Brasselsberg

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Bismarckturm

Teile des Gesamtgeländes des ursprünglichen Brasselsbergs gehören auch zu den Gemeinden Nordshausen und zum Teil zu Ober- und Niederzwehren.

Der Kasseler Stadtteil am südlichen Habichtswald mit dem vom Bismarckturm gekrönten Brasselsberg entstand Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts.

Bevölkerung

(Stand: 31. Dezember)

2005: 3928 Einwohner

2010: 3995 Einwohner (Ausländeranteil: 153 Einwohner = 3,8 Prozent)

Geschichte

In den Jahren 1870/ 71 wurde durch den Bau der Konrad-Adenauer-Straße (alter Straßenname Bergstraße) der Brasselsberg erschlossen.

Zu dieser Zeit entstand die als Gartenstadt bezeichnete Villenkolonie Brasselsberg. Die Pläne für eine Gartenstadt nach englischem Vorbild wurden zwar nur in Ansätzen verwirklicht, trotzdem ist der Stadtteil immer noch ein ausgesprochen grünes Quartier mit großzügigen Grundstücken. Geprägt wurde er durch die Entwicklung einer Villenkolonie. Um das Jahr 1900 entstanden hier die ersten Häuser. Einer der Pioniere war der Sanitätsrat Dr. Moritz Wiederhold, nach dem eine Straße im Stadtteil benannt ist. Der Bismarckturm wurde am 2. September 1904 eingeweiht. In den Jahren 1907 und 1908 siedelten sich mehrere Gärtner an. Zahlreiche Gewächshäuser und Freilandbeete mit Blumen und Gemüse entstanden. Um 1910 standen am Brasselsberg nur 75 Wohnhäuser.1936 wurde der Brasselsberg zusammen mit dem benachbarten Nordshausen eingemeindet und gehört seitdem zu Kassel. Im letzten Kriegsjahr sorgten auch hier Bomben und Luftminen für Zerstörungen. Davon ist längst nichts mehr zu sehen.

Am 12. Oktober 1952 wurde die evangelische Emmauskirche geweiht, die heute den Mittelpunkt im Ortskern darstellt.

Trotz der im Vergleich zu anderen Stadtteilen überschaubaren Infrastruktur gehört der Brasselsberg zu den attraktivsten - und auch teuersten - Wohnquartieren Kassels. Die Grundstückspreise sind ein Grund für eine Entwicklung, die die Anlieger mit Sorge betrachten. Wo früher auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück ein Haus stand, entstehen heute mehrere Stadtvillen mit Eigentumswohnungen. Immobiliengesellschaften, die oft den besten Preis für ein großzügiges Anwesen zahlen, bebauen das Grundstück bis auf den letzten Quadratmeter. Das ist legitim, verändert aber den gewachsenen Charakter des Quartiers. Forderungen, diese Entwicklung durch entsprechende Bebauungspläne einzudämmen, werden immer lauter.


siehe auch

Polizeirevier Südwest

Prteien

Weblinks


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