Buslinie Göttingen

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Das Bild zeigt einen der stromlinienförmigen Busse, deren Form sich in die Debatte um Rationalisierung, Kraft und Schnelligkeit der 1920er-Jahre einfügt.
Als am 20. Juni 1937 die Strecke Kassel-Göttingen eröffnet wurde, sollte es zwar eine Busverbindung von Kassel zur Stadt Göttingen geben. Diese nahm aber erst im Winterfahrplan ab dem 2. Oktober 1937 ihren Betrieb auf. Nach einer Meldung der Kasseler Post sollten hierfür stromlinienförmige Schnellbusse eingesetzt werden, wie sie auch auf der Autobahnlinie Frankfurt-Darmstadt fuhren.

Strecke

Täglich pendelten zwei Busse zwischen den jeweiligen Hauptbahnhöfen von Kassel und Göttingen. In Kassel gab es zwei Abfahrten: eine Abfahrt um 9 Uhr und die zweite Abfahrt um 20.50 Uhr, die jeweils über den Altmarkt als zusätzliche Haltestelle führten. Die Fahrzeit betrug eine Stunde und war damit konkurrenzfähig gegenüber der Eisenbahnverbindung. Für die Strecke Kassel-Göttingen benötigte ein Personenzug eine Stunde und 37 Minuten.

Vorgeschichte

Als Teile des Autobahnnetzwerkes in den Jahren 1935 bis 1938 fertiggestellt worden waren (vergl. Autobahnbau), konnten beobachtet werden, dass Buslinien auf den neuen Autobahnabschnitten nach der Verkehrsübergabe eingerichtet wurden. Die Buslinien wurden von der Reichsbahngesellschaft betrieben. Sie war zugleich die Muttergesellschaft der Betriebsgesellschaft der Autobahn, der Reichsautobahngesellschaft, so dass die Reichsbahngesellschaft Verantwortung dafür übernahm, den dringend benötigten Verkehr auf der Autobahn zu erzeugen. Als weiteres Ziel der Buslinien wurde die Förderung des Tourismus mit der Erschließung neuer Reisegebiete genannt. Drittens dienten die Buslinien der Propaganda, da nun „Volksgenossen“ ohne ein eigenes Auto die Autobahn befahren und bewundern konnten. Das Recht, Buslinien auf der Autobahn zu betreiben, erhielt exklusiv der Reichsbahngesellschaft.

siehe auch


Weblinks und Quellen

Literatur