Die Schwalm: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Quelle)
(Verlauf)
Zeile 7: Zeile 7:
 
==Verlauf==
 
==Verlauf==
 
Nördlich von Heidelbach verlässt sie den Vogelsbergkreis und tritt in den Schwalm - Eder - Kreis ein, durchfließt die nach ihr benannte Region der Schwalm. Von Neuental kommend erreicht sie westlich von Kerstenhausen das Borkener Stadtgebiet. Sie durchfließt die Schwalmpforte zwischen Kleinenglis und Kerstenhausen mit der nördlich gelegenen Hundsburg, 334m hoch und dem südlichen Kuhberg, 343m hoch und gelangt dann in das Borkener - Waberner Becken.Im Bereich von Uttershausen befindet sie sich im Bereich der Gemeinde Wabern.  Nach einem Lauf von 97 Kilometern mündet sie bei dem Felsberger Stadtteil Rhünda, gegenüber dem Bergfried der Altenburg, in die Eder. Sie ist damit der längste Fluss Hessens der ausschließlich auf hessischem Gebiet fließt.
 
Nördlich von Heidelbach verlässt sie den Vogelsbergkreis und tritt in den Schwalm - Eder - Kreis ein, durchfließt die nach ihr benannte Region der Schwalm. Von Neuental kommend erreicht sie westlich von Kerstenhausen das Borkener Stadtgebiet. Sie durchfließt die Schwalmpforte zwischen Kleinenglis und Kerstenhausen mit der nördlich gelegenen Hundsburg, 334m hoch und dem südlichen Kuhberg, 343m hoch und gelangt dann in das Borkener - Waberner Becken.Im Bereich von Uttershausen befindet sie sich im Bereich der Gemeinde Wabern.  Nach einem Lauf von 97 Kilometern mündet sie bei dem Felsberger Stadtteil Rhünda, gegenüber dem Bergfried der Altenburg, in die Eder. Sie ist damit der längste Fluss Hessens der ausschließlich auf hessischem Gebiet fließt.
 +
 +
==Hochwasserschutz==
 +
Sie hat ein Einzugsgebiet von ca. 1.300 km². Ihr Gefälle ist sehr gering, durchschnittlich nur 60 cm - 1,30 m auf 1.000 Meter. In früheren Jahren führte dieser Umstand zu häufigen Überschwemmungen. Eine Anekdote aus der Region der Schwalm sagte:"Wenn im Juni/Juli ein Hochwasser hereinbrach dann kostete es dem Schwälmer Bauer alle 7 Jahre eine volle Heuernte. Die Frühjahrsüberschwemmungen fanden jedoch seinen Beifall, weil sie seine Wiesenflur mit fetten Schlamm  beschenkten". Die Hochwasser gehören der Vergangenheit an, da man in den Jahren 1965 - 1968 bei Heidelbach ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem Stauraum von 5,6 Millonen Kubikmetern Inhalt und zwischen Ziegenhain und Treysa von 1967 - 1972 ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 8 Millionen Kubikmeter geschaffen hat. Zudem wurde an der Antrift, einem Nebenfluß der Schwalm, ein weiteres Rückhaltebecken mit einem Vollumen von 2,1 Millionen Kubikmetern geschaffen. Insgesamt also Stauraum genug, damit es nur noch in ganz seltenen Fällen zu einem gefürchteten Hochwasser kommen kann.

Version vom 27. April 2015, 18:27 Uhr

Namen

Der Flussnamen "Schwalm" ist aus dem im 8./9. Jahrhundert gebräuchlichen althochdeutschen Wörtern suualmanaha, suualmaha und Swalmanaha entstanden und bedeutet soviel wie wallendes Wasser oder in anderer Auslegung Dampf - oder Nebelwasser.

Quelle

Als kaum wahrnehmbares Rinnsal entspringt die Schwalm am nördlichen Rand des Vogelsberges, etwa 200 Meter südöstlich der Kreisstraße K 130, der Verbindungsstraße zwischen dem Ort Meiches und Köddingen, nahe der sogenannten "Fohlenstall" - Schneise im Vogelsbergkreis.

Verlauf

Nördlich von Heidelbach verlässt sie den Vogelsbergkreis und tritt in den Schwalm - Eder - Kreis ein, durchfließt die nach ihr benannte Region der Schwalm. Von Neuental kommend erreicht sie westlich von Kerstenhausen das Borkener Stadtgebiet. Sie durchfließt die Schwalmpforte zwischen Kleinenglis und Kerstenhausen mit der nördlich gelegenen Hundsburg, 334m hoch und dem südlichen Kuhberg, 343m hoch und gelangt dann in das Borkener - Waberner Becken.Im Bereich von Uttershausen befindet sie sich im Bereich der Gemeinde Wabern. Nach einem Lauf von 97 Kilometern mündet sie bei dem Felsberger Stadtteil Rhünda, gegenüber dem Bergfried der Altenburg, in die Eder. Sie ist damit der längste Fluss Hessens der ausschließlich auf hessischem Gebiet fließt.

Hochwasserschutz

Sie hat ein Einzugsgebiet von ca. 1.300 km². Ihr Gefälle ist sehr gering, durchschnittlich nur 60 cm - 1,30 m auf 1.000 Meter. In früheren Jahren führte dieser Umstand zu häufigen Überschwemmungen. Eine Anekdote aus der Region der Schwalm sagte:"Wenn im Juni/Juli ein Hochwasser hereinbrach dann kostete es dem Schwälmer Bauer alle 7 Jahre eine volle Heuernte. Die Frühjahrsüberschwemmungen fanden jedoch seinen Beifall, weil sie seine Wiesenflur mit fetten Schlamm beschenkten". Die Hochwasser gehören der Vergangenheit an, da man in den Jahren 1965 - 1968 bei Heidelbach ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem Stauraum von 5,6 Millonen Kubikmetern Inhalt und zwischen Ziegenhain und Treysa von 1967 - 1972 ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 8 Millionen Kubikmeter geschaffen hat. Zudem wurde an der Antrift, einem Nebenfluß der Schwalm, ein weiteres Rückhaltebecken mit einem Vollumen von 2,1 Millionen Kubikmetern geschaffen. Insgesamt also Stauraum genug, damit es nur noch in ganz seltenen Fällen zu einem gefürchteten Hochwasser kommen kann.