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Version vom 8. März 2011, 15:00 Uhr

Das documenta-Lexikon
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Begriffe


Caricatura

Parallel zur documenta 8 wurde von dem 1984 gegründeten "Verein zur Förderung, Unterstützung und Verbreitung medienspezifischer Kultur und Kommunikation" in einem Gebäude in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Ausstellung für komische Kunst, an der 70 Cartoonisten beteiligt waren, unter dem Titel Caricatura gezeigt. Der Name Caricatura steht mittlerweile für die 1995 im Kasseler Kulturbahnhof eröffnete Galerie für komische Kunst und für das daraus hervorgegangene Frankfurter Museum, das eine Unterabteilung des dortigen Historischen Museums ist.

Die Caricatura von 1987 wollte einen Gegenakzent zur documenta setzen - mit Originalzeichnungen realistischer Natur und mit bissigem Witz. Die Ausstellung von 1987 ("70x die volle Wahrheit") ging anschließend erfolgreich auf Tournee. 1992 folgte zur documenta IX die 2. Caricatura unter dem Titel "Schluss jetzt!" zum Thema Tod - u. a. im neu eröffneten Museum für Sepulkralkultur. Mittlerweile veranstaltete der Verein regelmäßig Cartoon-Ausstellungen, in deren Mittelpunkt die Zeichner der Frankfurter Schule standen. 1995 erhielt die Caricatura im Kulturbahnhof feste Galerieräume. Tradition ist geblieben, die documenta - im Kulturbahnhof und davor - mit großen Cartoon-Sonderschauen zu begleiten.

Computer-Technik

1997, als das Internet für deutsche Verhältnisse noch ein junges Medium war, existierten einige documenta-Arbeiten ausschließlich im Netz. Aber schon fünf Jahre später war die mit dem Internet verbundene Euphorie verflogen. Die Computer-Technik war zur reinen Dienstleistung geworden (digitale Bildbearbeitung oder neue Formen der Video-Präsentation).

Die documenta 12 bestätigte diesen Trend. Das Projekt, das am stärksten auf die Computer-Technik und das Internet gestützt war, war die Arbeit von Ricardo Basbaum. Er hatte 20 Wannenobjekte in den gesellschaftlichen Kreislauf gegeben und die Teilnehmer an der Aktion aufgefordert, auf der NBP-Homepage von Basbaum (http://nbp.pro.br/) ihre Aktivitäten mit dem Wannenobjekt zu dokumentieren. Diese Dokumentationen waren als das Protokoll der Interaktionen im Aue-Pavillon zu sehen.

Eine Umkehrung der Computer-Technik ins gesellschaftliche und politische Absurde hatte Hito Steyerl vollzogen: Sie hatte drei Flachbildschirme hochkant an einer Wand befestigen lassen. Die einzige Botschaft, die die Bildschirme ausstrahlten, war eine gleichmäßig grell leuchtende rote Farbe. So wurden die Bildschirme aus der Entfernung für konkrete Malerei gehalten. Hito Steyerl aber ironisierte nicht bloß die Malerei, sondern spielte auch auf die politische Methodik an, Signalfarben als Kampfmittel (Terrorwarnung) einzusetzen.

Künstler





































  • Joelle de la Casiniere (d 8)


  • Felice Casorati (d 1)


  • A. M. Cassandre (d III)


  • Bruno Cassinari (d 1, d II)


  • Enrico Castellani (d 4)


  • Luciano Castelli (d 5)


  • Jorge Castillo (d 4)


  • Sergio de Castro (d II)


  • Giorgio Cattani (d 8)


  • Maurizio Cattelan

siehe: Arnold-Bode-Preis


  • Giorgio Cavallon (d II)



  • Saint Clair Cemin (d IX)


  • César (d II, d III, d 4)


  • Paul Cézanne (d III)


  • Claude Chabroll (d 6)


  • Lynn Chadwick (d 1, d II, d III)


  • Marc Chagall (d 1, d II, d III)


  • John Chamberlain (d 7)


  • Avinash Chandra (d III)


  • Alan Charlton (d 7)


  • Barbara Chase-Riboud (d 6)


  • Sandor Chia (d 7)


  • Bernhard Childs (d II)


  • Eduardo Chillida (d II, d III, d 4, d 6)


  • Michael Chion (d 8)


  • Velimir Chlebnikov (d 8)


  • Henri Chopin (d 8)


  • Abraham David Christian (d 7)



  • Chryssa (d 4, d 6)


  • Tomasz Ciecierski (d IX)


  • Roman Cieslewicz (d III)


  • Emil Cimiotti (d II, d III)


  • City Souvenir (d 8)


  • Lygia Clark (d X)


  • Tony Clark (d IX)


  • Antoni Clavé (d II, d III)


  • Francesco Clemente (d 7)


  • Henri Cliffe (d II)


  • Chuck Close (d 5, d 6)

Amerikanischer Maler (*1940). Zu der Zeit, in der die abstrakte Kunst und die Pop-Art den Ton angaben, entwickelte Close eine radikale realistische Malerei. Seine großformatigen Porträts reizten den Realismus bis an seine Grenzen aus. Die Porträts entstanden auf der Basis von Fotografien, die Close haargenau in die Malerei übertrug. Er übernahm selbst die Unschärfen in die Kompositionen.


  • Chamber Cloud (d 8)


  • Jean Cocteau (d III)


  • Otto Coester (d II)


  • Bernhard Cohen (d III)


  • Harold Cohen (d III, d 6)





  • Paul Colin (d III)


  • James Collins (d 6)


  • Robin Collyer (d 8)


Gianni Colombo (d 4)


Collage


  • Collective (d X)


  • Compagnia Giorgio Barberio Corsetti (d8)



  • Miguel Condé


  • Tony Conrad (d 5, d 6, d IX)


  • Pietro Consagra (d II, d III)


  • Constant (d II, d III, d 11)

Niederländischer Maler, Jahrgang 1920. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg war Constant Mitbegründer einer wilden Malerei, die ihre Anregungen im Primitiven und Kindlichen suchte. Später wandte er sich den Fragen der Stadtentwicklung zu, um in Zeichnungen, Gemälden und Modellen Stadt-Visionen Gestalt zu geben.


  • Ron Cooper (d 5)


  • William Copley (d 5, d 7)


  • Patrick Corillon (d IX)


  • Lovis Corinth (d III)


  • Corneille (d II, d III)


  • Joseph Cornell (d 4, d 5)


  • Antonio Corpora (d 1, d II)


  • Giorgio Corsetti (d 8)


  • Steven Cortright (d 6)


  • Claudio Costa (d 6)


  • Robert Cottingham (d 5)


  • Paul Cotton (d 5)


  • Pierre Courtin (d II)


  • Harold Cousins (d II)


  • Tony Cragg (d 7, d 8)


  • Stephen Craig (d X)


  • Michael Craig-Martin (d 6)


  • Jordan Crandall (d X)



  • Fritz Cremer (d 6)


  • Roberto Crippa (d 1)


  • Wim Crouwel (d III)


  • Enzo Cucchi (d 7, d 8)


José Luis Cuevas (d 6)


  • Modesto Cuixart (d II)


  • Alvin Curran (d 8)


  • Edward Curtis (d 6)