Arnsbacher Kippe: Unterschied zwischen den Versionen

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Der in Nordhessen befindliche, bewaldete Hügel der Arnsbacher Kippe (auch Kippe Altenburg) liegt zwischen dem nördlichen Rand des Borkener Stadtteils Arnsbach und der Schwalm. Im Jahr 1936 wurde vor Beginn der Arbeiten zur Erschließung des Tagebaus Altenburg 1, im westlichen Bereich des heutigen Hügels, etwa 100m nördlich des heutigen Feuerwehrgerätehauses, eine bandkeramische Siedlung entdeckt (etwa 5.000 v. Chr.), die dann unter großen Zeitdruck bis 1938 ausgegraben wurde. der bedeutendste Fund, der sogenannte "Arnsbacher Kumpf", ein reich verzierter Keramiktopf wird, in Kopie, im Dorfgemeinschaftshaus in Arnsbach ausgestellt.
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Auch die Schwalm mußte wegen der Tagebauerschließung verlegt werden, im Jahr 1940. Östlich der heutigen Holzbrücke wurde ein Schwalmbogen begradigt.
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Der in Nordhessen befindliche, bewaldete Hügel der Arnsbacher Kippe (auch Kippe Altenburg genannt) liegt zwischen dem nördlichen Rand des Borkener Stadtteils [[Arnsbach]] und der [[Schwalm]]. Im Jahr 1936 wurde vor Beginn der Arbeiten zur Erschließung des Tagebaus Altenburg 1, im westlichen Bereich des heutigen Hügels, etwa 100m nördlich des heutigen Feuerwehrgerätehauses, eine bandkeramische Siedlung entdeckt (etwa 5.000 v. Chr.), die dann unter großen Zeitdruck bis 1938 ausgegraben wurde. Der bedeutendste Fund, der sogenannte "Arnsbacher Kumpf", ein reich verzierter Keramiktopf, wird in Kopie im Dorfgemeinschaftshaus in Arnsbach ausgestellt.
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Auch die Schwalm mußte wegen der Tagebauerschließung verlegt werden, im Jahr 1940. Östlich der heutigen Holzbrücke wurde ein früherer Schwalmbogen begradigt.
  
 
==Bergbauliche Einflüsse==
 
==Bergbauliche Einflüsse==
Die Arnsbacher Kippe ist eine bergbauliche Abraumhalde, die entstanden ist im nördlichen Bereich des 1943 ausgekohlten Tagebaues Altenburg 1, der sich zwischen den Orten Trockenerfurth, östlich von Arnsbach bis zur Schwalm erstreckte. Die Betriebsfläche betrug etwa 100ha. Davon wurden 41ha landwirtschaftlich rekultiviert und etwa 59ha, im Norden, zwischen Arnsbach und Schwalm wurden mit Abraum von nachfolgenden Tagebauen von 1946 bis 1953 zur Abraumhalde aufgetürmt. Es wurde eine Abraummenge von etwa 10Mio.m³ abgelagert. Die Oberfläche wurde danach forstlich rekultiviert und mit einem Wegenetz versehen. Im südöstlichen Bereich wurde der Arnsbacher Sportplatz angelegt. Heute stellt sich die Abraumhalde als künstlicher bewaldeter Hügel dar.
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Die Arnsbacher Kippe ist eine bergbauliche Abraumhalde, die entstanden ist im nördlichen Bereich des 1943 ausgekohlten Tagebaues [[Borkener Braunkohlerevier|Altenburg 1]], der sich zwischen den Orten [[Trockenerfurth]], östlich von Arnsbach bis zur Schwalm erstreckte. Die Betriebsfläche betrug etwa 100ha. Davon wurden 41ha landwirtschaftlich rekultiviert und etwa 59ha, im Norden, zwischen Arnsbach und Schwalm wurden mit Abraum von nachfolgenden Tagebauen von 1946 bis 1953 zur Abraumhalde aufgeschüttet. Es wurde eine Abraummenge von etwa 10 Mio.m³ abgelagert. Die Oberfläche wurde danach forstlich rekultiviert und mit einem Wegenetz versehen. Im südöstlichen Bereich wurden der örtliche Sportplatz und eine Grillanlage angelegt. Heute stellt sich die Halde als künstlicher, bewaldeter Hügel dar.
 
