Auefeld

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Version vom 5. Juni 2007, 08:43 Uhr von Barbara Bitzl (Diskussion | Beiträge) (Reihenhausglück mit Garten)

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Reihenhausglück mit Garten

1955 feierte Kassel das Richtfest der Südstadt-Siedlung Auefeld

Panoramabild
„Möge dieses Richtfest Symbol der Wiedergeburt Kassels sein.“ Worte vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Lauritz Lauritzen zum Festakt in Anwesenheit von Hessens Ministerpräsident Dr. Georg August Zinn, wie sie bedeutungsschwerer kaum sein konnten. Es war zweifellos das größte Kasseler Bauprojekt nach dem Krieg: die Bebauung des Auefelds durch die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, der heutigen GWH, in der Südstadt. Und die damit verbundenen Erwartungen entsprechend hoch.

Bis 1955 war das 165.321 Quadratmeter große Terrain vor allem Gartengelände. Tausende Handwerker und Bauarbeiter legten los und bauten bis 1956 an 1.022 neuen familiengerechten - so der Anspruch - Wohnungen für 2.500 Menschen. Es entstanden nicht nur die heute für das Auefeld so typischen Reihenhäuser, sondern entlang der Rembrandt- und Rubensstraße auf dem ehemaligen Gelände der Husarenkaserne und des Standortlazarettes auch Mehrfamilienhäuser.

Die Siedlung Auefeld 2006
Am 2. November 1955 war Richtfest und die Presse jubelte: „Wichtiger Meilenstein im Kasseler Wiederaufbau“ sowie „Richtkranz über Kassels jüngstem Stadtteil“.

Zuerst wurden die Heckerstraße 26 und 26a und die Rembrandtstraße 1 bis 5 und 2 bis 8 bezugsfertig. Diese 60 bis 90 Quadratmeter großen Wohnungen hatten drei bis vier Zimmer, Küche und Bad. Hier sollten vor allem Landesbedienstete, Henschelaner und so genannte Bundesumsiedler, also Flüchtlinge, die schon im Bundesgebiet wohnten, ein neues Zuhause finden.

Zum Schluss der Bauarbeiten wurde die Bebauung der Rubensstraße vorgenommen.

Die Siedlung Auefeld 1956
Die Mieten beliefen sich am Anfang zwischen 1,10 bis 1,43 DM je Quadratmeter Wohnfläche. Der Kaufpreis für die Häuser betrug zwischen 23.000 und 27.000 DM. Die Eigenheime haben vier bis fünf Zimmer, Küche und Bad und einen Vorgarten.

Das Brückner-Kühner-Haus, ehemaliges Wohnhaus der Schriftsteller Christine Brückner und Otto-Heinrich Kühner in der Hans-Böckler-Straße 5, ist nach telefonischer Anmeldung zu besichtigen: Tel. 0561/2 43 04.

Zum Auefeld gehören die Katholische Kirchengemeinde St. Michael und die evangelische Markuskirche.

Links

Literatur

  • Beschrieben wird die Siedlung im Buch „Kassel Südstadt“ von Heinz Körner (ISBN 3 00 014623-7, Vorwärts-Verlag, 19,80 Euro)