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[[Datei:AntoniusRaab.jpg|thumb|right|280px|Herausragende Flieger: Antonius Raab vor einem Flugzeug auf dem Flughafen Waldau. Die Aufnahme hat der Fotograf Karl Achenbach gemacht, der auch die Fotomontage von Kurt Katzenstein unter der Fuldabrücke angefertigt hat. Foto: Achenbach / Archiv Werner Kossin]]
 
[[Datei:AntoniusRaab.jpg|thumb|right|280px|Herausragende Flieger: Antonius Raab vor einem Flugzeug auf dem Flughafen Waldau. Die Aufnahme hat der Fotograf Karl Achenbach gemacht, der auch die Fotomontage von Kurt Katzenstein unter der Fuldabrücke angefertigt hat. Foto: Achenbach / Archiv Werner Kossin]]
Antonius Raab ([[1897]]-[[1985]]) war ein berühmter [[Kassel]]er Kunstflieger.
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Antonius Raab ([[1897]]-[[1985]]) war ein berühmter [[Kassel]]er Pilot, Kunstflieger und Unternehmer.
  
 
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Antonius Raab wuchs in Rösrath bei Köln in der Nähe des Flugplatzes Wahner Heide auf, aus dem später der Flughafen Köln/Bonn entstand. Während des Ersten Weltkriegs erlebte er die ständigen Starts und Landungen von Flugzeugen, was bei ihm den Wunsch weckte, selbst Pilot zu werden. [[1914]] meldete er sich, im Alter von 17 Jahren, freiwillig als Soldat. [[1918]] wurde er als Infanterieflieger, also zum Zwecke der Aufklärung, ausgebildet. Kurz vor Kriegsende wurde er auf die Jagdfliegerschule nach Valenciennes versetzt, deren Leiter der spätere Generalinspekteur der NS-Luftwaffe, Erhard Milch, war.<ref>[http://http://de.wikipedia.org/wiki/Antonius_Raab wikipedia.org]</ref>
  
 
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[[Datei:AntoniusRaab1.jpg|thumb|right|280px|Produktionshallen: Bei Raab Katzenstein wurden bis 1930 Flugzeuge für die zivile Nutzung hergestellt. Foto: Werner Kossin]]
  
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Raab geriet zunehmend in den Fokus der Nationalsozialisten. Er wurde von einem SA-Mann geschlagen und litt seitdem unter einer Störung des Gleichgewichtssinns. Seinen Schwiegervater aus erster Ehe prügelten die Nazis [[1933]] zu Tode.
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Raab geriet zunehmend in den Fokus der Nationalsozialisten. Er wurde von einem SA-Mann geschlagen und litt seitdem unter einer Störung des Gleichgewichtssinns. Seinen Schwiegervater aus erster Ehe, Herrmann Kalkhoff, prügelten die Nazis [[1933]] zu Tode. Dieser hatte Hermann Göring Jahre zuvor Geld geliehen und Ende [[1932]] den vergeblichen Versuch gemacht, Göring pfänden zu lassen.
 
Antonius Raab flüchtete im selben Jahr über Lettland und Litauen nach Griechenland. Auch dort baute er Flugzeuge, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Diktator Franco eingesetzt wurden. Im April [[1941]] flüchtete er vor den deutschen Truppen nach Ägypten, ein halbes Jahr später nach Indien. Dort gründete er mit einem Partner nach dem Krieg die erste indische Fluggesellschaft.
 
Antonius Raab flüchtete im selben Jahr über Lettland und Litauen nach Griechenland. Auch dort baute er Flugzeuge, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Diktator Franco eingesetzt wurden. Im April [[1941]] flüchtete er vor den deutschen Truppen nach Ägypten, ein halbes Jahr später nach Indien. Dort gründete er mit einem Partner nach dem Krieg die erste indische Fluggesellschaft.
 
