Zeittafel Röddenau

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Zeittafel zur Geschichte Röddenau’s in Kurzform

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9. Jh. Der Ort Röddenau wird in einer undatierten Fuldaer Urkunde als „Rutenemarcha im Hessengau“ zum ersten Mal erwähnt.

1107 Die Reichsabtei Hersfeld erhält Besitz in „Ruitene“. Datierte urkundliche Ersterwähnung von Röddenau.

1238 Röddenau gehört zur Grafschaft Battenberg.

12./13. Jh. Verschiedene Adlige leben in Röddenau und sind dort begütert.

1328 Ersterwähnung einer Brücke („Rothe Brücke“) über die Eder bei Warmshausen (unterhalb der Schiefermühle).

1372 „Sterner-Krieg“ (Fehde). Unsere engere Heimat wird verwüstet.

um 1400 wird Röddenau zum Amt Battenberg gerechnet.

1419 Umwandlung des alten Benediktinerklosters St. Alban zu Mainz in ein Kanonikerstift. Dieses hat einen Konvent zu Röddenau, der bei dieser Umwandlung sein Ende findet.

1464 erhält der Landgraf von Hessen die Lehnshoheit über das Gericht Röddenau.

1527 Einführung der Reformation in Röddenau. Der erste evangelische Pfarrer heißt Johannes Stipp.

1532 wird das Gericht Röddenau in einer Urkunde „In dem Vierstein“ genannt; damals kommt das Gericht zum Amt Frankenberg, das seinen Sitz auf Schloß Wolkersdorf hat.

1618 wird ein Gemeindebackhaus „an der Bach“ (Goldbach) gebaut. Heute „Hartmanns“ Garage.

1618-1648 Dreißigjähriger Krieg, von dem auch Röddenau stark betroffen ist.

1723 Großbrand „In der Klinge“. 23 Gebäude brennen ab.

1756-1763 Siebenjähriger Krieg

1776 30 Männer aus Röddenau kämpfen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf Seiten der Engländer.

1777 Neubau von Rat- und Schulhaus neben der Kirche (bis 1880; danach Gasthaus und Bäckerei bis in die 2. Hälfte des 20. Jh.).

1819 Neubau der Kirche im klassizistischen Stil.

1821 Der Kreis Frankenberg entsteht.

1835 Die Ruhrstraße von Frankenberg nach Somplar wird gebaut.

1837-1839 Ablösung der Zehnten. Das Eigentum an Grund und Boden geht auf die bisherigen Lehnsleute (bisher nur Pächter) über.

1837 Die Meiserburg nördlich von Röddenau wird erbaut und besteht aus Wohnhaus, Scheune und Stallungen, sowie auch einem Ziegelbrennerei-Gebäude.

1843 Bau eines weiteren Backhauses in der Mühlenstraße. Von insgesamt fünf Backhäusern (in 1788 erwähnt) ist nur dieses eine bis heute übrig geblieben.

1848 Die Revolution von 1848 führt auch in Röddenau zu Unruhen.

1869 In Röddenau sind drei Ziegelöfen, und zwar von Conrad Meiser, Johannes Gnatz und Michael Mengel, in Betrieb.

Um 1873 Neuvermessung der Gemarkung von Röddenau.

1876 Die große Brücke bei der Schiefermühle wird von dem Bauunternehmer Georg Meyer aus Deutz gebaut. Die Baukosten betragen insgesamt 19.320 Mark und 54 Pfennig.

1880 wird neben der Kirche ein neues Schulhaus eingeweiht. Vorher wurde im alten Rathaus (Muschelweg 5) Unterricht erteilt.

um 1880 Gründung der Viehkasse: Unterstützungsverein für Rindvieh- und später auch für Pferdehalter.

1891 Neubau der Mühlgraben-Brücke.

1897 Gründung eines Darlehnskassen- (Raiffeisen-) vereins.

1899 Gründung der Dreschgenossenschaft.

1907-1911 Bau und Eröffnung der Bahnstrecken Frankenberg-Winterberg und Frankenberg-Berleburg, einschließlich des Bahnhofgebäudes in Röddenau.

