Bad Wilhelmshöhe: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. September 2007, 18:32 Uhr

Herkules

Bergpark, Kurbetrieb und Fernbahnhof prägen den Stadtteil und Westen Kassels

Als Wahlershausen 1906 eingemeindet wurde, gehörte die Villenkolonie Wilhelmshöhe bereits zu dem neuen Stadtteil. Dort war man schon in der Moderne angelangt. Als die Menschen in der Altstadt abends noch im trüben Licht der Gasfunzeln saßen, gab es im westlichsten Quartier der Stadt bereits elektrischen Strom.

Dafür hatte der Unternehmer Gustav Henkel gesorgt, der auch die Herkulesbahn betrieb. Die beförderte in ihren Anfangsjahren Braunkohle aus dem Habichtswald ins Tal. Gustav Henkel nutzte den Grus als Brennstoff und trieb über Dampfmaschinen Dynamos an, die den Strom erzeugten. Und ganz nebenbei entstand zwischen den Villen an der Hunrodstraße auch das erste Kasseler Hallenbad. Beheizt durch die Abwärme aus dem Elektrizitätswerk und ausgestattet mit tropischen Pflanzen.

Schloss Wilhelmshöhe
ca.1895 Wilhelmshöhe bei Cassel Schlossteichstraße Hotel "KRONPRINZEN"

Das Palmenbad war eine Attraktion, der neue Stadtteil eine Bereicherung. Der sorgte regelmäßig für einen Hauch von großer, weiter Welt. Bis 1918 verbrachte Kaiser Wilhelm II. mit seinem Gefolge immer wieder einige Wochen auf seiner Sommerresidenz Schloss Wilhelmshöhe. Beim Besuch des englischen Königs Eduard VII. im August 1907 drängten sich 70 000 Menschen vom Bahnhof bis zum Schloss.

Nur einen Steinwurf entfernt vom Glanz und Glamour der Residenz ging es im dörflichen Wahlershausen eher beschaulich zu. Bereits im Jahr 1145 wurde die Keimzelle des Stadtteils erstmals urkundlich erwähnt, damals noch als Waldopheshusen. 3711 Einwohner hatte das Dorf im Jahr der Eingemeindung, eine eigene Pfarrei, eine öffentliche Volksschule und eine private Vorschule.

Schon damals waren die Villen immer dichter an das Dorf herangerückt, Geschäftsleute und Beamte konnten es sich leisten, hier zu bauen. Den dörflichen Charakter mit Kopfsteinpflaster und Fachwerk hat sich Wahlershausen in einigen Quartieren bis heute bewahrt.

Bahnhof Wilhelmshöhe bei Nacht

Zwei Ereignisse haben den Stadtteil in der jüngeren Vergangenheit entscheidend geprägt und nach vorn gebracht. Als Werner Wicker im Jahr 1983 die Kurhessen-Therme eröffnete, war das der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als Thermalsole-Heilbad 17 Jahre später. Ein Kurort mit Bad-Titel am Rande der Großstadt - das haben nicht viele Metropolen zu bieten. Da fiel es leicht, den alten Doppelnamen Wilhelmshöhe/Wahlershausen aufzugeben.

Ebenfalls ein Meilenstein für die Entwicklung war der Neubau des Bahnhofs Wilhelmshöhe. Seit 1991 ist der Fernbahnhof das Tor zur Welt für Kassel. Vom Bau des Atriums über das Anthroposophische Zentrum bis zu den Bürogebäuden an der Bertha-von-Suttner-Straße hat der Bahnhof einen enormen Schub gebracht.

Was jetzt noch fehlt, ist die Anerkennung des Bergparks als Weltkulturerbe.

Daten der Geschichte

Grafik zu den Wasserspielen (Stand 09/2006)
  • 1145 Erwähnung von „Waldopheshusen“ in einer Urkunde, des Klosters Hasungen.
  • 1881 Kaiser Wilhelm II. hat bis 1918 seine Sommerresidenz in Schloss Wilhelmshöhe.
  • 1906 Wahlershausen mit der Villenkolonie Wilhelmshöhe wird eingemeindet.
  • 1945 Bei einem der vielen Luftangriffe auf Kassel wird am 29. Januar Schloss Wilhelmshöhe getroffen. Es geht in Flammen auf.
  • 1970 Im Schlosshotel treffen sich Bundeskanzler Willy Brandt und DDR-Ministerpräsident Willi Stoph.
  • 1983 Die Kurhessen-Therme wird eröffnet.
  • 1991 Einweihung des IC-Bahnhofs Wilhelmshöhe durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker.
  • 2000 Anerkennung als Thermalsoleheilbad. Kurz darauf Namensänderung in Bad Wilhelmshöhe.

Der Stadtteil Wilhelmshöhe besteht aus

siehe auch

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