Bontkirchen: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 20. Mai 2008, 15:03 Uhr

Bontkirchen ist ein Dorf im Hochsauerland zwischen Willingen und dem Diemelsee.

Seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 ist Bontkirchen ein Ortsteil der Stadt Brilon.

Geschichte

Als Bobbenkercken 1276 zuerst genannt, jedoch sicherlich älter (dazu das Kapitel: Kirche zu Bontkirchen im Amt Thülen), ist Bontkirchen seit jeher von seiner Grenzlage gegen die Grafschaft Waldeck bestimmt gewesen. Konnten die Waldecker Grafen itteraufwärts gegen die Herren von Padberg vordringen, itterabwärts die Stadt Brilon vom Bachgrund auf die Höhen von Treis und Hohen Eimberg zurückdrängen, so blieb in Bontkirchen die Itter als kölnisch-waldeckische Grenze erhalten und trennt darum auch in der Gegenwart Nordrhein-Westfalen und Hessen. Freilich bestanden schon im Jahre 1335 waldeckische Rechte, als Johan van deme Scharpenberge vor Graf Heinrich zu Waldeck auf sein Lehen zu Buwenkerken verzichtete (Bruns, Scharfenberg, Quelle 15). Anteil an der Grenzsicherung dürften die 1675 zuerst genannten Bontkirchener Schützen gehabt haben.

Aber auch schon früher, im Jahre 1540, finden sich Grenzstreitigkeiten belegt; diese Urkunde bewahrt zudem die erste Erwähnung eines Eisenhammers, also von Industrie in Bontkirchen. Cort Molner aus Buntkercken war in Brilon inhaftiert worden, weil er angetrunken gesagt hatte, des Kölner Erzbischofs Grund und Boden zu Bontkirchen, auf dem Christoffel aus Bontkirchen Hüttenhammer erbaute, sei Eigentum des Grafen von Waldeck. Als er aus dem Gefängnis entlassen wurde, waren aus Bontkirchen dabei Henrich Molner und Johan Molner (Bruns, Inventar Brilon A, Urk. 183). Am 5. Juli 1655 bescheinigte der frühere Bredelarer Abt F. Georg Wulff die Niederlegung eines Kreuzes bei Bontkirchen über die Itterbecke durch Waldecker (Bruns, Inventar Brilon A, Urk. 366).

Die Landesgrenze wurde dann im Jahre 1819 Anlaß eines tödlichen Zwischenfalles, der die preußische Regierung zu Arnsberg beschäftigte: Am 25. Oktober 1819 ist von einem fürstlich waldeckschen Militair-Commando und eine Menge bewähneter Bauern die Zerstörung zweier bei Bontkirchen an der zweifelhaften Grenze gelegenen, zweien Einsassen zu Bontkirchen zugehörigen Aschenhütten gewaltsamer Weise vorgenommen, und am 29. Oktober der mit Kohlholzfällen auf hierseitigem Gebiete beschäftigte Christoph Köchling von Bontkirchen ohne alle anscheinliche Veranlassung von einem waldeckschen Soldaten durch einen Schuß tödtlich verwundet worden, und derselbe hierauf an den Folgen der Verletzungen mit Tod abgegangen. (Staatsarchiv Münster, Kreis Brilon 10). Erst die exakte Vermessung der Grenzen durch Katasterbeamte um 1830 beendete die jahrhundertelangen Streitigkeiten. Laut Protokoll wurde am 19. August 1837 die Grenze zwischen Bontkirchen und Ottlar unter dem Kleff in der Diemelgrund abgeschritten. Dort fehlte der Blumenschnadestein Num. 7, der wahrscheinlich durch Wasserfluth fortgerissen war. Es wurde ein neuer Stein gesetzt, bezeichnet mit Nr. 7, dem Briloner Schlüssel und Waldecker Stern und der Jahreszahl 1837 (A 7). Freilich ließ das Notjahr 1847 die Bontkirchener alle Rücksichten auf die preußische Staatsgrenze vergessen. Die Schulchronik hat darüber aufgezeichnet: Bei der großen Notlage schritt man zur Selbsthilfe und machte den Holzdiebstahl zur Mode. Er hatte solche Formen angenommen, des Nachts zogen ganze Kolonnen in die fürstlichen Wälder, daß Soldaten aus Arolsen als Grenzförster eingesetzt worden waren. Diesen war es dann auch mal gelungen, 3 jugendliche Holzdiebe zu schnappen und abzuführen. Als die Kunde davon ins Dorf kam, rotteten sich die Berufensten zusammen, um die drei Inhaftierten, die in einer Wirtschaft in Schwalefeld festgehalten wurden, zu befreien. Unbemerkt war man bis an das Haus herangekommen. Der Hauptkerl, der schon durch sein bloßes Auftreten den nötigen Respekt und Schrecken eingeflößt haben soll, er soll ganz unmenschlich behaart gewesen sein, geht mit einem Christopherusstab bewaffnet in das Lokal. "Gitt moy en Mot Branntweyn - gitt mey na en Mot". Plötzlich brüllt er, zu den Dreien gewandt, - die Soldaten spielten Karten -, gleichzeitig mit seiner Waffe furchtbar auf den Boden stoßend: "Jongens batt do gey hey? Rout!" Im selben Augenblick kommt von draußen ein Schuß durchs Fenster, der aber glücklicherweise keinen anderen Schaden anrichtet, als die Scheiben zu zertrümmern. Der Zweck ist jedoch erreicht: Großes Durcheinander, so daß sogar die Wiege mit dem Kinde umgestoßen wird. Ehe die Soldaten wissen, was eigentlich gespielt wird, sind ihre Schützen entschwunden. Wenn auch zersprengt, so erreichten doch alle, sowohl Befreite als auch Befreier, in der Dunkelheit den schützenden Wald. Verluste: einem "Krieger" war der Daumen gespalten worden. In dem gerichtlichen Nachspiel hat es mehrere Termine gegeben, diese sind aber ergebnislos verlaufen. Nur der Verwundete hat drei Monate brummen müssen. Als letzter Veteran dieses Krieges ist der "Alte Köhlerfranz" vor rund 60 Jahren [um 1880] - er war einer von den drei Holzdieben -, als 70jähriger Mann gestorben. Diese Begebenheit ist mir oft mit dem nötigen Pathos und Beiwerk erzählt worden, meistens nicht ohne den beifälligen Zusatz: "ja, unsere Vorfahren waren verwegene Kerls!"

