Die ehemalige Eisenbahnstrecke Hofgeismar-Hümme – Karlshafen

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Der erste in Kurhessen eröffnete Abschnitt einer Eisenbahn war die Strecke GrebensteinHofgeismarHümmeKarlshafen der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn am 30. März 1848, während der Regentschaft von Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel.

Im Bereich der Garnisonsstadt Hofgeismar entstand 1848 ebenfalls ein Empfangsgebäude für die neue Eisenbahnlinie, ein weiterer Bahnhof wurde im heutigen Hofgeismarer Stadtteil Hümme errichtet.

Der Bahnhof in Hümme

Am Bahnhof in Hümme - 1849 zunächst als Inselbahnhof errichtet - entstand zudem ein kleiner Eisenbahn-Knotenpunkt. Das heutige Stationsgebäude wurde 1897-98 erbaut und liegt jetzt östlich der Strecke. Hier führte eine Strecke weiter nach Westen in Richtung Warburg zur Königlich-Westfälischen Eisenbahn. Eine weitere Strecke führte rechts von dem im Jahre 1908 erbauten Stellwerk nach Norden (Strecke HümmeKarlshafen, auch Carlsbahn genannt).

Die stillgelegte Eisenbahnstrecke Hümme - Karlshafen

Nach dem Abzweig in Hümme führte die ehemalige Eisenbahnstrecke in nordöstlicher Richtung nach Stammen und weiter zum Bahnhof Trendelburg (1912 erbaut).

Hinter Trendelburg wurde der 264 m lange Tunnel durch den Kesselberg („Deiseler-Tunnel“) erreicht, wenig später die dreibogige Sandsteinbrücke über die Holzape. Dem Haltepunkt Wülmersen folgte der Bahnhof in Helmarshausen und schließlich der Bahnhof in Karlshafen am linken Ufer.

Der erste Zug auf der Strecke Hümme - Karlshafen fuhr am 3. April 1848. 1966 wurde die Eisenbahnstrecke stillgelegt und der öffentliche Personenverkehr von Bussen übernommen. Der Bahnhof in Karlshafen am linken Ufer (zur Unterscheidung vom Bahnhof am rechten Weserufer) wurde bereits Anfang der 1970-er Jahre abgerissen.

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