Wussten Sie schon...? Unbekanntes Waldeck-Frankenberg

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WappenWaldeckFrankenberg.jpg

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg liegt in Nordhessen.

Er wird begrenzt im Westen durch den nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis; im Norden durch den Landkreis Höxter, im Nordosten durch den Landkreis Kassel und im Südosten durch den Schwalm-Eder-Kreis, im Süden liegt der Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Kreisstadt ist die Stadt Korbach.

Die Fläche des Kreisgebiets beträgt 1.848,58 km²; hier wohnen heute etwa 166.000 Einwohner.

Allgemein

Der Korbacher Roland, der als Symbolfigur für mittelalterliche Gerichtsbarkeit einst auf dem Altstädter Marktplatz in Korbach gestanden haben soll.

Wussten Sie schon, ...

  • ...dass es im Kreis Waldeck-Frankenberg vier Orte mit der Endung „-hagen“ gibt? Es sind Königshagen, Reitzenhagen, Freienhagen und Marienhagen. Die Endung kommt von dem mittelhochdeutschen Wort „hac“ = Gebüsch, Gehege, (umfriedeter) Wald ... Wolfgang Lübcke, Giflitz

  • ... dass sich im Altkreis Frankenberg über 200 Ortswüstungen befunden haben? Wüstungen sind verlassenen Siedlungsstätten oder aufgegebene, ehemals landwirtschaftlich genutzte Areale. - Man kann davon ausgehen, dass es im 12. und 13. Jahrhundert etwa 300 Niederlassungen (Höfe und Mühlen eingeschlossen) in der Region gab. Neben der Pest (1309, 1348-50), dem „Sternerkrieg“ (1372/73) wird auch die Gründung der Neustadt von Frankenberg (1335/1336) als Ursache solcher Wüstungen genannt. In der Stadtgemarkung Frankenberg wurden unter anderem die Ansiedlungen Frondorf, Gernshausen, Meiderdorf und Wernersdorf im Verlauf des Mittelalters wüst. (aus: H.Becker, Frankenberg, 21 u. H.Wirwahn, Rengershausen, 43) Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass die Schlösser Rosenthal, Battenberg, Mellnau und die Hälfte von Wetter am 8. September 1585 durch den „Merlauer Vertrag“ hessisch wurden? Vorher waren sie in der Gewalt des Mainzer Erzbischofs Heinrich III. Er hatte vormals die Burgen und Festungen als Schutzring vor dem Mainzer Besitz erworben.
    Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass im Frühjahr 1280 Erzbischof Werner von Mainz mit den Grafen von Battenberg und von Ziegenhain gegen Landgraf Heinrich von Hessen zu Felde zog und einem hessischen Landesaufgebot unterlag? Im Friedensschluss vom 24. Oktober 1282 muss er mit der Aufhebung des Kirchenbanns die Vormachtstellung des Landgrafen in Hessen anerkennen. (Chronik Hessens). Robert Wolf, Battenberg

  • ... dass durch die Schützenregularien im 17. Jahrhundert festgelegt wurde, dass der Verzehr von Freibier in Frieden und Einigkeit vorzunehmen war? Harte Strafen wurden angedroht, wenn Ausuferungen wie Saufen, Unordnung, Ungehorsam und Streitereien vorkamen. Heinrich Friele, Rhoden

  • ... dass Heinz von Lüder, der erste Obervorsteher der Hohen Samthospitäler in Hessen, aus Loshausen in der Schwalm stammte? Er war zunächst Priester, wechselte dann in den Soldatendienst und war Hauptmann in der Festung Ziegenhain, wo er Landgraf Philipp dem Großmütigen treu diente. Heinz Brück, Löhlbach

  • ...von der Kirchenordnung des Freiherrn von Riedesel? Nach dem dritten Läuten sollten alle in der Kirche sein. Wer nach dem Gesang des ersten Liedes nicht anwesend war, wurde angezeigt und beim nächsten Gerichtstag gerügt Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass in Battenberg 1870 noch 20 Holzkohlen-Fuhrleute tätig waren? In den Wäldern nördlich der Eder stand das Köhler-Handwerk in voller Blüte. Viele Meiler rauchten in den Bergen. Die Holzkohle wurde vorwiegend in den Hütten und Hämmern an Lahn und Eder gebraucht. Robert Wolf, Battenberg

  • ... dass „Rauchhühner“ bzw. „Fastenhühner“ noch im späten Mittelalter eine nachweisbare Besteuerung der Wohnhäuser in den Dörfern des Ederberglandes war ? In den seit 1578 überlieferten Amtsrechnungen der Ämter Itter und Hessenstein finden sich in der Abteilung „Einnahme Federvieh“ seitenlange Verzeichnungen der abgabenpflichtigen Hauseigentümer. Da diese Abgabe für Gebäude geleistet werden musste, in denen „Rauch gehalten“ (d.h. eine Feuerstätte war), spricht man von „Rauchhühnern“, die dem Landesherrn „in Natur“ ‘abgeführt wurde). Nach dem Fälligkeitstermin hießen sie auch „Fastnachtshühner“. aus: Zarges in Geschichte ... aus der Großgemeinde Vöhl,96f. Recherche: Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass die Glanzzeit der Deutschen Jagd 1700 bis 1750 lag? (nach Pfarrer Schmidt). Trotz großer Finanznot ließ der 1688 zur Regierung gelangte Landgraf Ernst-Ludwig große Jagdhäuser errichten. Monate vorher war die ganze Gegend in Aufregung, wenn der Landgraf zur Jagd angesagt war. Mindestens 200 Hunde mussten bereit gestellt werden. Die Bauern mussten Treiber spielen. Aber Wildschaden wurde nicht bezahlt. Wilddieberei wurde hart bestraft. Abhackung des rechten Daumens und Auspeitschung waren grausame Strafen. Nach 50 Jahren wurden die meisten Jagdhäuser verkauft. Robert Wolf, Battenberg

  • ... dass in den vorigen Jahrhunderten viele Strohdächer und die dichte Bauweise eine riesige Brandgefahr darstellten? Großbrände: Hatzfeld: 1600, 30 Scheunen innerhalb der Stadtmauern; Wallau: 23.10.1750, ein Großbrand; Battenberg: 1653 brennt bis auf wenige Häuser ab; Bromskirchen: 1633, großer Schaden durch Brand; Biedenkopf: 1635, 63 Häuser brennen ab; Achenbach: 25.04.1781 alle Wohnhäuser, Kirche samt Glocke brennen ab; Endbach: 04.09.1861, 18 Bauernhöfe brennen ab; Laisa: 26.07.1868, 142 Gebäude brennen ab; Allendorf: 22.02.1850, 37 Wohnhäuser und 30 Scheunen brennen ab; Frankenberg: Die Bürger stecken die Stadt in Brand. Aufruhr gegen die Obrigkeit; Birkenbringhausen: Wegen eines Iltis entsteht ein Brand; Biedenkopf: 1717, 28. Juli, erneut abgebrannt, 95 Häuser, 57 Scheunen, die Kirche und 9 Häuser. Robert Wolf, Battenberg

  • ... dass der Landkreis Frankenberg einer der 22 Kreise war, die in Hessen Kassel (seit 1803 Kurfürstentum, vorher Landgrafschaft) durch die Verwaltungsreform des Kurfürsten Wilhelms II. im Jahre 1821 eingeteilt wurde? Er wurde aus dem „Ämtern“ Frankenberg, Rosenthal, Gemünden, Haina, Hessenstein und dem Gericht Viermünden zusammengefügt. Später kamen noch die Herrschaft Itter sowie Battenberg dazu. Heinz Brück, Löhlbach

  • ... dass der „Weinkauf“ nichts mit der Besorgung des edlen Rebensafts beim Weinhändler oder im Supermarkt zu tun hatte? Früher wurde vor dem den Viehkauf besiegelnden Handschlag zumeist noch der „Weinkauf“ angesprochen. Man meinte damit das Frühstück und das Glas Wein (oder Branntwein), das nach dem Handel gereicht wurde. Im allgemeinen gab der Verkäufer des Pferdes oder der Kuh Brot als „Zugebröde“, der Käufer zahlte das Getränk. (aus: W. Zarges, Hohe Steuern, harte Fron in: Geschichte und Geschichten aus der Großgemeinde Vöhl 2004) Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass im Oktober 1913 eine Automobilpost von Frankenberg über Frankenau und Löhlbach nach Haina kommend eingerichtet wurde? Die Gemeinden mussten sich der Reichspost gegenüber verpflichten, Zuschüsse zu leisten. Löhlbach zahlte zum Beispiel 200 Mark. Die Verbindung war aber so ungünstig gelegt, dass man um 12 Uhr in Frankenberg eintraf und um 13 Uhr schon wieder abfahren musste, wenn man den Kraftwagen benutzen wollte. Die Straßen wurden durch diesen Verkehr - die Autos fuhren viermal täglich - sehr geschädigt. Heinz Brück, Löhlbach

  • ... wo der Wolfsturm steht? In den Brücker- oder Franzosenwiesen am südlichen Waldrand (im Burgwald) steht der Wolfsturm ehemals drei Meter hoch aus Stein mit fünf Schießscharten eingemauert. Durch Druckjagden versuchte man die Wölfe vor die Flinte der Jager zu treiben. Der letzte Wolf wurde angeblich in der Söhre bei Eiterhagen 1817 zur Strecke gebracht. (Pf. Hamann, Bottendorf) Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass plötzlich einsetzendes Hochwasser Ende Februar 1946 im Edertal sehr große Schäden anrichtete? Die Beseitigung der Schäden konnte zunächst, aufgrund von Arbeitskräftemangel nicht erfolgen. Der Schaden wurde auf 1.000.000 RM geschätzt. Heinz Brück, Löhlbach

  • ... dass Pfarrer Georg Wilhelm Klingelhöfer aus Löhlbach über die Zeit von 1869 bis 1884 über den Kirchdienst in Dodenhausen schrieb: Die Gottesdienste fanden damals immer gegen 13 Uhr statt, da der Pfarrer zunächst in Löhlbach (9 Uhr) und Battenhausen (ca. 11.30 Uhr) war und alle Weg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Kutsche zurückgelegen musste. Die Pfarrstelle wurde damals als eine körperlich sehr anstrengende Stelle empfunden, gerade auch in der Winterzeit, und war deshalb nur für jüngere Pfarrer geeignet. Heinz Brück, Löhlbach

  • ... dass „Fronbrot“ und „Dienstbier“ noch im 18. Jahrhundert die einzigen Gegenleistungen der Grundherrn gegenüber ihren Fronbauern gewesen sind? Für bestimmte Leistungen der sehr umfangreichen Frondienste musste den Bauern ihr Herr mittags eine Mahlzeit, nämlich „zwei Gemüse, Fisch oder Käse“geben. Wenn sie ganztags für den Fronherrn gearbeitet hatten, stand ihnen „ein Ecke Brot“ und Bier zu. Besonders in Notzeiten war diese kärgliche Kost eine willkommene Gelegenheit für den Bauern, sich einmal satt zu essen. Aus: Zarges in Geschichte ... aus der Großgemeinde Vöhl,87ff. Recherche: Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass ein Orkan 1957 große Waldbestände in fast gerader Linie quer durch den Burgwald von Roda bis in den Raum Lehnhausen-Gemünden zerstörte? Heinz Brück, Löhlbach

  • ... dass 1768 in Battenhausen eine Schulstelle auf kirchlichem Grund neu gebaut wurde? Es entstand ein Schulsaal mit größeren Fenstern. Heinz Brück, Löhlbach

  • ... dass 1278 das Hainaer Kloster in Battenhausen einen Unterschultheißen als Richter einsetzte? Diese Gerichte haben fast 500 Jahre bestand. Heinz Brück, Löhhlbach

  • ...dass ein Sachsenhäuser Bürger im Ort „Türken-Kesting“ genannt wurde? Friedrich Kesting war stolz auf diesen Beinamen. Ein Vorfahre gehörte der Schuhmacherzunft an und belieferte den Arolser Hof. Im 18. Jahrhundert heiratete er eine Türkin, die im Arolser Schloss lebte und laut Kirchenbuch in Sachsenhausen von „großer Schönheit“ war. (Mündliche Überlieferung Friedrich Kesting, Sachsenhausen) Dagmar Kuncke, Sachsenhausen