Friedlicher ging es dafür an den Gemarkungsgrenzen innerhalb des kölnischen Herzogtums Westfalen zu. Hier tritt bereits im Jahre 1559 das Kloster Bredelar als Vertragspartner der Stadt Brilon auf und läßt sich damit als Dorfherrschaft erschließen.

Die Mönche erwarben 1347 (Bruns, Scharfenberg, Quellen 20-22) und 1366 (ebda., Quelle 30) die Bontkirchener Güter der Herren von Scharfenberg, einem Seitenzweig der Linie Padberg, schließlich schenkten am 1. April 1376 Heydenrich und Steven von dem Scharpenberge für sich und ihre Erben, besonders für Henneke, Johanns Sohn von deme Scharpenberge, unter anderem alle ihre Kotstätten, d. h. die Bauernhäuser, zu Bon(t)kirchen dem Kloster Bredelar zu einer ewigen Memorie (Bruns, Scharfenberg, Quelle 31). Zwischenzeitlich überließen im Jahre 1373 auch die Herren von Padberg ihre dortigen Rechte im Kloster und verzichteten nach entstandenen Spannungen endgültig am 4. Mai 1507 neben Radlinghausen und Rösenbeck auch auf Buntkirchen mit Kirchenlehen, Zehnten, Diensten und Burgericht (s. Kapitel: Vom Königreich zur Republik). Freilich konnte der bereits beanspruchte Zehnte zu Bontkirchen, eine Abgabe jeder zehnten Feldfrucht, erst 1521/27 von der Familie von Horhusen erlangt werden. Damit war Bredelar, das vor 1497 für eine erneute Besiedelung des vor dem verlassenen Dorfes gesorgt hatte, endgültig Dorfherr und konnte nun für seine KoIonen, d. h. für die von ihm abhängigen Bauern, Grenzverträge abschließen.

An der Grenzziehung am 20. Juni 1559 zwischen dem Kloster Bredelar und der Stadt Brilon waren aus Bontkirchen beteiligt: Toniges Lamen und Hans Lamen sein broder, Mollen Henrich und schriver Cordt, sein broder von Bunkirchen. Die Grenzbeschreibung selbst lautet: Anfangende und erstlich uff der Goltbecke ahn bis uff die Swartmecke hynder sunten Vites stucke an der hogede hen, ahn den abhanghe under dem wege her bis an den Broick, die ahn der kanten is vorne ahn dem Hemberghe, von dannen under der langhen großen Steinklippen negest her bis bover das Deivesdall uff die Ruhenwesen uff den Crutzwegh, vort von dannen uff die Osterbecke, dar sich die irsten grundet ader entwerpet, den alden Brylonschen holtzwegh henuis hinder den Arnstein (Bruns, Inventar Brilon A, Urk. 218).

Von der Ruhenwiese ab, die nordwestlich von Bontkirchen liegt, wo die Gemarkungen von BriIon, Hoppecke und Bontkirchen sich treffen, wurde 1595 von den Brilonern beschrieben: fehet die schnatt dero von Brilon mit denen zu Braidelar in Bundtkirchener marcken widderumb an, oben uber den Hemberg uber die hohe her uber die lender, so Cuntzen Johans erben zu Bundtkirchen von der stadt Brilon vor die pfechte underhalben, item von dar allet bis auf das Veitzstucke bis in die Goltbecken an Waldecken nach ausweisunge derendtz bezeichneter schnadtbeumen (Bruns, Inventar BriIon A, S. 257).

Auch im westlich des Dorfes angrenzenden Stadtgebiet hatten die Bontkirchener eine Grasweide gepachtet, wie das Briloner Stadtbuch von 1595/1694 aussagt: Die dorschafft Bundkirchen geben der stadt Brilon jährlichs zwei Goldgulden von der grashode, dessen sie angelobet, keine ziegen zu halten (Bruns, Inventar Brilon A, S. 276). Heute noch in Bontkirchen lebende Familien sind bereits in den Schatzungsregistern des Herzogtums Westfalen von 1536 und 1565 genannt (Druck von 1971, S. 120). 1536 = Thiele Bonsen (im Druck wohl Fehler: Boußen), Hanns Lamme, Hausfrau des Peter Lammen, Thoenes Lamme, Cord Mulners, und 1565 = Cordt Bunsen, Jacob Voß, Johan Lame, Hermans Hans. Insgesamt sind 1536 bei 15 Personen rund 75 Einwohner, 1565 bei 22 Personen rund 120 Einwohner anzusetzen, wenn in jedem Haushalt 5 Personen lebten. Am Ende des 16. Jahrhunderts berichten die Almer Freigerichtsprotokolle (Archiv Graf von Bocholtz-Asseburg Hinnenburg F) von den Einwohnern und einzelnen Gerichtsfällen.

Schöffen waren 1569 Cordt Bunsen, 1590 Hans Kirchoves und Hermann Luckey, 1592 Johan Luckey und Johann Lakemanns, 1594 Kerckhusen, Borries Bolten, ferner Cordt Bonsen, Claus Molner und Zacharias Lame.

Im Jahre 1569 ist verzeichnet: Tonies Schefer von Bunkirchen hefft geschulden, Tyle Rammen sey ein Schelm und sein frau eine molckenzaubersche (Zauberin), ist dorfrüchtig; hat affdracht (Buße) gemacht und gaff 1 thaler.

1594: Liborius Boltten eingebracht, daß Jobst Pack Hansen Kerckhäuser gescholten für einen dieb und verraiter waruber er der Kerckheuser vur der gemeinde geclagt. Jobst Pack habe dem Kerckhuiser einen fueßpatt über seinen hoeff, denen er uber vierzig jair im gebrauch gehabt, versperret, und zwei var landes im Oesterfelde abgepfluget.

Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges 1618-1648 verzeichnet eine kurze Schilderung des Briloner Richters Jacob Kannegießer vom 15. Mai 1652: Bontkirchen, welches früher 7½ Spann und 15 Kötter zählte, hatte nur noch 3 Spannhöfe, d. h. Höfe mit 2 bis 4 Pferden, und 9 Kötter.

