Wussten Sie schon, dass ... Unbekannter Schwalm-Eder-Kreis

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Blick auf die Kreisstadt Homberg (Efze)

Der Schwalm-Eder-Kreis erstreckt sich auf einer Fläche von 1.538 qkm vom Zusammenfluss der Eder und der Fulda im Norden, über das Stölzinger Gebirge im Osten, die Schwalm und das Knüllgebirge im südlichen Bereich und den Kellerwald im Westen.

Das Kreisgebiet liegt in Nordhessen in einem Dreieck zwischen den Städten Kassel, Marburg und Bad Hersfeld.

Kreisstadt ist Homberg (Efze).

Allgemein

Forstmühle in Niedervorschütz

Wussten Sie schon, das ...

  • ... viele Müller der Mühlenhöfe an den Bächen unserer Heimat den Beruf Mühlenarzt erlernt hatten? Diese alte Bezeichnung ging bei uns seit dem 19. Jahrhundert allmählich in die des Mühlenbau(meist)ers über. Im Odenwald gibt es den Mühlenarzt noch heute.
    Roland Siebert, Neuental

  • ... es im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises noch bis vor etwa 100 Jahren mindesten acht Papiermühlen an den Bächen und Flüssen gab, die eine Art Büttenpapier aus Lumpen herstellten?
    Roland Siebert, Dorheim

  • ... es bis ins 20. Jahrhundert hinein im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises sieben industriell betriebene Wasserkraftanlagen gab für die Herstellung von Farben, Segeltuch, Eisen, Käse, Korken und Wollgarn?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... noch bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die Benotungsskala in unseren Schulen sozusagen auf dem Kopfe stand? Von vorzüglich (6) über sehr gut (5), gut (4), ziemlich gut (3), genügend (2) reichte sie bis schlecht (1).
    Roland Siebert, Neuental

  • ... 1033 ein harter Winter war? Die Pferde froren im Mist fest und mussten mit Äxten und Beilen heraus gehauen werden.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... dass Steina ursprünglich aus drei Orten bestand? Während Obersteina und Mittelsteina zerstört wurden, ist Untersteina das heutige Steina.

Quelle:www.willingshausen.de


  • ... im Mai 1403 das Getreide auf den Feldern erfror?
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... der Dreißigjährige Krieg auch viele Geistliche verroht hatte? Der Pfarrer von Wehren wurde gerügt, weil er mit einem Gastwirt aus Gudensberg auf der Landstraße ein Wettrennen zu Pferde veranstaltet hatte.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... der Maler L. E. Grimm um 1816 schreibt: Da - mitten in Italien - dachte ich an mein teures Hessenland. Meinen blühenden Frühling, meine Wälder, Blumen, Berge und Täler hätte ich nicht geben und auf immer verlassen mögen um all dies ganze Paradies voll Schönheit.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... im März 1732 unter den Rindern eine starke Seuche ausbrach? Sie bekamen auf der Zunge Blasen und Löcher, welche mit einem silbernen Instrument abgekratzt wurden. Darauf wurden die Rinder wieder gesund.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

Blick auf Jesberg

  • ... im Februar 1824 das Kreisamt Fritzlardie Schmausereien in den Spinnstuben, namentlich das Kaffee- und Branntweintrinken sowie das Kuchenbacken usw., bei angemessener Strafe untersagte?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... es einen Gudensberg-Felsberger Schullehrer-Verein gab, dem die Lehrer aus Besse und Rengershausen im Jahr 1835 beitraten?
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... die Nacht zum 8. Juli 1860 so kalt war, dass die Gurken erfroren und am 27. Juli fror die Wäsche auf der Leine.
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... bei einer Ausstellung von der Vor- und Frühgeschichte aus Deutschland 1880 in Berlin, auch zwei Steinmeißel vom Wartberg bei Kirchberg, ein Bronzehalsring von Grifte und ein gewundener Halsring von Haddamar zu sehen waren?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die königlich preußische Regierung in Kassel es im Jahre 1907, also vor genau 100 Jahren, durch Verordnung gestattete, dass in besonderen Ausnahmefällen verheiratete Lehrerinnen widerruflich im Schuldienst beschäftigt werden können?
    Roland Siebert, Dorheim

  • ... Mitte der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts die fertige Planung für einen 91,5 Kilometer langen Kanal für 1000-Tonnen-Schiffe vorlag, der die Lahn über den Ausbau von Wiera, Schwalm und Eder mit der Fulda bei Grifte verbinden sollte?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... am 14. März 1940 Altmetall im Deutschen Reich gesammelt wurde, welches der Führer von seinem Volk zum Geburtstag geschenkt bekommen sollte? Die Sammlungsidee ging auf Reichsmarschall Hermann Göring zurück, der am 14. März zu einer freiwilligen Spende von Bronze, Kupfer, Blei, Messing, Zinn und Nickel "in nationalsozialistischer Opferbereitschaft" aufgerufen hatte.
    Thomas Schattner, Wabern

Kirche in Oberaula
  • ... im Herbst 1944 zahlreiche männliche Kreisbewohner und Mitglieder der Hitlerjugend (aus dem Bann Homberg 192) zum Arbeitseinsatz am Westwall abkommandiert wurden? Hitler hatte dazu den Befehl in seiner Weisung Nummer 61 am 24. August 1944 selbst gegeben: Ich befehle den Ausbau der "deutschen Weststellung" mit den Mitteln eines Volksaufgebots. Ein letztes Mal sollte die deutsche Bevölkerung mobil gemacht werden. Am 4. September 1944 begannen dort die Schanzarbeiten.

  • ... in 1946 zur Seifenherstellung Knochen gesammelt wurden? Für fünf Kilogramm Knochen gab es ein Stück Kernseife über die entsprechende Bezugsmarke.
    Anne Chr. Klüttermann, Verein für Geschichte und Dorfkultur, Besse

  • ... 1951 in unseren Volksschulen der sogenannte Gesamtunterricht eingeführt wurde, welcher seinen Schwerpunkt auf alle möglichen Aspekte der Heimatkunde legte und später in das Fach Sachunterricht an den Grundschulen überging?
    Roland Siebert, Neuental


  • ... 1305 alle Flüsse in Deutschland zugefroren waren, so dass die Handelswagen darüber fahren konnten?
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... am 20. April 1937 erstmals in unseren Schulen der "Führergeburtstag" gefeiert werden musste?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig folgendes Angebot der Buchdruckerei von F. Hoppe im Kreisanzeiger stand: "In der Buchdruckerei von F. Hoppe ist zu haben: Kleines Handbuch für Reisende und Auswanderer nach England und Amerika, oder die Kunst in ungemein kurzer Zeit die englische Sprache so zu erlernen, um sie geläufig sprechen zu können."
    Irmhild Georg, Metze

  • ... die "Langen Hessen" die längere und die "Kurzen Hessen" die kürzere mittelalterliche Straßenverbindung zwischen dem südlichen Hessen und Thüringen waren?
    Friedrich Döring, Kleinenglis

  • ... ab 1940 alle Studentinnen keine Zigaretten mehr rauchen durften, damit die Soldaten an der Front weiter mit genügend Zigaretten bedient werden konnten?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

Angeblich schönstes Fachwerkhaus Deutschlands in Ziegenhain
  • ... vor genau 470 Jahren mit dem Fach "Religiöse Belehrung" bei uns die ersten schulähnlichen Veranstaltungen auf dem flachen Lande eingeführt wurden, um die einfachen Leute an die von Luther ins Deutsche übersetzte Bibel heranzuführen?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... das Jahr 1737 ein recht nasses Jahr war? Es hat den ganzen Sommer geregnet. "Alle Feldfrüchte sozusagen gestolen, weiß und nass eingefahren."
    Alfred Mattäi, Domküster i.R. Fritzlar

  • ... der Name Schwalm für den gleichnamigen Fluss von dem im 8. und 9. Jahrhundert gebräuchlichen "Suualmanaha", "Suualmaha" und "Swalmanaha" - was soviel bedeutet wie Dampfwasser oder Nebelwasser - abgeleitet ist?
    Friedrich Döring, Kleinenglis


  • ... die seit 1974 bestehende Grenze zwischen den Landkreisen Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg zwischen Hausen und Ersrode im Beisetal exakt da verläuft, wo vor weit über 1.000 Jahren schon die alte Grenze zwischen der 6. und der 4. Hundertschaft (Hauptorte Verne/Verna und Bracht) des "Hessengaus" verlief?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... es im Jahr 1929 in den Jugendherbergen in Fritzlar 533 männliche, 37 weibliche, in Homberg 123 männliche, 41 weibliche und im Knüll 2.363 männliche und 813 weibliche Übernachtungen gab?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... alle katholischen und evangelischen Pfarrer und Kirchenbeamten 1938 auf den Führer vereidigt wurden?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... unsere jüdischen Nachbarn ab Dezember 1938 keine Brieftauben mehr halten durften?
    Friedrich Dreytza, Türmer von Homberg

  • ... im Winter 1942/43 unter dem Motto "Groschen helfen siegen" NS-Spielzeug auf Weihnachtsmärkten verkauft wurde? Dabei wurden Spielsachen aller Art verkauft, die von der Hitlerjugend selbst zuvor hergestellt wurden. Vom Kleinkindalter bis zu den Zehnjährigen, für jeden war etwas dabei. Deshalb stellte der Homberger HJ-Bann 1943 12.000 Spielzeuge her. Allein in Niederbeisheim wurden 220 Spielzeuge, der für den Bann geforderten 10.000 Stück hergestellt.
    Thomas Schattner, Wabern


  • ... der Oberarchivrat Karl E. Demandt 1909 auf Samoa geboren ist? Doch kam er schon als Kind nach Niedenstein, wo er im Forsthaus glückliche Jahre verbrachte. Karl E. Demandt hat viele wissenschaftliche Arbeiten über Hessen, besonders über Fritzlar, geschrieben.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... noch nach dem Zweiten Weltkrieg die Dorfschüler eine breite Palette von Früchten und Rohstoffen sammeln mussten, u.a. Wildgemüse, Brennnesseln, Ähren, Zwetschgenkerne, Hagebutten, Holunderbeeren, Brombeerblätter, Eicheln, Bucheckern, Laubstreu, Knochen, Lumpen, Papier und Frauenhaar?
    Roland Siebert, Neuental

  • ... im Dezember 1938 16 Kreisbewohner auf "KdF-Fahrt" mit dem Dampfer "Wilhelm Gustloff" waren? Das Ziel ihrer zwölftägigen Reise hieß "Silvester in Neapel". Per Bahn reisten sie nach Genua. Dort begann der eigentliche Höhepunkt. Die nächsten Tage verbrachten die Urlauber auf dem Schiff "ohne Klassen", der "Wilhelm Gustloff".
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... es im Jahr 1949 im Kreis Fritzlar-Homberg 4.756 Pferde, 28.380 Rindvieh, 41.983 Schweine, 10.776 Schafe und 9.714 Ziegen gab?
    August Bollerhey, Wehren

  • ... dass es spezielle Backordnungen gab, die das gemeinsame Backen im Gemeindebackhaus in Zella regelten? Um Streitigkeiten unter den Bäckern zu vermeiden, wurden in der Ziegenhainer Zeitung im Jahr 1890 zehn Paragraphen veröffentlicht, die die Ordnung des Backens regeln sollten. Quelle: 25 Jahre Großgemeinde Willingshausen 1974-1999

  • ... dass Leimbach vermutlich schon zu Zeiten Christi Geburt bestand? Archäologische Ausgrabungen haben Funde zu Tage befördert, die Informationen zum Beginn der Zeitrechnung, zu keltischen und germanischen Kulturen geben. Quelle: 25 Jahre Willingshausen 1974-1999

  • ... der Kartäuserorden vom Heiligen Bruno gegründet wurde, der sich 1084 mit Gefährten in eine einsame Gebirgsgegend bei Grenoble (Frankreich) ins Kloster La Grande Chartreuse (Große Kartause) zurückzog und dort siedelte? Die Häuschen, in denen die Mönche lebten, sind noch zu sehen. In der Gensunger Kartause wurden die Zellen der Mönche nach der Reformation abgerissen, und das Kloster wurde zum Jagdschloss umgebaut.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... dass es schon im Februar 1980 im Kreisgebiet des Schwalm-Eder-Kreises 810 Fremdenverkehrsbetten auf 106 Bauernhöfen für „großstadtmüde“ Urlauber gab? Auf einem Hof gab es als besonderes Angebot zehn Pferde, zehn Schweine, 20 Schafe, 30 Hühner, zehn Gänse, 20 Puten zwei Pfauen, zehn Tauben, zwei Hunde, zwei Ziegen, drei Kaninchen, 30 Enten und zwei Meerschweinchen. Thomas Schattner,Wabern

  • ... dass der Schwalm-Eder-Kreis im Juli 1975 die größte Dichte an Kraftfahrzeugen in ganz Hessen besaß? Nach den Angaben des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden waren 400 Fahrzeuge auf je 1000 Einwohner zugelassen. Der Landesdurchschnitt betrug seinerzeit 347 Fahrzeuge auf 1000 Einwohner. Spitzenreiter in den absoluten Zahlen war Frankfurt mit rund 250 000 zugelassenen Personenwagen in der Mainmetropole. Thomas Schattner, Wabern

  • ... dass der Schwalm-Eder-Kreis im Januar 1976 auf der Grünen Woche in West-Berlin einen „Hessentag“ ausrichtete? Auf einer Pressekonferenz der 50. Grünen Woche stellte Landrat August Franke zufrieden fest, dass die Erzeugnisse der nordhessischen Landwirte bei den „Spree-Athenern“ immer beliebter werden. Thomas Schattner, Wabern

  • ... dass die Regionen Schwalm und Knüll „steinreich“ an Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit sind? Große Quarzitschlagplätze bei Ziegenhain, Rörshain, Lenderscheid und Hausen ziehen seit langem die Aufmerksamkeit der Urgeschichtsforschung auf sich. Das Hauptwerkzeug der frühen, vom Neandertaler geprägten Epoche, ist der Faustkeil. Er gilt als Inbegriff des Werkzeugs früher Menschen.

Quelle: Schwälmer Jahrbuch 2013


  • ... dass ein großer Teil der heutigen Grenze zwischen dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg früher die Grenze zwischen der Landgrafschaft Hessen-Kassel und dem Fürstentum Waldeck, bzw. ab 1868 die Grenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Fürstentum Waldeck war? Noch heute stehen auf diesem Grenzverlauf über 200 Historisch Grenzsteine aus der Zeit von 1739 bis 1900, die als Kleindenkmale besonders geschützt sind.

Helmut Most, Kleinenglis.


  • ... dass in der Schwälmer Mundart ein dürrer Junge, en därrer Hütch ist?

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt


  • ... dass wenn man länger vor sich hin spricht, man vor sich hin „benscht“?

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt


  • ... dass wenn man jemandem Ordnung beibringen will, man ihn „mores“ lehrt?

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt


  • ... dass jemand, der Massel hatte, Glück gehabt hat? Ist etwas schlecht geraten, ist es ein Schlamassel, man hat etwas vermasselt.

