Eine neue Glocke für die Kirche: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Adam Ritze]] (75) aus [[Baunatal]] - [[Hertingshausen]], eigentlich ein waschechter Altenbaunaer, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte des Bauna-Tals und mit Geschichten aus alten Zeiten. In unserer Serie erzählt Ritze aus seinen Erinnerungen und ergänzt sie mit Fakten, die er zusammengetragen hat. Heute geht es um Erinnerungen an vernügliche Zeiten auf der Kirmes.
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==Eine neue Glocke für die Kirche==
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[[Adam Ritze]] aus [[Baunatal]]-[[Hertingshausen]] beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte des Bauna-Tals und mit Geschichten aus alten Zeiten. In einer Serie in der gedruckten HNA erzählt Ritze aus seinen Erinnerungen und ergänzt sie mit Fakten, die er zusammengetragen hat. Wir sammeln die einzelnen Teile an dieser Stelle.
[[Datei:HNA Bericht Früher in Bauna Tal 8.jpg|thumb|left|950px|HNA Bericht vom 02.04. 2011<br>(Bild durch Klick vergrößern)]]
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In der Woche vor Pfingsten 1954, am 2. Juni, bekommt unsere Kirche in Altenbauna, die Friedenskirche, endlich wieder eine zweite Glocke. Es ist eine Bronzeglocke mit einem Gewicht von 370 Kilogramm und dem Ton „ais“, gegossen von der Firma Rinker in Sinn (Dillkreis).
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Während des Krieges, als das Metall für Kanonenkugeln knapp geworden war, musste unsere große Glocke – wie viele andere auch – geopfert werden. Warum es gleich die große Glocke sein musste und nicht erst mal die kleine, wusste wahrscheinlich nur unser damaliger Bürgermeister.
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Ich bin mir aber sicher, dass auch noch die kleine Glocke dem Krieg zum Opfer gefallen wäre, wenn er nicht rechtzeitig zu Ende gegangen wäre.
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Die beiden Glocken stammten aus der 20er-Jahren. Denn die ältesten Bilder, die ich bis jetzt bei meinen Recherchen gefunden habe, sind die Bilder von den neuen Glocken im Jahr 1924. Diese Glocken sind in der Glockenstadt Apolda in Thüringen gegossen worden. Sie wurden als Ersatz für die im Ersten Weltkrieg eingeschmolzenen Glocken neu beschafft. Auch die ersten Glocken der im Jahre 1881 durch Bauinspektor Schuchard aus Kassel erbauten Kirche wurden von dem Glockengießer Karl-Friedrich Ullrich in Apolda gegossen. Keiner hat damals gedacht, dass die große Glocke im Zweiten Weltkrieg auch wieder geopfert werden musste. Erst im Jahr 1954 wurde dann diese Glocke wieder ersetzt - siehe oben. Also genau 30 Jahre später. Hoffen wir alle, dass sich in Zukunft solche „Glockenspiele“ nicht wiederholen.
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<i>Dieser Artikel ist erschienen am 02.04.2011 unter dem Titel "Eine neue Glocke für die Kirche - Altes Schwergewicht aus Bronze war im Krieg für Munitionsherstellung eingeschmolzen worden".</i>
  
 
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Bild: Gasthaus Diegler.jpg|Kirmes in Altenbauna vor dem Gasthaus Diegler (später Freitag) 1931.
 
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Bild: Baunsberg_1934.jpg|Der Baunsberg 1934. Hinter der Blumenwiese zu sehen der Bahndamm der Kleinbahn Kassel-Naumburg.
 
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Bild: Ritze_und_Bruder.jpg|Der Baunsberg 1934. Adam Ritze (links) und sein Cousin Heinrich Ritze in Altenbauna.
 
Bild: Ritze_und_Bruder.jpg|Der Baunsberg 1934. Adam Ritze (links) und sein Cousin Heinrich Ritze in Altenbauna.
Datei:Neue Straße in Altenbauna 1955.jpg|Bauarbeiten in der Neuen Str. in Altenbauna 1955.
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Bild: Erntedankfest.jpg|Umzug beim Erntedankfest in Altenbauna 1949
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Bild: Schulentlassung.jpg|Schulentlassung im Herbst 1949 in Altenbauna
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Bild: Neue Straße in Altenbauna 1955.jpg|Bauarbeiten in der Neuen Str. in Altenbauna 1955.
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Bild:Elternhaus Ritze.jpg|Das Elternhaus von Adam Ritze wurde 1964 in Altenbauna abgerissen
 
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Aktuelle Version vom 18. April 2011, 10:12 Uhr

Bild aus der HNA vom 02.04.2011

Adam Ritze aus Baunatal-Hertingshausen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte des Bauna-Tals und mit Geschichten aus alten Zeiten. In einer Serie in der gedruckten HNA erzählt Ritze aus seinen Erinnerungen und ergänzt sie mit Fakten, die er zusammengetragen hat. Wir sammeln die einzelnen Teile an dieser Stelle.

