Bad Wildungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Kruzifix über dem Altar stammt aus dem Jahre 1518. Auch das Grabmal des Grafen Josias II. von [[Waldeck]] gilt als herausragendes Kunstwerk für den hessisch-westfälischen Raum.
 
Das Kruzifix über dem Altar stammt aus dem Jahre 1518. Auch das Grabmal des Grafen Josias II. von [[Waldeck]] gilt als herausragendes Kunstwerk für den hessisch-westfälischen Raum.
  
Bis in das 13. Jahrundert zurück zu verfolgen ist das ehemalige Rathaus der Stadt, das bereits im Jahre 1258 urkundlich erwähnt wurde. An seine Stelle ist das heutige Rathaus im klassizistischen Baustil getreten.
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Bis in das 13. Jahrundert zurück zu verfolgen ist auch das ehemalige Rathaus der Stadt, das bereits im Jahre 1258 urkundlich erwähnt wurde. An seine Stelle ist das heutige Rathaus im klassizistischen Baustil getreten.
  
 
== Ein Portrait der Stadt ==
 
== Ein Portrait der Stadt ==

Version vom 29. November 2007, 00:01 Uhr

Bad Wildungen
Bad Wildungen - Altstadt
Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position von Bad Wildungen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Geografische Lage: 51° 12′ N, 08° 56′ O
Höhe: 275 m
Fläche: 120,08 qkm
Einwohner: ca. 18.000
Postleitzahl: 34537
Vorwahl: 05621
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt
34537 Bad Wildungen
Website: www.badwildungen.de
Politik
Bürgermeister: Volker Zimmermann (FDP)

Bad Wildungen ist eine Stadt mit ca. 18000 Einwohner im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen.

Das offizielle Prädikat "Bad" wurde Bad Wildungen im Jahr 1906 verliehen. Vom Land Hessen wurde inzwischen die Trägerschaft für das Hessische Staatsbad Bad Wildungen übernommen, ebenso für die Reinhardshäuser "Bad Reinhardsquelle GmbH". Aktuelle Ansichten aus der Stadt gibt es über eine Webcam.

Stadtteile

Geographie

Bad Wildungen liegt im Südosten des Landkreises Waldeck-Frankenberg an den Bundesstraßen 253 (nach Fritzlar und Frankenberg) und 485 (nach Korbach).

Das Gebiet der Stadt grenzt an den benachbarten Landkreis Schwalm-Eder.

Geschichte

Die evangelische Stadtkirche steht auf dem höchsten Punkt des Stadthügels.

Mit dem Bau der spätgotischen Stadtkirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen.

Die Stadtkirche erhebt sich auf dem höchsten Punkt des Stadthügels. Bruchsteinmauern stützen die Terrasse, auf der sich das Kirchengebäude befindet, ab. Der hohe Kirchturm prägt schon von weitem das Stadtbild von Bad Wildungen.

Im Inneren der Kirche findet sich das kunstgeschichtlich wertvolle Altarbild von Conrad v. Soest, das 1403 fertiggestellt wurde.

Während auf den Außenseiten vier Heiligendarstellungen zu sehen sind, ist auf den Innenseiten auf 13 Bildfeldern ein christologischer Zyklus dargestellt.

Das Kruzifix über dem Altar stammt aus dem Jahre 1518. Auch das Grabmal des Grafen Josias II. von Waldeck gilt als herausragendes Kunstwerk für den hessisch-westfälischen Raum.

Bis in das 13. Jahrundert zurück zu verfolgen ist auch das ehemalige Rathaus der Stadt, das bereits im Jahre 1258 urkundlich erwähnt wurde. An seine Stelle ist das heutige Rathaus im klassizistischen Baustil getreten.