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt


  • ... dass einer der sich alles besorgt, anschafft ein Schacherer ist? Er schachert sich etwas zusammen.

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt


  • ... dass eine kleine dicke Frau, eine kleine dicke „Worjel“ ist?

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt''


  • ... dass ein „Schaude“ ein schlechter, durchtriebener Mensch ist? Mich schaudert, es ekelt mich.

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt


  • ... dass ein „Schliach“ ein unehrlicher, nichtsnutzender Mensch ist?

Anneliese Heipel-Biedebach, Schwalmstadt


  • ... dass die Regionen Schwalm und Knüll „steinreich“ an Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit sind? Große Quarzitschlagplätze bei Ziegenhain, Rörshain, Lenderscheid und Hausen ziehen seit langem die Aufmerksamkeit der Urgeschichtsforschung auf sich. Das Hauptwerkzeug der frühen, vom Neandertaler geprägten Epoche, ist der Faustkeil. Er gilt als Inbegriff des Werkzeugs früher Menschen. (zhk)

Quelle: „Schwälmer Jahrbuch 2013“


  • ... dass Landgraf Philipp bereits 1524 eine Verfügung herausgab, dass alle Häuser nicht mehr mit Stroh sondern mit Ziegeln zu decken seien? Diese Brandschutzvorkehrung traf auch für die Städte und Dörfer der Schwalm zu. Nichtsdestotrotz hatten bis ins 19. Jahrhundert einige Gebäude noch Strohdächer. Ziegel waren teuer und schwer zu bekommen. Vor 200 Jahren entstand das heutige Forsthaus Ziegelhütte im Schützenwald. Dort wurden Ziegel gebrannt, davon zeugen zahlreiche Gruben zwischen der Ziegelhütte und der Bundesstraße 254.

(cls)


  • ... dass der 1953 ins Amt gekommene chilenische Außenminister Oscar Fenner ein Nachkomme deutscher Auswanderer aus dem alten Kreis Fritzlar-Homberg war? Seine Vorfahren stammten u.a. aus Bischhausen, Schlierbach und Niedergrenzebach. Ihren Namen leiten die Fenners von Ort Venne, einer untergegangenen Ortschaft bei Gudensberg, ab.

Thomas Schattner, Wabern

Bad Zwesten

Borken

Edermünde

Felsberg

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... in der evangelischen Kirche in Beuern eine undatierte Glocke aus dem 15. Jahrhundert läutet? Eine 1862 bei Henschel & Sohn in Kassel gegossene Glocke wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Sie musste auf Befehl des Nazi-Regimes für Kriegszwecke abgegeben werden. 1952 wurde in der Werkstatt Rincker in Sinn eine neue Glocke für Beuern gegossen.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... dass es in Felsberg im Mittelalter rund um die heute 1000 Jahre alte 8[Felsburg]] sechs Burgsitze gab, auf denen die Burgmannenfamilien lebten? Im Auftrag der Landgrafen von Hessen verwalteten die Amtsleute die Felsburg. Die Landgrafen von Thüringen und später von Hessen waren Eigentümer der Burg, nachdem die Grafen von Felsberg bis Ende des 13. Jahrhunderts ausgestorben waren.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... die 1966 vom damaligen Hessischen Innenminister Heinrich Schneider eingeweihte erste Hessenturnhalle in Fertigbauweise in Felsberg im ersten Jahr ihres Bestehens 55 Besuchergruppen anlockte? Fast alle waren begeistert von der in Fertigteilen gebauten Halle und den günstigen Baukosten. Bundesweit wurden über 100 Hallen dieses Typs gebaut, entwickelt von der Borkener Baufirma Wilhelm Völker und dem Betonwerk Hessen in Kassel. Nach der Fertigstellung der größeren Stadtsporthalle 1990 wollte der Kreis die alte Halle abreißen. Der Protest der Vereine, die sie heute noch nutzen, verhinderte dies.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... im Mai 1970 ein Teil des ehemaligen Luftschutzstollens unter dem Marktplatz in Felsberg eingestürzt ist? Der Stollen war Anfang der 1940-er Jahre von in Felsberg evakuierten Saarländern gegraben worden und von der Obergasse her zugänglich. Er bot den Felsbergern im Krieg Schutz bei Luftangriffen. Der vordere Teil war schon Jahre vorher eingebrochen und mit Sand verfüllt worden. Nach dem Vorfall 1970 wurde auch der hintere Hohlraum zwischen der Nikolaikirche und dem Ratskeller-Gebäude ausgebaggert und mit Schotter verfüllt.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... die Stadt Felsberg früher einen Nachtwächter beschäftigt hat? Das Handbuch des Kreises Melsungen nennt für das Jahr 1940 den Nachtwächter Heinrich Alter als Verantwortlichen. Für Melsungen wird der Nachtwachmann Köhler genannt.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... auch während des letzten Weltkrieges heimische Braunkohle gefördert worden ist? Laut Handbuch des Kreises Melsungen 1940 lieferten die Zeche Heiligenberg in Gensungen sowie die Gewerkschaft Wattenbacher Kohlenwerk mit der Zeche Stellberg und der Verladestelle Wellerode-Wald Braunkohle für den Hausbrand, die Industrie, Bäckereien und Ziegeleien. Die Zeche Heiligenberg wurde 1953 nach 399 Jahren geschlossen. Der noch vorhandene Eingang zum Oscar-Stollen ist nach dem Kasseler Firmenchef Oscar Robert Henschel benannt.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... zum dreistimmigen Geläut der evangelischen Kirche Wolfershausen eine Glocke gehört, die 1817 bei Henschel & Sohn in Kassel gegossen wurde? Die älteste, undatierte Glocke in Wolfershausen stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die dritte wurde 1991 in der Werkstatt Rincker in Sinn gegossen. Der Glockenfreund und Türmer von Homberg, Dennis Willershausen, hat herausgefunden, dass Henschel mehr als 200 Glocken gegossen hat, unter anderem für Beuern, Röhrenfurth, Grifte, Malsfeld, Werkel, Kirchberg, Niedenstein, Homberg und Geismar. Georg Christian Carl Henschel war 1777 als Gießer nach Kassel gekommen, um Kanonen und Glocken zu gießen. 1810 gründete er die Henschelei, die später Weltruhm genoss.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... dass bei der Bombardierung der Edertalsperre durch britische Bomberflugzeuge am 17. Mai 1943 47 Menschen im Edertal starben? Im Kreis Waldeck kamen 29 Menschen ums Leben, im Kreis Fritzlar ertranken 13 Bewohner. Drei Menschen – darunter ein 14-jähriger Junge – starben in Altenburg, zwei in Kassel. Am Gebäude der Stadtsparkasse Felsberg erinnert seit 17. Mai 2013 eine von dem Institut gestiftete Gedenktafel an die Opfer der Edersee-Katastrophe. Neben der Gedenktafel ist der Wasserstand von damals gekennzeichnet.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... dass am 1. Mai 1947 auf dem Sportplatz in Gensungeneine Kundgebung zum Tag der Arbeit mit über 500 Teilnehmern aus dem Edertal stattgefunden hat? Redner war der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und Kasseler Stadtverordnetenvorsteher, Regierungsrat Rudolf Freidhof, der 1984 im Alter von 96 Jahren verstarb. Die Teilnehmer der Maikundgebung bekannten sich zur Demokratie und zur sozialdemokratischen Partei.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... der Diplomaten-Sonderzug, mit dem Bundeskanzler Willy Brandt am 19. März 1970 zum ersten innerdeutschen Gipfeltreffen mit DDR-Ministerpräsident Willi Stoph nach Erfurt fuhr, in Beiseförth hielt? Laut HNA legte Brandt in Beiseförth für wenige Stunden eine Schlafpause ein, bevor der Zug über Bebra nach Thüringen fuhr. In Beiseförth überbrachte ein Beamter des Polizeikommissariats Melsungen dem Bundeskanzler im Namen von Landrat Franz Baier 19 rote Nelken, “weil der 19. März ein besonderer Tag war”. Verbunden mit den Nelken waren die besten Wünsche für einen guten Erfolg in Erfurt. Der zweite innerdeutsche Gipfel fand am 21. Mai 1970 in Kassel statt.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... die Eisenbahnstrecke Kassel-Gensungen am 3. September 1849 eröffnet worden ist und Wolfershausen eine Bahnhaltestelle bekam? Felsbergs Stadtverordnetenvorsteher Stefan Umbach, ein Kenner der nordhessischen Eisenbahngeschichte, schreibt in der Festschrift „950 Jahre Wolfershausen“, dass der 3. September 1849 ein Festtag für die Gemeinde Gensungen war. Allerdings kam der erste Zug von Kassel mit Verspätung in Gensungen an: „Gezogen wurde der Zug von der von der Firma Henschel gebauten Lokomotive mit dem Namen Hassia. Unterwegs war eins der aus Messing bestehenden Siederohre geplatzt. Die aus Kassel angeforderte Ersatzlokomotive mit dem Namen Sturm holte den Zug zurück nach Kassel.” Der Abschnitt bis Wabern wurde am 29. Dezember 1849 eröffnet, ab 2. Januar 1850 fuhren die Züge bis Treysa, ab 15. Mai 1852 nach Frankfurt.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... die Nikolaikirche in Felsberg einst Sanct Nicolaus hieß und seit der Reformation evangelisch ist? Der spätgotische Bau stammt aus dem Jahr 1320, eine Vorgängerkirche soll vor 1200 Jahren entstanden sein. Nach dem Brand von Felsberg 1640 wurde die Stadtkirche wieder aufgebaut und mehrfach umgestaltet, 1882 bis 1884 im neugotischen Stil. Die älteste der fünf Glocken ist 501 Jahre alt. Das Anfang der 1970er-Jahre angeschaffte Holzkreuz mit Christusfigur über dem Altar im Chorraum stammt von dem Schnitzer Lorenz Buchner in Peiting im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... der Heiligenbergverein am Himmelfahrtstag 1934 von den Herren Dr. Prinz, Gensungen, Dr. Fritz Braun, Melsungen, Heinrich Mumberg, Gensungen, Dr. Textor, Homberg und Prof. Bleibaum als „Heimatschutzverein Gensungen“ neu gegründet wurde und an Himmelfahrt 2014 sein 80-jähriges Bestehen feierte?
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... das Geländer am Burgweg des Heiligenberges am 8. April 1994 errichtet worden ist? Christian Krummer hatte die Eisenteile vorbereitet und Karl Reitz das Lärchenholz besorgt. Elf Arbeitskreismitglieder haben das Geländer aufgebaut. Die Materialkosten von 1900 DM plus 100 DM für Verpflegung und Getränke hat der Schwalm-Eder-Kreis übernommen.

1994 waren 75 laufende Meter errichtet worden, 1995 kamen noch einmal 80 laufende Meter dazu.
Fritz Strack, Gensungen


  • ... das Hessische Justizministerium im März 1970 die Auflösung des Zweiggerichts Felsberg des Amtsgerichts Melsungen verkündete? Jahrelang hatten die politischen Gremien für den Erhalt des Gerichts in Felsberg gekämpft. Die Stadtverordneten nahmen die Schließung mit Resignation zur Kenntnis. Felsberg war seit 1360 Amt, seit 1866 Amtsgericht und seit 1945 Hessisches Amtsgericht, Zweiggericht Felsberg gewesen.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... die Melsunger Handballer nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga von September 2005 bis Dezember 2007 43 Heimspiele und ein DHB-Pokalspiel in der Meirotelshalle in Rotenburg ausgetragen haben? Sie heißt heute Göbel‘s Hotel Arena. Das erste Spiel gewann die MT 23:20 gegen den VfL Pfullingen, das letzte in Rotenburg verlor sie 27:32 gegen TuSEM Essen. Das erste Spiel in der Rothenbachhalle in der Kasseler Messe war das „Weihnachtsmärchen” am 26. Dezember 2007 gegen THW Kiel. Die MT verlor 31:36. Das Spiel brach alle Zuschauer-Rekorde: 4300 Besucher in der Rothenbach-Halle und weitere 2200 in den Messehallen beim Public Viewing. Den bisher höchsten Sieg in der 1. Liga feierte die MT am 3. Juni 2006 mit 30:19 gegen den Wilhelmshavener HV.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... am 1. Dezember 1970 der erste Gemeindezusammenschluss im damaligen Kreis Melsungen beschlossen wurde? Böddiger und Lohre und später auch Niedervorschütz schlossen sich freiwillig der Stadt Felsbergan. Die HNA kommentierte unter der Überschrift “Liebesheirat”: “Dieser Zusammenschluss kommt ein wenig überraschend, denn viele hatten darauf getippt, dass zunächst einmal die Minigemeinden Altenburg und Helmshausen oder aber Empfershausen ihre Selbstständigkeit aufgeben würden.” Altenburg verfügte nicht einmal über eine eigene Gemarkung.
    Manfred Schaake, Felsberg

  • ... es nicht nur den einen Sälzerweg gibt, der über die Eder führt und in Felsberg als Straßenname erhalten geblieben ist? Von Bad Sooden führten Salzstraßen in alle Himmelsrichtungen. Ein wichtiger Handelsweg war das Wasser. Auf der Werra wurde das Salz bis nach Bremen verschifft. Das Salzsieden verlor seine Bedeutung durch den Abbau von Steinsalz. Dadurch verlor der Sälzerweg seine Bedeutung und wird heute nur noch als Wanderweg oder Teil des Kunstwanderweges „Ars Natura“ genutzt...
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... das Wahrzeichen der Stadt Felsberg 1788/89 fast abgerissen worden wäre? Der Turm der Felsburg wurde im Zusammenhang mit anstehenden Reparaturarbeiten als „eines der merkwürdigsten Altertümer in Hessen bezeichnet“. Landgraf Wilhelm IX. hatte bereits entschieden, dass die seit dem Siebenjährigen Krieg (1756-63) nur noch als Ruine vorhandene Anlage abgebrochen werden sollte. Nur der Überzeugungskraft seiner Architekten ist es zu verdanken, dass Schäden am Turm und am Dach doch behoben wurden und damit der Fortbestand des Turmes gesichert war.
    Hans Poth, Felsberg

  • ... 1935 die Mauerreste der Burg Heiligenberg in Gensungen ausgegraben und bis 1939 mithilfe der Bevölkerung wieder aufgebaut wurden?
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... dass die Kartause zwischen Gensungen und Heßlar einst an einer mittelalterlichen Hauptverkehrsstraße lag? Auf der Sälzerstraße zwischen Bad Sooden und dem Rheinland wurde zum Beispiel Wein für Nonnen und Mönche transportiert..
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... der erste urkundlich erwähnte Gensunger „Ratpraht von Gensingen“ hieß? Er schenkte seine Güter dem Kloster Fulda.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... der Markwald Beuerholz im Jahre 1360 vom Landgrafen Heinrich II. den Bürgern von Felsberg, Gensungen, Beuern, Heßlar und Melgershausen geschenkt wurde? In dieserm Jahr wird das Jubiläum des 650 Jahre zurückliegenden Ereignisses begangen.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die Burg Heiligenberg mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde? 1186 vom Erzbischof Konrad von Mainz erbaut, wurde sie 1232 von Landgraf Konrad von Thüringen geschleift. 1247 wurde sie im Auftrag des Bistums Mainz von den Rittern von Wolfershausen aufgebaut und 1273, nun von Landgraf Heinrich I. von Hessen, wiederum erobert und zerstört. Erst 1401 wurde die Burg von den hessischen Landgrafen wieder befestigt.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... nach dem Friedensschluss zwischen Hessen und Mainz 1450 die Burg Heiligenberg verfiel. Die Gensunger Chronik vermutet, dass die behauenen Steine beim Bau des Mittelhofes Verwendung fanden.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die Kartause bei Gensungen auf mehreren Siedlungsschichten steht? Die erste ist ein mittelalterliches Dorf aus der Karolingerzeit, die zweite ist ein Kloster der Prämonstratenserinnen (um 1220), dann folgten ein Kartäuserkloster (um 1440) und ein Jagdschloss der hessischen Landgrafen (nach der Reformation 1527). Nachdem der Mittelhof als Jagdschloss erbaut worden war (nach 1600), war die Kartause ein landwirtschaftliches Vorwerk mit riesigen Scheunen, die 1957 durch Blitzeinschlag abbrannten.
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... die unterirdischen Kellergewölbe der Klosteranlagen unter den Scheunen der Kartause das Vorbild für die Behauptung lieferten, es habe unterirdische Gänge zwischen dem Heiligenberg und der Kartause und der Breitenau in Guxhagen gegeben?
    Fritz Strack, Gensungen

  • ... im Jahr 1812 die Gemahlin Jeromes, Katharina, als Königin von Westfalen, durch ihr Land reiste und nach Gensungen kam? Es wurde eine Ehrenpforte errichtet und eine feierliche Begrüßung veranstaltet. Die hierfür aufgewandten Kosten sind in der Gemeinderechnung von 1812 nachgewiesen, zum Beispiel „dem Schankwirt Göbel 16 Taler, 22 Albus, 4 Heller.“ (nach Heusner, Chronik von Gensungen)
    Fritz Strack, Gensungen

Frielendorf

Wussten Sie schon, dass ...