1676 sind, so die Schulchronik nach Unterlagen des Pfarrarchivs, 18 Sterbefälle verzeichnet. In den meisten Fällen ist die Ruhr die Todesursache gewesen, hauptsächlich waren Kinder die Opfer. Eine weitere Epidemie gab es im Jahre 1778 mit 26 Sterbefällen, davon im April und Mai allein zehn.

In das Dorfleben kurz nach 1800 führt der vom Dorff Bundkirchen amt Brilon gegen den Schultheißen Birkenhauer geführte Prozeß (A 893). Zunächst wurden Abgaben angesprochen, daß nämlich allemahl die abtey Bredelar den 6ten und 7ten Schock Holtz in vorigen Zeiten genommen und werde alsdan jedes Schock mit 30 Rt. bezahlet, wie ein solches die Abtey Bredelarische Bücher nachweisen. Damit wurde gegen 94 Gulden 17 Kreuzer Kohlgelder geklagt, die vom Landgräflichen Oberforstcollegio zu Darmstadt verordnet worden waren, und zugleich auf die Abgabe an das 1804 aufgehobene Kloster Bredelar hingewiesen. Mit dieser Klage wurden 1806 beauftragt die Vorsteher W. Birkenhauer und Joan Lange. Von 34 Eingesessenen unterschrieben:

Wilhelm Lange Bernard Lange Ferdinand Figge Johannes Köchling Gaudentz Schrewe Frans Schmit Christoph Pack Henrich Pack Christoph Kramer Christoph Lahme Philip Willecke Herman Birkenhauer Henrich Willecke Bernard Brüne Bernard Rühden Johannes Lahme Johannes Willecken Wittib Lahme Johannes Bunse Philipp Spratten Henrich Figgen Philip Figgen.

Fügen wir gleich an, daß erst um 1885 die letzten Verpflichtungen an den preußischen Staat als Nachfolger des Klosters Bredelar abgelöst wurden. Schon zuvor waren die Naturalabgaben des Zehnten in Geld umgewandelt worden.

Aus den Dorfrechnungen, die im oben genannten Prozeß zitiert wurden, läßt sich folgendes entnehmen: Der öffentliche Verzehr bei Aufstellungen der Stammrollen wird mit 8 Rt. 40 Groschen angegeben, was seit uralten Zeiten in Bontkirchen gang und gebe sei. Ferner wurde 1808 die Schnade am Schwerhagen und Butenberge aufgehauen. 1811 wurden 18 Groschen bezahlt an Christoffel Köchling für den Schaden, so mir durch das Schaafwaschen pro 1811 an meinem Grashoff und Wiese geschehen, Uhrmacher Schlömmer quittierte für die Reinigung der Kirchenuhr über einen Taler, Johannes Schmit für Schmiedearbeit an der Totenbarr 12 Groschen, Meister Henritius Figen hatte dem Sauhirten Johannes Hoffmann ein par Schuh gemacht für zwei tahler, der Schullehrer Johann Rischen erhielt jährlich über 12 Taler Gehalt, in der Gemeinheitsschule arbeitete Maurermeister Philip Wegener und erhielt an Lohn pro Tag 30 Stüber, in 8 Tagen 4 Rt., der Polizeidiener Georg Köchling empfing jährlich 2 Taler. Dann waren 1811 Landstraßenfuhren nach Altenbüren zu machen, außerdem wurde ein militärisches Sicherheitskommando in die Grenzortschaften gelegt, um das eindringende fremde Gesindel anzuhalten. Anlaß für die Anklage wurde schließlich das Jahr 1815, als Leutnant Birkenhauer bei der Aufstellung einer Landwehr gar 14 Rt. für eine Trommel ausgab. Wahrscheinlich ist der Prozeß im Sande verlaufen.

Im 19. Jahrhundert wies Bontkirchen bis 1841 steigende Einwohnerzahlen auf, die jedoch bis zum Ende des Jahrhunderts stark absanken. So betrug ihre Zahl 1829 = 402, 1839 = 447, 1841 = 497, 1853 = 541, 1857 = 451, 1898 = 351. Die Zahl der Häuser stieg zwischen 1825 = 40 auf 56 im Jahre 1838. Neubauten erfolgten 1826 = 1, 1828 = 1, 1829 = 3, 1830 = 1, 1832 = 1, 1833 = 2, 1834 = 3, 1835 = 1 Haus. Im Jahre 1871 umfaßte das Unterdorf nördlich des sog. Briloner Fußweges und der Dorfstraße 46 Haushaltungen, das Oberdorf südlich des Weges und der Straße 45 Haushaltungen (A 31). Im Jahre 1907 gab es in Bontkirchen 71 Haushaltungen mit 228 männlichen und 204 weiblichen Einwohnern. Im Oberdorf gab es die drei Schuhmachereien von Wilhelm Kleinschnitger, Max Gerling und Johann Kleinschnitger, die Schneiderei von Franz Sauerwald, Gastwirtschaft und Colonialwaren von Lorenz Metten, Colonialwaren bei Johann Kleinschnitger. Leider fehlen die Berufsangaben für das Unterdorf, dort sind lediglich fünf Gewerbeformulare erwähnt.

Eine erste vollständige Einwohnerliste mit den Häusernamen liegt aus dem Jahre 1830 vor, ihr wurden die Eigentümer von 1974 gegenübergestellt:

Verzeichnis der in Bontkirchen vorhandenen Einwohner, aufgenommen unterm 12. October 1830 (A 34)

