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1984 Dynamo Büchenwerra gegründet aus Schiffstatt Guxhagen und Feuerwehr Büchenwerra.
 
* [[Dynamo-Büchenwerra]]'''
 
 
Die Sportabteilung mit 40 Mitgliedern ist eine Untergruppe der Feuerwehr Büchenwerra. Die Sportgemeinschaft Dynamo Büchenwerra besteht bereits seit 25 Jahren. Hier kommen jeden Dienstag weit über 20 Sportler aus dem Raum Kassel und dem Schwalm – Eder – Kreis zusammen.
 
 
Die Freizeitsportler aus dem Ort spielen zusammen mit den Sportlern aus [[Grebenau]] jeden Sonntag auf dem Sportlatz an der Fulda zwischen [[Büchenwerra]] und [[Grebenau]] ab 10.00 Uhr, hier gibt es keine Altersbeschränkung, jeder ist willkommen.
 
 
 
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* Trainingszeiten von Dynamo:  Sommerhalbjahr Dienstag von 18:00- 20:00 Uhr auf dem Sportplatz [[Büchenwerra]], im Winterhalbjahr spielt Dynamo in der Halle.
 
* Weitere Treffen:  das ganze Jahr jeden Sonntag von 10:00 - 12:00 Uhr auf dem Sportplatz, die "dritte" Halbzeit geht manchmal auch länger.....!!
 
[[Datei:29 august 2009 buechenwerra 1.jpg|780px|left|thumb|Am 29. August 2009 fand das Jubiläumsturnier " 25 Jahre Dynamo-[[Büchenwerra]] " eine  Abteilung in der [[Freiwillige Feuerwehr Büchenwerra|Feuerwehr]] Büchenwerra statt.<br>Auf dem Bild sind alle aktiven Freizeitsportler welche am Turnier teilgenommen haben. ( Foto von Wolfgang Eberth )<br>Bearbeitet im RegioWiki v. <small>[[Benutzer:Günther Pöpperl|Günther Pöpperl]]</small>]]
 
[[Datei:Fussball in Büchenwerra am 27 08 20010.jpg|780px|left|thumb|[[Fußball in Nordhessen| Fußballtunier]] am 27.08.2010  [[Dynamo-Büchenwerra]] auf dem Sportplatz [[Büchenwerra]], im Hintergrund die Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die [[Fulda (Fluss)|Fulda]] für den Fernradweg  [[R 1]] von [[Büchenwerra]] nach [[Grebenau]] in Richtung [[Melsungen]] - <small>[http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Didi_Senft-Tour-Niedesachsen-Goettingen_2007.jpg  Fotograf rechts auf dem Bild im Wikipedia.org]</small>]]
 
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Aktuelle Version vom 9. August 2012, 16:20 Uhr

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Sonstige

Streiks und hohe Arbeitslosigkeit

Hohe Arbeitslosigkeit und die Sorge um die Arbeitsplätze bewegten die Kasseler im Orwell-Jahr 1984. Die Streiks der Metall-Industrie für die 35-Stunden-Woche schlugen auch in Kassel hohe Wellen.

1470 Beschäftigte im Bundesbahn-Ausbesserungswerk Kassel bangten um ihre Arbeitsplätze. Rückläufiger Schienenverkehr ließ den Fahrzeugpark der Bahn schrumpfen, die neuen Loks und Züge waren wartungsfreundlicher, die Ausbesserungswerke standen auf dem Prüfstand. Ende des Jahres kam dann die erlösende Gewißheit: Das Ausbesserungswerk in Kassel ist bis auf weiteres gesichert.

Die Baugewerkschaft schlug Alarm: 2800 arbeitslose Bauarbeiter im Arbeitsamtsbezirk Kassel und 1200 Kurzarbeiter standen für die Krise der nordhessischen Bauwirtschaft.

Im März erreichten die Warnstreiks in der Metallindustrie Kassel. 3150 Mitarbeiter in sechs Kasseler Betrieben legten die Arbeit nieder, um ihrer Forderung nach der 35-Stunden-Woche Nachdruck zu verleihen. Im Rahmen einer Aktionswoche unter dem Motto "Wir schlagen Krach gegen Arbeitslosigkeit - für die 35-Stunden-Woche" machten die Metaller mobil. An der Urabstimmung im Mai beteiligten sich 98,1 Prozent der Arbeitnehmer, mehr als 80 Prozent stimmten für Streik.