  • ...der Name Frielendorf sich wahrscheinlich auf Freigelassene bezieht? 1196 heißt der Ort Frilingendorf, 1333 Frilendorf. Mit ziemlicher Sicherheit hat Karl der Große in seinem Krieg gegen die Sachsen hier im fränkischen Gebiet gefangene Sachsen freigelassen (Frilinge) und sie an der alten Hauptstraße angesiedelt, um sie besser unter Kontrolle zu behalten. Später kam der Ort unter den Einfluss des benachbarten Klosters Spieskappel. Aus: Der Kreis Ziegenhain. Hrsg. K. Theiss (1971)
  • ... Frielendorf 1787 bis um 1890 Einzugsgebühren erhob? Wer sich in Frielendorf niederlassen wollte, musste Einzugsgebühr zahlen, laut Gemeinderechnung von 1845: An Einzugsgeld zahlte eine inländische Mannsperson 10 Thaler, eine Weibsperson 5 Thaler, ein Ausländer (z.B. Bayer, Preuße u.s.w.) 20 Thaler, eine Ausländerin 10 Thaler. Von: Walter Schönhut Aus: Frielendorfer Chronik von Fritz Gerich
  • ... dass um 1450 ein Prämonstratenser Mönch im Kloster Spieskappel eine Hymne auf das Land Hessen schrieb? Das in mittelalterlichen Noten (Neumen) komponierte Lied „Würdig des Lobes ist das Land Hessen“ sollte den aufstrebenden Landgrafen-Staat mit einer Nationalhymne in seinem Selbstbewusstsein stärken. Hans Bickell, Kleinenglis
  • ... dass mit dem Ausbau der Wasserfestung Ziegenhain in den Jahren 1537 bis 1546 in der Umgebung von Ziegenhain mehrere Teiche angelegt wurden, darunter der Leimsfelder Teich? Dieser galt als besonders fischreich. Gespeist von Ahlenquellen und Gosse, war er etwa 65 Acker groß. Beim jährlichen Ausfischen herrschte ähnlich reges Treiben wie auf der Ziegenhainer Kirmes. Nach der Auflösung der Garnison in Ziegenhain 1832 wurde der Teich in den darauffolgenden Jahren trockengelegt und von den Leimsfelder Bauern als Wiese genutzt. (zhk)Quelle: „Leimsfeld: Beiträge in Texten und Bildern zur Ortsgeschichte“
  • ... dass die in Frielendorf bergbaubetreibende „Bubiag-Braunkohle A.G“ einen großen Bedarf an Bergleuten hatte, für die jedoch nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung war. Hier Abhilfe zu schaffen, beauftragte die Bubiag A.G. im Jahr 1921 die „Berliner Treuhandgesellschaft“, am Osthang des Sendberges die Bergarbeiter-Siedlung „Welcherod“ aufzubauen. In dieser neuen Siedlung wohnten im Jahr 1925 in 32 Ein- und Mehrfamilienhäusern insgesamt 76 Bergarbeiterfamilien. Welcherod ist heute ein Frielendorfer Ortsteil. Hans Bickell, Kleinenglis

Fritzlar

Gilserberg

Wussten Sie schon, dass ...

... Gilserberg durch seine Lage an einer Hauptverkehrsstraße durch Hessen historisch ein Ort der Post und der Zollstation war, aber auch ein Ort des Rastens und ein Ort einer enormen Pferdeanzahl? Die Bewohner spannten ihre Pferde nämlich immer an den starken Steigungen vor die Wagen der durchziehenden Kaufleute, um durch diese Einnahmen ihren Verdienst zu steigern. Thomas Schattner, Wabern

... Holzhauer aus Moischeid um 1850 beim Fällen eines hohlen Baumes auf einen Kelch stießen, der daraufhin beim Abendmahl Verwendung fand? Informationen zum Fund gibt die Moischeider Schulchronik. Als Fundort des Kelches ist ein Abhang des Jeust im Distrikt elf überliefert. Datiert wurde der in Silber geschmiedete und vergoldete Kupferkelch auf die Zeit um 1495. (zhk) Quelle: „Auf Spurensuche im Gilserberger Hochland“, Band 1, 2003

... sich einst auf dem Berg gegenüber der Ortschaft Heimbach eine so genannte Fliehburg befand? Die Burg (Rabensburg oder Heimburg), von der nur noch Reste des Grabensystems erkennbar sind, wurde wahrscheinlich in der Karolingerzeit zum Schutz gegen eindringende Feinde erbaut. Später befand sich dort eine Ritterburg mit Wallgraben, vom 13. bis 14. Jahrhundert Wohnsitz der Ritter von Heimbach. Das Dorf Heimbach soll damals noch näher in Richtung Schiffelbach gelegen haben. Erst nach der Zerstörung des Ortes siedelten sich die Dorfbewohner am Fuße der Burg an. (zhk)Quelle: „Auf Spurensuche im Gilserberger Hochland“, Band 1, 2003

... in einem Verzeichnis des Schwalm-Eder-Kreises für die elf Dörfer des Gilserberger Hochlandes 18 Naturdenkmäler erfasst wurden, von denen sich acht auf die Gemarkung Sebbeterode beziehen? Es handelt sich um sechs Bäume, ein Wiesenmoor und ein Grauwackenbruch. (zhk)Quelle: „Auf Spurensuche im Gilserberger Hochland“, Band 1, 2003

Guxhagen

Homberg

Jesberg

Knüllwald

Körle

Malsfeld

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... für Menschen, die aus irgendwelchen Gründen auf der Straße leben, im Gemeindehaus Malsfeld eine Unterkunft mit vier Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung steht? Im vergangenen Jahr konnten hier 26 Durchreisende für insgesamt 121 Nächte beherbergt werden. Die Unterkunft wird im Wesentlichen von der Pfarrfamilie Simon ehrenamtlich betreut.
    Dekan Rudolf Schulze, Melsungen

Melsungen

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) im Januar und den Kommunalwahlen im Frühjahr 1933, bei der die NSDAP in Kreis und Stadt [Melsungen] ebenfalls die Mehrheit erhielt, Landrat Noelle in den Ruhestand versetzt und der linientreue Freiherr von [Gagern] zu seinem Nachfolger bestimmt wurde?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... zum Hessentag 1987 in Melsungen auf der Freundschaftsinsel sechs Zelthallen für die Landesausstellung und zwischen Fulda und Sandstraße ein großes Festzelt für 3000 Besucher aufgebaut worden waren, und dass sich in der Hessentagswoche die sog. Hessentagsstraße mit ihren Ständen und Buden über 2,5 Kilometer vom Marktplatz durch die Innenstadt schlängelte und bis auf die Freundschaftsinsel führte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Altkreis Melsungen 1939 über 34.000 Menschen wohnten, und dass die Einwohnerzahl durch den Zustrom von Evakuierten und Flüchtlingen nach dem Krieg um fast 20.000 (rund 55 %) zugenommen hatte? Dadurch stellten sich vier Grundprobleme bei Ernährung, Kleidung, Arbeit und Wohnung. Besondere Schwierigkeiten gab es vor allem in der Wohnungsfrage.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Juni 1936 die damals sehr aufwändige Schießanlage auf der Schippenmühle in Melsungen eingeweiht worden ist, die von der Stadt errichtet und deren Benutzung und Betreuung langfristig der Schützengilde übertragen wurde? Die damalige Anlage wies zwei Pistolenstände auf 15 Meter, 15 Kleinkaliberstände auf 50 Meter, zwei Jagdstände auf 60 und 100 Meter und 12 Stände auf 175 Meter auf.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Mittelalter auch in Melsungen viel Bier getrunken wurde, und dass die Bürger im städtischen Brauhaus am Marktplatz gegen eine Gebühr selbst brauen konnten? Um die Mitte des 19.Jahrhunderts existierten in Melsungen daneben noch drei weitere Brauereien, zwei in der Kasseler Straße und eine am Sand.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... über hundert Melsunger Männer von Landgraf Friedrich II um 1775 der englischen Krone zur Verfügung gestellt worden sind und als Soldaten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1760 bis 1785) gekämpft haben? Insgesamt hatte der Landgraf etwa 17000 hessische Soldaten an England vermietet und dabei ein sehr einträ8gliches Geschäft gemacht.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... bei den Wahlen zum Kommunallandtag, zu den Kreistagen und den Gemeindevertretungen am 12. März 1933 die Nationalsozialisten allgemein die meisten Stimmen bekamen und entweder allein oder gemeinsam mit der Schwarz-Weiß-Roten Front jeweils die Mehrheit bildeten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... unter dem „Kleinen Weg an der Fulda“ vor etwa 40 Jahren der Kanal (Hauptsammler) von Obermelsungen nach Melsungen verlegt und mit Betonplatten abgedeckt worden ist und dass dieser heute als beliebter Wander- und Radweg dient? Der Weg war davor lediglich ein Trampelpfad zwischen Büschen und Schilf.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Melsungen früher vier Bank existierten: die Stadtsparkasse von 1838, der Vorschussverein von 1864 – spätere Vereins- bzw. Volksbank, die Raiffeisen-Spar- und Darlehnskasse von 1921 und die 1924 gegründete Kreissparkasse Melsungen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das Melsunger Rathaus im Zeitalter des Klassizismus, im 19.Jahrhundert, als Steinbauten bevorzugt wurden, verputzt, im Jahr 1928 vom Putz freigelegt worden ist und seit dieser Zeit wieder in seiner ursprünglichen und sehr eindrucksvollen Schönheit bewundert werden kann?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... nach der Brandkatastrophe vom 9. Dezember 1872, bei der 15 Wohnhäuser sowie 25 Nebengebäude zerstört und 164 Menschen obdachlos geworden waren, Kaiser Wilhelm I. 500 Taler und der im Prager Exil lebende Kurfürst 1.000 Taler spendeten und nach den Vereinigten Staaten ausgewanderte Melsunger Geld im Wert von über 3000 Talern zur Linderung der Not sammelten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der amerikanische Kreiskommandant im April 1945 noch keine Waldarbeiten zuließ, weil er befürchtete, die Waldarbeiter würden dann deutsche Soldaten, die noch in den Wäldern versteckt sein könnten, mit Lebensmitteln versorgen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Quiller-Bergland beim Bau der Autobahn in den 1930er-Jahren 27 so genannte Hügelgräber entdeckt wurden, durch die wesentliche Erkenntnisse über die vorgeschichtliche Besiedlung des nordhessischen Raumes gewonnen werden konnten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... am Abend nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler (30. Januar 1933) auch von der Ortsgruppe Melsungen der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) eine Siegesfeier arrangiert wurde, ein Fackelzug vom Bahnhof durch die ganze Stadt zum Marktplatz führte, wo „Ein feste Burg ist unser Gott“ gesungen wurde und Ortsgruppenleiter Dr. Reinhard und Kreisleiter Wisch Ansprachen hielten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Melsungen im Jahr 1965 ein Blumenschmuckwettbewerb angeboten wurde, an dem sich immerhin beachtliche 130 Bürger beteiligten, und dass vor allem viele Blumenkästen an den Häusern angebracht wurden??
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... Landgraf „Philipp der Großmütige“ das Melsunger Schloss 1555 bauen ließ, sich gern dort aufhielt, in unseren Gemarkungen jagte und von hier aus in Spangenberg seine ihn „zur Linken“ angetraute Frau, die Margarete von der Saale, besuchte?.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die wohl lustigste Deutung des Namens „Melsungen“ besagt, dass bei einer Belagerung im Mittelalter die Melsunger ihren Feinden von der Stadtmauer herunter ihre mit Me(h)l bestäubten Zungen herausgestreckt hätten um zu zeigen, dass sie noch über ausreichende Nahrungsvorräte verfügten, worauf die Belagerer abgezogen seien?.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... auf Befehl des Landgrafen im Jahr 1830 die Melsunger eine Bürgergarde aufstellen mussten, die aber nach 1850 wieder aufgelöst wurde und eher einem Schützenverein als einer militärischen Einheit glich?.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ...die Befestigung der Stadt Melsungen im Mittelalter fünf Tore hatte: nach Norden das Kasseler, nach Westen das Fritzlarer, nach Süden das Rotenburger Tor und auf der Fuldaseite das Brückentor und die Mühlenpforte.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Stadt Melsungen im Hochmittelalter fünf Tore hatte? Nämlich das Kasseler-, das Fritzlarer- und das Rotenburger-Tor - jeweils in Richtung auf diese Städte - sowie das Brückentor und die Mühlenpforte - auf der Fuldaseite.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen



  • ... im Jahr 1950 nach zehnjähriger Pause erstmals wieder ein „Handbuch des Kreises Melsungen“ erschien? Die Herausgabe des ursprünglichen „Heimatkalenders des Kreises Melsungen“ war 1940 verboten worden.
    Fides Baumgart, Melsungen