I. Alte Sohlstätter Eigentümer 1974 1) Caspar Lahme gnt. Vogts Konsum 2) Anton Bunse gnt. Preisters Johannes Kleinschnittger 3) Christian Pack gnt. Packes Martin Pack 4) Johann Hillebrand gnt. Klus Witwe Paula Pack (Anton von dem Berge) 5) Peter Ulrich in Brilon gnt. Rüden (gestrichen: Christian Willeke) Josef Pack 6) Johann Brüne gnt. Heerjostes Wilhelm Bartmann (Paul Bartmann) 7) Adam Figgen gnt. Oligschläger Richard Becker 8) Joseph Lahme gnt. Schusters Witwe Maria Lahme 9) Witwe Franz Schmidt gnt. Schneiderfranz Anna Brüne (Willi Brüne) 10) Johann Lahme gnt. Zachers Gottfried Brüne 11) Wilhelm Lange gnt. Schmiedes Hugo Pack 12) Philipp Willeke gnt. Kneppers Witwe Auguste Schulte (Heinz Schulte) 13) Christ(ian) Kramer gnt. Müllers Josef Schilling 14) Bernard Mische gnt. Hammerschmiedes Josef Lange 15) Johann Köchling gnt. Schäfers - 16) Johann Willeke gnt. Groten - 17) Caspar Schulte gnt. Göbeln Heinrich Lahme 18) Wilhelm Birkenhauer gnt. Koers Johannes Lange 19) Ferdinand Spratte gnt. Wulfes Franz Pack und Josef Lahme 20) Bernhard Spratten gnt. Brügge Willi Pack 21) Christian Gerling gnt. Leinenwebers Lorenz Gerling 22) Christian Bölleken gnt. Jacobs Johannes Spratte 23) Wilhelm Gerling gnt. Graben Witwe Elisabeth Lange (Kurt Kalefe) 24) Franz Schulte gnt. Königs Josef Pack 25) Johann Lange gnt. Schmitteken Anton Lange (Willi Lange) 26) Franz Brüne gnt. Michels Christian Heckmann 27) Christian Rische gnt. Fükers - 28) Anton Kemper gnt. Budden Bernhard Bartmann 29) Christian Rischen gnt. Figgen Philipp Kämpfer 30) Heinrich Peters gnt. Hemmerich Franz Kuhn 31) Friederich Henneke gnt. Neuhäuser Wilhelm Hennecke (Leo Hennecke) 32) Johann Bunse gnt. Pluten Bernhard Lahme 33) Hermann Birkenhauer gnt. Bittern Geschwister Birkenhauer 34) Johann Schreve gnt. Alteschule Grünanlage an der Kirche

II. Beilieger mit Häusern 1) Ludwig Hillebrand: ganz arm 2) Christoph Birkenhauer-Schreiner: arm 3) Johann Köchling 4) Johann Peters Kilian Schilling 5) Johann Birkenhauer-Schreiner 6) Christoph Birkenhauer-Schneider Witwe Theresia Hennecke und Else Hennecke (Bernhardes) 7) Philipp Wegener Josef Hennecke (Sommers) 8) Philipp Gerling 9) Johann Schmidt Wilhelm Kappe (Kappen) 10) August Ramroth 11) Wilhelm Brüne 12) Christian Lahme-Knappmann 13) Christian Bartmann 14) Christian Willeken-Hüttenmeister 15) Heinrich Aue

III. Beilieger ohne Häuser 1) Witwe Bunse 2) Witwe Stahlschmid: ganz arm 3) Christoph Willeken sind Pächter des 4) Witwe Bernard Rüden Rüden-Hauses mit Dorfsgerechtsamen 5) Christian Müller: arm 6) Christian Brüne 7) Bernard Schmidt: arm 8) Philipp Kramer 9) Philipp Schmidt: Pächter des Kneppers Hauses 10) Christian Schmidt 11) Philipp Müller-Flurschütz 12) Jacob Wichard 13) Christian Bunse-Förster 14) Lorenz Wichard 15) Heinrich Aue-Hüttenmeister Werner Spratte (Ronnemus) 16) Wilhelm Bartmann Witwe Luise Bartmann (Heinz Vohs) Burgs 17) Johann Rüden 18) Johann Bunse 19) Christian Lahme-Schmied

In den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870/71 stellte Bontkirchen, einen, zwei und zehn Krieger. Einer von diesen ist 1870/71 auf dem Felde der Ehre geblieben, so die Schulchronik. Im Ersten Weltkrieg hatte die Gemeinde 24 Gefallene zu beklagen (ihre Namen anschließend), für die im Jahre 1933 ein Ehrenmal errichtet wurde, das von Ing. Aloys Pack, Rüthen, entworfen und von Gebr. Larenz, Niedermarsberg, erbaut worden ist. Seit 1925 wurde für diese Gedenkstätte gesammelt, zumal 1932 beim 50jährigen Bestehen des Schützenvereins.

Erinnert sei aber noch an die Hungersnot des Jahres 1847, wie sie das Gemeindeprotokoll vom 18. Februar 1847 verzeichnet. Damals trug Gemeindevorsteher Caspar Schulte vor: Es wird Euch, meine ehrbaren Gemeindeversammlungsmitglieder, nicht unbekannt sein, welche Not durch die diesjährige Mißernte der Getreide und Kartoffeln und die dadurch entstandene Theurung aller Lebensmittel sowie durch den Mangel an allen Verdiensten für die arbeitende Klasse herbeigeführt ist. Diese Noth, welche bereits bei 16 Familien und ca. 65 Seelen in eine Hungersnoth ausgeartet ist, so zwar, daß schon mehrere Familien-Väter und Mütter und Kinder bis auf den dritten Tag ohne Speise zugebracht haben und ihre Kinder ohne die geringste Verabreichung von Lebensmitteln 1-2 Tage zur Schule gehalten, wovon einige die Schule nicht verliesen, weil sie wohl wußten, daß ihre Eltern für sie nichts hatten anschaffen können und deshalb sich der Wohlthätigkeit des Lehrers für diesmal überliesen. Ich sage, diese bedauernswürdige Lage und Noth der Unglücklichen veranlaßt mich, Euch meine ehrbare Gemeinde-Glieder auf heute zusammen berufen zu lassen, um mit Euch zu berathen, wie der Nothleidenden vorläufig zu helfen seye. Am empfindlichsten fühlt der Landwirth dieses Nothjahr, hat ja kein einziger sein Auskommen an Lebensmitteln, der größte Theil hat ebensowohl bereits aufgezehrt wie der Tagelöhner; mit Schrecken und Wehmuth sehen die Erstern dem anrückenden Lenz entgegen, weil kein einziger die nöthigen Saatfrüchte hat, auch keine Mittel besitzt, solche bei der ungewöhnlichen Theurung anschaffen zu können. Es wurde beschlossen, die Staatsbehörde um 250 Reichsthaler zu bitten. In einem weiteren Protokoll vom 13. März 1847 ist zu lesen, daß die Not täglich gestiegen ist: Daß Hungersnoth bei den meisten Bewohnern sich eingebürgert hat, sieht man zur Gnüge an ihren abgemagerten Körpern und an den Veräusern der allernotdürftigsten Hausgeräthe, Handwerk-Geschirre und Kleidungsstücke. Am 31. März wurde die Hilfe der Regierung in Aussicht gestellt, doch ging noch am 3. April eine Bitte an den Oberpräsidenten in Münster, wonach die Ernte durch Hagelschlag am 7. August 1846 vernichtet worden war.

