahlreiche Kirchengebäude stehen unter Denkmalschutz. Ihr Erhalt wird unter anderem aus Mitteln des Landes Hessen, der Landeskirche und der kircheneigenen Stiftung Kirchenerhaltungsfonds gefördert.

Von traditionell bis modern

Knapp eine Million evangelische Christen leben in den 947 Gemeinden der Landeskirche, die meisten davon in ländlichen Regionen. Dort haben sich bis heute stabile volkskirchliche Strukturen erhalten, d. h. die evangelische Kirche gehört zum Leben der Menschen einfach dazu, von Austritt ist hier viel seltener die Rede als in den großstädtischen Ballungsräumen.

siehe auch

Weblinks