Born, Max: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Bewegtes Leben)
Zeile 2: Zeile 2:
 
'''Max Born''' (* 11. Dezember [[1882]] in Breslau, † 5. Januar [[1970]] in Göttingen) war ein deutscher Mathematiker und Physiker. Für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik wurde er 1954 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
 
'''Max Born''' (* 11. Dezember [[1882]] in Breslau, † 5. Januar [[1970]] in Göttingen) war ein deutscher Mathematiker und Physiker. Für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik wurde er 1954 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
  
==Bewegtes Leben==
+
==Werk==
Born war von [[1921]] bis [[1933]] Professor in [[Göttingen]]. Hier entwickelte er unter anderem mit Wolfgang Pauli, Werner Heisenberg, Pascual Jordan und Friedrich Hund große Teile der modernen Quantenmechanik. Nach ihm benannte Verfahren wie die Born-Oppenheimer-Näherung in der Molekülphysik ([[1928]]) und die Bornsche Näherung in der Streutheorie erinnern an seine Pionierleistungen. Er entwickelte die statistische Interpretation der Wellenfunktion, die später als Kopenhagener Deutung bekannt wurde und für die er [[1954]] den Nobelpreis für Physik erhielt. Bereits [[1948]] wurde ihm die Max-Planck-Medaille verliehen, [[195]]0 die Hughes-Medaille.
+
Born war von [[1921]] bis [[1933]] Professor in [[Göttingen]]. Hier entwickelte er unter anderem mit Wolfgang Pauli, Werner Heisenberg, Pascual Jordan und Friedrich Hund große Teile der modernen Quantenmechanik. Nach ihm benannte Verfahren wie die Born-Oppenheimer-Näherung in der Molekülphysik ([[1928]]) und die Bornsche Näherung in der Streutheorie erinnern an seine Pionierleistungen. Er entwickelte die statistische Interpretation der Wellenfunktion, die später als Kopenhagener Deutung bekannt wurde und für die er [[1954]] den Nobelpreis für Physik erhielt. Bereits [[1948]] wurde ihm die Max-Planck-Medaille verliehen, [[1950]] die Hughes-Medaille.
  
 
Max Born beschäftigte sich auch mit theoretischer Optik, über die er mit Emil Wolf ein heute noch bedeutendes Lehrbuch geschrieben hat.
 
Max Born beschäftigte sich auch mit theoretischer Optik, über die er mit Emil Wolf ein heute noch bedeutendes Lehrbuch geschrieben hat.
  
[[1933]], nach der Machterlangung der Nationalsozialisten, wurde Max Born wegen seiner jüdischen Vorfahren und seiner pazifistischen Einstellung zwangsbeurlaubt, aufgrund des Berufsbeamtengesetzes der Hitler-Regierung. [[1936]] wurde ihm auch die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Er emigrierte nach England und hatte zunächst ab [[1934]] eine Professur in Cambridge, dann ab [[1936]] an der Universität von Edinburgh, wo er bis zu seiner Rückkehr [[195]]3 als Dozent arbeitete. Am [[28. Juni]] [[1953]] wurde er zum Ehrenbürger von [[Göttingen]] ernannt, wo man später auch eine Straße nach ihm benannte. Sein Grab befindet sich auf dem Göttinger Stadtfriedhof, obwohl er zuletzt nicht in [[Göttingen]] selbst, sondern in dem nicht weit entfernten Bad Pyrmont lebte. <ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Born Max Born bei Wikipedia]</ref>
+
[[1933]], nach der Machterlangung der Nationalsozialisten, wurde Max Born wegen seiner jüdischen Vorfahren und seiner pazifistischen Einstellung zwangsbeurlaubt, aufgrund des Berufsbeamtengesetzes der Hitler-Regierung. [[1936]] wurde ihm auch die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Er emigrierte nach England und hatte zunächst ab [[1934]] eine Professur in Cambridge, dann ab [[1936]] an der Universität von Edinburgh, wo er bis zu seiner Rückkehr [[1953]] als Dozent arbeitete.  
 +
 
 +
== Erhrenbürger der Stadt Göttingen ==
 +
 
 +
Am [[28. Juni]] [[1953]] wurde er zum Ehrenbürger von [[Göttingen]] ernannt, wo man später auch eine Straße nach ihm benannte. Sein Grab befindet sich auf dem Göttinger Stadtfriedhof, obwohl er zuletzt nicht in [[Göttingen]] selbst, sondern in dem nicht weit entfernten Bad Pyrmont lebte. <ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Born Max Born bei Wikipedia]</ref>
  
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==

Version vom 1. Oktober 2012, 16:00 Uhr

Max Born

Max Born (* 11. Dezember 1882 in Breslau, † 5. Januar 1970 in Göttingen) war ein deutscher Mathematiker und Physiker. Für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik wurde er 1954 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

Werk

Born war von 1921 bis 1933 Professor in Göttingen. Hier entwickelte er unter anderem mit Wolfgang Pauli, Werner Heisenberg, Pascual Jordan und Friedrich Hund große Teile der modernen Quantenmechanik. Nach ihm benannte Verfahren wie die Born-Oppenheimer-Näherung in der Molekülphysik (1928) und die Bornsche Näherung in der Streutheorie erinnern an seine Pionierleistungen. Er entwickelte die statistische Interpretation der Wellenfunktion, die später als Kopenhagener Deutung bekannt wurde und für die er 1954 den Nobelpreis für Physik erhielt. Bereits 1948 wurde ihm die Max-Planck-Medaille verliehen, 1950 die Hughes-Medaille.

Max Born beschäftigte sich auch mit theoretischer Optik, über die er mit Emil Wolf ein heute noch bedeutendes Lehrbuch geschrieben hat.

1933, nach der Machterlangung der Nationalsozialisten, wurde Max Born wegen seiner jüdischen Vorfahren und seiner pazifistischen Einstellung zwangsbeurlaubt, aufgrund des Berufsbeamtengesetzes der Hitler-Regierung. 1936 wurde ihm auch die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Er emigrierte nach England und hatte zunächst ab 1934 eine Professur in Cambridge, dann ab 1936 an der Universität von Edinburgh, wo er bis zu seiner Rückkehr 1953 als Dozent arbeitete.

Erhrenbürger der Stadt Göttingen

Am 28. Juni 1953 wurde er zum Ehrenbürger von Göttingen ernannt, wo man später auch eine Straße nach ihm benannte. Sein Grab befindet sich auf dem Göttinger Stadtfriedhof, obwohl er zuletzt nicht in Göttingen selbst, sondern in dem nicht weit entfernten Bad Pyrmont lebte. [1]

Weblinks

  1. Max Born bei Wikipedia