Breuna: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Ortsteil [[Wettesingen]] gehört zu den ältesten Dörfern im Landkreis Kassel und feierte bereits im Jahre 2000 sein 1150-jähriges Bestehen.  
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Der Breunaer Ortsteil [[Wettesingen]] gehört zu den ältesten Dörfern im Landkreis Kassel und feierte bereits im Jahre 2000 sein 1150-jähriges Bestehen.  
  
In Breuna selbst haben vor etwa 750 Jahren die Erstsiedler ihren Wohnplatz vom ''Hiddeser Feld'' an die Tränkequelle verlegt und den Wald für das benötigte Ackerland gerodet.
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Jüngeren Datums ist Brena selbst, das im Jahre 2007 auf eine 750-jährige Geschichte zurück blickte. Vor etwa 750 Jahren haben die Erstsiedler in Breuna ihren Wohnplatz vom ''Hiddeser Feld'' an die Tränkequelle verlegt und den Wald für das benötigte Ackerland gerodet. Die mitten in Breuna errichtete evangelische Kirche wurde erstmals im Jahre 1257 erwähnt. Sie wurde seither vielfach umgebaut. Erhalten geblieben ist der romanische Taufstein, Gewölbejoche aus dem 15. Jahrhundert und ein Epitaph für ''Eckbrecht von der Malsburg'' aus dem Beginn des 17. Jahrhundert.
  
Im Ortsteil [[Oberlistingen]] wird bereits im Mittelalter eine Kirche erwähnt, von der noch der Wehrturm erhalten ist.  
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Auch im Ortsteil [[Oberlistingen]] wurde bereits im Mittelalter eine Kirche erwähnt, von der heute noch der Wehrturm erhalten ist.  
  
 
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[[Bild:Niederlistigen-Kirche.JPG|thumb|right|200 px|Die Kirche im Ortsteil Niederlistingen]]
 
Jüngeren Datums - aus dem Jahre 1821 - ist die klassizistische Saalkirche im Ortsteil [[Niederlistingen]].
 
Jüngeren Datums - aus dem Jahre 1821 - ist die klassizistische Saalkirche im Ortsteil [[Niederlistingen]].
  
In der Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es neben einigen Beschäftigungsmöglichkeiten im heimischen Handwerk, Arbeitsplätze vorwiegend in der Landwirtschaft, wobei viele "kleine Leute" als Tagelöhner bei Bauern beschäftigt waren.  
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In der Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Breuna neben einigen Beschäftigungsmöglichkeiten im heimischen Handwerk, Arbeitsplätze vorwiegend in der Landwirtschaft, wobei viele "kleine Leute" als Tagelöhner bei Bauern beschäftigt waren.  
  
 
Die Verkehrsanbindung verbesserte sich deutlich mit der Verlegung einer Bahntrasse zum Ende des 19. Jahrhunderts. Von [[Oberelsungen]] - heute ein Stadtteil von [[Zierenberg]] - führte die Eisenbahnlinie nach [[Kassel]], wo auch mancher Tagelöhner aus Breuna eine Arbeitsstelle in einer Fabrik - etwa bei [[Henschel]] - fand.
 
Die Verkehrsanbindung verbesserte sich deutlich mit der Verlegung einer Bahntrasse zum Ende des 19. Jahrhunderts. Von [[Oberelsungen]] - heute ein Stadtteil von [[Zierenberg]] - führte die Eisenbahnlinie nach [[Kassel]], wo auch mancher Tagelöhner aus Breuna eine Arbeitsstelle in einer Fabrik - etwa bei [[Henschel]] - fand.

Version vom 5. November 2007, 00:38 Uhr

Breuna
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 292 m
Fläche: 40,47 qkm
Einwohner: ca. 3.800
Postleitzahl: 34479
Vorwahl: 05693
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Volkmarser Str. 3
34479 Breuna
Website: www.breuna.de
Bürgermeister: Klaus-Dieter Henkelmann (SPD)

Breuna ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen am Naturpark Habichtswald.

Die Gemeinde besteht aus den ehemals selbständigen Orten Breuna, Niederlistingen, Oberlistingen, Rhöda und Wettesingen.

Breuna ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und Fremdenverkehrsgemeinde. Die weitläufige, bewaldete Hügellandschaft gehört zu einem Großteil zum Naturpark Habichtswald.

Ortsteile

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform schlossen sich im Jahre 1972 die bis dahin selbständigen Gemeinden Breuna, Wettesingen, Oberlistingen und Niederlistingen zusammen; schon zuvor bildeten Breuna und der Ortsteil Rhöda eine Verwaltungsgemeinschaft. Es entstand ein 40,47 qkm großes Gemeindegebiet.

