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'''Eschenstruth''' mit der [[Siedlung Waldhof]] ist ein Ortsteil von [[Helsa]] im [[Landkreis Kassel]] in [[Nordhessen]] mit ca. 1800 Einwohnern.
  
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Im Jahr 2001 beging Eschenstruth die 875 - Jahr Feier. Aus dem Jahr 1126 stammt die erste urkundliche Erwähnung durch den [[Erzbistum Mainz|Erzbischof Adalbert von Mainz]]. Damals, im 12. Jahrhundert wurde auch mit dem Bau der Kirche begonnen.
 
Im Jahr 2001 beging Eschenstruth die 875 - Jahr Feier. Aus dem Jahr 1126 stammt die erste urkundliche Erwähnung durch den [[Erzbistum Mainz|Erzbischof Adalbert von Mainz]]. Damals, im 12. Jahrhundert wurde auch mit dem Bau der Kirche begonnen.
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Während des Zweiten Weltkrieges existierte ein Fremdarbeiterlager bei dem Ort. Nach dem Krieg wurden die Unterkünfte zu Wohnhäusern ausgebaut (heutige ''Siedlung Waldhof'').
  
 
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Als Ausdruck der historischen Identität der einzelnen Ortsteile zieren heute vier Symbole das Wappen von Helsa: Eine Esche für Eschenstruth, ein Gläsnerzeichen für Wickenrode, ein gallischer Hahn für das Hugenottendorf St. Ottilien und eine Glocke für Helsa.
 
Als Ausdruck der historischen Identität der einzelnen Ortsteile zieren heute vier Symbole das Wappen von Helsa: Eine Esche für Eschenstruth, ein Gläsnerzeichen für Wickenrode, ein gallischer Hahn für das Hugenottendorf St. Ottilien und eine Glocke für Helsa.
  
Wappentier von Eschenstruth ist der Blutfink.
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Das Wappentier von Eschenstruth ist der Blutfink. Der Spitzname der Eschenstruther, die „Blutfinken“, erinnert an eine Nebenerwerbsquelle in alter Zeit, den Vogelhandel.
  
 
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Sehenswert ist die spätgotische Glasmalerei aus dem 15. Jahrhundert. Neueren Datums sind die Pfingstfenster von Diether F. Domes aus [[1961]].
 
Sehenswert ist die spätgotische Glasmalerei aus dem 15. Jahrhundert. Neueren Datums sind die Pfingstfenster von Diether F. Domes aus [[1961]].
  
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Eine umfangreiche Sammlung kann im [[Musik- und Kinomuseum Eschenstruth|Musik-, Radio- und Kinomuseum]] im [[Helsa]]er Ortsteil [[Eschenstruth]] besichtigt werden, darunter eine Auswahl von alten Abspielgeräten und mechanischen Musikinstrumenten. Darüberhinaus bietet das Museum einen interessanten Überblick über die Kasseler Kinogeschichte in den 1950-er und 1960-er Jahren mit alten Kinosesseln, Leuchtreklamen und Filmplakaten.
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== Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele ==
 
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Neben der [[Thomaskirche in Eschenstruth|ev. Thomaskirche in Eschenstruth]] gehören zu den Sehenswürdigkeiten am Ort:
 
* Fachwerkhaus am Mühlweg 49 mit reichgeschnitztem Portal aus 1680,
 
* Fachwerkhaus am Mühlweg 49 mit reichgeschnitztem Portal aus 1680,
* [[Handwebstube in Eschenstruth]],
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* Handwebstube in Eschenstruth im Dorfgemeinschaftshaus,
 
* [[Historische Mühle Most]] (Wilhelm-Ströpke-Straße 4), erstmals 1636 als Dorf-Getreidemühle erwähnt; nach der Stilllegung 1958 werden heute die Ausstattung und Arbeitsbedingungen des Müllerhandwerks in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt ( komplett erhaltene Mühleneinrichtung),
 
* [[Historische Mühle Most]] (Wilhelm-Ströpke-Straße 4), erstmals 1636 als Dorf-Getreidemühle erwähnt; nach der Stilllegung 1958 werden heute die Ausstattung und Arbeitsbedingungen des Müllerhandwerks in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt ( komplett erhaltene Mühleneinrichtung),
* Waldhof, ehem. Arbeitersiedlung des Munitionswerks Hirschhagen.
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* [[Musik- und Kinomuseum Eschenstruth]],
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* [[Siedlung Waldhof]], ehem. Zwangsarbeitersiedlung des Munitionswerks Hirschhagen.
  