  • ... dass der letzte Grenzbegang um die Frankenberger Gemarkung im Sommer 1772 stattgefunden hat? Bis dahin wurde die Grenze um die Feldmark der Ederstadt alle sieben Jahre umwandert. Dieser Grenzbegang geschah, um die Richtigkeit der Gemarkungsgrenze dauernd zu erhalten. Er dauerte zwei Tage und bestand aus Lehrern mit ihren Schülern, dem Magistrat, bewaffneten Schützenkompanien, Musikern und anderen Bürgern. Es ist zu vermuten, dass diese Veranstaltung der Vorläufer des alljährlichen Maizuges zum Listenbach gewesen ist. Aus: 750 Jahre Stadt Frankenberg. 1994, S. 180. Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass im Mittelalter in Frankenberg mehrere geistliche Orden vertreten waren? Die Zisterzienser von Haina bewirtschafteten hier einen großen Klosterhof bei der Heidekirche (1269), außerdem besaßen sie in und um die Stadt an der Eder Grund und Boden. Ihre Ordensschwestern im Kloster St. Georgenberg spielen in der Stadtgeschichte eine bedeutende Rolle. Daneben ließen sich hier die Augustinerinnen und die Franziskaner im Meiderdorf nieder. Auch andere Orden unterhielten Hospize für je einen Mönch (z.B. die Karmeliter zu Kassel oder die Dominikaner zu Marburg). Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass es bis nach 1945 in Frankenberg eine Gemarkungsbezeichnung „Am Zollstock“ gegeben hat? Sie befand sich im Bereich Röddenauer/ Siegener/ Auestraße. Dieser Name geht auf die Tatsache zurück, dass der hessische Landgraf 1588 in Frankenberg eine Zollerhebungsstelle einrichten ließ. Frankenberg lag nämlich an einer bedeutenden Fernstraßen im ausgehenden Mittelalter (die „Wynstraße“), die von Frankfurt am Main nach Bremen führte. aus: Wissemann, Frankenberg: Chronik I, 113f. Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass die Frankenberger Neustadt ursprünglich auf mainzischem Boden erbaut wurde? Als nämlich die Neustadt 1335/36 gegründet wurde, befand sie sich auf Battenberger Hoheitsgebiet, das bis 1464 zum Erzbistum Mainz gehörte. Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass im Jahre 1765/66 hunderte von Handwerkern und Bauern dem Ruf der Zarin Katharina II von Russland folgten, mit ihrer Hilfe das Wolgagebiet zu besiedeln? Unzählige machten sich auf den langen Weg in den Osten. (Hess. Geschichte) Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass schwere Unwetter zu allen Zeiten die Menschen ängstigten und bedrängten? Am 27. Juli 1903 ging im Oberen Edertal ein schlimmer Hagelschlag nieder, der das ganze Getreide platt walzte. Mit dem Gewitter kam ein orkanartiger Sturm, der viele Dächer zerstörte und Unmengen Fensterscheiben zertrümmerte. Das Gewitter kam vom Südwesten, brach sich zwischen Burgberg und Eisenberg durch. Die meisten Straßenbäume wurden ausgerissen. Robert Wolf, Battenberg

  • ... dass es an Kirchen im Waldecker Land an Eingängen oder an der Kirchenmauer Rillen gibt, die der Volksmund als „Teufelskrallen“ bezeichnet? Die Sage berichtet, dass der Teufel den Bau der Kirche verhindern wollte. Aus Wut darüber, dass es ihm nicht gelungen sei, habe er mit seinen Krallen versucht, die Kirche zum Einsturz zu bringen. Bis in die Neuzeit glaubte man an die göttliche Kraft (Emanation) von geweihten Steinen. Daher haben Handwerker, Bauern, Holzhauer, Kriegsleute Werkzeuge und Waffen an der Kirchenmauer gerieben, wodurch im Verlauf der Jahrhunderte Vertiefungen entstanden. „Teufelskrallen“ sind an den Kirchen von Sachsenhausen, Freienhagen und Mengeringhausen erhalten. (Nach „Teufelskrallen“ an waldeckischen Kirchen von Heinrich Röser) Dagmar Kuncke, Sachsenhausen

  • ...dass Elbrighausen heute nur noch eine Wüstung, acht Kilometer nördlich der Eder in einer Urkunde vom 9.9.1394 als Dorf mit selbstständiger Pfarrei und Kirche mit dem Pfarrer Cordt genannt wird? Der Landgraf Philipp der Großmütige kauft das ausgestorbene Dorf am 7.7.1539 mit 500 Florin von Hermann und Ambrosius von Viermünden. Er ließ eine Oberförsterei errichten, die bis in die 1970er-Jahre besetzt war. (Hinterländer Jagdgeschichte 1923) Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass es unter Landgraf Georg II. von Hessen (gestorben 1661) auch schon große Schulprobleme gegeben hat, wenn auch anderer Art als heute? In vielen Orten hielten die Eltern die größeren Kinder vom Schulbesuch fern, weil sie sie bei der Ernte, beim Viehhüten und anderen Dingen brauchten (laut Pfarrer Schmidt, Wiesbaden). Es bestanden Winterschulen in Gladenbach, Dautphe, Battenberg und Hatzfeld – mangels Schulbesuch im Sommer. Der Landgraf befahl daraufhin eine Schulreform. Robert Wolf, Battenberg

  • ... dass der Chef des Henschel-Konzerns in Kassel seit dem Sommer 1937 im Falkenberger Schloss lebte und dort auch das Kriegsende erlebte? Bereits 1932 hatte die Baronin Wilhelmine Friederike von Radowitz das Schloss Falkenberg käuflich erworben. Am 1. April 1937 vermachte sie das Anwesen ihrem Sohn aus erster Ehe, Oscar R. Henschel, als Geschenk. Der machte das alte Rittergut im Sommer 1937 zu seinem Wohnsitz. Am 17. Juli 1937 bezog das frisch vermählte Paar sein neues Domizil. Thomas Schattner, Wabern

  • ... dass es im Jahre 1788 in der Gemarkung Frankenberg 17 Mühlen gegeben hat? Viele existieren heute noch. Die meisten von ihnen befinden sich an der Nemphe und im Gernshäuser Grund. Neben der Stadt gehörten sie früher den hiesigen Zünften der Loh- und Weißgerber und Tuchmacher. Auch mit dem Bergwerksbetrieb in Verbindung stehende Mühlen gab es (z.B. Alte Hütte oder „Seigermühle“). Seit 1579 ist eine Papiermühle unterhalb der alten Geismarer Straße bekannt. Die Walkemühle (am Walkegraben) oder die Ledermühle (unterhalb der Bottendorfer Mühle) sollten noch erwähnt werden. Aus: H. Becker, Geschichte der Stadt Frankenberg 1989, 23 ff. und Wissemann, Frankenberg Chronik I, 162 ff. Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass anfangs des 18. Jahrhunderts man nur mit dem Kahn die Eder überqueren konnte? So bei der Kröge, bei Battenfeld, Reddighausen und vielen Orten am Ederlauf. Gute Brücken wurden erst nach 1850 errichtet. Es gab zwar Holzstege, die aber wurden vom Hochwasser fortgerissen. Robert Wolf,Battenberg

  • ... dass es bei der die „Einimpfung“ im Fürstentum Waldeck Sonderregelungen für ärmere Bürger geben sollte? Vermögende Eltern sollten dafür bezahlen, „die ärmeren davon aber ganz frey seyn“, schrieb die Landesregierung an die Magistrate der Waldecker Städte. Die Kosten sollten aus einer „öffentlichen Caße“ getragen werden. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden) Ludwig Schäfer Rhoden

  • ... dass die Regierung des Fürstentums Waldeck nachdrücklich versuchte, die „Einimpfung“ durchzusetzen? Diejenigen, die sich „auch auf etwaige Belehrung des Pfarrers unvernünftigerweise“ nicht fügen wollten, sollten aufgeschrieben und der Regierung genannt werden, hieß es weiter im Schreiben der Landesregierung an die Magistrate der Waldecker Städte. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden) Ludwig Schäfer Rhoden

  • ... dass die Regierung des Fürstentums zwei Hofräte beauftragte, bei den Ärzten im Waldecker Land mehr Unterstützung für die Einimpfung gegen Blattern anzufordern? „Geschickte Chirurgen“ sollten in den angesteckten Gebieten „die Kuhpocken inoculiren“. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden) Ludwig Schäfer Rhoden

  • ... dass es vor über 200 Jahren im ehemaligen Fürstentum Waldeck bereits Schutzimpfungen gegen die Pocken gab? In einem Schreiben der Fürstlich Waldeckischen Regierung vom 10. Mai 1805 an die Stadträte und Bürgermeister wurden diese angewiesen, für diese segensreichen Impfungen zu werben. (Quelle: Stadtarchiv) Ludwig Schäfer Rhoden

  • ... dass Heinrich Riesch, Landrat des Altkreises Frankenberg von 1883-1912 in seiner Amtszeit dafür sorgte dass der Brandschutz im Kreis verbessert wurde, vor allem auch durch den Bau von Wasserleitungen in 27 Orten für Trinkwasser. Das Trinkwasser musste damit nicht mehr aus den Brunnen geschöpft werden, es kam aus dem „Kran über der Gosse“. In 26 Orten ließ er neue Schulen bauen. In Frankenau wurde eine Straße nach ihm benannt (Rieschstraße). Heinz Brück, Löhlbach

  • ... dass sich im Kirchenbuch des Kirchspiels (Marburg-) Elnhausen-Wehrshausen 1624-1772 ein von Heinrich Wilhelm Bergen (1761-1771 Pfarrer in Elnhausen) verfasstes Verzeichnis der Elnhäuser Lehrer findet? Darin findet sich dieser Eintrag: „Johannes Hedderich von Harrhaußen Amts Homburg an der Ohm gebürtig, dießer stunde erstlich [ = schon] zu Löhlbach ohnweit Kloster Haina auch an der Schuhl, ward anno 1744 den 26ten Junii allhier Schuhlmeister ...“ Heinz Brück, Löhlbach

  • ... dass, unterstützt vom Naturkundeverein Kassel, im Jahr 1838 Johann Gundlach aus Marburg nach Kuba reiste? Dort hat er sich bei der Erforschung der Tierwelt verdient gemacht. So entdeckte er 1844 den kleinsten Vogel der Welt, die Bienenelfe (Mellisuga helenae). Gundlach blieb bis zu seinem Lebensende 1896 auf Kuba. August Bollerhey, Wehren

  • ... dass am 1. Juli 1895 in Wega bei Johannes Wiesemann die erste Postagentur für die unteren Ederdörfer eingerichtet worden war? Sie erhielt im Jahre 1898 den ersten Telefonanschluss des Dorfes an die Leitung Wildungen-Fritzlar-Kassel. Ernst-Friedrich Gallenkamp, Wellen

  • ... dass bei dem Orden „Deutsches Haus Marburg“ 1477 der Weingärtner fest angestellt war? Er erhielt 20 Lb Lohn. Zusätzlich zur Kost, für die er selbst aufkommen musste, bekam er vom Orden 1 fettes Schwein, 2 Meste Korn, 1 Meste Rübsen, 1 Meste Erbsen, 1 Meste Salz, 10 Pfd. Käse, 4 Maß Butter, sowie für seine Kleidung 5 Ellen gutes Tuch, 1, 5 Ellen weißes Tuch und zudem, laut einer Notiz aus den 60er Jahren des 15. Jahrhunderts 1 Paar große Schuhe. (StA. Marburg) Robert Wolf, Battenberg

  • ..dass früher zu Neujahr die Stadtbediensteten Glückwünsche überbrachten und dafür verpflegt wurden? 1658 wurden bei der Vorstellung „32 Maß Bier bei Alexander Bauern geholt ahn zwei kerbstöcken“. Was in die zwei Kerbstöcke eingekerbt war, galt als der Beweis für das, was an Bier geholt worden und zu bezahlen war. Daher die Redewendung: „Er hat was auf dem Kerbholz“.Oskar Breiding, Homberg

Allendorf/ Eder


Wussten Sie schon, ...