Serienteil: Eine neue Glocke für die Kirche

HNA-Bericht vom 02.04.2011

In der Woche vor Pfingsten 1954, am 2. Juni, bekommt unsere Kirche in Altenbauna, die Friedenskirche, endlich wieder eine zweite Glocke. Es ist eine Bronzeglocke mit einem Gewicht von 370 Kilogramm und dem Ton „ais“, gegossen von der Firma Rinker in Sinn (Dillkreis).

Während des Krieges, als das Metall für Kanonenkugeln knapp geworden war, musste unsere große Glocke – wie viele andere auch – geopfert werden. Warum es gleich die große Glocke sein musste und nicht erst mal die kleine, wusste wahrscheinlich nur unser damaliger Bürgermeister.

Ich bin mir aber sicher, dass auch noch die kleine Glocke dem Krieg zum Opfer gefallen wäre, wenn er nicht rechtzeitig zu Ende gegangen wäre.

Die beiden Glocken stammten aus der 20er-Jahren. Denn die ältesten Bilder, die ich bis jetzt bei meinen Recherchen gefunden habe, sind die Bilder von den neuen Glocken im Jahr 1924. Diese Glocken sind in der Glockenstadt Apolda in Thüringen gegossen worden. Sie wurden als Ersatz für die im Ersten Weltkrieg eingeschmolzenen Glocken neu beschafft. Auch die ersten Glocken der im Jahre 1881 durch Bauinspektor Schuchard aus Kassel erbauten Kirche wurden von dem Glockengießer Karl-Friedrich Ullrich in Apolda gegossen. Keiner hat damals gedacht, dass die große Glocke im Zweiten Weltkrieg auch wieder geopfert werden musste. Erst im Jahr 1954 wurde dann diese Glocke wieder ersetzt - siehe oben. Also genau 30 Jahre später. Hoffen wir alle, dass sich in Zukunft solche „Glockenspiele“ nicht wiederholen.

Dieser Artikel ist erschienen am 02.04.2011 unter dem Titel "Eine neue Glocke für die Kirche - Altes Schwergewicht aus Bronze war im Krieg für Munitionsherstellung eingeschmolzen worden".

Galerie


HNA-Serie "Früher im Bauna-Tal" mit Adam Ritze und Ria Ahrend

Adam Ritze: Teil 1 bis 17 | Teil 1: Erinnerungen an den Baunsberg | Teil 2: Amerikanische Besatzung | Teil 3: Zwei junge Männer ließen Leben | Teil 4: Erste Vertriebene kamen | Teil 5: Abenteuer im Baunsberg | Teil 6: Endlich wieder Kirmesvergnügen | Teil 7: Man lernte, was möglich war | Teil 8: Eine neue Glocke für die Kirche | Teil 9: Die Zeit, als sich alles änderte | Teil 10: Die Abrissbirne regiert im Dorf | Teil 11: Kriegsende zum Osterfest | Teil 12: Sirenengeheul prägte Schulzeit | Teil 13: Kindergartenzeit im Krieg | Teil 14: Luftmine fiel vom Himmel | Teil 15: Bei Angriff in den Splittergraben | Teil 16: Blick auf das brennende Kassel | Teil 17: Bombenangst im Keller | Ria Ahrend: Teil 18 bis 40 | Teil 18: Flucht in den Kirchenbunker | Teil 19: Füße auf dem Küchentisch | Teil 20: Schlange stehen fürs Brot | Teil 21: Schwein mit drei Beinen | Teil 22: Ein Dieb stahl die Marken | Teil 23: Neue Stiefel von den Amis | Teil 24: Auf Reisen in Trizonesien | Teil 25: Bucheckern für etwas Öl | Teil 26: Spielen mit den Lämmchen | Teil 27: Spaß mit Hickelkästchen | Teil 28: Morgenwäsche im Bach | Teil 29: Bunker sind unvergessen | Teil 30: Kaffeemühle war der Hit | Teil 31: Polster im Hosenboden | Teil 32: Baden bei Denn und Ditt | Teil 33: Kindliche Gaumenfreuden | Teil 34: Zum Zahnarzt ging’s mit Briketts | Teil 35: Omas am Spinnrad|Teil 36: Zum Geburtstag gab’s Klöße | Teil 37: Stinkattacke auf die Läuse | Teil 38: Klassenzimmer mit Kino | Teil 39/40: Mit Zöpfen auf dem Motorrad | Weitere Artikel: Teil: 41 Kreuzkirche feiert Jubiläum | Gotteshaus feiert 100-jähriges Bestehen | Besuch bei Molly in Besse | Englisch-Lektion auf der Treppe


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Siehe auch


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