Ein Portrait der Stadt

Alles begann am Sauerbrunnen

Wildungen wird erstmals urkundlich als 'Wildungun' in dem um 815 zusammengestellten Verzeichnis der Güter der Abtei Hersfeld, dem Breviarium sancti Lulli episcopi erwähnt. Um das Jahr 1200 errichteten Friedrich von Ziegenhain, ein Sohn des Landgrafen von Thüringen, der 1185 durch Heirat mit einer Ziegenhainer Erbtochter in den Besitz von Wildungen gekommen war, eine Burg, um die sich der Ort Alt-Wildungen entwickelte. Nach dem Niedergang der Burganlage entstand 1660 an ihrer Stelle das Schloss Friedrichstein. Das Schloss liegt auf einem 300 Meter hohen Bergkegel und überragt weithin sichtbar die Badestadt.

Auf einer kleinen Bergkuppe gegenüber Alt-Wildungen wuchs der Ort Nieder-Wildungen, der im Jahr 1242 die Stadtrechte erhielt. In seinem Zentrum befindet sich die spätgotische Stadtkirche.

Zu Bad Wildungen gehören seit 1940 die Stadtteile Altwildungen, Reitzenhagen und Reinhardshausen und seit der Gebietsreform im Jahr 1971 auch Albertshausen, Armsfeld, das Schneewittchendorf Bergfreiheit, Braunau, Frebershausen, Hüddingen, Hundsdorf, Mandern, Odershausen und Wega.

Schloss Friedrichstein in Alt-Wildungen

Das offizielle Prädikat Bad wurde der Stadt im Jahr 1906 verliehen. Die heilende Wirkung ihrer Quellen ist aber schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt und bildete den Grundstein für das örtliche Kurwesen, das ab dem 19. Jahrhundert auch internationale Geltung besaß.

Das Kurwesen prägte die Entwicklung des einstigen Ackerbürgerstädtchens und des Nachbarbades Reinhardshausen. In seinen Blütezeiten zählte das Bäderzentrum jährlich bis zu zwei Millionen Übernachtungen - und rangierte damit auf Rang zwei unter den deutschen Heilbädern. Seit ab den 1990er Jahren die Zugangsvoraussetzungen zu öffentlich geförderten Maßnahmen der gesundheitlichen Rehabilitation ('Kuren') stark eingeschränkt wurden, hat sich die Zahl der Kur- und Rehabilitationspatienten in Bad Wildungen nahezu halbiert.

Doch die heute 18.000 Einwohner große Stadt hat ihr Schicksal selbst in die Hand genommen. Sie übernahm vom Land Hessen die Trägerschaft für das Hessisches Staatsbad Bad Wildungen und für die Reinhardshäuser 'Bad Reinhardsquelle GmbH' und setzt mit ihren Kureinrichtungen, den architektonischen Prachtbauten im so genannten Kurviertel, der malerischen Fachwerk-Altstadt, dem größten Kurpark Europas und mit dem Gelände der Landesgartenschau 2006, aber auch mit den Reizen der Region von Natur- und Nationalpark bis zum Edersee auf neue Zielgruppen aus dem Gesundheits-, Tagungs- und Urlaubssegment.


Aufstrebendes Zentrum der Bildung und der Kultur

Neben den traditionellen wirtschaftlichen Hauptsegmenten Rehabilitation, Gesundheitsvorsorge und Wellness bildet sich seit einigen Jahren der Bildungssektor als bedeutender Wirtschaftsfaktor heraus. Bad Wildungen verfügt über zwei Grundschulbezirke mit vier Standorten im Stadtgebiet, ferner über die Auenberg-Grundschule in Odershausen.

Bad Wildungen - Molkerei Foto: Jörg Schade

Am westlichen Stadtrand, der sog. Ense, entstand vor einigen Jahren die neue Haupt- und Realschule. Das Gustav-Stresemann-Gymnasium und die Hans-Viessmann-Berufsschule komplettieren das schulische Angebot.