  • ... in Melsungen am „Roten Rain“ im Sommer 1927 eine Flussbadeanstalt eröffnet worden ist? Neben dem Fluss und dem „Kleinen Weg an der Fulda“ baute die Stadt ein Umkleidegebäude aus Holz mit 20 kleinen und größeren Kabinen. Die Fuldawiesen dienten als Liege- und Spielflächen. Das „Waldschwimmbad“ wurde in den Jahren 1968/69 gebaut und ersetzte die alte Flussbadeanstalt.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die „Adelshäuser Schnitzeljagd“, die am 4. März stattfindet, Tradition hat und vor nunmehr 60 Jahren von den inzwischen verstorbenen Heinrich Schulz (damals Lehrer in Adelshausen), Franz Baier (früherer Landrat) und Karl Anacker („Karl der Gerechte“ – Schiedsrichter) ausgedacht und zum ersten Mal organisiert worden ist, und dass im Laufe der Jahrzehnte auch viele Prominente aus Politik und Wirtschaft ihren „Jagdschein“ abgelegt haben?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... Wilhelm Vilmar im Jahr 1869 in der Rotenburger Straße (gegenüber der heutigen Stadthalle) in Melsungen eine „Höhere Lehr- und Erziehungsanstalt … auf der festen Grundlage des christlichen Glaubens und der Sitte des deutschen Hauses“ gegründet hat? Daraus ist das spätere Gymnasium hervorgegangen.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in der 1978 eingeweihten Stadthalle im Jahr rund 300 Veranstaltungen stattfinden und dass dort – auch wegen der verkehrsmäßig guten Anbindung der Stadt Melsungen – viele überörtliche Tagungen abgehalten werden und auch Jubilare aus der näheren und selbst weiteren Umgebung in die Stadthalle zu Familienfeiern einladen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen




  • ... sich im Jahr 1926 der Melsunger Kaufmann Justus Ullmar mit einigen Kollegen zu der Einkaufsgenossenschaft „Hessenring“ zusammenschloss, aus der sich im Laufe der Zeit die heutige Edeka entwickelte, die von Melsungen aus große Teile Hessens, Niedersachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts mit Lebensmitteln beliefert?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... dass der frühere legendäre Amtsrichter Dr. Wilhelm Kamm, offenbar nach schlechten Erfahrungen bei Erbschaftsprozessen, im Amtsgericht Melsungen folgenden Spruch aufhängte: Merk es Dir, ergrauter Vater, sag es auch dem Mütterlein, soll einst Euer Lebensabend ohne Nahrungssorgen sein, gebet die erworb’nen Güter nicht zu früh den Kindern ab, habt Ihr was, wird man Euch lieben, habt Ihr nichts, wünscht man Euch ’s GrabDr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der Kreis Melsungen nach dem Erwerb des Elbersdorfer Gutshofes Elbersdorf Gutshof im Jahr 1927 viel Mühe und Geld in die Gestaltung des Parks gesteckt hat, um den Bewohnern des neuen Altersheims, aber auch der Allgemeinheit, ein Plätzchen zu schaffen, welches laut Chronik im Regierungsbezirk Kassel einmalig war? Am Knorrenberg wurden Wege angelegt und Sitzgelegenheiten geschaffen. Es entstand ein Mustergarten, der von den Bewohnernn zur Anpflanzung von Gemüse genutzt wurde.?
    Eduard Ploch, Spangenberg

  • ... sich bei einem Blumenschmuckwettbewerb in Melsungen im Jahre 1965 beachtliche 130 Bürger beteiligten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... auf Antrag von elf Zünften das Kurfürstliche Staatsministerium in Kassel am 17. Juli 1830 eine Handwerksschule in Melsungen genehmigte und als Schulraum damals der Rathaussaal diente? Das war der Beginn des beruflichen Schulwesens in Melsungen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... die Stadt Melsungen in den 1970er- und 80er-Jahren für besonders gelungene Haussanierungen Bronzetafeln verlieh - mit der Inschrift „Stadt Melsungen – für vorbildliche Leistung zur Erhaltung der Altstadt“, die an den Häusern angebracht sind?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der Melsunger Stadtmauer im Mittelalter ein Ringgraben vorgelagert war, der vermutlich schon im 16. Jahrhundert zugeschüttet und den Bürgern zum Gartenbau überlassen wurde?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen




  • ... 1744 über Kirchhof berichtet wird, dass „der Kehrenbach durchs Dorf fließet und worinnen Allergnädigste Herrschaft Forellen fangen lässet“?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in früheren Zeiten, als es im Melsunger Raum Melsungen noch keine Brücken über die Fulda gab, Furten beim Hospital und bei der Fahre benutzt wurden?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... um 1186 Melsungen nebst Burg von den Thüringer Landgrafen an den Erzbischof von Mainz verkauft wurde Melsungen 1813 kurzfristig von russischen Truppen besetzt war, und der russische Husaren-Oberst Badriaga in einem Gefecht bei Kassel tödlich verletzt und auf dem alten Friedhof beigesetzt wurde? Daran erinnert auch eine Gedenktafel an der Rosenapotheke am Markt.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Melsungen 1813 kurzfristig von russischen Truppen besetzt war, und der russische Husaren-Oberst Badriaga in einem Gefecht bei Kassel tödlich verletzt und auf dem alten Friedhof beigesetzt wurde? Daran erinnert auch eine Gedenktafel an der Rosenapotheke am Markt.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die massive Bärenskulptur am Berliner Platz in Melsungen 1977 aufgestellt wurde und ein Ebenbild des Bären am früheren Kontrollpunkt Staken in Berlin-Spandau darstellt? Melsungen unterhielt viele Jahrzehnte lang freundschaftliche Beziehungen zu Spandau.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... es die Sommer-Samstags-Konzerte in Melsungen schon seit über 30 Jahren gibt, und auf dem Marktplatz im Sommer jeweils an Samstagen von 10.30 bis 12 Uhr verschiedene Musikgruppen auftreten und ihr Publikum mit einem Strauß bunter Melodien erfreuen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Kirchhof zwar erst in einer Urkunde vom 4. April 1303 erwähnt wird, aber schon viel früher entstanden sein dürfte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... die Melsunger Stadtbücherei bereits in den Siebzigerjahren einen Bestand von über 5000 Büchern, allerdings nur einen recht kleinen Leserkreis hatte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das Straßenbauamt Eschwege beim Bau der Schlossbrücke und dem Ausbau des Schwarzenberger Weges in Melsungen ursprünglich vorhatte, den Bewuchs - vor allem die Hohen Bäume - an der Böschung zur Fulda hin zu beseitigen und die neue Straße längs „aufzuständern“, also über hohe Pfeiler zu verlegen? Nach massivem Protest des Magistrats wurde dann die jetzige, sicher befriedigendere Lösung gefunden.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Paragraf 1 der „Statuten der Abendgesellschaft zu Melsungen“ (heute Kasinogesellschaft) vom Juli 1873 als Zweck festgelegt war: „gesellige Unterhaltung durch Gespräch, Lesen und erlaubte Spiele“?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... es die Melsunger Theatersaison schon seit über 40 Jahren gibt und die Tourneegastspielreihe von der Stadt Melsungen mit Unterstützung des Landkreises arrangiert worden ist? Als erstes Stück wurde 1969 vom Marburger Schauspiel Brechts „Herr Puntilla und sein Knecht Matti“ aufgeführt. Aktuell sind für die Saison 2010/11 bereits über 280 Abos verkauft.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Rahmen der Sanierung der Melsunger Innenstadt in den 1970er- und 1980er-Jahren zunächst neue Versorgungsleitungen (Kanal, Wasser, Strom und Gas) verlegt werden und sämtliche Straßen aufgebrochen werden mussten, bevor diese ausgebaut und neu gepflastert werden konnten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der Melsunger Stadtwald eine Fläche von rund 700 Hektar umfasst und 45 Prozent mit Laubbäumen (vor allem Buchen und Eichen) bewachsen sind, der Rest mit Fichten, Kiefern und Lärchen?

  • ... in Schwarzenberg 1901 die erste Wasserleitung fertig gestellt wurde und das Wasser bis dahin meist aus dem Kehrenbach genommen worden ist?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen


  • ... Martin Greiling 1946 in Melsungen die „Gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsbaugenossenschaft“ gründete und die ersten Häuser an der Waldstraße 1948 bezogen wurden?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im November 1984 die Stadtverordneten von Melsungen die probeweise Einführung einer Fußgängerzone in der Brückenstraße und für drei Seiten des Marktplatzes beschlossen haben?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Kehrenbach zum ersten Mal 1209 urkundlich erwähnt wurde und die früheren Einwohner überwiegend als Kleinbauern, Waldarbeiter und Köhler arbeiteten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Melsungen seit 1986 jährlich der Tag der Stadt- und Landschaftspflege abgehalten wird, an dem Vereine, Verbände und Parteien in den Gemarkungen Müll einsammeln, Bäume und Sträucher pflanzen, Schutzhütten reparieren und ähnliche Arbeiten leisten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Melsungen um 1980 Gebäude am Eulenturm, an der Unteren Mauergasse und am Bitzen abgebrochen werden mussten, um den inneren Verkehrsring zu schaffen und die Mauergasse durchgehend von der neuen Ampelkreuzung und dem Autobahnzubringer bis zum Bitzen führen zu können?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das Georgshospital an der Fulda in Melsungen im Mittelalter dafür bestimmt war, Altersschwache und Kranke aufzunehmen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... bei einer Volkszählung 1946 festgestellt wurde, dass sich die Einwohnerzahl Melsungens von 5103 zu Beginn des Zweiten Weltkrieges durch den Zuzug von Evakuierten und Flüchtlingen um rund 50 Prozent auf 7609 erhöht hatte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Obermelsungen zwar 1151 erstmals urkundlich erwähnt worden ist, Funde aber beweisen, dass hier schon viel früher uraltes Siedlungsgebiet war?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der damalige Erste Stadtrat Jürgen Schmidt mit zu seinem 60. Geburtstag erbetenen Spenden 1994 einen Wettbewerb um die „Beste Melsunger Torte“ ausgelobt und die Jury über 40 Torten zu begutachten hatte?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das 1976 am Lindenberg in Melsungen errichtete Alten- und Pflegeheim „Dr. Horst-Schmidt-Haus“ der Arbeiterwohlfahrt nach dem damaligen Hessischen Sozialminister benannt worden ist, der den Bau wesentlich unterstützt hat?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der frühere Dorfschullehrer Heinrich Schulz 1984 die Ehrenplakette der Stadt Melsungen verliehen bekam? Auszeizeichnet wurde er für seine besonderen Verdienste im kulturellen, schulischen, sportlichen und kirchlichen Bereich sowie im Vereinsleben des Melsunger Stadtteils Adelshausen.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Jahr 1948 die Baugesellschaft der Stadt Melsungen gegründet wurde, die in den 1970-er Jahren bereits 100 Wohnungen verwaltete – besonders in der Schulstraße und am Hang?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in der Hessentagswoche im Sommer 1987 die Hessentagsstraße in Melsungen sich mit ihren Buden und Ständen über 2,5 Kilometer durch die Stadt schlängelte, und zwar vom Rathaus bis zur Freundschaftsinsel?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Jahr 1923 durch Günsteröder Bergmänner von der Zeche Wattenbach ein Arbeiter-Turn-und Sportverein gegründet wurde mit angeschlossener gemischter Sängergruppe, der 1933 aufgelöst und 1935 als gemischter Chor Eintracht neu gegründet wurde?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Stadt Melsungen 37 Stadtverordnete und sieben Magistratsmitglieder (Bürgermeister plus sechs Stadträte) hat, die bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr neu zu wählen sind?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Röhrenfurth im 30-jährigen Krieg sehr gelitten hat und zum Beispiel im Jahr 1623 die kaiserlichen Truppen unter dem Feldherrn Tilly das Dorf ausgeraubt und geplündert haben?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die 1838 gegründete Melsunger Stadtsparkasse und die Kreissparkasse Melsungen (gegründet 1923) zunächst zur Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen vereinigt wurden, dass die Stadt Melsungen später ihre Beteiligung aufgab und die Sparkasse 1975 im Zuge der Gebietsreform in der Kreissparkasse Schwalm-Eder aufgegangen ist?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die immer stark besuchten Gottesdienste am Heiligen Abend in Melsungen auf dem Marktplatz bereits seit Anfang der 1980er Jahre abgehalten werden? Damals wurde die Stadtkirche saniert, und die evangelische Kirchengemeinde fand keinen geeigneten Raum für die Weihnachtsgottesdienste. In einem Gespräch zwischen Dekan und Bürgermeister wurde schließlich die Idee geboren, es auf dem Marktplatz zu versuchen. Die Resonanz war so groß, dass der Gottesdienst am 24. Dezember auf dem Marktplatz schon Tradition hat und immer wieder von ungewöhnlich vielen Menschen besucht wird.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das Melsunger Rathaus im 19. Jahrhundert verputzt worden war, 1928 vom Putz freigelegt wurde und sich seitdem wieder in seiner ursprünglichen und eindrucksvollen Schönheit als Fachwerkbau präsentiert?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... Kaiser Karl der Große (um 800 n. Chr.) auf einem Kriegszug die erste Fuldabrücke bei Melsungen sowie kleinere Befestigungsanlagen zu deren Schutz gebaut haben soll? Darauf führt man Gemarkungsbezeichnungen wie Karlshagen, Karlsschanze und Kaiserau zurück.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... außen am stadtseitigen Ende der Melsunger Bartenwetzerbrücke der Bausegen eingemeißelt ist mit den Buchstaben W.G.N.B.D.B.Si.U.S.D.M.K? Diese Buchstaben stehen für den Spruch: Wo Gott nicht bauet, das bauen sie umsunst. Segne diese meine Kunst.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der alte Stadtkern von Melsungen von einer etwa 6 Meter hohen Ringmauer umschlossen war, die Türme und Tore, einen ungedeckten Wehrgang und Mauerschlitze aufwies?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... „ Seine Majestät der König geruhte, mittels Allerhöchsten Erlasses vom 9. des Monats (Juli 1873) der dortigen ([[Melsunger|Melsungen[[) Abendgesellschaft (heute Kasinogesellschaft) auf Grund des neuen Statuts die Rechte der juristischen Person zu verleihen?“
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... das Eckhaus Fritzlarer Straße Ecke Kirchgasse in Melsungen um 1530 erbaut worden ist, von 1798 bis 1815 landgräfliche beziehungsweise Kurhessische Poststation und von 1815 bis 1868 Poststation von Thurn und Taxis war?“
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Obermelsungen das Hauptproblem nach dem Zweiten Weltkrieg die Reparatur der von deutschen Truppen gesprengten Fuldabrücke war, die erst 1974/75 wieder völlig neu aufgebaut wurde?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... vor 40 Jahren die selbstständigen Gemeinden Adelshausen, Günsterode, Kehrenbach und Kirchhof feiwillig Stadtteile von Melsungen wurden? Die Grenzänderungsverträge wurden am 23. Dezember 1970 im Rathaus unterzeichnet. Die Ortsschilder wurden erst zwei Jahre später im Juni 1972 ausgetauscht.
    Georg Kühlborn, Günsterode

