Büraberg

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Zwischen 600 und 700 n. Chr. sind es einzelne Mönche aus Irland und Schottland, die sich persönlich berufen fühlen, die christliche Heilsbotschaft auf dem Kontinent weiterzugeben. Nach ersten Missionserfolgen wurden auch die ersten Kirchen errichtet, so z. B. auf der fränkischen Grenzfeste Büraberg bei Fritzlar.

Die Büraburg, von der heute nur noch Reste erhalten sind, war bereits als fränkische Burg auf dem 275 m hohen Büraberg erbaut worden, oberhalb des Edertals und des Fritzlarer Ortsteils Ungedanken im heutigen Schwalm-Eder-Kreis. Der Büraberg ist ein zum Edertal hin steil abfallender Ausläufer des Kellerwalds.

Aus England kommend, wurde im Jahre 722 Bonifatius noch unter seinem früheren Namen Winfried vom Papst mit der Missionierung vor allem der Chatten betraut. Er wählte den Büraberg als Ausgangspunkt seiner Missionstätigkeit und gründete im Jahre 742 auch das Bistum Büraberg, das später in das Erzbistums Mainz eingegliedert wurde.

Auf dem Büraberg, mit der Kapelle St. Brigida, entstand auch ein Ziel jährlicher Prozessionen und Wallfahrten. Ab dem Jahre 1773 ziehen am 5. Sonntag nach Ostern alljährlich die katholischen Gemeinden von Fritzlar und Ungedanken in einer Prozession zur Bergkapelle.

Ein Teilstück des Bonifatiuswegs verläuft heute über den Gipfel des Bürabergs.

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Wandertipp