Im [[Stiftswald Kaufungen]], (etwa 3 km nordwestlich) liegt der [[Michelskopf]] und oberhalb des Michelskopfs die [[Bilsteinkirche]], eine rund 10 Meter hohe Basaltsäule.  
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Im [[Stiftswald Kaufungen]], (etwa 3 km nordwestlich) liegt der [[Michelskopf]] und oberhalb des Michelskopfs die [[Bielsteinkirche]], eine mehr als 10 Meter hohe Basaltsäule.  
  
Etwa 3 km westlich von Eschensturth in Richtung [[Helsa]] liegt der [[Lewalterbrunnen]].
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Etwa 3 km westlich von Eschensturth in Richtung [[Helsa]] liegt der ''Lewalterbrunnen'', der im Jahre 1353 erstmals erwähnt wurde. Die Anlage mit Brunnen, Gedenkstein und Schutzhütte wurde nach [[Johann Lewalter]] (1862 - 1935), Komponist, Volkskundler und Heimatschriftsteller aus [[Kassel]] benannt, der Volks- und Kinderlieder aus Hessen veröffentlichte und als Förderer des damaligen Fremdenverkehrs am Ort gilt.
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Am „Männerwasser“, einem kleinen Bachlauf, soll 1579 ein Ritter von Meisenbuche einen Schäfer aus Eschenstruth erschlagen haben.
  
 
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* [[Michelskopf]]
 
* [[Stiftswald Kaufungen]]
 
* [[Stiftswald Kaufungen]]
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* [[Eco-Pfad - Industrie- und Kulturgeschichte Helsa]]
  
 
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* [http://www.feuerwehr-eschenstruth.de/verein.html www.feuerwehr-eschenstruth.de]
 
* [http://www.feuerwehr-eschenstruth.de/verein.html www.feuerwehr-eschenstruth.de]
 
* [http://www.nvv-mobil.de/freizeit.php?id=317&art=kirchen Die Thomaskirche in Eschenstruth auf www.nvv-mobil.de]
 
* [http://www.nvv-mobil.de/freizeit.php?id=317&art=kirchen Die Thomaskirche in Eschenstruth auf www.nvv-mobil.de]
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Aktuelle Version vom 5. Mai 2014, 12:50 Uhr

Eschenstruth mit der Siedlung Waldhof ist ein Ortsteil von Helsa im Landkreis Kassel in Nordhessen mit ca. 1800 Einwohnern.


Geografie

Eschenstruth liegt im Kaufunger Wald etwa 20 km östlich von Kassel im Lossetal an der Bundesstraße B 7 in Richtung Hessisch-Lichtenau.

Geschichte

Ortsteil

Der Ort Eschenstruth mit Siedlung Waldhof gehört zur Gemeinde Helsa so auch die Ortsteile St. Ottilien und Wickenrode.

  • Jahrhunderte haben hier ihre Spuren auf vielfältige Art hinterlassen: Historisches Mühlrad mit Stromerzeugung und kleinem Museum, Historische Mühle Most.

Aus der Ortsgeschichte

Im Jahr 2001 beging Eschenstruth die 875 - Jahr Feier. Aus dem Jahr 1126 stammt die erste urkundliche Erwähnung durch den Erzbischof Adalbert von Mainz. Damals, im 12. Jahrhundert wurde auch mit dem Bau der Kirche begonnen.

Von einem Kompetenzstreit zwischen dem Stift Kaufungen und der Landgrafschaft Hessen berichtet die Chronik im Jahre 1516. Etwa 45 Haushalte zählte der Ort zu dieser Zeit.

Ab 1687 wurde ein Schulhauses (Mittelgasse 9 und 11) erbaut.

Die Leineweberzunft erlebte im 19. Jahrhundert ihre Hochkonjunktur.

Im Jahre 1879 wurde die Eisenbahnstrecke am Ort (Eisenbahnlinie Kassel - Waldkappel) eröffnet.

Während des Zweiten Weltkrieges existierte ein Fremdarbeiterlager bei dem Ort. Nach dem Krieg wurden die Unterkünfte zu Wohnhäusern ausgebaut (heutige Siedlung Waldhof).