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==Literatur==
 
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* Friedrich Döring
 
* Friedrich Döring
  
- Magistrat der Stadt Borken, Geschichtsverein Borken e.V., 100 Jahre Braunkohle Borken 1998, Seiten 73 bis 75
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- Magistrat der Stadt Borken, Geschichtsverein Borken e.V., 100 Jahre Braunkohle Borken 1998, Seiten 73 bis 75.
  
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==Siehe auch==
  
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* [[Arnsbach]]
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* [[Arnsbach und sein Steinzeitdorf]]
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* [[Die Schwalm]]
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* [[Stockelache]]
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* [[Hundsburg]]
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* [[Die Altenburg bei Römersberg]]
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* [[Margaretenkirche Kerstenhausen]]
  
==Siehe auch==
 
 
* Arnsbach
 
* Arnsbach und sein Steinzeitdorf
 
* Die Schwalm
 
* Stockelache
 
* Hundsburg
 
* Die Altenburg bei Römersberg
 
* Margaretenkirche Kerstenhausen
 
  
  
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[[Kategorie: Nordhessen]]
 
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[[Kategorie: Schwalm-Eder
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[[Kategorie: Geschichte]]
 
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Aktuelle Version vom 29. Februar 2020, 19:32 Uhr

Örtlichkeit

Kippe Arnsbach

Der in Nordhessen befindliche, bewaldete Hügel der Arnsbacher Kippe (auch Kippe Altenburg genannt) liegt zwischen dem nördlichen Rand des Borkener Stadtteils Arnsbach und der Schwalm. Im Jahr 1936 wurde vor Beginn der Arbeiten zur Erschließung des Tagebaus Altenburg 1, im westlichen Bereich des heutigen Hügels, etwa 100m nördlich des heutigen Feuerwehrgerätehauses, eine bandkeramische Siedlung entdeckt (etwa 5.000 v. Chr.), die dann unter großen Zeitdruck bis 1938 ausgegraben wurde. Der bedeutendste Fund, der sogenannte "Arnsbacher Kumpf", ein reich verzierter Keramiktopf, wird in Kopie im Dorfgemeinschaftshaus in Arnsbach ausgestellt. Auch die Schwalm mußte wegen der Tagebauerschließung verlegt werden, im Jahr 1940. Östlich der heutigen Holzbrücke wurde ein früherer Schwalmbogen begradigt.

Bergbauliche Einflüsse

Die Arnsbacher Kippe ist eine bergbauliche Abraumhalde, die entstanden ist im nördlichen Bereich des 1943 ausgekohlten Tagebaues Altenburg 1, der sich zwischen den Orten Trockenerfurth, östlich von Arnsbach bis zur Schwalm erstreckte. Die Betriebsfläche betrug etwa 100ha. Davon wurden 41ha landwirtschaftlich rekultiviert und etwa 59ha, im Norden, zwischen Arnsbach und Schwalm wurden mit Abraum von nachfolgenden Tagebauen von 1946 bis 1953 zur Abraumhalde aufgeschüttet. Es wurde eine Abraummenge von etwa 10 Mio.m³ abgelagert. Die Oberfläche wurde danach forstlich rekultiviert und mit einem Wegenetz versehen. Im südöstlichen Bereich wurden der örtliche Sportplatz und eine Grillanlage angelegt. Heute stellt sich die Halde als künstlicher, bewaldeter Hügel dar.

Literatur

  • Friedrich Döring

- Magistrat der Stadt Borken, Geschichtsverein Borken e.V., 100 Jahre Braunkohle Borken 1998, Seiten 73 bis 75.

Siehe auch