  • ... in alten Zeiten bei der heutigen Brücke in Röhrenfurth eine Furt durch den Fluss führte, die mit Röhricht bewachsen war, woraus der Ortsname Röhrenfurth abgeleitet wird?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... es in Kehrenbach 1575 nur sechs Häuser gab? Im Jahr 1747 waren es 29, 1857 gab es 51 Häuser, und heute hat der Ort 350 Einwohner.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... beim Bau der Reichsautobahn in den 1930er-Jahren 27 Hügelgräber im Quiller entdeckt worden sind, die Aufschluss geben über die vorgeschichtliche Besiedlung unseres Raumes?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... 1923 Fritz Floßmann den ersten Damenfrisörsalon in Melsungen eröffnete? Damit kamen zum Teil große Unkosten auf die Ehemänner zu, denn rasch wechselten nun die Moden der Damenfrisuren. 1920 hatte noch der Langhaarknoten das Bild der Frauen bestimmt, doch 1926 war es bereits der Bubi- bzw. Pagenschnitt, ab 1930 wurde dann der Herrenschnitt in der Damenwelt Mode. Die Mode musste für so manche modebewusste Frau im konservativen Melsungen ein reines Martyrium bedeutet haben, dass aber schlicht durchzustehen war.“
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... der Melsunger Kandidat des nationalsozialistischen Völkischen Blocks zur Reichstagswahl 1924 überall auf die Straßen der Kreisstadt falsche Geldscheine fallen ließ? Wenn sich die Zeitgenossen bückten, erkannten sie einen Nachdruck eines real existierenden Geldscheins, allerdings um folgenden Vers ergänzt: „Dass ich heute auf der Straße lieg, ist einzig Judas Mache, drum deutscher Michel wache auf, fordre endlich deine Rache.“
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... die Stadt Melsungen bis zur Aufhebung der Monopole (1868) das ausschließliche Recht innehatte, im Stadtgebiet Wein und Schnaps auszuschenken? Die wichtigste Einnahmequelle für den städtischen Haushalt waren damals Abgaben, die für eine Übertragung dieses Schankrechts an Private erhoben wurden.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Melsungen um das Jahr 1850 vier Brauereien existierten und sich Felsenkeller an der Kasseler Straße (bei der „Rosenhöhe“) sowie unter der „Schönen Aussicht“ befanden, in denen das im Winter geschlagene Eis für die Kühlung des Bieres aufbewahrt wurde?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Firma Wikus in Spangenberg von Wilhelm Kullmann vor über 50 Jahren gegründet wurde und sich seitdem von einem kleinen Betrieb mit drei Beschäftigten zu einem der größten Unternehmen in Nordhessen mit etwa 600 Mitarbeitern entwickelt hat und Präzisionswerkzeuge, vor allem Sägebänder, weltweit vertreibt?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die seit 1970 in Melsungen an der Nürnberger Straße ansässige Firma Dr. Karl Wetekam 100 Mitarbeiter beschäftigt und pro Tag über zehn Tonnen Kunststofffäden für das In- und Ausland produziert, die u.a. auch für die Herstellung von künstlichem Rasen und für Angelschnüre Verwendung finden??
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Jahr 2010 in Melsungen auf dem Neuen Friedhof am Huberg 80 Beerdigungen vorgenommen wurden (27 Särge, 53 Urnen} und auf dem Alten Friedhof 26 Bestattungen (8 Särge, 18 Urnen) stattfanden??
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... unter dem Kleinen Weg an der Fulda vor über 30 Jahren der Hauptsammler (Kanal) von Obermelsungen nach Melsungen verlegt und mit Betonplatten abgedeckt worden ist? Davor war dieser Weg lediglich ein Trampelpfad zwischen Büschen und Schilf.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Anfänge der Melsunger Stadtbücherei im Jahr 1912 liegen? Damals gründeten Wilhelm und Emma Sallmann einen Lesezirkel in der Tränkelücke, für den vor allem von den Familie Braun viele Bücher als Spende zur Verfügung gestellt wurden.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... sich Mitte Mai 2011 in Melsungen 13 487 Einwohner mit einem Hauptwohnsitz gemeldet hatten, genau 9467 in der Kernstadt und 4020 in den sieben Stadtteilen? Zählt man die Einwohner mit Zweitwohnsitz dazu, waren es 14 311 Einwohner.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... im Sommer 1640 städtische Urkunden,Register und Bücher in Melsungen in ein Fass verpackt und nach Kassel transportiert wurden, um sie vor herannahenden kaiserlichen Truppen in Sicherheit zu bringen?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Melsungen über einige Zeit im siebenjährigen Krieg ein zentrales Lazarett mit einer sehr starken Belegung eingerichtet und das Landgrafenschloss vom Keller bis zum Boden mit Verwundeten belegt worden war?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Stadt Melsungen früher durch Graben und Stadtmauer geschützt wurde, und dass der Ringgraben wohl im 16. Jahrhundert zugeschüttet und zum Gartenbau an die Bürger verteilt worden ist?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der Metzgermeister Friedrich Stöhr in der Reichspogromnacht in Melsungen eine jüdische Familie vor der Barbarei des nationalsozialistischen Mobs gerettet hat? Auf der Türschwelle eines jüdischen Hauses mit seiner kräftigen Statur stehend, gab er jedem, der in das Haus eindringen wollte in seiner derben Sprache zu verstehen, dass er einen heftigen Hieb mit dem Schweinstreiber auf den Schädel zu erwarten habe, wenn man versuchen würde, die Türschwelle zu überschreiten.
    Thomas Schattner, Wabern

  • ... am 11. Mai 1922 die Bürger von Melsungen um 18 Uhr auf dem Marktplatz eine Resolution gegen den Versailler Friedensvertrag verabschiedeten? Darin hieß es unter anderem: „Die Bürger von Melsungen [...] erheben in tausendköpfiger Einspruchsversammlung flammenden Protest gegen den beabsichtigten Gewaltfrieden, sie fordern einen Frieden des Rechts und der Billigkeit, der uns vor politischer und wirtschaftlicher Knechtschaft schützt.
    Thomas Schattner,Wabern

  • ... in Melsungen nach den großen Bränden von 1872 und 1873, durch die viele wertvolle Fachwerkhäuser vernichtet und viele Familien obdachlos wurden, die Freiwillige Feuerwehr gegründet worden ist, der damals spontan 145 aktive und 76 passive Männer beitraten??
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... von der Tuchindustrie in Melsungen um 1875 Loden, Biber und Flanell fabriziert wurden, vor allem Uniformtuche für Post und Bahn, aber auch für das Heer und die Marine?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... der ehemalige Pfarrer von Melsungen, Walter Eibich, aus dem Sudenland kommend, heute 100 Jahre alt geworden wäre. Aus diesem Grund gedenkt sein Sohn Wolfgang mit Familie an seinem Grab in Brixen im Thale. Pfarrer Eibich wohnte im Pfarrhaus in Melsungen, Rotenburger Straße 9, auf dem Platz der heutigen Bartenwetzer-Apotheke. Nach zwei Schicksalsschlägen, dem Unfalltod eines Sohnes und dem quälenden Tod seiner Ehefrau, hat Pfarrer Eibich für seine theologischen und seelsorgerischen Aufgaben eine neue Heimat in Kitzbühel gefunden. Er erhielt dort das „Silberne Ehrenzeichen“ für Verdienste um die Republik Österreich.
    Ludwig Below, Malsfeld

  • ... eine Höhere Lehr- und Erziehungsanstalt 1869 in der Rotenburger Straße in Melsungen gegründet wurde - Vorläuferin des heutigen Gymnasiums? Damals sollte erzogen werden „auf der festen Grundlage des christlichen Glaubens und der Sitte des deutschen Hauses“.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Brunnen („Kümpe“) in der Melsunger Innenstadt erst im 18. und 19. Jahrhundert ihre heutige Form erhielten? Der Brunnen an der Stadtkirche 1736, der am Schloss 1833 und der am Rathaus 1859“.
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... dass das Kerngeschäft der Edeka-Hessenring-Handelsgruppe der Großhandel - vor allem mit Lebensmitteln - ist und über 500 inhabergeführte Edeka-Supermärkte in Hessen, Thüringen, Südniedersachsen, Ostwestfalen und Teilen von Rheinland-Pfalz beliefert werden , und dass allein am Unternehmenssitz in Melsungen über 1300 Mitarbeiter beschäftigt sind?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in steinernes Haus in der Cyllsgasse und das romanische Portal der Stadtkirche die ältesten noch erhaltenen Baulichkeiten in Melsungen darstellen? ?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... in Melsungen die Abwässer bis zum 18.Jahrhundert in offenen Gräben zur Fulda hin flossen und dass später wegen des Gestankes und aus hygienischen Gründen die Kanäle in das Erdreich unter dem Pflaster verlegt worden sind?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Melsunger Stadtmauer früher trapezförmig um die Stadt verlief und vor der Mauer ein breiter Graben angelegt war?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... die Freiwillige Feuerwehr in Melsungen nach den Großbränden von 1872 und 1873, bei denen fast 70 Wohnhäuser und Nebengebäude in der Innenstadt abgebrannt waren, gegründet worden ist, und dass der Wehr spontan 145 aktive und 76 passive Mitglieder beitraten?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... jahrhundertelang der überörtliche Verkehr durch die Melsunger Innenstadt (Kasseler-, Rotenburger-, Fritzlarer- und Brückenstraße) floss, bevor nach dem Zweiten Weltkrieg Umgehungsstraßen gebaut wurden?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

  • ... es am 27. August 1387 in der Stadt Melsungen gebrannt hat und diesem Brand damals auch die Kirche zum Opfer fiel, nachdem die Stadt von Thüringer, Mainzer und Braunschweiger Truppen erobert worden war?
    Dr. Ehrhart Appell, Melsungen

Morschen

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... es in Binsförth einen besonderen jüdischen Friedhof gibt? Er ist der älteste in ganz Nordhessen. Im ältesten Teil sind noch etwa 39 Grabsteine vorhanden, der älteste ist aus dem Jahr 1694. Insgesamt stehen auf dem Friedhof 256 Grabsteine, die zwischen 1694 und 1937 errichtet wurden.
    Dr.Lisa Keim

Neuental

Neukirchen

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... dass von den 17 Mühlen entlang der Grenff im 18. Jahrhundert einige nicht nur Mahlgänge zur Mehlherstellung hatten, sondern meistens auch noch einen Schlaggang zur Verarbeitung von Ölfrüchten oder einen Schneidgang zum Holzsägen? Quelle: „Unser Dorf in Bildern und Geschichten – 850 Jahre Nausis
  • ... dass im Museum im Marburger Landgrafenschloss neben anderen Abendmahlskelchen ein Kelch aus Ernsthausen aufbewahrt wird, der sich auch für unbestimmte Zeit in Christerode befunden hatte?Der Kelch stammt aus dem 15. Jahrhundert. Er besteht aus vergoldetem Silber und erinnert an die bis in die heutige Zeit in Hauptschwenda gebräuchlichen Kelche. Vom Hessischen Geschichtsverein war der Kelch für sechs Mark in Christerode erworben worden. Quelle: „Kirchspiel Olberode – Geschichte und Gegenwart“, 2004
  • ... dass die Kirchengemeinde Hauptschwenda die ältesten und wertvollsten „Vasa Sacra“ (kirchliche Geräte) im Kirchspiel Olberode besitzt? Die noch bis in die heutige Zeit gebrauchten Geräte für Abendmahl und Taufe stammen aus dem 17. Jahrhundert. Quelle: „Kirchspiel Olberode – Geschichte und Gegenwart“, 2004
  • ... dass Neukirchen bereits 1907 den Wunsch äußerte, als Luftkurort anerkannt zu werden? In diesem Jahr war auch die Einweihung der Eisenbahnlinie Treysa - Oberaula im für die touristische Entwicklung von besonderer Bedeutung. Das Vorhaben verzögerte sich jedoch durch den 1. Weltkrieg. In den dreißiger Jahren bezeichnete man Neukirchen schon als Sommerfrische. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Jubiläum von Neukirchen
  • ... dass Neukirchen einst eine Stadtmauer umgab? Sie wurde Ende des 14. Jahrhunderts fertig gestellt. Zugang zum Inneren der Mauer, dem Markt, hatte man über drei Tore. Quelle: www.neukirchen.de
  • ... dass aus dem frühen 16. Jahrhundert ein Schatzfund aus Neukirchen überliefert ist? Der 1931 beim Umbau des Hauses der Familie Lippert in der Kurhessenstraße 41a (früher: Haus Nr. 69) entdeckte Münzschatz, der in einem Tonkrug versteckt war, ist bedauerlicherweise nur in Teilen erfasst. Der Schatz wurde im Kellerbereich geborgen, als man einen alten Schornstein abbrach. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Jubiläum von Neukirchen
  • ... dass der Posaunenchor Christerode 1956 von Karl Gerhardt mit acht Bläsern gegründet wurde? Geübt wurde damals reihum in den Häusern der Bläser, später im Gemeinderaum der Diakoniestation. Anfang der siebziger Jahre zog der Chor in die alte Schule um, übte zwischenzeitlich im Saal der Gaststätte Kuske und fand schließlich im DGH einen Übungsraum. Aus: Kirchspiel Olberode. Geschichte und Gegenwart.
  • ... dass im Turm an der Nikolaikirche in Neukirchen der Turmwächter wohnte? Der Turm ist 36 Meter hoch und wurde als Wehrturm errichtet. Seit 2001 werden dort auch Trauungen angeboten. Quelle: www.neukirchen.de
  • ... dass erstmals 1969 die Festzeitschrift zur Babiller-Pfingstkirmes der Burschenschaft Neukirchen erschien? Zum Vereinsjubiläum und zum 50-jährigen Bestehen der Pfingstkirmes im vergangenen Jahr erschien die Festzeitschrift zudem zum ersten Mal komplett in Farbe. Aus: 50 Jahre Babiller-Pfingstkirmes Neukirchen
  • ... dass 1948 die Gemeindeschwester Elise Eckstein mit der Frauenarbeit in Hauptschwenda begann? In den Wohnzimmern einiger Frauen wurde der regelmäßige Hauskreis im Winter gehalten. Schwester Elises Wirken bestand darin, aus der Bibel und dem Hauskalender vorzulesen. Aus: Kirchspiel Olberode. Geschichte und Gegenwart
  • ... dass die Gemeinde Hauptschwenda am 26. Oktober 1903 einen Vertrag mit Heinrich Nuhn aus Kirchheim über Umbau und Aufstellung einer von der Witwe Roth in Ziegenhain antiquarisch angekauften Kirchenorgel geschlossen hatte? Nuhn verlangte 500 Mark einschließlich der Kosten für den Ankauf der Orgel. Die Gemeinde übernahm den Transport des Instruments von Ziegenhain nach Kirchheim und von dort nach Hauptschwenda. Aus: Kirchspiel Olberode. Geschichte und Gegenwart
  • ... dass zwar im vergangenen Jahr das 50-jährige Bestehen der Neukirchener Babiller-Pfingstkirmes gefeiert wurde, der Brauch aber viel älter ist? Bereits vor 250 Jahren zogen der Pfarrer, der Bürgermeister, der Schultheiß, die Stadträte und die Lehrer mit ihren Schülern zum Klaushof (zwischen Neukirchen und Seigertshausen), um dort einen Gottesdienst zu feiern und sich anschließend an Speis und Trank zu erfreuen. Da sich diesem Zug auch der Stadtmusikus samt Kapelle und viele Bürger anschlossen, war dies ein schöner Anlass, auch später noch in der Stadt weiter zu feiern. Aus: 50 Jahre Babiller-Pfingstkirmes Neukirchen
  • ... dass ein Chor in Christerode schon im Jahre 1927 in der Schulchronik erwähnt wurde? Der damalige Leiter der Schule, Lehrer Karl Schmidt, schreibt: „Am 15. Mai hatten sich 65 Personen zu einem gemischten Chor unter meiner Leitung zusammengefunden. Er brachte einige Lieder zur Einweihung des Kriegerdenkmals zu Gehör...“. Dieser Chor existierte aber nur kurze Zeit. Aus: Kirchspiel Olberode. Geschichte und Gegenwart
  • ... dass sich an der Nordseite der Neukirchener Nikolaikirche seit über hundert Jahren eine gusseiserne Höhenmarke befindet? Als Höhenfestpunkt des Hessischen Landesvermessungsamtes zählt die Marke zum wichtigsten Teil des Höhennetzes, dem Deutschen Haupthöhennetz. Die Marke entstand 1885 bei Arbeiten der Königlich Preußischen Landesaufnahme. Eine über der Marke angebrachte Tafel gibt Aufschluss über den Vermessungspunkt (258,352 m über NN, altes System). Quelle: 500 Jahre Nikolaikirche Datei:Neukirchen 1497-1997
  • ... dass Wincherode im Volksmund als „Herhob“ bezeichnet wird? Das bedeutet „Heidehof“ oder „Heidenhof“ und weist auf die Verheidung von Flurteilen und die Bildung von Flurwüstungen hin. Quelle: Wissenswertes und Interessantes aus den Jahrhunderten, Festbuch zum 850-jährigen Jubiläum von Neukirchen
  • ... dass im Museum im Marburger Landgrafenschloss neben anderen Abendmahlskelchen ein Kelch aus Ernsthausen aufbewahrt wird, der sich auch für unbestimmte Zeit in Christerode befunden hatte? Der Kelch stammt aus dem 15. Jahrhundert. Er besteht aus vergoldetem Silber und erinnert an die bis in die heutige Zeit in Hauptschwenda gebräuchlichen Kelche. Vom Hessischen Geschichtsverein war der Kelch für sechs Mark in Christerode erworben worden. (zhk)

