Der Wasserturm von Borken (Hessen)

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Idee

Der Borkener Bürgermeister Konrad Vogel brachte die Idee zum Bau eines Wasserturms in Borken von einer Reise durch Frankreich mit. Zu Besuch in Borkens Partnerstadt Meru fiel dem Bürgermeister auf, dass im Bereich des Pariser Beckens Wassertürme zum Landschaftsbild gehören. Um eine störungsfreie Frisch - und Löschwasserversorgung für die höher gelegenen Wohngebiete Borkens, Blumenhain bis hinunter zum Molkenpfad zu gewährleisten war der Bau eines Wasserturm die optimale Lösung.
Der Wasserturm - Wahrzeichen von Borken

Standort

Als Standort wurde der Platz beim Blumenhain-Stadion ausgewählt. Er erwies sich als der günstigste. Er liegt in einer Höhe von 264 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit nur 34 Meter niedriger als die höchste Erhebung Borkens, der Weinkopf. Der Weinkopf selbst schied als Standort aus, weil er im Bergbausenkungsgebiet liegt.

Bau und Betrieb

Mit dem Bau des Wasserturms begann man im August 1969. Es wurden zunächst ca.2.700 m³ Erde und Basaltgestein, für das über 5m tiefe Fundament des Turmes aus dem Berg gebrochen. Das Bauwerk hat eine Gesamthöhe von 45,5 Meter. Die Baukosten betrugen 1971, nach Abschluss aller Arbeiten 1.175000 DM. Der Turm besteht aus Kellergeschoss, Erdgeschoss mit integriertem gastronomischen Betrieb, 7 Zwischengeschossen, Schieberkammer mit Aussichtsumgang,Brauchwasserbehälter mit einem Volumen von 85 m³, hier kann ein täglicher Durchfluss von ca. 600m³ erreicht werden und insgeamt 4.000 Einwohner mit Frischwasser versorgt werden, ein Brandwasserbehälter und unter dem Dach eine Kontrollkammer. Das Frischwasser wird aus dem Wasserbehälter "An der schönen Aussicht" zugeführt. Vom Keller bis zum Dach sind insgesamt 227 Stufen zu bewältigen. Seit seiner Fertigstellung 1971 gilt der in exponierter Lage erbaute Wasserturm als von weither sichtbares Wahrzeichen der Stadt Borken.



Literatur

  • Friedrich Döring
 - Borkener Geschichtsblätter, Juni 1991,Nr 16, S 19/20
 - Jubiläums Lesebuch,Magistrat der Stadt Borken 2000, S 214-218


Siehe auch