  • ... dass sich bis zur Reformation in Rennertehausen Güterbesitz des Klosters St. Georgenberg zu Frankenberg, der Johanniterkommende Wiesenfeld und des Deutschen Ritterordens zu Marburg befunden hat? Mindestens fünf Urkunden beweisen das. So verkaufen die Brüder Gerlach und Eberhard von Viermünden, Vertreter eines bekannten Adelsgeschlechts der Umgebung, ihren Hof in „Renderdehusen“ mit Urkunde von 1296, noch 1514 überschreibt ein Frankenberger Ehepaar der Äbtissin und dem Konvent zu Georgenberg die Hälfte des Sickengütchens zu „Rendersdehußen“. (aus: Sellmann, Rennertehausen 1999, 13.)
    Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...wo Altershausen lag? – Östlich von Rennertehausen und westlich von der Hatzbach-Mühle. Am Anfang des 13. Jahrhunderts findet man den „Plebanus de Aldershusen“ erwähnt. 1254 wird eine Mühle zu „Aldershusen“ genannt. 1263 erwarb des Kloster „St. Georgenberg“ zwei Höfe (Curias) zu Aldershusen, welche Battenberger Lehen waren. Noch 1390 wird dem dortigen Kirchhof gedacht. (Würdtwein)
    Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass es in der Gemarkung Rennertehausen (Ortsteil von Allendorf-Eder) zwei Wüstungen gegeben hat? Es handelt sich dabei um Altershausen und Bennighausen. Eine Urkunde von 1570 berichtet, dass Bennighausen durch „Fehde und Brand“ wüst wurde. Altershausen dürfte nach 1400 aufgegeben worden sein. (aus: W. Sellmann, Rennertehausen 1274-1974, S. 31 ff). Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass Rennertehausen, seit 1971 Ortsteil von Allendorf-Eder, erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1274 bezeugt worden ist? 1274 gelangte der Hof eines Ritters in „Rendirhusin“ in den Besitz des Deutschen Ordens in Marburg. Der Ortsnamen „Rendirhusin“ geht wahrscheinlich in seinem ersten Bestandteil auf einen germanischen Personennamen Randhari zurück.

(aus W. Sellmann, Rennertehausen-Festschrift 1974,14)

Recherche von: Arndt Böttcher, Frankenberg


Bad Arolsen

Schloss in Bad Arolsen

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass das Jahresgehalt des Rektors der Arolser Schule in der Anfangszeit 600 Taler betrug? Nach je zehn Jahren war zweimal eine Steigerung um 100 Taler vorgesehen. Das sah die städtische Besoldung vor. Der zweite Lehrer erhielt 400 Taler. Ein Zeichenlehrer erhielt 60 Taler im Jahr, eine Lehrerin 40 Taler. aus: Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen 1852 - 1927

  • ... dass die Aufsicht über das Schulwesen im Fürstentum Waldeck ab März 1869 an das Königliche Provinzialschulkollegium in Kassel übertragen wurde? Das war eine Folge des Accessionsvertrags, den das Fürstentum mit Preußen geschlossen hatte. Der Vertrag regelte die Zusammenarbeit beider Länder - Grundlage für den Anschluss Waldecks an Preußen 60 Jahre später. aus: Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen 1852 - 1927

  • ... dass Direktor Wilhelm Groscurth - der erste Leiter der Arolser höheren Bürgerschule - 1868 als Pfarrer nach Landau ging? Mit zunehmendem Alter war er der Arbeitslast, die als Direktor neben dem Unterricht auf seinen Schultern ruhte, nicht mehr gewachsen. Das Andenken Groscurths wurde in hohen Ehren gehalten, hatte er doch viele Schüler besonders gefördert. aus: Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen 1852 - 1927

  • ... dass nach den langwierigen Vorbereitungen die höhere Bürgerschule in Arolsen - der Vorläufer der Christian-Rauch-Schule - am 18. Oktober 1852 früh um 10 Uhr eröffnet wurde? An dem Festakt nahmen unter anderem der Arolser Gemeinderat und der Gemeindevorstand teil. Im Auftrag des Fürstlichen Konsistoriums führte Konsistorialrat Steinmetz die neuen Lehrer ein. aus: Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen 1852 - 1927 Rhoden

  • ... dass die Arolser Bürgerschule erstmals im August 1868 einer Revision unterzogen wurde? Der Ministerial-Kommissar Dr. Wiese überprüfte die Schule. Es hätten sich „keine Mängel von solcher Erheblichkeit ergeben, die es bedenklich erscheinen lassen könnten, der Anstalt die Berechtigung im gleichen Umfang wie bei den preußischen höheren Bürgerschulen zuzugestehen“, hieß es danach im damaligen Bürokratendeutsch. aus: Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen 1852 - 1927

  • ... dass die Arolser 1875 um den ersten Direktor der höheren Bürgerschulee, Wilhelm Groscurth, trauerte? Er war am 4. August - nach drei Jahren schmerzhaften Leidens - verstorben, berichtete der damalige Arolser Hilfsprediger Bassermann in einem Nachruf. Groscurths hoher sittlicher Ernst, gepaart mit liebenswürdiger Milde, seine gewaltige Energie und stets hilfsbereite Liebe hätten allen Achtung und Bewunderung eingeflößt, heißt es in Bassermanns Nachruf weiter. aus: Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen 1852 - 1927

  • ...dass der Arolser Rektor seinerzeit schon zwei Schulen leitete? Neben der Bürgerschule führte Groscurth auch eine „Privatanstalt für Knaben und Mädchen“, die höhere Ziele erstrebte und die Schüler bis zur Sekunda eines Gymnasiums vorbereitete. (Quelle: 1852 - 1927, Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen)

  • ...dass der damalige Arolser Rektor Georg Groscurth die Leitung der neuen Schule übernehmehn sollte? Nach Groscurth wurde vor einigen Jahren eine Straße in der ehemaligen Belgischen Kaserne in Bad Arolsen benannt. (Quelle: 1852 - 1927, Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen)

  • ...dass Anfang 1852 der Arolser Gemeinderat sich mit der Gründung der „höheren Lehranstalt“ befasste? Die Arolser Bürgerschule sollte so organisiert werden, dass eine Anstalt entstand, „welche Gelegenheit zur Vorbereitung auf ein Gymnasium oder eine polytechnische Schule biete“. (Quelle: 1852 - 1927, Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen)

  • ...dass die Gründung einer „höheren Lehranstalt“ in Arolsen überlegt wurde, weil es ansonsten im Fürstentum Waldeck nur das Landesgymnasium in Corbach gab, das zum Studium hinführte? (Quelle: 1852 - 1927, Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen)

  • ...dass schon 1841 in Arolsen überlegt wurde, eine „höhere Lehranstalt“ zu gründen? Doch es dauerte noch bis 1852, bis diese Schule gegründet wurde, aus der sich später die Christian-Rauch-Schule entwickelte. (Quelle: 1852 - 1927, Geschichte des Städtischen Realgymnasiums Arolsen)

  • ... dass die Wurzeln des Kammerorchesters Korbach-Bad Arolsen bis ins Jahr 1887 zurückreichen? Zwölf Korbacher Bürger fanden sich damals zusammen, um "durch Orchester- und Kammermusik zur Belebung und Hebung des kulturellen Lebens" beizutragen. Der Verein verfügte über ein umfangreiches Satzungsreglement, das unter anderem auch Paragrafen für das Verhalten bei Ausbruch eines Krieges und für die Mobilmachung enthielt. Heute ist das Orchester ein Verband von Liebhabermusikern, der unterstützt durch Profis und gemeinsam mit zum Teil namhaften Solisten wenigstens zwei Konzerte pro Jahr in Korbach und Bad Arolsen gibt.
    Hartmut Wecker, Korbach

  • ... dass Fritz Busch (1890 bis 1951), einer der bedeutendsten deutschen Opern- und Orchesterdirigenten in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Grete Böttcher, der Tochter des aus Mengeringhausen stammenden liberalen Reichstagsabgeordneten Dr. Friedrich Böttcher, verheiratet war? Busch befand sich ab 1910 für kurze Zeit in Diensten des Fürstenhauses Waldeck-Pyrmont. Später war er unter anderem als Dirigent in Stuttgart, Dresden, Buenos Aires und Glyndebourne tätig und leitete die Uraufführungen von Werken von Strauß, Busoni und Hindemith. Fritz Busch und seine Ehefrau fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Mengeringhausen.
    Dr. Hartmut Wecker, Korbach

  • ... dass die Nicolai-Kirche in Mengeringhausen einen schiefen und abgeknickten Turm hat? In der mittelalterlichen Zeit war das Geläut (die Glocken) der Kirchen außen am Turm angebracht, deshalb musste das Gebälk (die Zimmerung) des Turmes auch als Widerlager für den Glockenstuhl dienen. - durch die Statik erklärlich.
    Johannes Bähr, Bad Wildungen

  • ... dass auch die Läufer und Pritschenmeister früher einen Ehrensold für ihren Einsatz bekamen? Neben zehn Talern waren das jeweils ein paar Schuhe für sie.
    Christian Meuser, Stadtarchivar Mengeringhausen

  • ...dass der Mengeringhäuser Pfarrer Christoph Konert zutiefst erschüttert war, als er das Ausmaß der großen Brandkatastrophe, die Rhoden am Tag vor dem Fest der Heiligen drei Könige (5. Januar) des Jahres 1735 heimsuchte, „selbst angesehen“ hatte? (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


Bad Wildungen

Altstadt Bad Wildungen

Wussten Sie schon, ...

  • ...dass der Schluchtwald im oberen Sondertal bei Odershausen kreisweit als Besonderheit gilt? Die Pflanzenwelt wird durch ein kühl-feuchtes Lokalklima geprägt. Der Gelappte Schildfarn zum Beispiel kommt in Nordhessen sonst nur noch am Meißner und bei Willingen vor.

Wolfgang Lübcke, Giflitz


  • ...dass es auch bei Odershausen im Spitzegrund einen ehemaligen Hutewald mit mächtigen alten Buchen gibt? Ebenso wie das Halloh bei Albertshausen ist er ein schützenswertes Beispiel früherer Waldnutzung für das Vieh. Dorthin wurden im Herbst die Schweine zur Mast getrieben.

Wolfgang Lübcke, Giflitz


  • ... dass das heutige Gut Elim zwischen Wega und Wildungen im Jahre 1537 als Mühle erbaut worden war und den Namen „Rote Mühle“ trug? Der Mühlenbetrieb endete mit dem Verkauf der Anlage im Jahre 1857 nach einer Dauer von über 300 Jahren.

