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Etwas Fett kam in den Topf, reichlich Zwiebeln dazu, Mehl wurde dazu gegeben und leicht im Fett gebräunt. Dann füllte man mit Wasser auf, so entstand diese braune Soße, eben das Duckefett. Wer ein Stückchen alte Wurst hatte, gab sie in kleingeschnittenen Würfeln dazu – eine Delikatesse.
 
Etwas Fett kam in den Topf, reichlich Zwiebeln dazu, Mehl wurde dazu gegeben und leicht im Fett gebräunt. Dann füllte man mit Wasser auf, so entstand diese braune Soße, eben das Duckefett. Wer ein Stückchen alte Wurst hatte, gab sie in kleingeschnittenen Würfeln dazu – eine Delikatesse.
  
Die Landwirte bereiteten sie als helle Soße, also ohne gebräunte Mehlschwitze, aber mit Schmand. Dieses Duckefett war auch nicht zu verachten. Aussprobieren, bitte ausprobieren, welche Sorte besser schmeckt!
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Die Landwirte bereiteten sie als helle Soße, also ohne gebräunte Mehlschwitze, aber mit Schmand. Dieses Duckefett war auch nicht zu verachten. Ausprobieren, bitte ausprobieren, welche Sorte besser schmeckt!
  
 
''Von Ria Ahrend''
 
''Von Ria Ahrend''
  
 
[[Kategorie:Mundart/Kasselänisch]]
 
[[Kategorie:Mundart/Kasselänisch]]

Version vom 24. März 2012, 00:41 Uhr

Kartoffeln ins Fett, in die Soße tunken

Früher gab‘s bei uns nach dem Krieg in den 50er Jahren jeden Samstag „Duckefett“. Dazu reichte die Mutter in jedem Fall selbsteingelegte grüne, saure Gurken und Pellkartoffeln.

Etwas Fett kam in den Topf, reichlich Zwiebeln dazu, Mehl wurde dazu gegeben und leicht im Fett gebräunt. Dann füllte man mit Wasser auf, so entstand diese braune Soße, eben das Duckefett. Wer ein Stückchen alte Wurst hatte, gab sie in kleingeschnittenen Würfeln dazu – eine Delikatesse.

Die Landwirte bereiteten sie als helle Soße, also ohne gebräunte Mehlschwitze, aber mit Schmand. Dieses Duckefett war auch nicht zu verachten. Ausprobieren, bitte ausprobieren, welche Sorte besser schmeckt!

Von Ria Ahrend