Bergfreiheit: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Geschichte)
(Weblink)
Zeile 45: Zeile 45:
 
*12. [[Battenhausen]] bis [[Frankenau]] - 18,5 km
 
*12. [[Battenhausen]] bis [[Frankenau]] - 18,5 km
  
== Weblink ==
+
== Weblinks ==
 
* [http://www.bad-wildungen.de Offizielle Webseite der Stadt Bad Wildungen]
 
* [http://www.bad-wildungen.de Offizielle Webseite der Stadt Bad Wildungen]
 +
* [http://www.museen-in-hessen.de/museum/?id=284 Historisches Bergamt auf www.museen-in-hessen.de]
  
  

Version vom 12. Oktober 2008, 00:12 Uhr

Bergfreiheit ist ein Ortsteil von Bad Wildungen in Nordhessen.

Geografie

Ks-wandern-kellerwald.jpg

Der Luftkurort Bergfreiheit ist ein Stadtteil von Bad Wildungen.

Etwa 350 Menschen leben heute in dem ehemaligen Bergmannsdorf unterhalb des Wüstegarten (675m ü.NN) umgeben vom Naturpark Kellerwald-Edersee. Das Dorf selbst liegt 320m ü.NN im Tal der Urff.

Geschichte

Etwa 1560 wurde der Ort für den Abbau von Erz durch den Grafen von Waldeck gegründet. Der Name erinnert an den besonderen Status, welcher mit der Bergfreiheit verbunden war. Diese bedeutete für die Einwohner zum Beispiel Befreiung vom Militärdienst, eine eigene Gerichtsbarkeit, das Marktrecht, Steuerfreiheit und andere Privilegien.

Seit Mitte des 16. Jahrhunderts bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Bergbau betrieben und insbesondere Kupfererz abgebaut.

Bergfreiheit heute

In der Umgebung findet man noch heute viele Spuren zur Metallgewinnung und -verarbeitung und mit etwas Glück ein Stück Kellerwald-Achat. "An der Leuchte" lädt das Besucherbergwerk ein.

Neben dieser Attraktion können Gäste die Edelsteinschleiferei sowie eine Reptilienausstellung besichtigen sowie ausgedehnte Wanderungen auf ausgeschilderten Wegen mit unternehmen. Auch der Auenberg mit 611m ü.NN ist ein Ziel. Zahlreiche Ruhebänke und Schutzhütten machen das Wandern besonders angenehm.

Bergfreiheit wird auch als "Schneewittchendorf" bezeichnet. Nach der Sage soll eine vertriebene Adelstochter von den Bergarbeitern aufgenommen worden sein. Andere Quellen meinen, das Märchen, welches die Brüder Grimm aufgezeichnet haben, handele von der als besonders schön bezeichneten Waldecker Prinzessin Margaretha.

Die sieben Zwerge erinnern an die zur damaligen Zeit übliche Kinderarbeit im Kupfer-Bergwerk. Zwang zum einen die wirtschaftliche Not dazu, so konnten auch die Stollen besser erschlossen werden. Mangelndes Tageslicht und schlechte Ernährung verhinderten weiter ein Wachstum der Heranwachsenden, welche vermutlich zudem keine große Lebenserwartung hatten.

In der Dorfmitte stellt seit 2006, als Landesgartenschauprojekt, eine Figurengruppe Schneewittchen und die Sieben Zwerge plastisch dar.

Wandertipps

Hinauf zum Kellerwaldturm

Der Kellerwaldsteig in 12 Etappen

Zum Vergrößern anklicken

Der Kellerwaldsteig lässt sich in 12 Etappen auf sehr gut markierten, natur belassenen Wegen und Pfaden erkunden:

Weblinks