Ernst-Friedrich Gallenkamp, Wellen


  • ... dass die Eder im Winter 1886/87 eine so starke Eisdecke gebildet hatte, dass sich beim Frühjahrstauwetter riesige Eisbarrieren zwischen Wega und Mandern bildeten? Das nachdrängende Wasser verursachte riesige Überschwemmungen. Versuche, den Eiswall von Mandern her aufzubrechen, misslangen, da im Flussbett kein Wasser mehr floss, welches das losgeschlagene Eis fortschwemmen sollte. - Man musste warten, bis die Natur selbst das Problem löste.
    Ernst Friedrich Gallenkamp, Edertal-Wellen

  • ... dass ein medizinisches Instrument zur konservativen Entfernung von Harnleitersteinen den Namen eines Wildunger Arztes trägt? Die Zeiss-Schlinge wurde nach Dr. Ludwig Zeiss benannt, der auch Chefarzt der Sanatorien "Reinhards- und Helenenquelle" war und 1958 in Bad Wildungen verstarb.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass der Sommer des Jahres 1893 derart trocken war, dass der Wildebach bei Wega fast versiegte? Die Familie Waldschmidt musste ihre Mühle für mehrere Monate mit einer Dampfmaschine betreiben.
    Ernst Friedrich Gallenkamp, Edertal-Wellen

  • ... dass Dr. Wolrad Marc ein international bekannter Arzt war? In Goddelsheim 1846 geboren, Schüler am Korbacher Gymnasium, gründete sich sein späterer Ruhm in Bad Wildungen auf seine hervorragende Technik der unblutigen Blasensteinzertrümmerung. Zu seinen Patienten zählten die Könige von Holland und Württemberg, die Herzöge von Bayern und Meiningen, Fürsten und Großfürsten aus Russland, der Naturforscher Ernst Haeckel und Pastor Bodelschwingh. Eine Straße und ein Turm tragen noch heute seinen Namen.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass Vorläufer der Wildunger Spielbank bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen? Dienten zunächst Kegelbahn, Billard, Karten- und Würfelspiele zum Zeitvertreib, gab es ab 1850 ein Roulette im Kurhaus, das jedoch bald verboten wurde. 1856 wurde im Kursaal an der heutigen Victorquelle eine Spielbank eingerichtet, die bis 1872 in Betrieb war.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass der Sonderrain in Bad Wildungen Ort eines tragischen Unglücks war? 1824 erhielt Pfarrer Hofmann aus Mühlhausen einen Ruf nach Odershausen. Auf der Reise in einem Zweispänner im offenen Wagen und ohne Beleuchtung verirrte er sich mehrfach in der Dunkelheit. Während der Knecht und die Tiere den tiefen Sturz vom Sonderrain ins Helenental leicht verletzt überlebten, starb der Pfarrer, ohne je sein Ziel erreicht zu haben.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass ein medizinisches Instrument zur konservativen Entfernung von Harnleitersteinen den Namen eines Wildunger Arztes trägt? Die Zeiss-Schlinge wurde nach Dr. Ludwig Zeiss benannt, der auch Chefarzt der Sanatorien "Reinhards- und Helenenquelle" war und 1958 in Bad Wildungen verstarb.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass für den Einband des Wildunger Casten-Register von 1632 eine Seite einer Gutenberg-Bibel von 1455 genutzt wurde? Die Seite aus Pergamentpapier ist äußerst wertvoll und zeigt sowohl den früheren Wohlstand wie auch die Not zu der Zeit als sie als Einbandmaterial verwendet wurde.
    Aus: Klöster in Waldeck, von Dr. Jürgen Römer

Schloss Friedrichstein
  • ... dass der Versand der Wildunger Heilwässer bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht? Er erfolgte zunächst in Tonkrügen, nach denen die Wildunger als "Schlutten" bezeichnet wurden. Seit dem 19. Jahrhundert gab es dann Glasflaschen. In den 1920er Jahren ging der Flaschenversand in 31 europäische, 14 afrikanische, 20 amerikanische und neun asiatische Länder. Wildunger Wasser wurde auch während der Berlinblockade und in die DDR geliefert.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass die exzellente Kurmedizin in Bad Wildungen sogar eine eigene urologische Schule hervorbrachte? Aufbauend auf den Arbeiten Dr. Carl Rörigs wurde hier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine besondere Methode zur Zertrümmerung von Blasensteinen entwickelt. Die Technik war so erfolgreich, dass sie als "Wildunger Operation" in die Medizingeschichte eingegangen ist.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass viele Häuser Bad Wildungens attraktive Beispiele der Bäderarchitektur im Kaiserreich sind? Mit ihren Erkern, Verzierungen, großen Aufgängen und Wintergärten kamen sie den Ansprüchen eines bürgerlichen Kurpublikums nach und spiegeln den Aufstieg der Stadt zum mondänen Bad wider. Zu sehen sind die Villen in der Brunnenallee, Dr.-Born-, Hufeland- und Langemarckstraße.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass bereits vor 100 Jahren in Bad Wildungen Golf gespielt wurde? Im Juli 1907 wurde der Golfplatz auf dem Gelände hinter dem Viehmarktsplatz eingeweiht. Der damalige Kurdirektor Richard Kirchner hatte den Bau einer Golfanlage vorgeschlagen, weil immer mehr Amerikanier und Engländer als Kurgäste kamen. Die Stadt verpachtete das Gelände an die Fürstliche Mineralquellen AG, die dort den heute noch genutzten Platz anlegte.
    Peter Schultheis, Bad Wildungen

  • ... dass August Rennert ein echtes Bad Wildunger Original war? Der wegen eines Unfalls Erwerbsunfähige spielte auf den Straßen eine Drehorgel und wurde deshalb Orgelaugust genannt. Trotz körperlicher Gebrechen wurde er im Ersten Weltkrieg eingezogen. Weil er zu groß und seine Füße zu lang waren, soll er allerdings untauglich gewesen sein für den Einsatz in Schützengräben, behaupten zumindest böse Zungen.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass Wildungen eine Hochburg der Hexenverfolgungen war? Im 16. und 17. Jahrhundert wurden 60 Frauen und acht Männer im Alter ab 10 Jahren Opfer des Hexenwahns. An den Hinrichtungen nahm auch die Schuljugend teil, dem Publikum wurde Wein gereicht. Jungen Wildunger Männern wurde seitens der Universität Oldenburg sogar die Aufnahme verweigert, weil ihre Heimatstadt eine Hochburg der Hexenverfolgungen sei.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass in den 1950er Jahren Eier im Glas sehr beliebt waren. In einer Wildunger Zeitung war zu lesen: 10 Pfennig teurer ist ein Ei im Winter, bei 100 Eiern sind das 10 Mark. Es lohnt sich Eier einzulegen mit Garantol. Nachzulesen in der Ausstellung "Nierentisch und Petticoat" in der Wandelhalle Bad Wildungen.
    Bernhard Weller, Kulturbeauftragter, Bad Wildungen

  • ... dass es sich bei Schwarz-Weiß-Schnitten um einen beliebten Partysnack der 1950er Jahre handelte? Scheiben von Pumpernickel und Schnittkäse wurden mehrfach übereinander gelegt und dann in kleine Happen geschnitten. Aktuell zu bekommen in der Ausstellung "Nierentisch und Petticoat" in der Wandelhalle Bad Wildungen.
    Bernhard Weller, Kulturbeauftragter, Bad Wildungen

  • ... dass die Korrekta-Werke (später Correcta) in den 1950er Jahren viel Geld damit verdienten, Frauen gut aussehen zu lassen? Schulterpolster, Büstenfüller und sogar Wadenauflagen verhalfen zur Wunschfigur. Schon bis Ende 1950 wurden eine Million Schulterpolster produziert. Die Geschichte ist dokumentiert in der Ausstellung "Nierentisch und Petticoat" in der Wandelhalle Bad Wildungen.
    Bernhard Weller, Kulturbeauftragter, Bad Wildungen

  • ... dass der erste Fernsehkoch Clemens Wilmenrod in den 1950er Jahren die gewöhnliche Frikadelle in seinen Sendungen durch die Bezeichnung "arabisches Reiterfleisch" aufwerten wollte? Nachzulesen in der Ausstellung "Nierentisch und Petticoat" in der Wandelhalle Bad Wildungen.
    Bernhard Weller, Kulturbeauftragter, Bad Wildungen

  • ...dass Charlie Chaplin einen wirklich komischen Film über die Kur und den Gebrauch von Heilwasser gedreht hat? Welche Wirkung eine heilende Quellen haben kann, demonstriert der große Komiker in einem Film aus dem Jahre 1917. Dieser ist täglich im Quellenmuseum in der Bad Wildunger Wandelhalle zu sehen. Natürlich kann man nach der Vorstellung auch selbst die Georg-Viktor-Quelle, die Helenenquelle und die Waldquelle ausprobieren.

Bernhard Weller, Bad Wildungen


  • ...dass Bad Wildungen 1910 eine städtische Bade- und Schwimmanstalt erhielt? Das Bad wurde in der Sonderau angelegt und mit Bachwasser gespeist. Um dieses wenigstens ein bisschen vorzuwärmen, gab es oberhalb einen relativ flachen Teich, den man auch für die Fischzucht nutzte und auf dem man im Winter Eis laufen konnte.

Bernhard Weller, Bad Wildungen


  • ...dass die Bad Wildunger Wandelhalle im Kurpark zeitweise als Reparaturwerkstatt diente? Während der Besatzungszeit durch die Amerikaner nach dem 2. Weltkrieg befand sich im nördlichen Säulenrundgang eine Werkstatt für Militärfahrzeuge. Der südliche Teil wurde als Öllager genutzt. Mit dem Heilquellenschutz hat man es in der damaligen Zeit wohl nicht sehr genau genommen; allerdings war der Kurbetrieb auch gänzlich zum Erliegen gekommen.

Bernhard Weller, Bad Wildungen


  • ...dass es bis 1914 in Bad Wildungen einen amtlichen Ausrufer gab? Der amtliche Ausrufer und Polizeidiener Wilhelm Deichmann las bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand alle wichtigen Mitteilungen des Bürgermeisters und der Polizei laut in der Öffentlichkeit vor.

Bernhard Weller, Bad Wildungen


  • ...dass am 12. August 1868 eine Hauptversammlung der Waldecker Lehrer in Wildungen stattfand? Aus der Tagesordnung: Gesang und Gebet; Vortrag „Es lebt der Mensch nicht vom Brote allein“; Die wünschenswerte Übereinstimmung des Religionsunterrichtes bei den Konfirmanden und in der Schule; Vortrag: „Der erziehende Unterricht in der Religion und Moral“; Antrag: Die regelmäßige Haltung der Gehalte; Vortrag: „Über die Notwendigkeit der Conzentration im Unterricht.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


Battenberg

Wussten Sie schon, ...

  • ...dass der große, steinerne Bär, „das Wahrzeichen Battenbergs“, von dem Bildhauer Adam Kahler entworfen und gefertigt wurde? Er ziert jetzt den Marktplatz.

Robert Wolf, Battenberg


  • ... dass die Dorflinde von Laisa mit dem Bau der Laisaer Kirche im Jahre 1150 gepflanzt worden sein soll? Der Hauptteil des Baumes wurde 1868 - wie auch ein Großteil des Dorfes - bei einem Großbrand vernichtet. Ein Baumstumpf von vier Meter Höhe blieb jedoch erhalten und schlug wieder aus.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass das Amt Battenberg um 1700 1483 Gulden für den Bau der Kröge aufbringen musste? Es entfielen auf Hatzfeld 275 Gulden und auf Bromskirchen 323 Gulden.

Robert Wolf,Battenberg


  • ...dass im vorigen Jahrhundert beim Straßenbau im Raum Berghofen-Münchhausen eine römische Münze gefunden wurde? Die Münze trug das Bild des Kaisers Galba aus dem Jahr 68 n. Chr. (Jahrbuch Berghofen).

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass der große, steinerne Bär, „das Wahrzeichen Battenbergs“, von dem Bildhauer Adam Kahler entworfen und gefertigt wurde? Er ziert jetzt den Marktplatz.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass am Eisenberg im Battenberger Waldgelände jahrzehntelang ein riesiger Adler zu sehen war? Das Bild ist durch Baumpflanzung zufällig entstanden, ähnlich wie Wolkenbilder war er gut zu erkennen - bis zwei Großfeuer das markante Bild zerstörten.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass als im Jahre 1812 Napoleon Russland überfiel, ihm auch 5000 Hessische Darmstädter folgen mussten. Nur 500 Soldaten kehrten wieder in die Heimat zurück. Auch ein Battenfelder Junge war unter den Opfern.
    Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass die Schuhnägel-Herstellung hauptsächlich im Battenberger Amt betrieben wurde? Die größte Zunft war in Reddighausen an der Eder, fast in jedem Haus wurde das Handwerk als Heimarbeit hauptsächlich im Winter betrieben. Die Schuhnägel waren nirgens so billig wie in Reddighausen. 1870 bis 1880 trugen leuten zehn bis 20 Stunden weit die Schuhnägel in einem Lederranzen in die Lande. Auch Biedenkopf war bekannt (Hinterländer Geschichtsblätter).

