Deutscher Waldensertag in Hofgeismar: Unterschied zwischen den Versionen

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Er stand unter dem Motto "Glauben Gestalt geben".  
 
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Nach einem "Abend der Begegnung" am Samstag, 22. September in der [[Stadthalle Hofgeismar]], schlossen sich am Sonntag, 23. September 2012 u.a. Vorträge zu verschiedenen Themen an, etwa zu „Kirchengebäude in den süddeutschen Waldenserkolonien vom 18. Jahrhundert bis heute“ oder über "Kirchenbauten und Siedlungsstrukturen nordhessischer Waldenser- und Hugenottenkolonien“. Und Pfarrer Giuseppe Platone, Mailand berichtete über „Aktuelles aus der Waldenserkirche“.
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Nach einem "Abend der Begegnung" am Samstag, 22. September in der [[Stadthalle Hofgeismar]], schlossen sich am Sonntag, 23. September 2012 u.a. Vorträge zu verschiedenen Themen an, etwa zu „Kirchengebäuden in den süddeutschen Waldenserkolonien vom 18. Jahrhundert bis heute“ oder über "Kirchenbauten und Siedlungsstrukturen nordhessischer Waldenser- und Hugenottenkolonien“. Und Pfarrer Giuseppe Platone, Mailand berichtete über „Aktuelles aus der Waldenserkirche“.
  
 
Mit einem Festgottesdienst in der [[Neustädter Kirche Hofgeismar]] schloss der Waldensertag dort ab, wo schon Waldenserpfarrer [[David Clément]] von 1686 bis 1725 gewirkt hatte.
 
Mit einem Festgottesdienst in der [[Neustädter Kirche Hofgeismar]] schloss der Waldensertag dort ab, wo schon Waldenserpfarrer [[David Clément]] von 1686 bis 1725 gewirkt hatte.
  
Hofgeismar war als Tagungsort ausgewählt worden, da im Bereich des heutigen Kirchenkreises ab 1686  zahlreiche [[Waldenser]] und [[Hugenotten]] als Glaubensflüchtlinge Zuflucht fanden. Am 18. April 1685 hatte [[Landgraf Karl]] von Hessen-Kassel die so genannte Freiheitskonzession erlassen und auf dieser Grundlage etwa 3.800 Réfugiés in der  Landgrafschaft aufgenommen. Im Bereich des heutigen Kirchenkreises Hofgeismar trafen die Glaubensflüchtlinge insbesondere in den Jahren 1686, 1699 und 1721/22 ein und wurden vor allem in den „französischen Kolonien“ rund um [[Hofgeismar]] und [[Immenhausen]] angesiedelt. Zuletzt entstanden die 1722 gegründeten Waldenserorten [[Gottstreu]] und [[Gewissenruh]], deren Erstsiedler fast ausnahmslos aus dem Waldensertal Val Cluson stammten.
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Hofgeismar war als Tagungsort ausgewählt worden, da im Bereich des heutigen Kirchenkreises ab 1686  zahlreiche [[Waldenser]] und [[Hugenotten]] als Glaubensflüchtlinge Zuflucht fanden. Am 18. April 1685 hatte [[Landgraf Karl]] von Hessen-Kassel die so genannte Freiheitskonzession erlassen und auf dieser Grundlage etwa 3.800 Réfugiés in der  Landgrafschaft aufgenommen. Im Bereich des heutigen Kirchenkreises Hofgeismar trafen die Glaubensflüchtlinge insbesondere in den Jahren 1686, 1699 und 1721/22 ein und wurden vor allem in den „französischen Kolonien“ rund um [[Hofgeismar]] und [[Immenhausen]] angesiedelt. Zuletzt entstanden die 1722 gegründeten Waldenserorte [[Gottstreu]] und [[Gewissenruh]], deren Erstsiedler fast ausnahmslos aus dem Waldensertal Val Cluson stammten.
  
 
== siehe auch ==
 
== siehe auch ==

Aktuelle Version vom 30. September 2012, 19:02 Uhr

Tafel am Waldenser-Museum in Gottstreu

Vom 22. bis 23.09.12 fand der "Deutsche Waldensertag" in Hofgeismar statt.

Er stand unter dem Motto "Glauben Gestalt geben".

Nach einem "Abend der Begegnung" am Samstag, 22. September in der Stadthalle Hofgeismar, schlossen sich am Sonntag, 23. September 2012 u.a. Vorträge zu verschiedenen Themen an, etwa zu „Kirchengebäuden in den süddeutschen Waldenserkolonien vom 18. Jahrhundert bis heute“ oder über "Kirchenbauten und Siedlungsstrukturen nordhessischer Waldenser- und Hugenottenkolonien“. Und Pfarrer Giuseppe Platone, Mailand berichtete über „Aktuelles aus der Waldenserkirche“.

Mit einem Festgottesdienst in der Neustädter Kirche Hofgeismar schloss der Waldensertag dort ab, wo schon Waldenserpfarrer David Clément von 1686 bis 1725 gewirkt hatte.

Hofgeismar war als Tagungsort ausgewählt worden, da im Bereich des heutigen Kirchenkreises ab 1686 zahlreiche Waldenser und Hugenotten als Glaubensflüchtlinge Zuflucht fanden. Am 18. April 1685 hatte Landgraf Karl von Hessen-Kassel die so genannte Freiheitskonzession erlassen und auf dieser Grundlage etwa 3.800 Réfugiés in der Landgrafschaft aufgenommen. Im Bereich des heutigen Kirchenkreises Hofgeismar trafen die Glaubensflüchtlinge insbesondere in den Jahren 1686, 1699 und 1721/22 ein und wurden vor allem in den „französischen Kolonien“ rund um Hofgeismar und Immenhausen angesiedelt. Zuletzt entstanden die 1722 gegründeten Waldenserorte Gottstreu und Gewissenruh, deren Erstsiedler fast ausnahmslos aus dem Waldensertal Val Cluson stammten.

siehe auch

Rathaus und Stadthalle in Hofgeismar

Weblinks