Geschichte

Der Breunaer Ortsteil Wettesingen gehört zu den ältesten Dörfern im Landkreis Kassel und feierte bereits im Jahre 2000 sein 1150-jähriges Bestehen.

Jüngeren Datums ist Brena selbst, das im Jahre 2007 auf eine 750-jährige Geschichte zurück blickte. Vor etwa 750 Jahren haben die Erstsiedler in Breuna ihren Wohnplatz vom Hiddeser Feld an die Tränkequelle verlegt und den Wald für das benötigte Ackerland gerodet. Die mitten in Breuna errichtete evangelische Kirche wurde erstmals im Jahre 1257 erwähnt. Sie wurde seither vielfach umgebaut. Erhalten geblieben ist der romanische Taufstein, Gewölbejoche aus dem 15. Jahrhundert und ein Epitaph für Eckbrecht von der Malsburg aus dem Beginn des 17. Jahrhundert.

Auch im Ortsteil Oberlistingen wurde bereits im Mittelalter eine Kirche erwähnt, von der heute noch der Wehrturm erhalten ist.

Die Kirche im Ortsteil Niederlistingen

Jüngeren Datums - aus dem Jahre 1821 - ist die klassizistische Saalkirche im Ortsteil Niederlistingen.

In der Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Breuna neben einigen Beschäftigungsmöglichkeiten im heimischen Handwerk, Arbeitsplätze vorwiegend in der Landwirtschaft, wobei viele "kleine Leute" als Tagelöhner bei Bauern beschäftigt waren.

Die Verkehrsanbindung verbesserte sich deutlich mit der Verlegung einer Bahntrasse zum Ende des 19. Jahrhunderts. Von Oberelsungen - heute ein Stadtteil von Zierenberg - führte die Eisenbahnlinie nach Kassel, wo auch mancher Tagelöhner aus Breuna eine Arbeitsstelle in einer Fabrik - etwa bei Henschel - fand.

Eine zentrale Wasserleitung und einen Stromanschluss erhielt Breuna erst im Ersten Weltkrieg.

Literatur:

  • August Hartmann, Einnerungen an die "gute, alte Zeit" in Breuna, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2006, S. 76 ff.
  • August Hartmann, Breunaer Lehmsteinmacher - Arbeiten auf Bestellung, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 79 ff.
  • An das Schicksal ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Breuna erinnert der Beitrag von Helmut Deuermeier, Dem Vergessen entreißen, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 81 ff.

Verkehrsanbindung

Breuna ist heute durch die nahegelegene Autobahn (2 km von der BAB A 44 Kassel-Dortmund entfernt) und die Bundesstraße B 7 gut an das überörtliche Straßennetz angebunden.

Bis zur Großstadt Kassel sind es etwa 30 km, bis zum Flughafen Kassel-Calden nur 15 km.

Der nächstgelegene größere Bahnhof befindet sich in der etwa 10 km entfernten Stadt Warburg.

Wandertipps

Vom Start bis zum Ziel:

Wanderweg rund um den Steiger

Anreise: Pkw über die B 7 bis Niederlistingen, links ab Richtung Autobahn bis Oberlistingen, hier rechts ab nach Wettesingen.

Rückreise: wie Anreise.

Einkehr: Wettesingen

Markierung: Im Text beschrieben. Topografische Karte des Landesvermessungsamtes Hessen 1:50 000 Habichtswald und Warburg, Landesvermessungsamt Nordrhein/Westfalen. Etwa 17 km, 250 Meter Steigung.

Wissenwertes:

  1. Eulenturm: Rest einer Landwehr um die Stadt Warburg.
  2. Calenberg: 13. Jahrhundert Burg zum Schutz der Handelsstraße und der Furth durch die Diemel. Seit 1868 im Besitz der Familie Schuchard. Diese baute sie um als Schloss und errichtete das Vorwerk Neu Calenberg.
  3. Hoher Steiger: Lang gezogener, bewaldeter Bergrücken zwischen dem Twistetal und der Autobahn A 44, 322 Meter hoch.

Weitere Informationen: Rhönklub: Andreas Koch, Telefon/Fax 05 61-87 11 80. Wanderungen jeden Dienstag und alle 14 Tage sonntags.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

Friedhof Breuna (Foto: D. Binienda-Beer)

... dass im Mauerwerk der Ostseite der Breunaer Friedhofskapelle ein Sandstein mit der Inschrift zu finden ist: „Im Jahr der Pestilenz 1597 sind auf diesem Gohtsacker 375 Persohnen begraben worden“?

Helmut Deuermeier Breuna

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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