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass im Jahre 1901 der Amtsbezirk Battenberg ein Denkmal für die im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallenen Männer aus dem Amt Battenberg errichtete? Das Denkmal stand früher bei der „Hänsel-und-Gretel“-Anlage. Die Platte mit den Namen befindet sich jetzt am Ehrenmal auf dem Battenberger Friedhof. Auf dem Biedenköpfer Martktplatz befindet sich ein großes Denkmal, auch mit den Namen der Männer aus dem oberen Edertal, das zum Kreis Biedenkopf bis zum Jahre 1932 gehörte.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass die Vorfahren von Professor Hans Grebe bei der Battenberger Marienkirche bestattet wurden? Rentmeister Hans Grebe und seine gesamte Familie fielen wie 255 Battenberger Bürger einer Pestepedemie zum Opfer.(Gedenkstein in der Battenberger Kirche)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass Landgraf Ludwig von Hessen (1667-1739) ein leidenschaftlicher Jäger war? Er ließ in wildreichen Revieren Jagdlager erbauen. So Kranichstein-Jägersburg, Romrod, Dianaburg, das Jägertal, Neujägersdorf (Kröge), Kleudelburg. Fasst alle gingen ein, als das Geld alle war. (hess. Geschichte 1843)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass in Frankenberg um 1630 17 Gerberhäuser verzeichnet waren? Wahrscheinlich Hütten an den Bächen und der Eder. Denn fließendes Wasser war von Nöten. Auch eine „Lohmühle“ bestand damals und zwar „Die Georgenberger Lohe- und Schlagmühle“, dem Kloster St. Georgenberg zugehörig. Ein Spruch aus der Zeit: Stinken auch die Fellerchen, klappern doch die Hellerchern!

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass um 1700 eine Fräuleinsteuer erhoben wurde? Im Saalbuch des Amtes Battenberg von 1711/12 heißt es: „Wenn Prinzessinnen sich verheiraten, müssen Stadt und Amt Battenberg mit Hatzfeld jedes Mal 305 Florin 17 Albus und 2 Pfennige erheben und abliefern.“ 1866 mit dem Anschluss an Preußen wurde die unsinnige Abgabe abgeschafft. (Amts-Saalbuch 1711/12)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass im November 1914 die Brücke bei der Jüngstschen Spinnerei zwischen Battenberg und Battenfeld bei der Überfahrt eines Wagens einstürzte? Der Fahrer und die Pferde konnten nur mit Mühe aus dem Wasser gerettet werden! (1200 Jahre Battenfeld)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass am 3. Februar 1909 das ganze Edertal überflutet war? Die Straßen standen zwei Fuß hoch unter Wasser. Das Vieh musste aus den Ställen gerettet werden. Die hölzerne Ederbrücke wurde fortgerissen, die Pfeiler wurden weggerissen. Battenfeld war in großer Not. Die Eder brachte mit der Wasserflut viele Stegreste von der oberen Eder mit. (Battenfelder Chronik)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass Großbritannien und das Commonwealth 1952 für zwei Monate ein Staatsoberhaupt aus dem Hause Mountbatten (Battenberg) hatten? Seit Ihrer Heirat mit Philip Mountbatten am 20. November 1947 führte Prinzessin Elizabeth den Namen Mountbatten. Nach dem plötzlichen Tod Ihres Vaters König Georg VI. bestieg sie mit diesem Namen am 5. Februar 1952 den britischen Thron. Erst am 9. April 1952 wurde der Name in Windsor geändert.

Frank Röbert, Frankenberg


  • ...dass der siebenjährige Krieg an der Brücker Mühle im Marburger Land beendet wurde (1756-1763)? Da die Engländer auch am Krieg beteiligt waren, besuchte Prinz Philipp „Mountbatten“ auch den Schauplatz. Er versäumte es aber bedauerlicherweise, aus Zeitmangel, der Stadt, die ihm seinen Namen gab, einen Besuch abzustatten. (Mountbatten - Battenberg)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass 1893 das Jahr der großen Missernte war? Es fiel vom Frühjahr bis zum Nachsommer kein Regen. Es gab kein Heu und Getreide. Das Vieh hungerte, und es wurde Laub gefüttert. Eine junge Frischmelkekuh, die später um 1900 350 bis 400 Mark kostete, wurde für 30 bis 40 Mark verkauft. (Battenfelder Chronik)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass im Jahre 1821 die Ämter Battenberg und Biedenkopf nach der großherzoglichen Kreisreform zum Landratsbezirk Battenberg zusammengelegt wurden? 1832 wurde wieder aus den Ämtern Battenberg und Biedenkopf und Gladenbach der Kreis Biedenkopf gebildet. 1932 wurde der Kreis Biedenkopf wieder zerrissen, nach heftigem Widerstand kam das Amt Battenberg zum damaligen Landkreis Frankenberg.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass beim Bau der Landstraße Dodenau-Battenberg am Kröger Rain eine große Zahl Kanonenkugeln gefunden wurde? Sie stammten wahrscheinlich aus dem siebenjährigen Krieg und sollten mit Hinterladergeschützen aus Richtung Eisenberg verschossen worden sein.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass Graf Werner I. von Battenberg-Wittgenstein 1197 bis 1198 mit dem Landgrafen Hermann von Thüringen an dem vom Erzbischof von Mainz Konrad geführten Kreuzzug ins heilige Land teilgenommen hat, auf dem der Deutsche Ritterorden gegründet wurde? (Hess. Chronik)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass Walter Frebert vor dem Krieg Forstmeister in den Battenberger Forsten war? Im Berghöfer Revier hatten die Förster zwei Wildschweingatter errichtet. Sie dienten hauptsächlich dem Scharfmachen der Jagdhunde, wenn sich eine Wildsau gefangen hatte. Eines Tages hatte sich ein Keiler in den Saufang verirrt. Geschossen werden durfte im Gatter nicht, nur mit der Saufeder durfte das Wildtier abgefangen werden. Die Hatz begann, die Hunde stürzten sich auf den Keiler, Frebert traf das wütende Tier nur schlecht, verletzte sich noch selber und geriet in Lebensgefahr. Förster Walter Debes aus Berghofen musste zu Hilfe kommen. Mit der Übermacht konnten sie den rasenden Keiler zur Strecke bringen.

Robert Wolf Battenberg


  • ...dass am 10. November 1906 in Battenberg der „Raucherclub Blaue Wolke“ gegründet wurde? Eintrittsalter:18 Jahre. Ziel ist die Ausbildung einer so genannten edlen Gesellschaft. Es soll jedem jungen Mann Gelegenheit gegeben werden, sich in vermeintlich ordentlichen Kreisen unterhalten zu können. Der Vorsitzende war Wilhelm Wack.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass Liebrighausen heute wüst zwischen Dodenau und Battenberg gelegen ist? Schon im Jahre 980 vergab König Otto II ein Gut zu „Liebrekshusen’ In nago Hassie in comitatu Dimonis. Nach 1599 wird der Förster zu Battenberg mit Gutem da selbst namentlich einer Wiese zu Liebrighausen belehnt.

Robert Wolf, Battenberg


  • ... dass am 10. Dezember 1901 Emil von Behring in Stockholm den Nobelpreis für die Erfindung des Diphtherie-Serums in seinem Marburger Labor erhielt? Die Volksseuche forderte jährlich 50 000 junge Menschenleben. Ein guter Helfer war der bekannte Mediziner Paul Ehrlich. (Hess. Chronik)

Robert Wolf, Battenberg


  • ... dass sich die Hirschkäfer am Burgberg in Battenberg wohlfühlen? Der seltene Käfer von enormer Größe (fünf bis sieben Zentimeter) liebt scheinbar den Eichenwald über dem Friedhof. Einer landete sogar auf der Treppe der Sparkasse, den Gärten der Stadt - und sogar im Schwimmbad taucht er auf.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...von der Bierglocke? Nach deren Läuten musste das Wirtshaus verlassen werden. Im Sommer um 20 Uhr, im Winter um 21 Uhr. Ein Berghöfer ist vor dem Kirchgang beim Bier geblieben, 4 Albus Strafe.

Anmerkung: Der Kirchgang führte von Berghofen über die Stede zur Eder. Dann mit dem Kahn übersetzen.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass es drei Orte mit dem Namen Berghofen gibt? Ein Ort in Österreich, auch ein Ortsteil von Dortmund heißt so. Schließlich unser Berghofen im Hessenland. Es gibt noch einen Wohnort „Berghof“ mit einer anrüchigen Geschichte aus dem „tausenjährigen Reich“.

Robert Wolf,Battenberg


Bromskirchen


Wussten Sie schon, ...

  • ... dass das Fachwerk-Rathaus in Bromskirchen im Jahre 1619 von Daniel Dornseiff aus Somplar erbaut wurde? Im Erdgeschoß befand sich bis 1948 ein Backhaus, die Räume darüber dienten als Schul- und Beratungszimmer.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass in den Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg die Schafzucht eine große Bedeutung für die Landbevölkerung hatte? Jedes Dorf hatte eine Schafherde, manche sogar zwei. Bromskirchen hielt drei Herden. Die Geschichtsblätter von 1923 erzählen von 25 Herden, die in Frankenberg und Amt bestanden haben sollen. Die Schafe lieferten Wolle, Fleisch und Dünger.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass Neuludwigs­dorf (Ortsteil von Bromskirchen) seinen Namen dem hessisch-darmstädtischen Landgrafen Ludwig VIII verdankt? Der Weiler Neuludwigsdorf (im Volksmund auch Pfütze bezeichnet) wurde von ihm 1774 mit sechs Siedlern aus Bromskirchen gegründet, die ihm vor allem bei der Jagd zu helfen hatten.

Arndt Böttcher,Frankenberg


  • ...dass die Einwohner von Bromskirchen noch heute das verbriefte Recht haben, Raffholz, das sind trockene Äste, im fünf Kilometer entfernten Flurort Scharfenstein zu sammeln? Gesammelt werden darf an an zwei Tagen im Jahr, und zwar zwischen dem 1. Mai und dem 1. Oktober.

Frank Röbert, Frankenberg


Burgwald


Wussten Sie schon, ...

  • ...dass vom Dorf Wickersdorf nichts mehr als der Name der Flurgemarkung „Wickersdorfer Feld“ vorhanden ist? Das erstmals 1220 urkundlich erwähnte Dorf befand sich zwischen Bottendorf und Frankenberg, genauer: zwischen Ledermühle und Bottendorfer Mühle. Alle Bewohner von Wickersdorf übersiedelten 1335 in die Neustadt Frankenberg so dass der Ort bald danach zur Wüstung wurde. Aus: H. Becker, Geschichte der Stadt Frankenberg 119f. Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass die „Theer-Hütte“, zwischen Burgwald - Bottendorf und dem Frankenberger Stadtteil Willersdorf gelegen, bis Ende des vorigen Jahrhunderts eine Revierförsterei war? - Dort befand sich bis 1847 über etwa 100 Jahre ein Ofen („Zäähr-Qwe“), in dem man aus dem Wurzelholz einer speziellen Kiefernart, (die nach dem 30jährigen Krieg im heutigen Forstort „Tannen“ ausgesät wurden) Teer (in alter Schreibweise „Theer“) destillierte. Dieser „Theer“ wurde zum Schmieren der hölzernen Wagenachsen sowie „zur Behandlung mancher Wunden bei Mensch und Tier“ verwendet. Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass der Peschke-Stein am Herrenweg, 250 Meter in Richtung Roda steht. Auf dem Gedenkstein findet man folgende Inschrift: „Revierförster Benno Peschke, geb. am 22. Januar 1882, wurde am 22. Januar 1844 beim Fällen einer Buche hier erschlagen. (Pfr. Hamann).