Auch später wiederholten sich Naturkatastrophen, so wird am 23./24. November 1890 berichtet: Auch der kleine Itterbach bei Bontkirchen schwoll zu einem mächtigen Strome und riß die vor etwa 15 Jahren mit 3000 Mark neu angelegte massive Brücke mit sich fort. Sachschäden etwa 10.000 Mark, noch höhere Schäden an Äckern und Wiesen. Über die Erwerbsverhältnisse findet sich im Protokollbuch am 10. Februar 1897, als eine Erhöhung der Gemeindesteuer abgelehnt wurde: Die Eingesessenen sind vielmehr ausschließlich auf den nicht mehr lohnenden Ackerbau, auf Tagelohn und Hüttenarbeit in Olsberg und Bredelar angewiesen. Eine stärkere Heranziehung der Realsteuern ist schon mit Rücksicht auf die totale Verschuldung und den äußerst geringen Ertrag des sterilen Bodens unthunlich. Die Hüttenarbeiter verdienen pro Tag 2,50 bis 5 Mark und können somit die Steurn und Abgaben weit besser zahlen wie die kleinen Bauern. Am 23. Januar 1898 ist vermerkt, daß der Gemeinde-Bleichplatz auf dem Singern (Steuergemeinde Stormbruch) seit 25 Jahren nicht mehr zum Bleichen verpachtet worden sei, ein Hinweis auf das Nachlassen der einst regen Leinwandherstellung in den Bauernhäusern.

Am 13. März 1906 wurde die Gemeindepflicht zur Reparatur und Aufbau des Kirchturms anerkannt, zugleich ist betont, daß nach einem Vertrag vom 28. April 1859 die Instandhaltung des Kirchplatzes und Kirchhofes der Kirche zugefallen ist. Ein weiterer Bericht über die Arbeitsverhältnisse datiert vom 8. November 1908: Nachdem der Bau (der Dynamitfabrik in Hoppecke) vollendet ist, sind viele Arbeitskräfte, die aus dem hiesigen Dorfe gestellt wurden, wieder frei geworden. Gegenwärtig ist auch die Belegschaft auf der Dynamitfabrik nicht stark und sind viele Bontkirchener wieder abgewandert, (auch sind) die früheren Arbeitsgelegenheiten in Olsberg und Bredelar nunmehr von anderen Arbeitern eingenommen. Die hiesigen Arbeiter werden also gezwungen sein, in weiteren Entfernungen von der Heimat Arbeit zu suchen, das aber bedingt auch die Verlegung ihres bisherigen Wohnsitzes.

Dies unterstreicht eine weitere Notiz vom 20. Februar 1910, als die Dynamitfabrik in Hoppecke seit Oktober 1909 ihre Arbeitskräfte verminderte und neue Kündigungen anstanden: In den froheren Jahren fanden die hiesigen Leute Arbeitsgelegenheit auf den Hütten zu Olsberg und Bredelar. Die Leute gingen Montags früh hier weg und kehrten Samstags Abend zurück, wohnten also mit ihren Familien in Bontkirchen. - Schon im vergangenen Jahre hat hier keine einzige Eheschließung stattgefunden, in diesem Jahre findet voraussichtlich nur eine einzige statt und zwar von seitens des Sohnes eines Ackerers.

Späterhin besserten sich dann die Aussichten, als zunächst die Dynamitfabrik im Ersten Weltkrieg wieder zu arbeiten begann und ihre Nachfolge die Accumulatorenfabrik antrat (hierzu das Kapitel: Handwerk und Industrie). Über Kinderarbeit ist am 7. März 1910 vermerkt: Die Knaben werden in den landwirtschaftlichen Arbeiten verwendet und müssen verwendet werden, weil hier keine Leute für landwirtschaftliche Arbeiten zu haben sind. Speziell müssen die Kinder unbedingt das Vieh hüten und im Winter auch das Essen austragen Im Sommer haben wir hier die sog. Hüteschule, das Vieh muß vor Beginn der Schule ausgetrieben werden. Hirten sind nicht zu mieten und können auch wegen der Verhältnisse der Landwirte, oder hier besser: Ackerer, nicht gemietet werden. Weiden einfrieden geht auch nicht, weil die Grundstücke zu klein und zu wenig sind. Die Knaben müssen unbedingt des Morgens das Vieh hinten. Deshalb beginnt der Schulunterricht an einzelnen Tagen für die Oberklasse um 9, an anderen Tagen um 10 Uhr. Wollte man den Hüteschulplan aufheben und den Unterricht um 8 Uhr beginnen, so müßten die Knaben schon um 4 Uhr oder noch früher mit dem Vieh austreiben. Dadurch würden dieselben aber an Körper und Geist ruiniert.

Am 6. Oktober 1912 erhielt der Schützenverein den Platz, wo das jetzige Schützenzelt steht, geschenkt, ferner Bauholz für die Hälfte der Taxe.

Aus dem alten Bontkirchen: Kronoggelnteyt:

"Meyn Pott ist vull, meyn Pott is vull..." Jä, jä, dett Sengen wür gut gnaug, abber datt Vullkregen ist dütt Jahr nett sau eynfach, et gitt nämlek nett vill Kronoggeln. Am Lemerge send mol ganz weineg, do launt sick datt Plöcken gar nett. Am Heimerge wuren sai enzelne gudde Pleitze, abber de wurden fexe abgegraset. Nou geyert opp de Hirzepleitze. 0 weih, do send all olle Frümmede. On bou datt denn sau geyt, - werden die Hoppecker beschimpft. Jo, jo, bou me en dien Bierz rüppelt, sau kümmert terögge: "Ihr alten Horupps, ihr kommt ja auch nach Hoppecke auf die Fabrik, dann dürfen wir auch hier Waldbeeren pflücken!" Daheim äußerten die Hoppecker: "Kummt dei Bontkirkener no ämol no us un wollt dä Schau un dä Strümpe wesseln up dem Wiäg no Brilon oder Marsberg, dan schmiet wi sai mal met Sack un Pack in den Mühlengraben."