Auf Drängen der Briten musste Raab wie alle anderen ehemaligen feindlichen Ausländer Indien verlassen. Zusammen mit seiner Frau ging er nach Genua. Seine Versuche, einen deutschen Pass zu bekommen, scheiterten.<ref>[http://www.hna.de/lokales/kassel/kunstflieger-antonius-raab-verliess-1933-kassel-2823286.html HNA.de]</ref>
 
Auf Drängen der Briten musste Raab wie alle anderen ehemaligen feindlichen Ausländer Indien verlassen. Zusammen mit seiner Frau ging er nach Genua. Seine Versuche, einen deutschen Pass zu bekommen, scheiterten.<ref>[http://www.hna.de/lokales/kassel/kunstflieger-antonius-raab-verliess-1933-kassel-2823286.html HNA.de]</ref>

Version vom 27. März 2013, 10:13 Uhr

Herausragende Flieger: Antonius Raab vor einem Flugzeug auf dem Flughafen Waldau. Die Aufnahme hat der Fotograf Karl Achenbach gemacht, der auch die Fotomontage von Kurt Katzenstein unter der Fuldabrücke angefertigt hat. Foto: Achenbach / Archiv Werner Kossin

Antonius Raab (1897-1985) war ein berühmter Kasseler Pilot, Kunstflieger und Unternehmer.

Leben

Kindheit & Jugend

Antonius Raab wuchs in Rösrath bei Köln in der Nähe des Flugplatzes Wahner Heide auf, aus dem später der Flughafen Köln/Bonn entstand. Während des Ersten Weltkriegs erlebte er die ständigen Starts und Landungen von Flugzeugen, was bei ihm den Wunsch weckte, selbst Pilot zu werden. 1914 meldete er sich, im Alter von 17 Jahren, freiwillig als Soldat. 1918 wurde er als Infanterieflieger, also zum Zwecke der Aufklärung, ausgebildet. Kurz vor Kriegsende wurde er auf die Jagdfliegerschule nach Valenciennes versetzt, deren Leiter der spätere Generalinspekteur der NS-Luftwaffe, Erhard Milch, war.[1]

Karriere

Mit einer Landung auf der Berliner Straße "Unter den Linden" sorgte Raab 1923 für Schlagzeilen. 1925 gründete Raab zusammen mit Kurt Katzenstein und Anatole Gobiet die Raab-Katzenstein-Flugzeugwerke. Das Kürzel RaKa wurde schnell bekannt, die Geschäfte liefen zunächst gut. Die Weltwirtschaftskrise und die Weigerung, sich an der Wiederaufrüstung der Reichswehr zu beteiligen, sorgten 1930 dafür, dass die Firma Konkurs anmelden musste.

Produktionshallen: Bei Raab Katzenstein wurden bis 1930 Flugzeuge für die zivile Nutzung hergestellt. Foto: Werner Kossin

Nationalsozialismus & Exil

Raab geriet zunehmend in den Fokus der Nationalsozialisten. Er wurde von einem SA-Mann geschlagen und litt seitdem unter einer Störung des Gleichgewichtssinns. Seinen Schwiegervater aus erster Ehe, Herrmann Kalkhoff, prügelten die Nazis 1933 zu Tode. Dieser hatte Hermann Göring Jahre zuvor Geld geliehen und Ende 1932 den vergeblichen Versuch gemacht, Göring pfänden zu lassen. Antonius Raab flüchtete im selben Jahr über Lettland und Litauen nach Griechenland. Auch dort baute er Flugzeuge, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Diktator Franco eingesetzt wurden. Im April 1941 flüchtete er vor den deutschen Truppen nach Ägypten, ein halbes Jahr später nach Indien. Dort gründete er mit einem Partner nach dem Krieg die erste indische Fluggesellschaft. Auf Drängen der Briten musste Raab wie alle anderen ehemaligen feindlichen Ausländer Indien verlassen. Zusammen mit seiner Frau ging er nach Genua. Seine Versuche, einen deutschen Pass zu bekommen, scheiterten.[2]

Würdigung

Antonius Raab starb 1985 in Italien. Nach ihm sind Straßen in Waldau und am neuen Flughafen Kassel-Calden benannt.

Weblinks und Quellen

  1. wikipedia.org
  2. HNA.de