Robert Wolf, Battenberg


  • ...wo der Franzosenstein steht? Im Kainsberg oberhalb Wollmars. Der Volksmund sagt: Am 12. Dezember 1813 habe ein Trupp französischer Soldaten, die auf dem Rückzug von Moskau waren, dem Asphen-Müller ein Schaf gestohlen. Der Müller Holzapfel verfolgte die Diebe und erschlug einen. In der folgenden Nacht setzen die Franzosen die Mühle in Brand. Sie brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Bewohner haben mit Muhe ihr nacktes Leben gerettet. (Pf. Hamann, Bottendorf)

Robert Wolf, Battenberg


  • ..., dass es im Burgwald den Herrenweg gibt? Er ist die Verbindung zwischen dem ehemaligen Jagdschloss Wolkersdorf und Bracht. Im Mittelalter galt das Wort der Mainzer Bischöfe im Burgwald, ab 1400 aber frönten die Hessischen Landgrafen ihrer Jagdleidenschaft. Daran erinnern noch der Herrenweg, die Herrenbänke und die Salzlecken.(Pf. Hamann, Bottendorf)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass Bottendorf, der größte Ortsteil der Gesamtgemeinde Burgwald, urkundlich erstmals 1256 in Erscheinung getreten ist? Bottendorf entstand aus einer fränkischen Wehrbauernsiedlung „Boppindorf“. Dieser Ortsname ist von dem im Mittelalter weit verbreiteten Personennamen Boppo abzuleiten (= „Dorf des Boppo“).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...was Straßenunterkaltungssteine bedeuten? Im Siebenjährigen Krieg waren die alte Heer- und Wagenstraße von Frankfurt nach Bremen gründlich ruiniert worden. Besonders der Steilhang bei Wiesenfeld hatte schweren Schaden genommen. Wie immer hatten die Menschen der Umgebung für die Ausbesserung zu sorgen. Gegenüber der Burgwalder Muna-Ausfahrt steht im Wald der Stein mit folgender Einmeißelung: „NO 11 BIZ BAUT WILLERSD. 35 R, (Ruten) 1768.“ Also bis zum Stein Nr. 12 ist Willersdorf verantwortlich. Sie verbauten 26 vierspännige Wagen Sand und Steine. Anfahren und 46 Tage Dienste mussten sie auch noch ableisten. (Pf. Hamann, Bottendorf)

Robert Wolf, Battenberg


  • ..dass Georg Maus, 1888 als Sohn des Bottendorfer Pfarrers geboren, im Dritten Reich (1933-1945) das Bekenntnis zu Bibel und Christus über die Ideologie jener Tage stellte? Mit der Folge, dass er ins Konzentrationslager gebracht wurde. Maus starb während des Transportes von Berlin nach Dachau als treuer Zeuge Jesu Christi. Heinz Brück, Löhlbach

Diemelsee


Wussten Sie schon, ...

  • ...dass Graf Erpo von Padberg das Benediktinerkloster Flechtdorf stiftete? Der Ort Fliathorpe - daraus entstand Flechtdorf - wurde schon 830 urkundlich erwähnt und gehörte zu Anfang des 12. Jahrhunderts zu Graf Erpos Herrschaftsbereich. Die Grafschaft Waldeck entstand erst später.

Winfried Becker, Mengeringhausen


  • ...dass das Kloster Flechtdorf eine ungefähr 450-jährige Geschichte als Benediktiner-Kloster hatte, danach eine etwa ebenso lange Geschichte als Ort von Pflege- und Betreuungseinrichtungen? Es gab dort nach der Reformation ein Armen- und Siechenhaus, später ein Landeshospital, ein Entbindungsheim für „arme Wöchnerinnen“. Daraus wurde schließlich ein Alters- und Pflegeheim, das heute das Waldecksche Diakonissenhaus betreibt.

Winfried Becker, Mengeringhausen


  • ...dass der Westflügel des Benediktiner-Klosters in Flechtdorf das älteste bis in unsere Zeit erhaltene ehemalige Wohngebäude Waldeck-Frankenbergs ist? Vor etwa 850 Jahren wurde dieses ehrwürdige Bauwerk aus Kalk- und Schiefersteinen errichtet.

Winfried Becker, Mengeringhausen

Diemelstadt

>> Artikel: Wussten Sie schon, dass... (Diemelstadt)

Edertal

>> Artikel: Wussten Sie schon, dass... (Edertal)

Frankenau


Die ev. Kirche in Frankenau

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass im Lengeltal bei Ellershausen/ Frankenau sieben Mühlen existierten? Die unterste der fünf Lengelmühlen, die zum adligen Hof zu Ellershausen gehört hat, ist die Bärenmühle. Sie ist sehr alt, denn sie taucht in Hainaer Klosterurkunden bereits 1201 auf. 1959 verkaufte die letzte Bärenmüllerin, die Witwe Elisabeth Schäfer, die Mühle an den damaligen Landrat des Kreises Frankenberg, Heinrich Kohl. Heute sind Mühle und dazu gehörende Anwesen zu einem der zehn schönsten Landhotels Deutschlands unter Regie der Töchter des Vorbesitzers umgestaltet worden.

Arndt Böttecher, Frankenberg


  • ... dass die Kuchenmühle im Lengeltal bei Ellershausen (Ortsteil von Frankenau) nichts mit dem bei uns üblichen Feingebäck zu tun hat? Eigentlich hieß sie früher „Mittelmühle“. Der heutige Name geht auf den Müller Simon Kuche aus Löhlbach zurück, der die Mittelmühle um 1850 vom Vorbesitzer Jakob Stremme erwarb.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass in Frankenau um 1589 eine gut gehende Gießerei genannt wird? Man könnte sie auch als erste Waffenfabrik bezeichnen. Sie bestand aus einem Hochofen und einem Kohlschuppen. Holzkohle in Mengen wurde gebraucht. 1597 wurde die Produktion von Kugeln und Geschützen beschrieben. Es wurden 16, 13, 4, und 2pfündige Kugeln gegossen. 1596 wurden 1434 Kugeln gefertigt. 1601/02 wurden 9 Mörser gegossen. Insgesamt laut Rechnung sind 21208 Kugeln geschmolzen worden. (aus: Mein Waldeck von Heinrich Hochgrebe)
    Robert Wolf, Battenberg

  • ... dass die Hugenotten im Landkreis Spuren hinterließen? So kamen evangelische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich auch nach Louisendorf, einem Stadtteil von Frankenau. 1678 wurden dort 16 Familien mit 118 Personen angesiedelt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Schule und Gottesdienst Französisch gesprochen, als Umgangssprache hielt es sich bis weit ins 20. Jahrhundert. Heute zeugt noch die Kirche von den Wurzeln dieses "Klein-Frankreichs" mitten in Nordhessen.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ...dass im siebenjährigen Krieg nahe Frankenau auf dem „Himmelreich“ Kampfhandlungen zwischen den Franzosen und den vereinigten Preußen, Hannoveranern und Hessen stattgefunden haben? Bei den Kämpfen am 29. Juli 1760 starb auch Johann Justus Dehnert aus Röddenau. Von seinen Angehörigen wurde die heute noch vorhandene Grabstätte mit einem Grabstein angelegt. Der Ort ist heute ein beliebtes Wanderziel im Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Gerhard Keute, Frankenau


  • .. dass die Straße von Frankenau nach Frebershausen erst vor 80 Jahren fertiggebaut worden ist? Zuvor waren die beiden Nachbarorte nur durch Fußwege miteinander verbunden. Fuhrwerke konnten auf solchen beschwerlichen Wegen kaum eingesetzt werden.

  • ... dass Dainrode erstmals im Jahre 1197 bzw. 1200 in einer Urkunde des Klosters Haina genannt worden ist? In dieser Urkunde fungierte ein „Reinhold von Dagenrode“ als Geschworener in einer Grundstücksangelegenheit für den Abt des Klosters. Zu diesem Zeitpunkt gehörte Grund und Boden von Dainrode dem Hainaer Kloster. Im sogenannten Sternerkrieg (1372-75) wurde das Dorf zerstört; erst im 15. Jahrhundert wieder aufgebaut. Die heutige Namensform des Dorfes ist relativ jung (1855) und hat sich über Dagenrode (1200) über Dainrod (1214), Theynrade (1343) und Danrade (1557) gewandelt. (aus: Chronik 800 Jahre Dainrode. 2000, 17 und Historisches Ortslexikon für Kurhessen). Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass in Frankenau um 1589 eine gut gehende Gießerei genannt wird? Man könnte sie auch als erste Waffenfabrik bezeichnen. Sie bestand aus einem Hochofen und einem Kohlschuppen. Holzkohle in Mengen wurde gebraucht. 1597 wurde die Produktion von Kugeln und Geschützen beschrieben. Es wurden 16, 13, 4, und 2pfündige Kugeln gegossen. 1596 wurden 1434 Kugeln gefertigt. 1601/02 wurden 9 Mörser gegossen. Insgesamt laut Rechnung sind 21208 Kugeln geschmolzen worden. (aus: Mein Waldeck von Heinrich Hochgrebe)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass der Fußballweltmeister von 1954 und Torschütze zum 3:2 gegen Ungarn, Helmut Rahn, in den 1950er-/1960er-Jahren oft in der „Jägersruh“ (Ziegelhütte) bei Frankenau zu Gast war? Eingeladen wurde er von dem damaligen Besitzer des Jagdhauses, der früher Jagdpächter in Frankenau und Bottendorf war.

Gerhard Keute,Frankenau


  • ...dass in der Gemarkung „Vor dem Steckenwald“ der Stadt Frankenau im 19. Jahrhundert eine Ziegelhütte angelegt und betrieben wurde? Die Ziegelhütte produzierte bis in die Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts Formsteine, die in Frankenau und Umgebung verbaut wurden. Besonders nach dem großen Brand von Frankenau am 22. April 1865 fanden Steine aus der Ziegelhütte als Baustoff für den Wiederaufbau regen Absatz. - Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde die Produktion eingestellt und das Anwesen von dem letzten Betreiber an einen Stahlhändler aus Essen verkauft. Der Händler baute das Wohnhaus zu einem Jagdhaus um und nannte es „Jägersruh“. Das Jagdhaus steht noch heute an der Landesstraße Frankenau – Löhlbach und trägt noch immer diese Bezeichnung. - Der letzte Betreiber der Ziegelhütte baute damals in Frankenau ein neues Haus. Die Nachfahren werden noch heute mit dem Hausnamen „Ziegelhüttersch“ bezeichnet.

Gerhard Keute, Frankenau


  • ...dass es in der „Alten Apotheke“ zu Frankenau ein Museum gibt, das über das Leben und die Arbeit des Schriftstellers und Psychoanalytikers Richard Huelsenbeck informiert? Huelsenbeck wurde dort 1892 als Sohn des Apothekers geboren, der kurz darauf mit seiner Familie nach Dortmund zog. Huelsenbeck studierte Medizin und gründete 1916 mit avantgardistischen Dichtern und Malern - unter dem Schock des Ersten Weltkriegs - die künstlerische und politische Protestbewegung des Dadaismus. In den 20er Jahren sammelte er als Schiffsarzt Erfahrungen, die er in Reisebüchern verarbeitete. 1958 besuchte Huelsenbeck seinen Geburtsort. Später wurde eine Erinnerungstafel an seiner Geburtstätte angebracht. 1974 starb der gebürtige Frankenauer im Tessin. (aus einer Werbeschrift des ADAC Hessen-Thüringen)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Jahre 1906 - nach langem Instanzenkrieg - das Königliche Preußen dem Fürstentum Waldeck ganze 20 Ar (= 2000 m²) abtreten musste? Wenige Jahre nach der Wende zum 20. Jahrhundert wurde die Gemarkung Altenlotheim (heute Ortsteil von Frankenau), die damals zum preußischen Kreis Frankenberg gehörte, zusammengelegt. Dabei stellte eine „Specialkommission“ fest, dass aufgrund schlampig geführten Katasters des Großherzogtums Hessen-Darmstadt (das bis 1866 das Amt Vöhl regiert) noch eine von hohen Buchen umfasste Waldwiese (kaum halb so groß wie ein normaler Fußfallplatz!) am Bleiberg im Tal der Banfe dem Fürstentum Waldeck zustand. Die Angelegenheit musste nun gut preußisch klargestellt und erledigt werden. Die dabei entstandenen Kosten übertrafen bei weitem den Verkaufswert der paar Meter Bodens (damals: 50 RM). (aus: Hessenland, Beilage der Oberhess. Presse vom 9.3.1968)Recherche: Arndt Böttcher, Frankenberg