Während die Metaller für mehr Arbeitsplätze kämpften, gingen bei Enka am 30. Juni endgültig die Lichter aus. Die Chemiefaserproduktion wurde eingestellt, über 300 der zuletzt rund 800 Beschäftigten wurden in die Arbeitslosigkeit entlassen. Einen Teil des Firmengeländes übernahm die neugegründete Unternehmenspark Kassel GmbH, die dort kleinere Betriebe ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen wollte. Acht Betriebe machten den Anfang mit rund 20 Arbeitsplätzen. Das Modell expandierte, schon wenige Wochen später war die Zahl auf 20 Unternehmen mit rund 60 Arbeitsplätzen gewachsen. Von der Computerfirma über die Möbelschreinerei bis zum Design-Büro reichte das Spektrum.

Weitere 170 Beschäftigte standen auf der Straße, als die Firma Landwehr+Schultz, Haus- und Sicherheitstechnik Konkurs anmeldete. Unterdessen stand die Streikfront der Metaller in Kassel. 4000 Arbeitnehmer des Daimler-Benz-Werkes, der Firmen Wegmann, Gebrüder Bode befanden sich im Ausstand für die Forderung nach 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber reagierten mit Aussperrung. 3500 Arbeitnehmer bei Thyssen-Henschel und AEG waren betroffen. Auf einer Kundgebung protestierten 7500 Arbeitnehmer des VW-Werks. Etwa 40 Prozent der VW-Beschäftigten waren am Streik beteiligt. Vor dem Kasseler Arbeitsamt demonstrierten rund 3000 Metaller gegen "kalte Aussperrung" und forderten Kurzarbeitergeld für die Kollegen, die indirekt vom Arbeitskampf betroffen waren.

Im Juli endete schließlich der sechs Wochen dauernde Arbeitskampf, 38,5-Stunden-Woche lautete der Schlichterspruch. Auch in Kassel nahmen die Metaller die Arbeit wieder auf, obwohl die Zustimmung zum Kompromiß bei der Urabstimmung unter 50 Prozent gelegen hatte, mußten sie sich dem landesweiten Ergebnis von 52 Prozent beugen. Während sich die Lage an der Metall-Front normalisierte, gingen die Arbeitskämpfe in der Druckindustrie weiter. Auch in Kassel beteiligten sich Drucker und Setzer an den Warnstreiks. Die Zustimmung der Kasseler Drucker zur schließlich vereinbarten 38,5-Stunden-Woche lag ebenfalls unter 50 Prozent.

Mit 16,1 Prozent war die Zahl der Arbeitslosen in Kassel am Ende des Jahres so hoch wie nirgends sonst in Hessen. Ein Minus von 1800 Arbeitsplätzen im gewerblich-technischem Bereich sei durch neue Arbeitsplätze auf dem Dienstleistungssektor nicht annähernd auszugleichen, beklagte Kassels Oberbürgermeister Hans Eichel. Er und sein Kämmerer, Wolfgang Bremeier, forderten Hilfen von Bund und Land, da auch die städtischen Mittel für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, weitere Ausbildungsplätze und Investitionen zur Förderung der Wirtschaft erschöpft seien.

Trotz intensiver Bemühungen gelang es nicht, das juristische Informationssystem "Juris" nach Kassel zu holen. Nach wochenlangem Tauziehen entschied sich die Bonner Regierung für Saarbrücken - wieder keine neuen Arbeitsplätze für Kassel.

Obwohl die steigende Arbeitslosigkeit den Sozialhilfeetat der Stadt mehr und mehr belastete, konnten die Stadtverordneten 1984 für das kommende Jahr mit knapp 590 Mio. Mark im Vermögenshaushalt und knapp 158 Mio. Mark im Verwaltungshaushalt einen ausgeglichenen Etat für das kommende Jahr verabschieden.

Bundespräsidentenbesuch: "Balsam auf die Seele der Nordhessen"

Daß Bundespräsident Richard von Weizsäcker im September Kassel bsuchte, noch bevor er in Wiesbaden war, veranlasste Oberbürgermeister Hans Eichel zu dem Ausspruch: "Das ist Balsam auf die Seele der Nordhessen." Anlass für den Präsidentenbesuch war der Festakt zum 100-jährigen Bestehen der sozialgerichtlichen Rechtsprechung in Kassel. Während eines Empfangs im Rathaus trug sich von Weizsäcker ins Goldene Buch der Stadt ein.

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