Zionskirche

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Die Kirchengemeinde der Zionskirche gehört zum Kirchenkreis Evangelische Kirchen in Kassel (Stadt) und zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Die Geschichte der Zionskirche begann im Jahr 1778 mit der Gründung der Kolonie Philippinenhof, damals vor den Toren der Stadt Kassel.

Ein Mahnmal überstandener Not

Die Geschichte der Zionskirche reicht bis ins Jahr 1895 zurück. Nach dem Krieg wurde sie als erste Kirche Kassels wieder aufgebaut und verleiht seitdem dem Stadtteil sein besonderes Gepräge.

Auferstanden aus Ruinen - das kennzeichnet die Gründerjahre der Zionskirche, und gerade das ist vielleicht auch ein Grund dafür, warum dieses Gotteshaus so „unerschütterlich” seinen Platz behauptet. Denn Ruinen, Trümmersteine waren es, aus denen die alte Zionskirche 1948, nachdem sie bei dem großen Bombenangriff im Oktober 1943 völlig zerstört wurde, wieder aufgebaut wurde.

Der erste Kirchenneubau in Kassel nach dem Zweiten Weltkrieg hat eine lange Geschichte. 1778 gründete Landgraf Friedrich II. vor den Toren der Stadt die Siedlung Philippinenhof, deren Bewohner damals zur Freiheiter Gemeinde - ihr Gotteshaus ist die Martinskirche - gehörten.

Erst 1895 erhielten die Philippinenhöfer ihre erste eigene Kapelle. Sie wurde dort errichtet, wo heute der Kindergarten liegt, am Berg. Daher rührt ihr Name, Zion heißt die Festung der Einwohner Jerusalems. Aus der schlichten Kapelle am Warteberg wurde 1931 ein für damalige Verhältnisse modernes Gemeindezentrum mit Kirche, Gemeindesaal und Kaffeeküche. „In dem großen Garten wurden Andachten abgehalten und Sommerfeste gefeiert”, berichtet der ehemalige Dekan Werner Dettmar.

Die Erweiterung wurde notwendig wegen der Vergrößerung der Henschelwerke um die Filiale Mittelfeld und der Entstehung großer Wohngebiete an der Holländischen Straße.

Ihren ersten Gottesdienst nach dem Krieg feierte die Gemeinde im Juni 1945 im „Gasthaus zur Spitze” in der Holländischen Straße mit Pfarrer Gustav Giehl. Als erste Gemeinde Kassels erhielt sie einen Kirchenneubau, der im Juli 1949 eingeweiht wurde. „Der Bau wurde möglich durch das damalige Notkirchen-Programm des Ökumenischen Rates der Kirchen”, berichtet Christian Zippert, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Als sichtbare Spuren der Erinnerung an die schweren Zeiten sind noch die verwendeten Trümmersteine in der Altarwand zu sehen sowie die rußschwarz gefärbten Balken im Dach. Gemeindehaus, Glockenturm und Pfarrhaus kamen bis 1960 hinzu.

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