Die Burg Borken (Hessen): Unterschied zwischen den Versionen

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Im hessischen Bruderkrieg, im Jahr 1469, zwischen den landgräflichen Brüdern Ludwig II. und Heinrich III. wurden die Stadt Borken und auch die Burg vollständig zerstört. Während die Stadt wieder aufgebaut wurde, verzichtete man jedoch auf den Wiederaufbau der Burg. Die Burg hat somit nur etwa 210 Jahre bestanden. Heute  sind von der Burg noch einige Gewölbekeller unter dem ehemaligen Burggelände sowie einige Mauerreste vorhanden und sichtbar.
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Im hessischen Bruderkrieg, im Januar des Jahres 1469, zwischen den landgräflichen Brüdern Ludwig II. und Heinrich III. wurden die Stadt Borken und auch die Burg vollständig zerstört. Während die Stadt wieder aufgebaut wurde, verzichtete man jedoch auf den Wiederaufbau der Burg. Die Burg hat somit nur etwa 210 Jahre bestanden. Heute  sind von der Burg noch einige Gewölbekeller unter dem ehemaligen Burggelände sowie einige Mauerreste vorhanden und sichtbar.
 
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==Literatur==
 
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Version vom 20. August 2017, 16:00 Uhr

Ehemaliger Standort

Die ehemalige Burg Borken befand sich zwischen den heutigen Straßen Obere Bergstraße, Am Amtsgericht und untere Bergstraße.

Der Burgplatz in der Altstadt

Erbauer

Als Erbauungszeit der Burg gilt die Mitte des 13. Jahrhunderts, zwischen den Jahren 1253 und 1266. Der Adelige Volpert von Borken wird als Erbauer der Burg genannt. In einer Urkunde aus dem Jahr 1253 wird Borken noch als "Dorf" bezeichnet. Man schließt daraus, dass bis dahin noch keine Burg vorhanden war. In einer weiteren Urkunde vom 10. Oktober 1266 erwähnt Ritter Volpert die Burg Borken zum ersten mal schriftlich, in dem er in der Urkunde als Ort, an dem diese Urkunde ausgefertigt wurde, festhält ("in castro meo burken") in meiner Burg Borken. Dieses Datum (10.10.1266) gilt daher als Ersterwähnungsdatum der Burg Borken. Das Adelsgeschlecht derer von Borken bestand von 1108, bis zu seinem Aussterben im Jahr 1470 etwa 360 Jahre in Borken.

Rekonstruktionsversuch Burg Borken

Inhaber

Volpert von Borken war Nachlehensnehmer der Grafen von Reichenbach, denen Borken als Lehen von den Thüringer Landgrafen (vor 1247) übertragen wurde und damit erster Burgherr in Borken. Nachfolger der Grafen von Reichenbach waren die Grafen von Ziegenhain. Im Jahr 1285 wurde, durch Heirat, ein Werner von Bischofshausen (später Fam.von Löwenstein) hälftiger Eigentümer der Burg Borken. Die andere Hälfte gehörte den Grafen von Ziegenhain. Im Jahr 1302 verkaufte Werner von Bischofshausen seinen hälftigen Anteil an der Stadt und Burg Borken an Landgraf Otto von Hessen. Dieser begann, ab diesem Zeitpunkt, das landgräfliche Amt Borken zu entwickeln. Nach dem Aussterben der Grafen von Ziegenhain im Jahr 1450 gelangten Stadt und Burg Borken vollständig in den Besitz der Landgrafen von Hessen.

Zerstörung

Im hessischen Bruderkrieg, im Januar des Jahres 1469, zwischen den landgräflichen Brüdern Ludwig II. und Heinrich III. wurden die Stadt Borken und auch die Burg vollständig zerstört. Während die Stadt wieder aufgebaut wurde, verzichtete man jedoch auf den Wiederaufbau der Burg. Die Burg hat somit nur etwa 210 Jahre bestanden. Heute sind von der Burg noch einige Gewölbekeller unter dem ehemaligen Burggelände sowie einige Mauerreste vorhanden und sichtbar.

Literatur

  • Friedrich Döring
 - Georg Landau, Beschreibung des Kurfürstentums Hessen 1842, S 257
 - Werner Ide, Geschichte der alten Stadt 1967, S 1 - 44
 - Wilhelm Killmer, Das alte Amt Borken 1929, S 37-40
 - Heinrich Ewald 1986, Die Burg Borken, S 1-15
 - StAM, Urk 26, Nr 82
 - StAM, Urk 26, Nr 249

Siehe auch

  • Steinkopf vom Weinkopf
  • Mühlsteine aus Borken(Hessen)
  • Hügelgräber in Borken (Hessen)
  • Der Sträflingskopf
  • 700 Jahre Stadt Borken (Hessen)