Quelle: „Kirchspiel Olberode – Geschichte und Gegenwart“, 2004

  • ... dass die Kirchengemeinde Hauptschwenda die ältesten und wertvollsten „Vasa Sacra“ (kirchliche Geräte) im Kirchspiel Olberode besitzt? Die noch bis in die heutige Zeit gebrauchten Geräte für Abendmahl und Taufe stammen aus dem 17. Jahrhundert. (zhk)Quelle: „Kirchspiel Olberode – Geschichte und Gegenwart“, 2004

Niedenstein

Oberaula

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... dass Oberaula im Jahr 1908 ein Amtsgericht, einen Arzt, eine Apotheke und eine Oberförsterei hatte? Johann Heinrich Schwalm (†) Lehrer und Schulrat
  • ... dass Straßenpflaster aus dem Oberaulaer Basaltsteinbruch im Nöll nach dem Ersten Weltkrieg als Reparationszahlung an die Siegermächte, vor allem an Frankreich, geliefert wurde? Beliebt wegen seiner Härte war das Pflaster auch in Hannover, in Holstein und an der norddeutschen Küste, wo es zur Deichbefestigung eingesetzt wurde. aus: Knüllgebirgsverein Oberaula-Der Basaltseinbruch im Nöll
  • ... dass der Basaltkegel am Nöll bei Oberaula, der später als Steinbruch diente, vermutlich bei einem eher ruhigen Vulkanausbruch entstand? Das Magma, das an die Erdoberfläche drang und bereits im Vulkankrater erkaltete, deutete daraufhin – anders als bei einem spektakulären Vulkanausbruch, bei dem oft große Lavaströme ins Tal fließen. aus: Knüllgebirgsverein Oberaula-Der Basaltseinbruch im Nöll
  • ... dass die Marktgerechtigkeit, das Recht, Märkte zu halten, für Oberaula sehr früh verbrieft ist? Deswegen wird der Ort auch „Marktflecken“ genannt. Ein Neubeginn der alten Tradition erfolgte durch den Verkehrsverein Oberaula am 5. und 6. Juli 1986 unter Mitwirkung beheimateter Geschäftsleute, Vereine und Firmen. Der Sommermarkt findet seitdem jährlich am ersten Wochenende im Juli statt. Aus: Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreises 2001
  • ... dass im Juni 1963 mit Heinrich Kaufmann der letzte Gemeindediener in Friedigerode ernannt wurde? Dessen Aufgabe war es, unter Zuhilfenahme der Ortsschelle die neuesten Bekanntmachungen der Gemeindeverwaltung im Dorf zu verbreiten. Aus: Chronik Friedigerode 1231-1981
  • ... dass bis in die 50er Jahre hinein viele Friedigeröder Männer im Steinbruch Arbeit fanden? Die Landwirtschaft erfuhr im Kriegsjahr 1941 eine harte Einbuße, als der Truppenübungsplatz Schwarzenborn in die Gemarkung hinein erweitert wurde und damit 146 Hektar Ackerland und Wiesen verloren gingen. Aus: Jahrbuch Schwalm-Eder, 2001
  • ... dass die Aumühle zwischen Oberaula und Wahlshausen früher erst eine Papiermühle, dann eine Ölmühle und eine Getreidemühle war? Quelle: www.oberaula.de
  • ... dass in Friedigerode im Februar 1972 direkt neben der Kirche mit dem Bau einer Leichenhalle begonnen wurde?. Teilweise wurden die Bauarbeiten im freiwilligen Hand- und Spanndienst von den Einwohnern mitgetragen. Bei den Ausschachtungen fand man ein Kettchen mit einem Medaillon mir der Inschrift „1814 - 15 Freiheitskrieg - Hessen ward frei - verliehen 1821“. Die Leichenhalle wurde im Dezember 1973 mit einem Gottesdienst eingeweiht. Aus: Chronik Friedigerode 1231-1981
  • ... dass Friedigerode in einem Talkessel am Fuß von Knüll und Eisenberg liegt, umgeben von einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft? Zwei Bäche, der Hornsbach und der Eckeröder Bach, fließen durch den Ort. Erstmals erwähnt wird Friedigerode in einer Urkunde des Prämonstratenserstifts Spieskappel aus dem Jahr 1231. Aus: Jahrbuch Schwalm-Eder, 2001
  • ... dass Ibra mit 179 Einwohnern der kleinste Ortsteil von Oberaula ist und im Jahre 1325 erstmals urkundlich erwähnt wurde? Der Hausberg, die Ibra-Kuppe, hat eine eine Höhe von 487Metern und ist einer der höchsten Berge in der Gemeinde Oberaula. Er ist aus einem Vulkan entstanden. Bis vor etwa 40 Jahren wurde hier noch Basalt abgebaut. Vor einigen Jahren wurde die Kuppe abgeholzt. Man hat jetzt eine gute Fernsicht in alle Himmelsrichtungen, und der Berg ist ein beliebtes Wanderziel geworden. Aus: Jahrbuch Schwalm-Eder, 2001
  • ... dass, als der Zweite Weltkrieg ein Ende gefunden hatte, Bürgermeister Heinrich Kahl auf Anordnung der amerikanischen Besatzungsmacht sein Amt nicht mehr ausüben durfte? Der kriegsversehrte Heinrich Steinert wurde von der Militärregierung zum Bürgermeister ernannt. Aus: Chronik Friedigerode 1231-1981
  • ... dass bereits im 18. Jahrhundert etwas über 300 Menschen in Friedigerode wohnten, in etwa so viele wie heute? Sie fanden in früherer Zeit ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft und im Handwerk. Es gab auch drei Mühlen, von denen eine als Papiermühle eingerichtet war. Dort wurden jährlich viele Zentner Lumpen zerrieben. Aus: Jahrbuch Schwalm-Eder, 2001
  • ... dass die Elemente des Wappens der Gemeinde Oberaula ein goldener Dreiberg, darin ein dreiblättriger grüner Eichenbruch und eine Eule, begleitet von je drei Sternen, sind? Die sechs Sterne stehen für die sechs Ortsteile Oberaulas. Der Dreiberg weist auf das Knüllgebirge hin, und die drei Eichenblätter auf den ehemaligen Fremdenverkehrsverband Kurhessen - Waldeck, der als Symbol ein Eichenblatt verwendete.
  • ... dass die Kirche in Olberode mit weitem Abstand die jüngste im Kirchspiel Olberode ist? Das Gotteshaus ist gerade einmal 200 Jahre alt. Dafür wurde sie aber als einzige im Kirchspiel in einem Zuge erbaut – nie wurde später angebaut oder umgebaut. Nicht zuletzt deshalb besitzt sie eine ausgezeichnete Akustik, vom Altar aus und noch mehr von der Kanzel ist jedes Wort überall deutlich zu vernehmen. Aus: Kirchspiel Olberode. Geschichte und Gegenwart
  • ... dass Oberaula erstmals 856 bis 869 als Ovilah erwähnt wurde? Um 1000 wird erstmals eine vermutlich der heiligen Maria geweihte Kirche erwähnt. Aus: Baudenkmale in Hessen, Der Schwalm-Eder-Kreis, 1985
  • ... dass die Einwohner Oberaulas im 19. Jahrhundert als fleißig, sittlich, sparsam, ordentlich und verträglich galten? Dies geht aus Schriften, die im Marbuger Staatsarchiv liegen, hervor. Laut Volkszählung im Jahr 1855 lebten 941 Menschen in der Gemeinde. (cls)
  • ... dass sich die Oberaulaer Bürger im Jahr 1681 über die Verschwendungssucht ihrer Gemeindevorsteher beschwerten? In einem Schreiben an die Regierung in Kassel heißt es, Bürgermeister Weinmeister und die Gemeinde würden täglich im Rathaus zechen – einige könnten danach nicht mehr ohne zu fallen über die Straße gehen. Sie baten darum, dass die Gemeindefinanzen zukünftig öffentlich dargelegt werden und dass die Zecherei aufhört. So wurde es dann auch aus Kassel angeordnet. (cls)

Ottrau

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... dass auf dem Friedhof Görzhain ein amerikanischer und ein deutscher Soldat begraben sind. Sie waren bei Luftkämpfen im Zweiten Weltkrieg abgeschossen worden, ihre Leichen wurden erst nach Tagen von Bauern gefunden. Aus: Der Kreis Ziegenhain. Hrsg. K. Theiss (1971)

Schrecksbach

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... dass die heutige evangelische Kirche in Schrecksbach bereits der dritte Kirchenbau in der Gemeinde ist? Von der ersten Schrecksbacher Kirche, einer romanischen Kapelle (um 1050), ist nur noch das Oberteil eines Rundbogenfensters erhalten. Es befindet sich eingemauert auf der Innenseite im Westen der alten Kirchhofmauer. Die zweite, im gotischen Stil erbaute Kirche wurde 1413 geweiht. Dies belegt ein Stein in gotischer Schrift, der im Torpfeiler am Ausgang des Kirchhofs zur Wassergasse eingemauert ist. Die dritte Schrecksbacher Kirche ist im Stil des bäuerlichen Barock erbaut. Sie wurde 1754 geweiht. Aus: 250 Jahre Evangelische Kirche Schrecksbach: Festschrift zum Kirchenjubiläum 2004

