Züschen

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Züschen
Stadtkirche-Zueschen.jpg
Stadtkirche in Züschen
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Stadt: Fritzlar
Einwohner: ca. 1.030
Vorwahl: 05622
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Zwischen den Krämen 7
34560 Fritzlar
Bürgermeister: Hartmut Spogat (CDU)
Ortsvorsteher: Walter Kramer

Züschen ist ein Stadtteil der nordhessischen Stadt Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis mit etwa 1.030 Einwohnern. Der Ort liegt etwa 25 km südwestlich von Kassel.

Eine Brücke aus dem 18. Jahrhundert führt über das Flüsschen Elbe.

Südlich des Ortes, an der Straße nach Geismar, befindet sich die Donarquelle, eine eisenhaltige Mineralquelle.

Geschichte

Die ehemals selbständige Stadt Züschen blickt auf eine Jahrtausende alte vor- und frühgeschichtliche Siedlungsgeschichte zurück, die nicht zuletzt durch das im Jahre 1894 entdeckte Steinkammergrab bei Züschen belegt wird.

Zur Zeit der Chatten befand sich bei dem Ort eine Kultstätte zu Ehren des chattischen Gottes "Ziu", von dem auch der Ortsname abgeleitet wird.

Züschen wird erstmals im Jahre 1100 als "Zuschinun" urkundlich erwähnt.

Anstelle einer gotischen Kapelle aus dem 14. Jahrhundert wird in den Jahren 1604 bis 1609 die heutige evangelische Stadtkirche in Züschen mit trapezförmigen Grundriß und Portalen im Baustil der Spätrenaissance erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch die bis heute erhaltene Sandsteinkanzel aus dem Jahr 1611.

Lange Zeit gehört Züschen zur Grafschaft und später zum Fürstentum Waldeck. Der Ort besitzt sogar das Stadtrecht.

Am 1. Januar 1974 wird auch für Züschen die Gebietsreform Realität. Sie bedeutet einmal das Ende der städtischen Selbständigkeit, daneben wird Züschen, nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zu Waldeck, nun plötzlich ein Stadtteil von Fritzlar und gehört zum Schwalm-Eder-Kreis.

Schloss Garvensburg

Im 19. Jahrhundert (1894 bis 1898) errichtete der Unternehmer Wilhelm Garvens am Ort eine romantische Burg, die Garvensburg, wie es dem damaligen Geschmack der späten Gründerzeit entsprach.

Es entstand ein Jagdschloss im Stil der Gründerzeit, umgeben von einem englischen Garten, wobei Reste einer ehemaligen Burg der Herren von Meysenbug in die Anlage einbezogen wurden. Vier Wappen der Familie von Meysenbug aus den Jahren 1500 bis 1600 befinden sich an der Ostseite der Garvensburg.

Steinkammergrab Züschen

Steinkammergrab

Das ausgegrabene Steinkammergrab (oder „Galeriegrab“) östlich von Züschen ist eines der bedeutensten vorgeschichtlichen Bodendenkmäler in Mitteleuropa und stammt aus dem 3. bis 4. Jahrtausend vor Christus.

siehe dazu:

siehe auch

Vereine

  • SG Geismar-Züschen

Weblinks


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WappenFritzlar.jpg

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