Zwehrenturm

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Zwehrenturm mit Ottoneum

Der Zwehrenturm, auch: Zwehrener Turm, ist das einzige noch erhaltene Stadttor in Kassel.

Der Turm wurde im Jahre 1330 in gotischem Stil erbaut.

Bauwerk

Der Befestigungsturm diente als Stadttor in Richtung Frankfurt und war der Haupteingang in das mittelalterliche Kassel.

Ursprünglich hatte der Turm ein Dach in Pyramidenform. Der am Turm befindliche Wappenstein stammt aus dem Jahre 1554.

Geschichte

Im Jahre 1597 baute man das Neue Tor im Bereich des heutigen Königsplatzes. Grund waren häufigen Unfälle im Bereich des alten engen Tores.

Das Tor wurde für den Verkehr geschlossen und diente bis 1639 als Durchfluss für die Drusel, die sich von dort in den Befestigungsgraben ergoss.

Sternwarte

1709 ließ Landgraf Karl im oberen Teil des Turmes eine Sternwarte einbauen. In die drehbaren Kuppel wurden die modernsten astronomischen Instrumenten eingebaut.

Die Sternwarte diente berühmten Wissenschaftlern, die am Hofe des Landgrafen arbeiteten, als Arbeitsort: Tycho de Brahe, Jost Bürgi, Denis Papin. Der unter Teil der Turmes wurde bis ins 17. Jahrhundert als Gefängnis für Verbrecher "besserer Stände" genutzt.

Im Rahmen eines Umbaus wurde der Turm 1779 mit dem Museum Fridericianum verbunden. Gleichzeitig wurde der Kuppelhelm abgebrochen und von Simon Louis du Ry durch einen oktogonalen Observatoriumsraum ersetzt.

Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg

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Nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges wurde der Zwehrener Turm erst 1959/60 wiederhergestellt.

Gerade die linke Ansicht vom Friedrichsplatz aus zeigt wieder die gelungene architektonische Symbiose zwischen dem palastartigem Gebäude des Fridericianum und dem Zwehrenturm; seine oberen Balustraden um den oktogonalen Aufbau, auch die Balkone, kaschieren des Turmes Massivität, ohne ihm seine Imposanz zu nehmen.

Zwehrenturm und die documenta

Im Jahr 1977 wurde als documenta 6-Beitrag Horst H. Baumanns Laserstrahl auf dem Turm installiert.

Siehe auch

Netzverweise


Museen in Kassel

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