Schwalmstadt

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... dass der heutige Schützenverein Ziegenhain bereits 1539 gegründet wurde? Laut der Geschichte des Vereins entwickelte er sich aus der Bürgerwehr des Mittelalters. Heinz von Lüder, Gefolgsmann des Landgrafen Philipp, gründete eine Bürgergarde bestehend aus 130 Ziegenhainer Haushalten. Aufgabe der Garde war zunächst der Schutz der Festung in Friedenszeiten. (cls)
  • ... dass Michelsberg im 18. und 19. Jahrhundert eine der bedeutenden Töpfergemeinden in Nordhessen gewesen ist? Für das Jahr 1782 sind in Michelsberg 23 Töpfer und Ziegelbrenner nachgewiesen.Quelle: „Schwälmer Jahrbuch 1975“
  • ... dass jeden Mittwoch und Samstag Gehweg und Straße zu kehren waren? Bei Nichtbefolgung machte der Stadtpolizist Kiese am nächsten Tag die Haustüre auf mit den Worten: „Soll ich euch denn mal einen Besen verschreiben?“ Schnell wurde für Sauberkeit gesorgt und die Stadt war sauber. Der Nachtwächter tat jeden Abend und in der Nacht seine Pflicht und sorgte für Zucht und Ordnung, so wie der Feldhüter in seinem Revier. Otti Schwalm, Ziegenhain
  • ... dass mit dem Ausbau der Wasserfestung Ziegenhain in den Jahren 1537 bis 1546 in der Umgebung von Ziegenhain mehrere Teiche angelegt wurden, darunter der Leimsfelder Teich? Dieser galt als besonders fischreich. Gespeist von Ahlenquellen und Gosse, war er etwa 65 Acker groß. Beim jährlichen Ausfischen herrschte ähnlich reges Treiben wie auf der Ziegenhainer Kirmes. Nach der Auflösung der Garnison in Ziegenhain 1832 wurde der Teich in den darauffolgenden Jahren trockengelegt und von den Leimsfelder Bauern als Wiese genutzt. Quelle: „Leimsfeld: Beiträge in Texten und Bildern zur Ortsgeschichte“
  • ... dass es zu der Festung Ziegenhain nur ein Zugang gab? Man gelangte von der Vorstadt Weichaus über die Zugbrücken und den Wallgraben in die Festung. Aus: Ziegenhain. Leben auf historischem Boden
  • ... dass im Gefangenenlager in Trutzhain einst der spätere französische Präsident Francois Mitterand war? Er wurde zuvor im Krieg am Bein verletzt und geriet dann in Gefangenschaft. Quelle: www.schwalmstadt.de
  • ... dass im September 1969 das Zweigstellengericht Oberaula aufgehoben und dem Amtsgericht Treysa zugeteilt wurde? Erinnernd übriggeblieben ist das letzte Gerichtsgebäude in Oberaula, das nach Übereignung der Gemeinde als Rathaus dient. Aus: Jahrbuch Schwalm-Eder, 2001
  • ... dass die Schwalm schon 1842 für Auswärtige interessant war? Georg Landau berichtete damals von den Schwälmern als einem »Volk, das noch im vollen Glanze eines eigenen Volksthumes lebt« und sich auffallend von seinen Nachbarn unterscheidet. Dem schlossen sich in der Folge im Zuge der allgemeinen Wiederentdek-kung des Landvolkes weitere Autoren an. In Hessen fand das einen Höhepunkt auf einem Anthropologen-Kongress 1895 in Kassel, der der Schwalm breites Interesse widmete. Bis zur Jahrhundertwende und darüber hinaus erschienen zahlreiche Schriften, die sich mit der hessischen Volkskunde und speziell mit der Schwalm beschäftigten. Aus: Schwälmerisch, Kunst und Volkskultur, Dachau 1991
  • ... dass die Eisen- und Metallverarbeitung im Kreisgebiet nur schwach vertreten war? Lediglich bei Schönstein befanden sich eine Hütte und ein Hammer, das Rommershäuser Hütten- und Hammerwerk, wobei der Name „Rommershäuser“ von einem im 14. Jahrhundert wüst gewordenen Dorf Rummershusen herkommt. Die Anfänge gingen auf eine Waldschmiede aus dem 15. Jahrhundert zurück. 1617 wurden eine Eisenhütte und ein Schmiedehammer angelegt. Das Eisenerz (Rot- und Brauneisenstein) kam aus dem Kellerwald, aus der Mardorfer Grube bei Homberg und aus Amönau. Aus: Der Kreis Ziegenhain, Stuttgart und Aalen (1971)
  • ... dass zur Aussteuer eines eines Schwälmer Bauernmädchens bis zu 100 Röcke, 40 Paar Strümpfe, 25 Mieder, 20 Kappen mit dazugehörigen Bändern sowie 35 bis 40 Halstücher aus Seide, Wolle, Kattun und Baumwolle gehörten? Es war die Kleidung fürs ganze Leben mitsamt des Kleides für den Sarg. Aus: Kleine Reise in die Schwalm, E.M. Schumacher und Heinrich metz (1971)
  • ... dass in der Schwalm der Brautschmuck dem Ehepartner mit ins Grab gegeben wurde, der zuerst starb. Wurde den Eheleuten ein Kind begraben, so wurde ihm der Brautschmuck der Eltern mitgegeben. Auch andere Stücke des Brautschmucks haben symbolische Bedeutung, so der Zwirn, mit dem Sträuße an den Oberarmen angebunden wurden: Er wird zum Nähen des ersten Kinderhemdchens benutzt. Das grünseidene Tuch, das am Kirchrock des Bräutigams herabhing, wurde bei der Taufe über das Kind gedeckt. E.M. Schuhmacher und Pferrer H. Metz, Kleine Reise in Die Schwalm (1971)
  • ... Wiera im Jahr 1196 als Wirahin erwähnt wird, um 1580 Weira? Von den ursprünglich drei Orten dieses Namens (Nieder- und Mittelwiera um 1500 bereits wüst) besteht noch das früher Kirchwiera genannte Dorf. Dass die Gemarkung bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung besiedelt war, beweisen die Hügelgräber auf dem Heidelberg. Flachbrandgräber gibt es auf dem Hopfenberg, Hopfenanbau war hier früher üblich. Quelle: Der Kreis Ziegenhain, Herausgeber Dr. Konrad Theiss, Stuttgart und Aalen 1971.
  • ... dass Carl Bantzer sein berühmtes Gemälde „Abendmahl in einer hessischen Dorfkirche“ 1891/92 malte. Zuvor hatte er die Arbeit intensiv vorbereitet, Ölskizzen, Zeichnungen, Aquarelle und Fotostudien gehen dem Bild voraus. Zuerst malte er im Schulsaal und in der Kirche von Merzhausen, dann ließ er eine Kirche originalgetreu aus Holz nachbauen, wo er seine Modelle versammelte. Es wurde sein erstes großes Figurenbild und das früheste seiner Hauptwerke. Doris Bachmeier in „Schwälmerisch: Kunst und Volkskultur“ (1992)
  • ... dass ein 20-jähriger Schwälmerbursche vier Kopfbedeckungen haben musste? Den Filzhut für den Sommer, die schwarze Bromkappe für den Winter, den Dreimaster oder Kirchenhut für Abendmahlsgänge und Beerdigungen und die mit Goldlitzen verzierte Ottermütze („Sammetse-Kappe“) für Hochzeit und Tanz. Pfarrer R.H. Metz (†)
  • ... dass 1967 das Unternehmen Elfi-Kinderkleidung seinen Sitz von Wuppertal nach Treysa verlegte? Zu Beginn der 1970er Jahre arbeiteten 200 Menschen im damals zweitgrößten Betrieb der Stadt. Quelle: Der Kreis Ziegenhain, Herausgeber Dr. Konrad Theiss, Stuttgart und Aalen 1971
  • ... dass die Totenkirche in Treysa (ehemalige Stadtpfarrkirche St. Martin) 1230 bis 1260 errichtet wurde? In der Reformation wurde der Gottesdienst in die ehemalige Klosterkirche, heute Stadtkirche, verlegt. Um diese Zeit bürgerte sich die Bezeichnung Totenkirche ein. 1830 wurde sie durch Blitzschlag zerstört. Quelle: Der Kreis Ziegenhain, Herausgeber Dr. Konrad Theiss, Stuttgart und Aalen 1971
  • ... dass im Bereich des Flugplatzes Rörshain, angelegt im 2. Weltkrieg, am 24. März 1945 binnen 15 Minuten 3000 Bomben niedergingen? Es gab vier Tote, fünf Verletzte, 20 Tiere kamen um, mehrere Gebäude wurden zerstört. Quelle: Der Kreis Ziegenhain, Herausgeber Dr. Konrad Theiss, Stuttgart und Aalen 1971
  • ... dass „Ziegenhain eine vornehme, weitberühmte Festung nahend Traisa gelegen an der Schwalm in der Ebene“ ist? Quelle: Merian »Topographia Germaniae 1646«
  • ... dass die Erforschung der Altsteinzeit im Schwalm- und Knüllgebiet, insbesondere durch Adolf Luttropp, auch in Hausen beachtenswerte Entdeckungen hervorgebracht hat? Das brachte dem Forscher Luttropp im Jahr 1972 sogar die Ehrendoktorwürde der Universität Marburg ein. Neben Ziegenhain, Lenderscheid und Rörshain wird auch Hausen als bedeutender Platz genannt und nimmt in der Altsteinzeitforschung einen beachteten Platz ein. Aus: Jahrbuch Schwalm-Eder, 2001
  • ... dass im Jahre 1916 in Rommershausen ein Meteorit einschlug? Er war 63 Kilogramm schwer, hatte einen Durchmesser von 30 Zentimetern und befindet sich heute in Marburg. An der Einschlagsstelle steht ein Gedenkstein, der 1986 aufgestellt wurde. Quelle: www.schwalmstadt.de
  • ... dass die Ziegenhainer Schuhfabrik Rohde im März 1960 17 Lehrlinge einstellte? Fabrikant Erich Rohde sagte, die Ausbildung im Haus biete große Möglichkeiten für ein berufliches Vorwärtskommen. Der Betrieb mit seinen damals 400 Mitarbeitern produzierte jährlich 1,2 Millionen Paar Schuhe. Quelle: Schwalm-Bote 10.3.1960
  • ... dass eine Fahrkarte von Ziegenhain nach Kassel im Jahre 1929 9 000 000 000 Mark betrug? Die Fahrt war in der vierten Klasse. Aus: Ziegenhain. Leben auf historischem Boden
  • ... dass 1910 in Ziegenhain ein Junggesellen-Geselligkeitsverein namens Club Edelweiß gegründet wurde? Es wurden Kegelabende, Konzerte und Maskenbälle veranstaltet. Als aber die Junggesellen heirateten, fiel die Bezeichnung „Junggesellen“ weg. Auch heute ist der Club noch aktiv an Veranstaltungen beteiligt. Aus: Ziegenhain. Leben auf historischem Boden
  • ... dass es auch Ludwig Emil Grimm (1790 bis 1863) in die Schwalm zog? Willingshausen lernte der jüngere Bruder von Jacob und Wilhelm Grimm durch Gerhardt von Reutern kennen. Ludwig Emil Grimm begeisterte sich sowohl für die Schwälmer Landschaft als auch die Schwälmer Trachten, die er oftmals in seinen Zeichnungen festhielt. Aus: Schwälmerisch -Kunst & Volkskultur einer hessischen Landschaft
  • ... dass sich der Name der Stadt Treysa vom Wortstamm Treis herleitet? Dieser geht auf das mittelniederdeutsche Wort Dresch zurück. Es bedeutet ruhender Acker. Die Siedlung hieß ursprünglich Treise. Das dem Wortstamm angefügte „e“ wurde später in „a“ abgewandelt. Das „y“ in Treysa ist altertümliche Schreibung. Von den Schwälmern wird der Ort heute noch „Trees“ genannt. Aus: Treysa: Das Profil einer Stadt - Eine Stadt mit Profil
  • ... dass am Dienstag, 13. Juli 1699, etwa 100 Hugenottenfamilien als Flüchtlinge nach Treysa kamen? Sie waren die ersten Bewohner des heutigen Dorfes Frankenhain, das im Frühjahr 1701 neu erstanden war. Zunächst gab es nur 11 Häuschen. 1754 kam die Kirche dazu. Bis 1826 wurde in Frankenhain noch französisch gepredigt. Die ersten Bewohner waren Leinweber, Hutmacher, Strumpfweber. Heute erinnert noch der Name Ferreau an diese Vergangenheit. Aus: Der Kreis Ziegenhain, Konrad Theiss Verlag
  • ... dass vermutlich bereits in vorgeschichtlicher Zeit in Treysa eine Siedlung bestand? Im Bereich der inzwischen abgebrochenen alten Schwalmbrücke bestand eine alte Furt der wichtigen „Fritzlarer Straße“, die von Mainz über die Wetterau und Fritzlar nach Westfalen führte. Von ihr zweigte hier später die Straße „Durch die langen Hessen“ ab. Der Verlauf dieser Straße ist noch heute im Stadtgrundriss in der Straßenfolge Mainzer Gasse, Marktplatz, Steingasse erhalten. Aus: Baudenkmale in Hessen (1985)
  • ... dass Treysa als Grundeigentum der Reichsabtei Hersfeld, dem „Brevarium Lulli“, erstmals urkundlich erwähnt wurde. Danach gehörte der Ort zu den Besitzungen, die der Gründer des Klosters Hersfeld, der Mainzer Erzbischof Lull, erworben hatte, der 786 starb. Man kann annehmen, dass in Treysa unter den Karolingern eine Etappenstation war, die den durchziehenden Truppen als Rastort diente und Sitz einer Verwaltung war. Vermutlich befand sich hier ein fränkischer Königshof, in dem die Wanderkönige und ihr Gefolge Unterkunft und Verpflegung fanden. Aus: Baudenkmale in Hessen, Der Schwalm-Eder-Kreis, 1985
  • ... dass 1062 der Graf von Ziegenhain das im Bereich Burggasse 6 gelegene Klostergut als hersfeldisches Lehen besaß, außerdem ein Gut in der Unteren Steingasse und die Weidenmühle. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde eine Burg im Besitz der Ziegenhainer Grafen erwähnt. Sie befand sich im Bereich der heutigen Apotheke, Marktplatz 12. Nach 1186 setzte unter Graf Friedrich I. von Ziegenhain, der aus dem Geschlecht der Thüringer Landgrafen stammte, verstärkt der Ausbau des Ortes ein. Aus: Baudenkmale in Hessen, Der Schwalm-Eder-Kreis, 1985
  • ... dass Ziegenhain 1144 erstmals urkundlich erwähnt wurde? Schon früher, in einer Abschrift einer 782 erstellten Urkunde mit einer Grenzbeschreibung des von Kaiser Karl dem Großen an die Reichsabtei Hersfeld geschenkten Kirchensprengels Ottrau, wurde hier eine Brücke Siggenbrucca genannt. Die die Schwalm überspannende Brücke war als Hauptübergang vor allem in militärischer Hinsicht von größter Bedeutung. Aus: Baudenkmale in Hessen (1985)
  • ... dass das älteste Rathaus im Altkreis Ziegenhain das in Treysa ist? Es wurde der während der Gotik gebaut und später mehrfach umgebaut. Die Rathäuser der anderen Städte sind jüngere Fachwerkbauten, die Bürgerhäusern gleichen. Das 1536 errichtete Neukirchener Rathaus wurde 1975 abgerissen. Das Rathaus in Schwarzenborn stammt aus dem späten 17. Jahrhundert. Das Rathaus in Ziegenhain in der Vorstadt Weichaus wurde 1843/44 umgebaut. Dabei entstand der klassizistische Saal, der in vergleichbarer Weise nur noch in Melsungen vorhanden war. Aus: Baudenkmale in Hessen, Der Schwalm-Eder-Kreis, 1985
  • ... dass im 18. Jahrhundert die Ziegenhainer Bürger für die Enteisung des Wallgrabens zuständig waren? 1781 allerdings begannen sie einen Streit mit dem Gouverneur von Gohr. Das Eis müsse erst eine Dicke von elf Zoll erreicht haben, bevor man den Wallgraben gefahrlos betreten könne. Von Gohr richtete einen Kahn als Eisbrecher ein und verlangte vom Bürgermeister acht bis 12 Mann Besatzung. Diese wurden ihm aber verweigert. Entscheidung der Behörde und des Kriegskollegiums: Die Bürger durften selbst entscheiden, ob sie den Wallgraben mit dem Schiff oder anders frei halten. Im kommenden Winter versuchten die Ziegenhainer es mit passiven Widerstand. Konsequenz: 100 Taler Strafe für den Bürgermeister, 50 Taler für die vier Ratsmitglieder zu Gunsten des Lazareths in Karlshafen! Wilhelm May, Schwalmstadt
  • ... dass im Jahre 1696 der landesherrliche Fronhof, der bislang westlich des Schlosses innerhalb der Festung gelegen hatte, als „Schafhof“ südlich vor der Stadt anstelle der Wüstung Seilbach angelegt wurde? Heute ist der Schafhof eine Domäne des Landes Hessen. Er ist eine längsrechteckige Hofanlage mit Wohn- und Wirtschaftsbauten aus verschiedenen Zeiten, vor allem aber aus dem frühen 20. Jahrhundert. Im Osten wird die Gesamtanlage von der heutigen Bundesstraße 254 begrenzt. Im Westen ist der unmittelbar anschließende Wiesenbereich der „Teichhute“ Bestandteil der Gesamtanlage. Aus: Baudenkmale in Hessen
  • ... dass im Kreis Ziegenhain im Jahr 1960 ein Standort für den Bau eines Kreiskrankenhauses gesucht wurde? Im Februar stimmte der Kreistag ab, 18 Abgeordnete sprachen sich für Ziegenhain aus, drei für Treysa, vier für Neukirchen. Landrat Klar bremste die Erwartungen, auch der Kreis Fritzlar-Homberg wolle einen Kreiskrankenhausneubau errichten, es gelte zuvor die Frage der Einzugsgebiete zu klären. „Der Abgeordnete Stumpf (FDP) meldete in der Aussprache Bedenken an, ob der Kreis überhaupt die finanzielle Belastung eines Kreiskrankenhauses tragen könne“, berichtete der Schwalm-Bote (6.2.1960)
  • ... dass die Stadt Ziegenhain 1960 keinen ausgeglichenen Haushalt hatte. Bürgermeister Albert Pfuhl stellte das Zahlenwerk im Juni vor, Einnahmen in Höhe von 475 000 D-Mark standen Ausgaben von über 510 000 D-Mark gegenüber. Zu hoch fand Pfuhl vor allem die Personalkosten, die 38 Prozent der Kosten ausmachten. Schwalm-Bote, 14.7.1960
  • ... dass in einer Versammlung im Ziegenhainer Hof der Kreisverband Ziegenhain der Sowjetzonenflüchtlinge gegründet wurde? „Mit dem provisorischen Vorsitz betraute man Fräulein Kinnling (Ziegenhain). Zweiter Vorsitzender wurde Willi Nitschke (Ziegenhain), Kassiererin Fräulein Cremmers (Ziegenhain). Beisitzer sind H. Eckhardt (Friedigerode) und K. Henkel (Treysa). Eingangs hatte der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen der Sowjetzonenflüchtlinge die Forderung der ,Emigranten im eigenen Land‘ aufgezeigt. Als Hauptforderung nannte er das Beweissicherungsgesetz zur Anerkennung der in der Sowjetzone zurückgelassenen Vermögenswerte und eine bessere Altersversorgung der arbeitsunfähigen und über 65 Jahre alten Sowjetzonenflüchtlinge.“ Schwalm-Bote
  • ... dass am 14. Januar 1974 erstmals der kommissarische Kreisausschuss nach der Bildung des „Großkreises“ Schwalm-Eder zusammentrat? Neben den 18 Kreisausschuss-Mitgliedern nahmen Franz Baier (Melsungen), Albert Pfuhl (Schwalmstadt) und Landrat August Franke teil. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass die jüdische Gemeinde in Ziegenhain zehn Prozent ihrer Mitglieder während des Ersten Weltkriegs verloren hat? Sieben junge Männer aus Ziegenhain fielen auf den Schlachtfeldern Europas im Glauben, für ihr Heimatland zu kämpfen. Noch heute erinnern ihre Namen am Denkmal der Gemeinde für die Gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs an sie. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass am 15. August 1906 die Kaiserin Auguste Victoria persönlich bei der Einweihung der Hephatakirche in Treysa anwesend war? Im Deutschen Lesebuch für die evangelischen Volksschulen des Regierungsbezirks Cassel von 1912 lesen wir über dieses Ereignis: „Kleine Mädchen und Schwälmer Jungfrauen im eigenartigen Sonntagsstaate überreichten Blumenspenden, und ein Kind sprach ein Gedicht in Schwälmer Mundart. Mütterlich bedankte sich die Kaiserin: „So, mein Kind, nun reich´ mir doch einmal dein Patschhändchen ...“. Was nun passierte, dazu ein Augenzeuge: „Und dann trat die Kaiserin aus dem Bahnhofsportal und aller Augen richteten sich auf Sie! Dreimal brauste wie Donner ein rollendes ´Hoch´ zum Himmel […]“. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass es im September 1978 Pläne gab, den Kreiswald des Kreises Ziegenhain zu privatisieren, die in Zusammenhang mit dem der Startbahn West und damit des Ausbaus des Frankfurter Flughafens standen? Ursprünglich hatte nämlich das ca. 250 Hektar große Waldstück an der Bundesstraße 254 zwischen Trutzhain und Riebelsdorf als Er-satz für die verkauften Waldflächen am Frankfurter Flughafen an das Land Hessen verkauft werden sollen. Doch dafür fehlte zum damaligen Zeitpunkt ein Kabinettsbeschluss, so dass man nach anderen Lösungen ausschaute.Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass die Insassen des Ziegenhainer Zuchthauses am Abend des 29. März 1945 evakuiert wurden? Rings um das Zuchthaus waren zunächst SA und SS postiert. Später begann dann der Marsch ins Ungewisse. Dazu Lore Wolf, eine Kommunistin aus Frankfurt: „Fast zweitausend abgehärmte, magere Gestalten gehen im gleichen Schritt. Unterm Arm tragen wir unsere geringe Habe, winzige, zusammen geschnürte Bündel“. Am Bahnhof in Treysa wurden die Unglücklichen zu je sechzig Personen in Viehwaggons verladen. Die Endstation war dann das Lager Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass am 2. April 1976 in Ziegenhain eine historische Kulisse für einen großen dreiteiligen Fernsehfilm aufgebaut wurde? „Umlagert von Zuschauermassen, fingen die Kameramänner in siebenstündiger Arbeit zweieinhalb Minuten Spielzeit […] ein. Rund 200 Personen und zahlreiche Pferde waren an der Handlung beteiligt […]“. Der Hintergrund: Fritz Umgelter verfilmte Sandra Parettis Roman „Der Winter, der ein Sommer war“. Der zeigte, wie am Ende des 18. Jahrhunderts Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel 20 000 junge hessische Männer an den englischen König verkaufte, um in den amerikanischen Kolonien gegen die aufständischen Kolonisten zu kämpfen. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass die Frankfurter Kommunistin Lore Wolf, die im Zuchthaus in Ziegenhain einsaß, hocherfreut am Kriegsende war? Am 28. März 1945 notierte sie: „Vor dem Zuchthaus verbrennen die SA-Akten. Immer mehr Akten werden aus dem Haus der Kreisleitung auf die Straße geworfen. Die SA-Leute rennen wie besessen, stochern in den Feuerhaufen, verbrennen hastig die Dokumente ihrer Gewalttätigkeiten. Ich kann mich nicht halten, stürze aus der Reihe und jauchze auf: ´Es ist alles zu Ende, sie geben auf!´“. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass das Gründungsmitglied der Roten Armee Fraktion, Andreas Baader, von Februar 1973 bis zum November 1974 in der Justizvollzugsanstalt in Ziegenhain einsaß? Dabei entwickelte der damalige Top-Terrorist und Staatsfeind Nummer 1 Baader sogar Pläne für einen Ausbruch, die er in einer Skizze festhielt und mit maschinenschriftlichen Notizen versah. Und dass, obwohl die JVA als besonders sicher galt. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass der spätere Landrat des Kreises Ziegenhain, Heinrich Treibert (1945 bis 1948) im Sommer 1933 nur knapp an einer Einweisung in ein wildes Konzentrationslager in Wabern vorbei kam? Treibert war bis 1932 Landrat des Kreises Fritzlar gewesen und hatte im Vorfeld der Machtübernahme der Nationalsozialisten als überzeugter Sozialdemokrat alles getan, um die braune Bewegung zu bekämpfen. Nach der Machtübernahme wollten die Nationalsozialisten „alte Rechnungen“ begleichen. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass die Bewohner Hephatas bereits seit Anfang 1936 in großer Angst leben mussten? Am 1. Januar 1936 wurde der SS-Mann Wilhelm Traupel neuer Landeshauptmann. Da seine beiden wichtigsten Mitarbeiter ebenfalls der SS angehörten, hatte es Hephata also mit der Organisation zu tun, deren Ziel u.a. die NS-Eugenik war und die später mit der Durchführung der „Aktion Gnadentod“ und der „Endlösung“ beauftragt war. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass die jüdische Gemeinde in Ziegenhain 1827 mit 5,9 Prozent der Gesamtbevölkerung den höchsten Stand in ihrer Geschichte erreichte? Damals lebten 95 jüdische Bürger in der Stadt bei 1 650 Einwohnern. 1933 lebten noch 53 Juden in Ziegenhain und im April 1939 verzogen die letzten aus der Stadt. Eine Person floh nach Portugal, vier in die USA und nach in die Niederlande nach Amsterdam. Ziegenhain war nun „judenfrei“. Thomas Schattner, Wabern
  • ... dass die Gerichtsstätte der Grafen von Ziegenhain unter Bäumen lag? Die Gerichtslinden waren im frühen Mittelalter Mittelpunkt der Zent Wegebach. Die Landgrafen hatten dort vor 1000 Jahren einen Sitz. In historischen Schriften heißt es, die Verhandlungen wurden unter Vorsitz des Grafen als „Gericht uf dem Wasen“ vor der Stadt auf der Wiese bei den „Zehn Gärten“ abgehalten. Gegenüber befand sich der Galgenberg, eine Hinrichtungsstätte. (cls)
  • ... dass [Michelsberg] im 18. und 19. Jahrhundert eine der bedeutenden Töpfergemeinden in Nordhessen gewesen ist? Für das Jahr 1782 sind in Michelsberg 23 Töpfer und Ziegelbrenner nachgewiesen. (zhk)Quelle: „Schwälmer Jahrbuch 1975
  • ... dass jeden Mittwoch und Samstag Gehweg und Straße zu kehren waren? Bei Nichtbefolgung machte der Stadtpolizist Kiese am nächsten Tag die Haustüre auf mit den Worten: „Soll ich euch denn mal einen Besen verschreiben?“ Schnell wurde für Sauberkeit gesorgt und die Stadt war sauber. Der Nachtwächter tat jeden Abend und in der Nacht seine Pflicht und sorgte für Zucht und Ordnung, so wie der Feldhüter in seinem Revier. Otti Schwalm, [Ziegenhain]
  • ... dass man in früheren Jahren in der [Schwalm] keinen Schulranzen besaß? Die Kinder trugen den Schewwestee, den Schieferstein, die Tafel, unter dem Arm. Anneliese Heipel-Biedebach, Ziegenhain
  • ... dass sich einst westlich vom heutigen Neustädter Stadtteil Mengsberg ein „Dreiländereck“ befand? In den Jahren 1567 bis 1602 trafen dort im Wald auf der Rhein-Weser-Wasserscheide die Grenzen des Kurfürstentums Mainz, der Landgrafschaft Hessen-Marburg und der Landgrafschaft Hessen-Kassel zusammen. Markiert war das „Dreiländereck“ durch einen Erdhügel mit drei dreieckigen Seitenflächen, die auf der Spitze zusammenliefen. Als „drey Eckechten Uffworf“ wird der Erdhügel in einer Urkunde aus dem Jahr 1572 erwähnt. (zhk)Quelle: „Schwälmer Jahrbuch 2013“
  • ... dass Ende des 16. Jahrhunderts in Treysa bereits 2000 Menschen lebten? In seiner Topographia Hassiae et Regionum Vicinarum von 1646/1655 beschrieb der Kupferstecher und Verleger Matthäus Merian d. Ä. Treysa als „eine der Hauptstädte in Hessen“. Doch zwei Katastrophen warfen die Stadt massiv in ihrer Entwicklung zurück. In drei Pestwellen zwischen 1567 und 1611 starben im Kirchspiel 500 Menschen. Außerdem, führte Merian weiter aus, brannten im Zuge der Zerstörung durch die kaiserlichen Truppen 1640 die Hälfte der Häuser ab. Von 460 Gebäuden fielen 217 den Flammen zum Opfer, 97 verfielen zudem in den Kriegswirren. (cls)
  • ... dass es in Treysa um 1800 sieben Jahrmärkte gab? Sie dienten vor allem als Handelswege für Waren zwischen der Stadt und dem umliegenden ländlichen Gebiet. Heute ist von ihnen nur noch einer übrig geblieben – der Scherzmarkt am 28. Dezember. Die Bedeutung für den örtlichen Handel ist allerdings gering, da die Stände größtenteils von auswärtigen Verkäufern bestückt werden. (cls)
  • ... dass bis ins 16. Jahrhundert hinein in Treysa nur große Straßen und Gassen einen Namen trugen? Die Häuser waren einfach durchnummeriert. Erst mit der Entwicklung des Postwesens und dem Anwachsen Treysas wurden alle Straßen benannt. (cls)

