Breuna – evangelische Kirche: Unterschied zwischen den Versionen

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(Bauwerk und Geschichte)
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Die St. Margarethen-Kirche in Breuna wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Die Ursprünge der im Kern romanischen Kirche liegen offenbar aber schon früher. Aus dieser Zeit stammt der Taufstein der Kirche (ca. 1200), ein bedeutendes Denkmal romanischer Bildhauerkunst im [[Wolfhager Land]].  
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Die St. Margarethen-Kirche in Breuna wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Die Ursprünge der im Kern romanischen Kirche liegen offenbar aber schon früher. Aus der Zeit um etwa 1200 stammt der Taufstein der Kirche, ein bedeutendes Denkmal romanischer Bildhauerkunst im [[Wolfhager Land]].  
  
 
Zu Beginn bestanden kirchliche Beziehungen nach [[St. Marien Volkmarsen|Volkmarsen]], [[Wittmar]] und zum [[Kloster Wormeln]].
 
Zu Beginn bestanden kirchliche Beziehungen nach [[St. Marien Volkmarsen|Volkmarsen]], [[Wittmar]] und zum [[Kloster Wormeln]].

Version vom 13. November 2011, 18:11 Uhr

Blick zur ev. Kirche in Breuna

Die evangelische Kirche in Breuna gehört zum „Kirchspiel Breuna - Oberlistingen – Escheberg“.

Bauwerk und Geschichte

Die St. Margarethen-Kirche in Breuna wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Die Ursprünge der im Kern romanischen Kirche liegen offenbar aber schon früher. Aus der Zeit um etwa 1200 stammt der Taufstein der Kirche, ein bedeutendes Denkmal romanischer Bildhauerkunst im Wolfhager Land.

Zu Beginn bestanden kirchliche Beziehungen nach Volkmarsen, Wittmar und zum Kloster Wormeln.

Nach grundlegendem Umbau oder gar einem Neubau wurde die Kirche in Breuna im Jahre 1422 der Hl. Margarethe geweiht.

Das Innere der Kirche, die im Jahre 1257 erstmals urkundlich erwähnt und mehrfach umgebaut wurde - schmücken neben dem Taufstein aus romanischer Zeit die drei Gewölbejoche und Schlußsteine aus dem 15. Jahrhundert, die Malsburgische Grabkapelle und ein Epitaph für Eckbrecht von der Malsburg aus dem Jahr 1609, das im Auftrag seiner Witwe von Antonius Herber aus Kassel aus Sandstein gefertigt wurde. Es zeigt neben den Eheleuten auch deren 15 Kinder, von denen einige schon früh gestorben sind.

Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts entstand eine Stiftung der Familie von der Malsburg für die Armen der Gemeinden Breuna, Nieder- und Oberelsungen, nach einer Verwundung des Erich von der Malsburg in einem Feldzug des Jahres 1552.

Von einem Mord an zwei jungen Männern und ihrem Begleiter berichtet eine Bronzetafel in der Grabkapelle. Jürgen Friedrich und Hermann von der Malsburg sowie ihr Hauslehrer Johann Georg Bischoff wurden 1623 während einer Reise in Wahmbeck an der Weser erschlagen, als sie nachts in einem Heuhaufen schliefen.

Die bemalte Sandsteinkanzel der Kirche aus dem Jahre 1561 zeigt die vier Evangelisten stammt bereits aus der Zeit nach der Reformation in Hessen.

Die Orgel der Kirche von 1748 ist ein Werk aus der Werkstatt des Gottsbürener Orgelbauers Stephan Heeren. Von ihr ist noch der der Prospekt erhalten. Das jetztige Instrument entstand in der Orgelbauer-Werkstatt Lötzerich (Ippinghausen) und stammt aus dem Jahr 1982.

Seit Jahrhunderten ist Breuna der Sitz einer Pfarrstelle. Besondere Bedeutung hatte im 18. Jahrhundert der Breunaer Pfarrer Matthias Weete (1651-1739), der nicht nur astronomische Berechnungen anstellte sondern über vierzig Jahre hinweg auch den "Alten und Neuen Hessischen Schreib- Märckte- und Chronicken-Kalender" herausgab.

Kirchengemeinde

Seit 2006 bilden die Kirchengemeinden Breuna und Oberlistingen den Ev. Gesamtverband Breuna - Oberlistiingen.

Literatur

  • Volker Knöppel, Das Malsburgische Almosentestament von 1553, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 66 ff.
  • Thomas Wischnat, "eine Kapelle zu Ehren der seeligen Margaretha" - Geschichte der Breunaer Kirche 1257 - 2007

siehe auch

Weblinks