Gemeindevorsteher:

W. Birkenhauer, Schultheiß 1803-1817
Caspar Schulte (erhielt 1854 das Allgemeine Ehrenzeichen - A 5) 1823-1857
Josef Lange 1858-1864
Friedrich Hennecke 1864-1877
Wilhelm Lange 1877-1883
Wilhelm Schilling 1883-1895
Wilhelm Hennecke 1895-1901
Josef Pack gnt. Rüden (legte das Amt aus Altersgründen nieder) 1901-1922
Franz Schulte 1922-1925
Wilhelm Heckmann
Johann Bunse
Wilhelm Heckmann (kandidierte nicht mehr aus Altersgründen) (1946)-1952
Lorenz Metten 1952-1958
Wilhelm Schilling 1958-1969
Franz Hahn 1969-1974
Albert-Brüne 1974-

Albert Brüne ist der jetzige Ortsvorsteher.

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Handel & Wandel in Bontkirchen


Ulrich Brüne Steuerberater Am Hagen 5 59929 Brilon - OT Bontkirchen Telefon (0 29 63) 66 06 09 Telefax (0 29 63) 66 06 05 Gerstenberger Lebensmittel Zum Hoppecker Berg 5 59929 Brilon - OT Bontkirchen Telefon (0 29 63) 10 54 A & E Hennecke GmbH Sägewerk - Zimmerei Diemelseestraße 59929 Brilon - OT Bontkirchen Telefon (0 29 63) 18 59 Telefax (0 29 63) 23 74 Reinhold Pack Baugeschäft bupacki(at)iweb.de Zum Hoppecker Berg 8 59929 Brilon - OT Bontkirchen Telefon (0 29 63) 16 68 Telefax (0 29 63) 26 06 Lorenz Schrewe Transportunternehmen Lorenz.Schrewei(at)it-online.de Zum Hoppecker Berg 13 59929 Brilon - OT Bontkirchen Telefon (0 29 63) 3 86 Phillip Willecke GmbH Fuhrgeschäft lange_ralfi(at)igmx.de Niederstraße 8 59929 Brilon - OT Bontkirchen Telefon (0 29 63) 9 52 73

Vereine

Schützenbruderschaft St.Vitus 1883 Bontkirchen

Das Dorf Bontkirchen tritt erstmals 1276 urkundlich in Erscheinung. Der Schützenverein Bontkirchen wurde im Jahre 1883 gegründet.

Zum Gründungsvorstand gehörten: Josef Pack (Rüden), Wilhelm Kleinschnittger (Schoppen), Josef Lahme (Sock), Franz Sauerwald, Bernhard Gerling, Richard Lange, und Johann Bartmann. 1884 übernahm Johann Lange (Koers) das Amt des 1. Hauptmanns. Erster Schützenkönig im Jahr 1883 war Johannes Bartmann Bis zum 1. Weltkrieg wurde jedes Jahr ein Schützenfest gefeiert.

Zum ehrenden Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde zum 50 jährigen bestehen des Vereins im Ort ein Ehrenmal errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg schloß sich am 18.5.1947 der ehemalige Schützenverein Bontkirchen als Schützenbruderschaft St. Vitus der Kirche an.

1953 folgte der Beschluss zum Neubau einer massiven Schützenhalle. 1958 schlossen sich die neuen Toilettenanlagen und die Musikbühne an. 1961 folgten ein Bierkeller und eine neue Theke. Ein neuer Kugelfang wurde im Jahr 1969 an der Steinbruchwand errichtet.

Um langfristig den Besuchern ausreichen Platz zu bieten, wurde im Jahre 1973 die Schützenhalle auf ganzer Länge um 8,00 m verbreitert, im wesentlichen durch Eigenleistung der Schützenbrüder.

Mit einem rauschenden Fest wurde im Jahr 1983 das 100 jährige bestehen des Schützenvereins / -bruderschaft gefeiert.

Die Zeit ging auch an der Schützenhalle Bontkirchen nicht vorbei. Zu Beginn der 90er Jahre zeigten sich an und im Gebäude erheblicher Reparatur- und Sanierungsbedarf.

Nach reiflichen Überlegungen im Vorstand, entschloss sich die Schützenbruderschaft in ihrer Sitzung im Januar 1995 zu einer kompletten Sanierung und Renovierung der Halle. Die gesamte Dachkonstruktion wurde entfernt und erneuert. Außer den tragenden Außenwänden wurden nahezu alle Bauteile erneuert. Die erforderliche Baugenehmigung wurde am 6.9.1995 erteilt. Mit den Bauarbeiten wurde umgehend begonnen und im April 1996 wurde die "neue" Schützenhalle eingeweiht. Die Gesamtkosten von 695.000,00 DM wurden durch eine enorme Eigenleistung aller Schützenbrüder von 290.000,00 DM auf 405.000,00 DM reduziert.

Im Anschluss wurden noch die Toilettenanlagen im Winter 1998/1999 dem neuesten technischen Stand angepasst. Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Ausrichtung des Stadtschützenfestes am 8.,9. und 10. September 2000. Alle Vereine des Stadtgebietes Brilon nahmen an dieser Veranstaltung teil. Zu diesem Zweck wurde auf dem Schützenplatz ein Zelt für ca. 600 Personen aufgestellt. Der Festzug begann am Sportplatz führte durch das Dorf und endete in einem tollen Fest an der Schützenhalle. Der amtierende Bontkirchener Schützenkönig Jürgen Alberti eiferte fleißig um die Königswürde mit, musste sich jedoch vom König der St. Hubertus Schützenbruderschaft Nehden, Herrn Alfred Ascheberg, geschlagen geben.

Ein großartiger Erfolg war auch die erstmals ausgerichtete Discofete am Freitagabend. Es konnte festgestellt werden, dass sich auch die Jugend dem Schützenwesen ausgesprochen verbunden fühlt

Im Zusammenhang mit dem 125- jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft im Jahr 2008 wird diese Seite ergänzt werden. Hinweise, Anregungen und Fotos aus dem letzten 25 Jahren werden gern entgegengenommen.