Frankenberg

>> Artikel: Wussten Sie schon, dass... Frankenberg

Gemünden (Wohra)

Gemünden (Wohra)

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass die Grüsener Juden erst seit 1895 eine eigene Gemeinde bildeten? Bis dahin gehörten sie zur Synagogengemeinde Gemünden.
    Horst Hecker, Frankenberg

  • ... dass es in Gemünden im Jahr 1854 226 Wohnhäuser mit 271 Familien gab. Die Zahl der Einwohner betrug damals 1.428, wovon 690 männlich und 738 weiblich waren.
    Horst Hecker, Frankenberg

  • ... dass es in Hessen früher die sogenannte "Fräuleinsteuer" gab? Dabei handelte es sich um eine Landsteuer, die immer dann ausgeschrieben wurde, wenn eine hessische Prinzessin heiratete. Von dem Geld wurden Aussteuer und Hochzeit bezahlt. 1556 beispielsweise wurden durch die Stände 60.000 Gulden dafür bewilligt, wovon die Stadt Gemünden 290 Gulden trug.
    Horst Hecker, Frankenberg

  • ... dass es östlich von Sehlen (Stadtteil von Gemünden) ein Naturdenkmal gibt, das im Volksmund als die "Donisse" bezeichnet wird? Der noch heute sichtbare Turmhügel gehörte zu einer altkarolingischen Wallanlage aus dem 9. Jahrhundert. Er soll noch im 19. Jahrhundert sechs bis acht Meter hoch und ziemlich steil gewesen sein.
    Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass Gemünden 1253 seine Stadtrechte erhalten hat? Das Wappen von Gemünden (750/79 bzw. 1223 urkundlich erstmals genannt) belegt, dass es bis 1450 dem Grafen von Ziegenhain gehört hat. Gemündens Name ist leicht zu erklären, wenn man die sieben Bäche betrachtet, an deren Ineinandermünden die kleine Stadt in dem offenen Tale liegt. (Else Wissenbach, Gemünden 1953) Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass der Straßenname „Am Weinberg“ (zum Beispiel in Gemünden/Wohra) oder „Weinbergstraße“ (in Haina-Bockendorf) nicht unbedingt etwas mit dem Weinanbau zu tun hat? Wenn auch Informationen vorliegen, dass im Mittelalter auch in unserer Region Rebenstöcke an den Hängen gediehen (siehe Wigand-Gerstenberg: Weinberge am Frankenberger Goßberg), so kommen Flurnamensforscher zu einer anderen Erklärung: Für sie leitet sich „Am Weinberg“ vom Althoch- bzw. Mittelhochdeutschen „winne“/“weide“ - Viehweide ab. „Am Weinberg“ bedeutete einfach der Weg zur Viehweide am Berg. <br7>Arndt Böttcher,Frankenberg

Haina

>> Artikel: Wussten Sie schon, dass... (Haina)

Hatzfeld


  • ...dass in Hatzfeld der „Fürstliche Eisenhammer“ bestand? Im Salbuch von Hatzfeld wird 1675 ein Hammerwerk genannt, dass zur Ludwigshütte gehörte. 1687 wurde der Betrieb durch einen „so genannten Stahlhammer“ erweitert. Das von der Ludwigshütte bezogene Eisen wurde vorwiegend von Nagel, und Pinn-Schmieden im Edertal verarbeitet. 1740 nahm die fürstliche Regierung den Hammer wieder in Besitz. Infolge der technischen Verbesserung im Hüttenwesen wurde der „Hammer“ unrentabel, 1870 stillgelegt und Ende 1870 abgerissen.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass König Ludwig der „Baier“ dem Crafft von Hatzfeld gestattete unter der „Veste“ eine Stadt zu bauen und mit Gräben und Mauern zu versehen? Er verlieh auch die Stadtrechte. Die verlor Hatzfeld 1885, bekam sie aber 1950 wieder zugesprochen. (Hess. Geschichte, Jahrgang 3)

Robert Wolf, Battenberg


  • ... dass Hatzfeld-Eder bereits im Jahr 968 in Verbindung mit einer Urkunde des Erzbischofs von Köln dokumentiert wird? Der darin enthaltene Ortsname „Hepisvelt“ bedeutet „Feld des Scheiterhaufens“. Es bestand hier wohl eine Begräbnisstätte, worauf auch das heutige Stadtwappen von Hatzfeld hinweist: zwei schwarze Haken im goldenen Felde. 1950 erhielt Hatzfeld übrigens seine alten Stadtrechte zurück.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass Elbrighausen heute nur noch eine Wüstung, acht Kilometer nördlich der Eder in einer Urkunde vom 9.9.1394 als Dorf mit selbstständiger Pfarrei und Kirche mit dem Pfarrer Cordt genannt wird? Der Landgraf Philipp der Großmütige kauft das ausgestorbene Dorf am 7.7.1539 mit 500 Florin von Hermann und Ambrosius von Viermünden. Er ließ eine Oberförsterei errichten, die bis in die 1970er-Jahre besetzt war. (Hinterländer Jagdgeschichte 1923)

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass 1892 die Hütungsrechte im königlichem Forst für die Hatzfelder Einwohner gegen einmalige Zahlung von 20.000 Mark aufgehoben wurden? In dem Akt wurden auch einvernehmlich zehn Triften durch den Wald zu je vier Meter Breite für die Viehherden festgelegt.

Frank Röbert, Frankenberg


Korbach

Rathaus Korbach

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass die Wurzeln des Kammerorchesters Korbach-Bad Arolsen bis ins Jahr 1887 zurückreichen? Zwölf Korbacher Bürger fanden sich damals zusammen, um "durch Orchester- und Kammermusik zur Belebung und Hebung des kulturellen Lebens" beizutragen. Der Verein verfügte über ein umfangreiches Satzungsreglement, das unter anderem auch Paragrafen für das Verhalten bei Ausbruch eines Krieges und für die Mobilmachung enthielt. Heute ist das Orchester ein Verband von Liebhabermusikern, der unterstützt durch Profis und gemeinsam mit zum Teil namhaften Solisten wenigstens zwei Konzerte pro Jahr in Korbach und Bad Arolsen gibt.
    Hartmut Wecker, Korbach

  • ... dass der fünfgeschossige Wohnturm der Turmburg Nordenbeck bei Korbach aus dem Jahre 1412 stammt? Im selben Jahre wurde er als Bergfried zusammen mit einem Schloss errichtet. Nach mehrfachem Besitzwechsel erwarb 1826 die Familie Canisius Burg und Burghof. Das Schloss wurde 1854 abgerissen.
    Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass die erste und einzige Klostergündung in Korbach in 1487 erst recht spät erfolgte? Gestiftet von Graf Philipp II. war das Franziskanerkloster zugleich das letzte in Waldeck gegründete Kloster und musste gegen den Widerstand der Bürger gebaut werden.
    Aus Klöster in Waldeck, von Dr. Jürgen Römer

  • ... dass Louis Peter eigentlich Ludwig Friedrich Peter hieß? Als der gebürtige Alleringhäuser im Jahr 1863 auf der Suche nach Arbeit nach Frankfurt am Main ging, nannte er sich fortan der Mode nach "Louis". Die Korbacher sprachen scherzhaft vom "Gummi-Peter". Seine Verwandtschaft fand später für ihn einen anderen Namen: "Alter Herr".

  • ... dass die "Korbacher Spalte" eine Fossilfundstelle von internationaler Bedeutung darstellt? Hier wurden 250 Millionen Jahre alte Reste von Vorfahren der Säugetiere und von Sauriern ausgegraben. Den prominentesten Vertreter namens "Procynosuchus" nennen die Forscher übrigens liebevoll "Procy" oder wegen seines Aussehens auch "Korbacher Urdackel". Führungen finden Sonntagvormittags statt.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

  • ... dass Hans Staden aus Korbach mit seinem Buch "Wahrhaftige Historia" die Basis für die Geschichtswissenschaft Brasiliens legte? Darin schildert der Soldat seine Abenteuer bei den Tupinamba-Indianern, die Kannibalen waren. Eine Ausstellung im Wolfgang-Bonhage-Museum widmet sich diesem europäischen Entdecker aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

Lichtenfels

Burg Lichtenfels

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass die Mündener Kirche einen Taufengel und einen Altaraufsatz beherbergt, die 1701 vom Waldecker Barockbildhauer Josias Wolrat Brützel geschaffen wurden? Die Kirche wurde der Jungfrau Maria geweiht, das Patronat hatten die Herren von Dalwigk inne.
    Aus: Vereinschronik Schützenverein Münden

  • ... dass Schloss Reckenberg im Orketal (oberhalb der Einmündung des Heimbachs) 1671 von Generalmajor Philipp Elmerhaus von Eppe und seiner Gemahlin Clara Ursula geborene Dersch aus Viermünden, neu erbaut wurde? Ursprünglich war Reckenberg eine Wasserburg, die als Lehen des Klosters Corvey den Herren von Eppe gehörte.
    Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass sich Dalwigksthal an der Orke - seit 1971 Ortsteil der Großgemeinde Lichtenfels - aus dem Familiennamen der Herren von Dalwigk ableitet? Die Burg Lichtenfels, die noch immer über dem Dorfe thront, wurde den Herren von Dalwigk von den Grafen von Waldeck im 15. Jahrhundert mit dem Amt Lichtenfels zum Lehen gegeben. Die Burg befand sich übrigens noch bis in die 1950er-Jahre im Besitz derer von Dalwigk. Quelle: Schlösser Burgen Alte Mauern. Wiesbaden 1990, 234f. Arndt Böttcher,Frankenberg

Rosenthal


Wussten Sie schon, ...

  • ... dass das Rathaus der Stadt Rosenthal im Jahre 1651 erbaut worden ist? Seitdem erlebte dieser prächtige Fachwerkbau drei größere Umbauten. Erst im Zuge des letzten Umbaus 1922/23 konnten die Verschandelungen aus dem 19. Jahrhundert beseitigt werden. Gleichzeitig wurde im alten hölzernen Portalschmuck über dem Eingang an der Südseite das Wappen von Rosenthal mit schmückendem Schnitzwerk und dem Gründungsjahr 1380 eingearbeitet.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass nach einem alten Brauch in Rosenthal an Gründonnerstag vor der Predigt die Mägde des Pfarrers und des Opfermanns von Haus zu Haus gingen und die "Gründonnerstagseier" für ihre Dienstherren einsammelten? Die Eiabgabe gehörten zur Pfarrkompentenz; im Jahr 1885 beispielsweise betrug die Lieferung 273 Stück.

Horst Hecker, Frankenberg


  • ...dass Rosenthal (Hessen) 1327 als kurmainzische Stadt gegründet worden ist? Sie ist eine der kleinsten selbstständigen Städte in Hessen, in deren Wappen noch immer das Mainzer Rad zu erkennen ist. Eine Sage versucht den Ortsnamen auf den üppigen Rosenbewuchs um Burg und Ansiedlung zurückzuführen.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass Roda - heute Stadtteil von Rosenthal - erstmals 1343 erwähnt wurde? Und zwar gleich doppelt: In einem Güterverzeichnis des Siegfried Friling von Frankenberg und in einer Urkunde aus dem gleichen Jahr mit dem Ortsnamen „Rodahe“, d.h. Rodenbach, aber im Sinne von „Roten Wasser“. Dabei läge eine Ableitung von „Roden, Rodung“ nahe, denn vermutlich ist Roda in der Siedlungsperiode zwischen 1000 und 1300 in den Burgwald hineingerodet worden.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass ein merkwürdiger Todesfall mit dem legendären „Weißen Hirsch von Rosenthal“ in Verbindung gebracht wird? Am 30.12.1719 soll sich laut amtlichem Polizeiprotokoll jener Hirsch verletzt in die Straßen von Rosenthal verirrt haben. Förster Haynemann wollte ihm den Gnadenschuss geben. Dabei durchschlug die Kugel den Hals des Tieres, prallte von der Hauswand ab, vor welcher der Hirsch stand und traf unglücklicherweise den Schulmeister Dofft, der sich in der Nähe gegenüber dem „Tatort“ befand, tödlich.