Die Gemeinde Helsa entstand in den Jahren 1970 bis 1972 nach dem Zusammenschluss der Dörfer Helsa, Wickenrode, St. Ottilien und Eschenstruth.

Im Rahmen der 850-Jahr-Feier von Eschenstruth im Jahre 1974 entstand die Partnerschaft mit der Gemeinde Krimpen aan de Lek/ Niederlande.

Ab dem 29. Januar 2006 verbindet die Lossetalbahn (RegioTram 4) Hessisch Lichtenau mit Kassel, mit einer Haltestelle in Eschenstruth.

Wappen

Wappen von Helsa

Als Ausdruck der historischen Identität der einzelnen Ortsteile zieren heute vier Symbole das Wappen von Helsa: Eine Esche für Eschenstruth, ein Gläsnerzeichen für Wickenrode, ein gallischer Hahn für das Hugenottendorf St. Ottilien und eine Glocke für Helsa.

Das Wappentier von Eschenstruth ist der Blutfink. Der Spitzname der Eschenstruther, die „Blutfinken“, erinnert an eine Nebenerwerbsquelle in alter Zeit, den Vogelhandel.

Kirche

Die Thomaskirche in Eschenstruth entstand im 12. Jahrhundert im romanischen Baustil.

Die einschiffige ev. Kirche mit romanischem Kern verfügt über einen rechteckigen Westturm und Turmhaube von 1784. Die Barockorgel von Baumeister Dauphin aus Mühlhausen stammt aus den Jahren 1711 bis 1714.

Sehenswert ist die spätgotische Glasmalerei aus dem 15. Jahrhundert. Neueren Datums sind die Pfingstfenster von Diether F. Domes aus 1961.

Märchenlandweg

Eine Etappe des Märchenlandwegs verläuft von Helsa über Eschenstruth und St. Ottilien nach Wattenbach.

Musik- und Kinomuseum

Eine umfangreiche Sammlung kann im Musik-, Radio- und Kinomuseum im Helsaer Ortsteil Eschenstruth besichtigt werden, darunter eine Auswahl von alten Abspielgeräten und mechanischen Musikinstrumenten. Darüberhinaus bietet das Museum einen interessanten Überblick über die Kasseler Kinogeschichte in den 1950-er und 1960-er Jahren mit alten Kinosesseln, Leuchtreklamen und Filmplakaten.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Neben der ev. Thomaskirche in Eschenstruth gehören zu den Sehenswürdigkeiten am Ort:

  • Fachwerkhaus am Mühlweg 49 mit reichgeschnitztem Portal aus 1680,
  • Handwebstube in Eschenstruth im Dorfgemeinschaftshaus,
  • Historische Mühle Most (Wilhelm-Ströpke-Straße 4), erstmals 1636 als Dorf-Getreidemühle erwähnt; nach der Stilllegung 1958 werden heute die Ausstattung und Arbeitsbedingungen des Müllerhandwerks in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt ( komplett erhaltene Mühleneinrichtung),
  • Musik- und Kinomuseum Eschenstruth,
  • Siedlung Waldhof, ehem. Zwangsarbeitersiedlung des Munitionswerks Hirschhagen.

Im Stiftswald Kaufungen, (etwa 3 km nordwestlich) liegt der Michelskopf und oberhalb des Michelskopfs die Bielsteinkirche, eine mehr als 10 Meter hohe Basaltsäule.

Etwa 3 km westlich von Eschensturth in Richtung Helsa liegt der Lewalterbrunnen, der im Jahre 1353 erstmals erwähnt wurde. Die Anlage mit Brunnen, Gedenkstein und Schutzhütte wurde nach Johann Lewalter (1862 - 1935), Komponist, Volkskundler und Heimatschriftsteller aus Kassel benannt, der Volks- und Kinderlieder aus Hessen veröffentlichte und als Förderer des damaligen Fremdenverkehrs am Ort gilt.

Am „Männerwasser“, einem kleinen Bachlauf, soll 1579 ein Ritter von Meisenbuche einen Schäfer aus Eschenstruth erschlagen haben.

siehe auch

Eco-Pfad

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Helsa

Helsa | Eschenstruth | Siedlung Waldhof | St. Ottilien|Wickenrode |