Termine und Veranstaltungen 2008 in Bontkirchen

Januar

4. MGV "Cäcilia" Jahresabschluss Übungsraum 
6. Kath. Kirchengemeinde Sternsingen   
19. MGV "Cäcilia" Gemütlicher Abend Gasthof Zur Klus 
25. Kfd Bontkirchen Frauenkarneval Schützenhalle 
26. Musikverein Generalversammlung Gasthof Zur Klus 
    

Februar

2. Ski-Club Büttenabend Schützenhalle 
4. Dorfjugend Würstesammeln Schützenhalle 
9. Schützenbruderschaft Generalversammlung Gasthof Zur Klus 
16. Jagdgenossenschaft Bontk. Generalversammlung Gasthof Metten 
18. Verkehrsverein Generalversammlung Gasthof Wiesengrund 
24. Kfd Bontkirchen Generalversammlung Gasthof Metten 
    

März

1. Ski-Club Generalversammlung Gasthof Zur Klus 
1. Jagdgen. Stormbruch Generalversammlung Stormbruch 
7. Freiwillige Feuerwehr Generalversammlung Übungsraum 
8. Schützenbruderschaft Kreisversammlung Madfeld 
8. Schützenbruderschaft Kaiservogelkrönen Schützenhalle 
11. Pastoralverbund Thülen Pastoralverbundskonzept Thülen 
22. Dorfjugend Abbrennen des Osterfeuers auf der Klippe 
    

April

2. MGV "Cäcilia" Singen Krankenhaus Brilon 
6. Kath. Kirchengemeinde Erstkommunion Kirche 
12. Schützenbruderschaft Stadtverbandsvorstandsball Nieder-Alme 
23. Kath. Kirchengemeinde Firmung Kirche 
26.-27. Schützenbruderschaft Jubiläumsschützenfest Schützenhalle 
    

Mai

1. Kath. Kirchengemeinde Christi Himmelfahrt Prozession 
2.-3. Musikverein Schützenfest Suttrop 
10. Schützenbruderschaft Jubiläumsschützenfest Stormbruch 
11. Ski-Club "Alte Herren" Familientag, -wanderung Sportplatz 
21.-23. Schützenbruderschaft Schützenfest Schützenhalle 
31. Musikverein Jubiläum Schützenblaskapelle  Willingen 
    

Juni

8. Musikverein Schützenfest Ostwig 
21.-22. Ski-Club Sportfest Sportplatz 
28.-29. MGV "Cäcilia" Vereinsfahrt   
    

Juli

6. Musikverein Schützenfest-Festzug Willingen 
13. Schützenbruderschaft Jubiläumsschützenfest Heringhausen 
25. MGV "Cäcilia" Wanderung der Aktiven   
26.-28. Musikverein Schützenfest Oberschledorn 
    

August

16.-17. Musikverein Steinbruchfest Steinbruch 
31. Schützenbruderschaft Kinderschützenfest/Abrechnung Schützenhalle 
    

September

7. Schützenbruderschaft Jubiläumsschützenfest Nehden 
12.-14. Schützenbruderschaft Kreisschützenfest Hallenberg 
19.-21. Musikverein Vereinsfahrt   
    

Oktober

11.-12. Freiwillige Feuerwehr Feuerwehrfest Schulhof 
25. MGV "Cäcilia" Sängerfest Schützenhalle 
    

November

8. Ski-Club Gemütlicher der Aktiven (Karneval) Gasthof Wiesengrund 
11. Pfarrgemeinderat Martinszug Treffpunkt Kirche 
15. Dorfgemeinschaft Gedenkfeier zum Volkstrauertag Ehrenmal 
15. MGV "Cäcilia" Generalversammlung Gasthof Metten 
19. alle Vereine Aufstellung neuer Terminkalender Gasthof Zur Klus 
21. Sparclub Metten Sparfest Gasthof Metten 
22. Schützenbruderschaft Stadtverbandsversammlung Schützenhalle 
30. Musikverein & Kfd Bontk. Familiennachmittag / Konzert Schützenhalle 
    

Dezember

6. MGV "Cäcilia" Nikolausfeuer Schützenhalle 
6. Sparclub Wiesengrund Sparfest Gasthof Wiesengrund 
13. Musikverein Haxenessen Schützenhalle 
20. Sparclub Zur Klus Sparfest Gasthof Zur Klus 
24. MGV "Cäcilia" Weihnachtssingen Kirche

Touristik

Bontkirchen, der ideale Urlaubsort für Ruhe suchende Gäste, 400 bis 738 m ü NN im Naturpark Diemelsee.

Für Kinder stehen mehrere Spielplätze zur Verfügung. Spaziergänger können sich auf sanft ansteigenden Wegen erholen. Wanderer können auf zahlreichen gezeichnete Wanderwege die herrlichen Wälder in der sauerländischen Bergwelt erleben.

Lohnende Wanderziele sind beispielsweise:

  • Diemeltalsperre, ein Paradies für Wassersportler und Angler, mit Vogelschutzgebiet
  • Dommel (738 m ü. NN), vom Aussichtsturm genießt man eine gute Sicht in die Bergwelt Huckeshol
  • Ausflugsgaststätte "Waldesruh" (nur an Wochenenden + Feiertagen geöffnet)
  • entfernter liegende Wandergebiete lassen sich schnell über gute Strassen erreichen.

Bontkirchen ist ein Ortsteil von Brilon (11 km), der waldreichsten Stadt mitten in Deutschland. Die historische Altstadt mit ihrer Fußgängerzone und der Kurpark laden zum Besuch ein.

Bontkirchen liegt an einer gut ausgebauten Straße zwischen der Diemeltalsperre (5 km) und Willingen (9 km). Willingen ist ein internationaler Wintersportplatz und bietet unter anderem ein Lagunen-Freizeitbad, eine Eissporthalle, Tennishalle, zahlreiche Lifte und die Weltcup-Skisprungschanze.

Die St. Vitus Kirche in Bontkirchen besitzt eine gotische Sandsteinmadonna, die künstlerisch zu den schönen Madonnen aus dem 15. Jahrhundert gehört.

Was Sie noch in Bontkirchen finden:

  • Wassertretbecken
  • Schützenhalle
  • Wandererschutzhütte
  • Fußballplatz
  • Lebensmittelgeschäft
  • und freundliche Gasthöfe

Schutzhütte:

Die Wandererschutzhütte kann gemietet werden. Sie hat in der Mitte einen offenen Kamin. Ferner Quellwasser und einen Propangasherd. Vor der Hütte befindet sich ein überdachter Grillstand. Holz kann gestellt werden.

Wanderung vom Diemelsee zur Wandererschutzhütte bei Bontkirchen, ca. 2-3 Stunden. Oder kurze Strecke, ca. 1 Stunde.

Rast in der Wandererschutzhütte am offenen Kamin oder am Lagerfeuer.

