Ab nach Kassel: Unterschied zwischen den Versionen

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Mit diesem Spottruf sollen Aachener Bürger den französischen Kaiser Napoleon III. auf dem [[Bahnhof]] verabschiedet haben, als er nach der gegen Preußen verlorenen Schlacht von Sedan in die Gefangenschaft auf der Wilhelmshöhe abreiste. Josef Kürschners Buch „Der große Krieg 1870/1871 in Zeitberichten“ enthält die Abbildung eines zeitgenössischen Flugblattes, auf dem ein deprimiert wirkender Franzosenkaiser zwischen Moltke und Bismarck steht, der mit ausgestrecktem Arm nach Osten zeigt. Unter der Abbildung steht: Ab nach Kassel!
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Mit diesem Spottruf sollen Aachener Bürger den französischen Kaiser Napoleon III. auf dem [[Bahnhof]] verabschiedet haben, als er nach der gegen Preußen verlorenen Schlacht von Sedan in die Gefangenschaft auf der [[Wilhelmshöhe]] abreiste. Josef Kürschners Buch „Der große Krieg 1870/1871 in Zeitberichten“ enthält die Abbildung eines zeitgenössischen Flugblattes, auf dem ein deprimiert wirkender Franzosenkaiser zwischen Moltke und Bismarck steht, der mit ausgestrecktem Arm nach Osten zeigt. Unter der Abbildung steht: Ab nach Kassel!
 
   
 
   
 
Nicht belegt ist, dass die Werber des Landgrafen Friedrich II. junge Rekruten aus dem Umland mit diesem Ruf nach Kassel schickten, von wo aus sie der Landesvater gegen gutes Geld an die englische Krone zum Einsatz im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg „verkaufte“.
 
Nicht belegt ist, dass die Werber des Landgrafen Friedrich II. junge Rekruten aus dem Umland mit diesem Ruf nach Kassel schickten, von wo aus sie der Landesvater gegen gutes Geld an die englische Krone zum Einsatz im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg „verkaufte“.

Version vom 17. November 2008, 18:30 Uhr

Mit diesem Spottruf sollen Aachener Bürger den französischen Kaiser Napoleon III. auf dem Bahnhof verabschiedet haben, als er nach der gegen Preußen verlorenen Schlacht von Sedan in die Gefangenschaft auf der Wilhelmshöhe abreiste. Josef Kürschners Buch „Der große Krieg 1870/1871 in Zeitberichten“ enthält die Abbildung eines zeitgenössischen Flugblattes, auf dem ein deprimiert wirkender Franzosenkaiser zwischen Moltke und Bismarck steht, der mit ausgestrecktem Arm nach Osten zeigt. Unter der Abbildung steht: Ab nach Kassel!

Nicht belegt ist, dass die Werber des Landgrafen Friedrich II. junge Rekruten aus dem Umland mit diesem Ruf nach Kassel schickten, von wo aus sie der Landesvater gegen gutes Geld an die englische Krone zum Einsatz im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg „verkaufte“.

Heute ist der Slogan in Kassel positiv besetzt. Viele Jahrzehnte hindurch wurde der Spruch „Ab nach Kassel“ als Slogan in der Fremdenverkehrswerbung der Stadt Kassel verwendet und sollte auch heute noch eine freundliche, ermunternde Aufforderung sein, die Stadt an der Fulda zu besuchen!


Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag


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