Arndt Böttcher, Frankenberg


Twistetal


Wussten Sie schon, ...

  • ... dass die Berndorfer Kirche dem Schutzheiligen Dionysius geweiht ist? Der Gedenktag für St. Dionysius ist der 9. Oktober. Daher fiel die Berndorfer Kirmes (Kirchweih) von jeher auf das zweite Oktober-Wochenende. Wegen des Korbacher Mittelalterlichen Marktes wurde die Berndorfer Kirmes vor einigen Jahren auf das erste Oktoberwochenende verlegt. Alfred Trachte, Berndorf

  • ... dass am 16. August 1854 die Gemeinde Berndorf eine Feuerwehr-Handspritze kaufte? Dafür musste der Ort immerhin 434 Thaler bezahlen. Alfred Trachte, Berndorf

  • ... dass der ehemalige Pfarrgarten in Berndorf 20 Ar (2000 Quadratmeter) groß war? Die politische Gemeinde kaufte das Grundstück 1969. Dort steht die heutige Friedhofskapelle. Ursula Trautmann, Berndorf

Vöhl


Wussten Sie schon, ...

  • ... dass der Erzbergbau zum Erliegen kam, weil die Holzkohle zum Verhütten aus dem benachbarten Sauerland zu teuer wurde? Die alten Stollen im Raum Thalitter nutzte die Gemeinde Vöhl für Leitungen für Brauch- und Abwasser.
    Johannes Bähr, Bad Wildungen

  • ... dass sich im Pfarramt Obernburg eine Bibel befindet, die von dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg drei Tage nach seinem Tode unterschrieben wurde? Die Bibel wurde anlässlich der vorbildlichen Renovierung der Obernburger Pfarrkirche von dem Reichspräsidenten gestiftet. Wahrscheinlich hat von Hindenburg mehrere Bibeln im voraus signiert und ein Schreiber der damaligen Regierung hat den Widmungsstext über die Unterschrift gesetzt, ohne zu wissen das der Reichspräsident bereits verstorben ist.
    Jörg Wiesemann, Obernburg

  • ...dass der ehemalige hessen-darmstädtische Kreis Vöhl einst als „Darmhessisch-Sibirien“ galt? Wer als Beamter im Großherzogtum Darmstadt (dem dieser Kreis bis 1867 gehörte) leichtsinnig gewirtschaftet hatte, dem Trunk oder Spiel ergeben war oder die Mädchen zu lieb hatte, wurde dahin straf versetzt.
    Helmut Wirwahn, Wangershausen

  • ... von 1710 bis 1868 Kupfererze in Thalitter und Goddelsheim gewonnen, gefördert und verhüttet wurden? Sie enthielten ebenfalls Silber. Nach Norden hin - in der Korbacher Bucht - wurde das Material sogar goldhaltig.
    Johannes Bähr, Bad Wildungen

  • ... dass am 19. Januar das Nationalparkzentrum Kellerwald in Herzhausen eröffnet wird? Die Ausstellung soll zu den innovativsten in Deutschland gehören.
    Catharina Karn, Nationalparkverwaltung

  • ... dass der Prinz Gustaf von Schweden die Burgruine Itterburg (Ortsteil Thalitter) im Jahre 1815 gekauft hat, um sich fortan "Graf von Itterburg" nennen zu können? Die Burg Itter wurde erstmals 793 als Haupthof Ittera erwähnt. Die Besitzer waren die Herren von Itter. 1356 soll der letzte Herr von Itter von seinem Neffen erstochen worden sein. 1951 erwarb die Gemeinde Thalitter das Gelände der Itterburg und restaurierte die Reste der Burg.
    Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ... dass die Gemeinde Vöhl von 1883 bis 1889 einen hauptamtlichen Maulwurfsjäger hatte? Friedrich Böttger aus Freienhagen verpflichtete sich, "auf sämtlichen Wiesen, in den Gärten und auf den Flachsländern gehörig zu fangen". Er bekam dafür 50 Mark in 2 Raten am 1. Juli und 1. November und an den Fangtagen Kost und Logis frei.
    Werner Eger, Vöhl

  • ... dass im Jahr 1847 in der Gemeinde Vöhl 322 Sperlinge an den Kreisrat des Kreises Vöhl geliefert worden sind? Aufgrund des Erlasses vom 8. April 1834 war jeder Hausbesitzer verpflichtet, sechs Sperlinge beim Kreisrat abzuliefern. Die Köpfe wurden abgeschnitten, den Körper konnte der Hausbesitzer behalten. Außerdem bekam er pro Vogel zwei Heller Entgelt.
    Werner Eger, Vöhl

  • ... dass der Bürgermeister von Vöhl im 19. Jahrhundert wegen des nicht erfolgten Berichts über die Vernichtung von Sperlingen vom Kreisrat gerügt wurde? Es war gewissermaßen die letzte Verwarnung. Der Bürgermeister musste innerhalb drei Wochen den erforderlichen Nachweis erbringen.
    Werner Eger, Vöhl

  • ... dass im Jahr 1950 die Bauern in Asel-Süd große Sorgen wegen eines riesigen Keilers hatten, der ihre Felder umpflügte? Er "arbeitete" nicht nur in der Nacht, auch am Tag ließ er sich nicht stören. Das Tier kümmerte sich nicht einmal um die Bauern, die in der Nähe auf den Feldern arbeiteten. Vielleicht wusste er, dass der zuständige Förster derzeit kein Gewehr hatte!
    Werner Eger, Vöhl

  • ...dass die Großgemeinde Vöhl am 1. Januar 1974 aus 15 ehemals selbständigen Dörfern entstanden ist? Ihr Gebiet deckt sich im wesentlichen mit der alten „Herrschaft Itter“, durch welche die Grenze zwischen westfälisch-sächsischem und fränkisch-chattischem Stammesland verlief (was sich auch in der Sprachgrenze zwischen Nieder- und Mitteldeutsch erkennen lässt). Die Herrschaft Itter gelangte 1650 in den Besitz des Landgrafen von Hessen-Darmstadt; 1866 kam es zu Preußen, 20 Jahre später wurde Vöhl dem Landkreis Frankenberg angegliedert.
    Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass unter dem Namen Hessenstein nicht nur die jetzige Jugendburg (vormals Jugenherberge) bei Ederbringhausen firmiert? Unter diesem Namen wurden am 1.1.1972 die Dörfer Ederbringhausen, Harbshausen, Kirchlotheim sowie Nieder- und Oberorke zusammengeschlossen; er leitet sich von der Burg Hessenstein ab, die zwischen 1328 und 1342 durch Landgraf Heinrich II von Hessen aus den Resten der alten „Silburg“ als Ersatz für die benachbarte Keseburg (1227 zerstört) erbaut wurde.
    Arndt Böttcher, Frankenberg

Volkmarsen

Blick auf Volkmarsen

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass das Erdgeschoss des Volkmarser Rathauses früher eine Kaufhalle war und der riesige Dachboden als Zehntscheune und Vorratslager für Brotgetreide diente? Im Jahr 1327 wurde das Rathaus erstmals in einer Urkunde erwähnt, es muss also zu dieser Zeit schon erbaut gewesen sein.
    Ernst Klein,Volkmarsen

  • ... dass die Volkmarser wegen des ständigen Brennholzmangels mindestens seit 1827 eine umfangreiche Torfstecherei in städtischer Regie auf dem Stadtbruch betrieben? Torf war lange Zeit der meistgenutzte Brennstoff für Wohnhäuser und öffentliche Gebäude.
    Ernst Klein, Volkmarsen

  • ... dass 63 Volkmarser im Jahr 1849 in Bremen Opfer eines Betrügers wurden? Er kassierte das Schiffsgeld und verschwand nach Amerika, ohne die Passagen für die Auswanderer zu bezahlen. Zwischen 1840 und 1860 waren wegen der großen Armut zahlreiche Volkmarser ausgewandert - die meisten nach Nordamerika, aber auch Australien, Südamerika und Russland waren Ziele.
    Ernst Klein, Volkmarsen

  • ...dass Jacob de Romph aus Holland ein Buch über die Familie Rumpf - die heute noch in Volkmarsen ansässig ist - geschrieben hat? Das Buch wurde vom früheren Breunaer Pfarrer Pannekoek, ebenfalls aus Holland, herausgegeben. Das Buch in holländischer Sprache wurde von Sophie-Charlotte Feuerstein ins Deutsche übersetzt. Heinrich Friele

  • ...dass die Geschichte der Familie Rumpf laut Ahnenforschung in Rhoden und Breuna im Jahr 1470 in Rhoden begann? Die Familiengeschichte endete im 18. Jahrhundert, als der Urahne nach Holland auswanderte. (aus den Daten der Familie Rumpf, Rhoden - Breuna) Heinrich Friele, Rhoden

Waldeck

>> Artikel: Wussten Sie schon, dass... (Stadt Waldeck)

Willingen


Wussten Sie schon, ...

  • ...dass die Wanderer vom Willinger Gebirgsverein 620 Kilometer in etwa 30 Tagen zurücklegen müssen, um den Wanderwimpel in die nächste Wanderer-Hauptstadt Freiburg zu bringen? Der Verein plant dafür 27 Etappen mit durchschnittlich jeweils 23 Kilometern ein - und dazu nur drei bis vier Ruhetage. Hansi Figge, Willingen

  • ...dass seit über zehn Jahren der Deutsche Wandertag mit Willingen erstmals wieder in einer kleineren Gemeinde ausgerichtet wird? Sonst waren zumindest eine größere Stadt oder ein Landkreis der Gastgeber.In Willingen wird der Wandertag in diesem Jahr zum 109. Mal begangen.

Hans-Jürgen Figge,Vorsitzender des Upländer Gebirgsvereins Willingen


  • ...dass der Deutsche Wanderverband auch Literatur zu der beliebten Freizeitbeschäftigung bereitstellt? Dazu gehört das Büchlein Familienbande. Das soll helfen, dass sonntägliche Familienwanderungen den Schrecken für die Beteiligten verlieren. Hans-Jürgen Figge, Vorsitzender des Upländer Gebirgsvereins Willingen

  • ...dass die Mitglieder des Upländer Gebirgsvereins auch nach dem Wandertag noch einiges vor sich haben? Denn traditionell bringen die Ausrichter den Wandertagswimpel in die nächste Wanderer-Hauptstadt. Und das ist im Jahr 2010 Freiburg - 600 Kilometer südlich von Willingen. Die Planungen laufen bereits. Die erste Etappe soll Anfang Juli 2010 in Angriff genommen werden.

Hans-Jürgen Figge,Vorsitzender des Upländer Gebirgsvereins Willingen


  • ...dass beim Deutschen Wandertag nicht nur gewandert wird? Zum Programm gehören seit langem Vorträge, Fachtagungen und Konzerte. Außerdem steht auch die Jahreshauptversammlung des Deutschen Wanderverbandes in Willingen auf der Tagesordnung. Hans-Jürgen Figge, Vorsitzender des Upländer Gebirgsvereins Willingen

  • ...dass der große Festumzug zum Deutschen Wandertag am morgigen Sonntag 6,5 Kilometer lang werden soll? Die Veranstalter erwarten dazu bis zu 20 000 Teilnehmer und bis zu 30 000 Zuschauer an den Straßenrändern. Hans-Jürgen Figge,Vorsitzender des Upländer Gebirgsvereins Willingen

  • ... dass beim Deutschen Wandertag die Führer des Willinger Gebirgs- und Heimatvereins insgesamt 3881 Wanderer durch das Upland begleiteten. Dabei legten sie Wanderstrecken von insgesamt 860 Kilometern zurück.

Hans-Jürgen Figge, Vorsitzender des Upländer Gebirgsvereins Willingen