Eingerichtet mit offenem Kamin (Holz kann bestellt werden), Platz für ca. 40 Personen; überdachter Grillstand ist vor der Hütte (Holz kann bestellt werden); Tagesmiete incl. Quellwasser und Propangasherd ab 46,- € ; Gut zu erreichen über eine schmale Asphaltstraße; Anmeldung / Hüttenwarte Uwe Brüne, (0 29 63) 24 04 und Johannes Brüne, (0 29 63) 7 90


Gasthöfe:

Gasthof Haus Metten 
Niederstraße 1 · 59929 Brilon - OT Bontkirchen 
(0 29 63) 9 50 77 · Telefax (0 29 63) 9 50 79 

Lage: Ortsmitte

Hauscharakter: Bauernhof mit gemütlich eingerichteter Gaststätte, Bierstube 20 Sitzplätze, Restaurant 22 Sitzplätze, Gesellschaftsraum bis 65 Sitzplätze

Zimmer: 2 Doppelzimmer mit Dusche und WC

Besonderheit: Spezialitäten aus eigener Herstellung, Essen a la Carte

Internet: www.metten-bontkirchen.de


Pensionen:

Barbara Lange   
Willinger Straße  21 · 59929 Brilon - OT Bontkirchen 
+ Telefax (0 29 63) 18 49 

Lage: Ortsmitte

Hauscharakter: Privatpension / Ferienwohnung mit separatem Eingang

Zimmer: Ferienwohnung, Gemütlich eingerichtet , 75qm für 4-5 Personen, 2 Schlafräume Wohnraum und separate Küche

Besonderheit: Liegewiese mit Grillmöglichkeit, separater Eingang

Internet www.fewolange.de

eMail info(at)ifewolange.de


Siegfried Schrewe   
Am Hagen 21 · 59929 Brilon - OT Bontkirchen 
(0 29 63) 14 99 

Lage: Am Waldrand oberhalb des Ortes

Hauscharakter: Privatpension

Zimmer: 2 Doppelzimmer mit Dusche und WC

Besonderheit: Balkon, Sonnenterrasse, gemütlicher Aufenthaltsraum, Nichtraucher, keine Haustiere


Ferienwohnungen:

Norbert Biederbeck 
Am Mühlenbach 9 · 59929 Brilon - OT Bontkirchen 
(0 29 63) 10 22 

Lage: in ruhiger, zentraler Ortslage

Hauscharakter: Souterrain - Ferienwohnung mit separatem Eingang

Zimmer: Gemütlich eingerichtet, 42qm, bis 3 Personen, 1 Dreibettschlafraum, Küche, Wohnraum, Dusche / WC, Abstellraum, Südseite

Besonderheit: Sehr ruhig, für Senioren geeignet, Einstellplatz und Garage, glasüberdachte - Sonnenterrasse, Hausprospekt, separater Eingang

Internet: www.fewo-biederbeck.de

eMail: info(at)ifewo-biederbeck.de


Georg Gemmeke 
Am Hagen 1 · 59929 Brilon - OT Bontkirchen 
(0 29 63) 8 79 

Lage: Am Südosthang am Dorfrand

Hauscharakter: Ferienwohnung mit separatem Eingang, Parterre

Zimmer: Gemütliche Ferienwohnung mit Terrasse , ca. 55 qm , 1 Schlafzimmer 2 Personen, Kinderbett kann zugestellt werden , 1 Wohnraum mit Kochecke , Dusche / WC , Nichtraucher


Anne Pack 
Am Mühlenbach 6 · 59929 Brilon - OT Bontkirchen 
(0 29 63) 12 63 

Lage: Ortsmitte

Hauscharakter: Ferienwohnung mit separatem Eingang, Parterre

Zimmer: gemütlich neu eingerichteter Schlaf-Wohnraum mit Telefon, Küche, Dusche mit WC. Die neu erstellte Wohnung ist für 2 Personen mit 35 qm.


Ferienhäuser:

Werner Meyer 
An der Kapelle 2 · 59929 Brilon - OT Bontkirchen 
(0 29 31) 71 71 

Lage: Am Waldrand oberhalb des Ortes

Hauscharakter: Ferienhaus

Zimmer: Gemütlich eingerichtet, 70qm, Telefon, Liegewiese, Grillmöglichkeit, 2 Schlafräume, bis 5 Personen, Höhenlage ca. 500m, freistehendes Ferienhaus

Internet: www.fehaus-meyer.de

eMail: wmi(at)fehaus-meyer.de

Die Preise verstehen sich pro Tag bei Buchungen über 4 Tage. Verkehrsabgabe pro Tag und Person 0,15 €. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr


Gaststätten:

 Gasthof Knust / Seehof Diemelsee · (0 29 63) 3 27
Gasthof Haus Metten · Niederstraße 1 · (0 29 63) 9 50 77 · www.metten-bontkirchen.de
Gasthof Waldesruh Huckeshol · (0 29 63) 18 28 · www.huckeshol.de
Gasthof Zum Wiesengrund · Willinger Straße 73 · (0 29 63) 4 71
Gasthof Zur Klus · Zum Hoppecker Berg 3 · (0 29 63) 4 73

Radwege

Drei-Seen-Radrundfahrt

Fahrtroute: Korbach Lelbach, Rhena, Bömighausen, Neerdar, Usseln, Willingen, Schwalefeld, Bontkirchen, Diemelsee, Heringhausen, Rhenege, Adorf, Vasbeck, Canstein, Udorf, Kohlgrund, Rhoden, Dehausen, Ammenhausen, Herbsen, Külte, Wetterburg, Twistesee, Braunsen, Elleringhausen, Niederwaroldern, Höringhausen, Strothe, Korbach.

Wandervorschlag

Ein Erlebnistag im Naturpark Diemelsee:

Rundfahrt auf dem Diemelsee, Abfahrt stündlich
Personenschifffahrt Köster, Helminghausen, (0 29 91) 64 41

Mittagsrast im Gasthof am Diemelsee, " Seehof Knust", (029 63) 3 27 oder in Bontkirchen
Gasthof "Metten", (0 29 63) 9 50 77, Fax 9 50 79, www.metten-bontkirchen.de
Gasthof "Zur Klus", (0 29 63) 4 73
Gasthof Waldesruh "Huckeshol", (0 29 63) 18 28, Fax 90 88 95, www.huckeshol.de

Quellen

Weblinks