Neben den o.g. staatlichen Schulen, haben sich eine Reihe privatwirtschaftlich betriebener Schul- und Ausbildungseinrichtungen in Bad Wildungen etabliert: Schon seit den 1950er Jahren ansässig ist die Holzfachschule. Ausbildungszentrum unter anderem für Holztechniker, Holzbearbeitungsmechaniker, Industriemeister der Holzver- und -bearbeitung, Modellbaumeister und technische Kaufleute. Die Weichen sind gestellt für eine Ausrichtung als international wirkendes Kompetenzzentrum der Holzwirtschaft. Krankenpflegeschulen an der Stadtklinik und der Werner-Wicker-Klinik in Reinhardshausen stehen für den Gesundheitsstandort. Die Physiotherapie- und Massageschule der Bringmann-Akademie bietet Ausbildungsgänge zum Physiotherapeut/in und Masseur/in und medizinischen Bademeister/in. Die Akademie für Gesundheit und Wellness dieser Einrichtung führt die Teilnehmer zum Abschluss als staatlich geprüfte Kosmetiker oder auch Wellness-Kosmetiker. In Zusammenarbeit mit der Berufsakademie startete erst in diesen Tagen ein neuer Studiengang zum Diplom-Physiotherapeuten. Die Berufsakademie nahm vor einigen Jahren in Bad Wildungen als Studienakademie für Informatik ihre Arbeit auf. Inzwischen hat sich die Einrichtung weiter entwickelt zur Berufsakademie Nordhessen mit Standorten in Frankenberg und Bad Hersfeld. Studienrichtungen mit Bachelor-Abschluss: Internationale Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Logistik Fertigungsprozess-Informatik und Systems Ingeneering. Seit ca. 10 Jahren besteht die Ergotherapieschule Kant und Partner, die die Ausbildung zum Beruf des/der Ergotherapeuten/-in anbietet.

Die Heilquellen und der Kurbetrieb

Haus in Bad Wildungen Brunnenallee [Foto: Senzel]

Wildungen ist ein Heilbad mit eisen-, magnesium- und kohlensäurehaltigen Quellen. In keiner Region Deutschlands sind derart viele hochwertige Heilquellen auf einem so eng begrenztem Gebiet zu finden. Dennoch unterscheiden sich die 22 Quellwasser in ihrer Zusammensetzung und somit Wirkungsweise.

Die Helenen-, Georg-Viktor-, Reinhards- sowie Naturquelle sind die wohl bekanntesten Bad Wildunger Heilquellenund werden noch heute abgefüllt und in viele Länder der Welt versandt.

Die Zeiten der klassischen Trinkkur sind jedoch ein Stück Vergangenheit. Heute steht die medizinische Rehabilitation mit Kliniken, die die Krankheitsbilder der Orthopädie, der Psychosomatik, der Inneren Medizin und Rheumatologie, der Neurologie, der Onkologie und der Urologie behandeln, im Vordergrund. Auch Einrichtungen der gerontologischen Versorgung (Altenheime, Altenwohnheime, Altenpflegeheime) sind wichtige Dienstleister.

Die Übernachtungszahlen betragen ca. 1,4 Mio. jährlich (2002). Damit ist Bad Wildungen die Stadt mit den zweitmeisten Gäste-Übernachtungen in Hessen nach Frankfurt am Main.

Partnerstädte

Die Friedenskirche in Bad Wildungen

Bad Wildungen unterhält partnerschaftliche Beziehungen

  • seit 1986 mit der englischen Stadt Saffron Walden [1]. Saffron Walden liegt ca. 50km nordöstlich von London in der Grafschaft Essex. Die Partnerschaft mit der etwa 15.000 Einwohner zählenden Stadt entwickelte sich aus einem Schüleraustausch zwischen der Haupt- und Realschule und der Country-Highschool.
  • seit 1988 mit der chinesischen Stadt Yichun [2], Provinz Heilongjiang, im Nordosten der Volksrepublik China. Inmitten von Wäldern erst 1958 gegründet, leben heute in Yichun 1,26 Millionen Einwohner. Trotz der großen Entfernung bestehen intensive Kontakte zwischen der Forststadt Yichun und der Bad Wildunger Holzfachschule.
  • seit 1990 mit der französischen Stadt Saint-Jean-de-Maurienne [3]. Der Ort im französischen Alpen-Departement Savoie ist touristisch interessant und mit etwa 11.000 Bewohnern Hauptstadt der Region Maurienne.

Wandern

siehe auch

Katholische Kirche St. Liborius Bad Wildungen

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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