Zehntscheune

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Die Zehntscheune in Waldau

Die Zehntscheune im Kasseler Stadtteil Waldau ist ein mittelalterliches Fachwerkhaus und eines der ältesten Gebäude Kassels. Es befindet sich an der Nürnberger Straße/Ecke Fuldaaue.

Geschichte

Die Zehntscheune wurde 1464 erbaut und urkundlich 1484 erstmals erwähnt. Bis zum 16. Jahrhundert diente der Renaissancebau als Abgabeort für den „Zehnt“, also die zehnprozentige Steuer in Form von Naturalien der Bauern. Anschließend wurde sie zur Zeit von Landgraf Moritz als Jagdzeughaus zur Aufbewahrung von Jagdgeräten genutzt. Im Jahr 1717 wurde sie erstmals in größerem Umfang renoviert.

Im 19. Jahrhundert ging die Scheune in den Besitz der kurhessischen Finanzbehörde über. In den Kriegsjahren wurde das Gebäude im hinteren Teil von Bomben getroffen und brannte völlig aus. Die heutige Scheune mit einer Grundfläche von 600 Quadratmetern weist tatsächlich nur die Hälfte der ursprünglichen Größe auf.

Ab 1976 folgte eine gewerbliche Nutzung, seit 2004 steht die Scheune für Waldauer Vereine und Verbände offen. 2010 wurde schließlich der „Förderverein Zehntscheune Waldau“ zur Förderung von Denkmalschutz und -pflege sowie zum Erhalt des Gebäudes gegründet.

Sanierung

Die Zehntscheune soll Anfang Juni 2012 saniert werden. Zuvor hat die Stadt Kassel das Gebäude für einen symbolischen Betrag erworben. Die Sanierung soll etwa eine Millionen Euro kosten. Die Bauarbeiten werden sich über zehn bis 15 Jahre hinziehen, da das Objekt nur in Etappen finanziert wird. Denn es können jährlich nur 70 000 Euro bereitgestellt werden. Die Zehntscheune steht unter Denkmalschutz.[1]

Video von der Sanierung der Zehntscheune

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 21.05.2012: Die Sanierung der Zehntscheune in Waldau beginnt