1911-1914 Flurbereinigung (Verkoppelung) in der Gemeinde Röddenau.

1912/13 Anschluss an die Wasserleitung der Stadt Frankenberg.

1914-1918 Erster Weltkrieg.

1919 Links neben dem heutigen Eingang der Kirche (Glockenturm) wird am 18. Juli ein Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen der Gemeinden Röddenau und Rodenbach eingeweiht.

1921 Röddenau wird an das Kreiselektrizitätswerk angeschlossen und mit Strom versorgt.

1931 Verkauf und Übergabe des Strom-Ortsnetzes an die EAM.

1936 Eröffnung eines Erntekindergartens.

1939-1945 Zweiter Weltkrieg.

1948 Währungsreform. In den Westzonen wird die Reichsmark (RM) auf Deutsche Mark umgestellt.

1950-1970 Installation der Kanalisation in Röddenau, Anschluss an das Kanalnetz und die Kläranlage der Stadt Frankenberg.

1951 Die Kirche erhält eine neue, in Sinn (Dillkreis) gegossene Kirchenglocke.

1953/54 Bau der neuen Durchgangsstraße B 253.

1960 Das neue Ehrenmal auf dem alten Friedhof in der Frankenberger Straße wird eingeweiht.

1962 Umgestaltung und Renovierung der Kirche. Schwenkung der Inneneinrichtung um 90 Grad, einschließlich Verlegung des Eingangs, Umbau der Emporen, der Orgel, des Altars und der Kanzel mit Ausrichtung nach Osten.

1965 Einweihung der Mittelpunktschule Röddenau.

1967 Einweihung der Turnhalle.

1967/68 Ausbau und Verbreiterung der Durchgangsstraße B 253 im Ortskern.

1971 Am 1.1. wird Röddenau Stadtteil von Frankenberg.

1973-1974 Bau und Einweihung des Kindergartens in Röddenau.

1976 Bau und Übergabe der Trauerhalle am Friedhof in Röddenau.

1980/81 Restaurierung der Kirche. Stabilisierungsmaßnahmen für die Emporen und Neuanstrich.

1981 Die Bahnstrecke Frankenberg-Berleburg wird am 30.5. für den Personenverkehr stillgelegt. Die Streckenstillegung Frankenberg-Winterberg ist bereits 1966 erfolgt.

1981 Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses.

1994/95 Die Trauerhalle am Friedhof wird erweitert und somit die Anzahl der Sitzplätze von 57 auf 122 erhöht.

1996 Das Dorfgemeinschaftshaus wird erweitert.

1996-2004 8 Jahre Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen in Röddenau.

1999 Umbau der Doppelgarage auf dem DGH-Gelände zu einer Gemeinschaftseinrichtung Backhaus und Jugendraum.

2001-2006 Die Südumgehung mit einer Länge von 7,5 Kilometern und insgesamt 16 Brückenbauwerken wird gebaut. Das erste Teilstück „Umgehung Röddenau“ wird im Juni 2005, termingerecht zum 1200-jährigen Jubiläum des Staddteils Röddenau, freigegeben. Seit dieser Zeit fließt der Verkehr südlich an Röddenau vorbei.

2003 Das Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege wird vom alten Friedhof in der Frankenberger Straße auf den neuen Friedhof verlegt.

2005 Röddenau feiert sein 1200-jähriges Jubiläum.

2006 Nach Fertigstellung der „Reststrecke Südumgehung“ ab der Brücke vor dem Bahnübergang (nach Marburg), wird die Südumgehung im Herbst an die Ostumgehung vor Bottendorf angebunden und so ein Kapitel abgeschlossen, welches vor vielen Jahrzehnten begonnen hat.

2006 Die beiden Brücken (über Eder und Mühlgraben) bei der Schiefermühle werden wegen Überalterung und geringer Belastbarkeit neu gebaut.

Nach 2006 Nach Freigabe der Südumgehung 2006 erfolgt in naher Zukunft die Flurbereinigung (Verkoppelung) in der Gemarkung Röddenau.

Röddenau, im Mai 2006

Friedhelm Dippel