Schwarzenborn

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... dass in Schwarzenborn ein Ahnenhaus Johann Wolfgang von Goethes steht? Quelle: www.schwarzenborn.de

  • ... dass der Landwirtschaftsrat in früheren Zeiten eine Fahrt auf den Knüll unternehmen musste, um für diesen Bereich andere Düngemittel zu erfinden, da dort Boden und Klima anders waren? Was für die Schwalm gut war, hat dort nichts gebracht. Otti Schwalm, Ziegenhain

Spangenberg

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... sich in Spangenberg nach dem Zweiten Weltkrieg eine Schlossspielschar gründete, die im Jahr 1954 im Schlosshof das Theaterstück von Gottfried Buchmann „Ludwig I., der Friedsame“ aufführte?
    Fides Baumgart, Melsungen

  • ... anno 1353 auf dem Spangenberger Schloss Spangenberg von dem Landgrafen Otto den Schützen, ein Buchsbaum gepflanzt wurde? Darunter war zu lesen: Hat gestanden und gegrünet dieser Orts 325 Jahr. Ist hochgewachsen 12 Schuh, und dick 1 1/2 Schuh. Ist anno 1678 verdorrt, abgehauen und nach Kassel gebracht. Dort wurde der Stamm auf Anraten des Landgrafen Karl zu Büchsenschäften verarbeitet.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die schon seit vielen Jahrhunderten bestehende städtische Bleiche in Spangenberg mit Wäschebrunnen und eigener Quelle von vielen Frauen der damaligen Zeit genutzt wurde? Auch soll die Nebenfrau des Landgrafen Philipp des Großmütigen Landgraf Philipp der Großmütige, im Volksmund die „Linke Landgräfin“ genannt, dort ihre Wäsche gewaschen haben. Sie wohnte übrigens in der Burgstraße, früher Stadtsparkasse Spangenberg, und verbrachte von 1540 bis 1566 ihre Zeit in Spangenberg.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... es noch im Jahre 1927 einen Viehauftrieb von Jungkühen auf die Jungviehweide in Elbersdorf gab? Der Zusammentrieb erfolgte auf dem Gutshofgelände zum Zwecke der Untersuchung und Versicherung.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... um 1871 auf Schloß Spangenberg französchische Kriegsgefangene waren? Einer hinterließ in seiner Zelle folgende Wandnotizen: Leb’ wohl, Spangenberg, leb’ wohl, verwünschte Stadt. Mit Kummer hab’ ich dich gesehen, ohne Bedauern verlass’ ich dich. In deinem uralten Schlosse fünf Monate Gefangener, gewinne ich endlich meine alte Freiheit wieder. Zu den Grenzen Frankreichs brech’ ich auf mit Gesang. Und mühelos werd’ ich deine Wassersuppe vergessen. Lebt wohl, weiße Rüben, Kartoffeln, Bohnen. Beim Scheiden von dir wünsch’ ich, unglückselige Stadt, nie wieder in deinen Mauern eingeschlossen zu sein.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... am 2. September 1919 der erste Spatenstich für die „Eigene Scholle „in Spangenberg vorgenommen wurde? Seitdem gibt es auch eine eigene Schollenkirmes. Übrigens gab es 1927 bereits über 200 „Schollengeister“ die sich in dem neuen Wohngebiet sehr wohl fühlten.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahre 1842 der Spangenberger Gesangverein Liedertafel gegründet wurde? Der damalige Lehrer Dickhaut regte an, „eine Vereinigung zur Pflege des Kirchgesangs“ ins Leben zu rufen. Im Juni 1912 wurde das 70-jährige Bestehen im großen Rahmen gefeiert. Dirigent war zu dieser Zeit der Lehrer Quer.
    Eduard Ploch, Elbersdorf


  • ... im August 1927 der Spangenberger Metzgermeister Heinrich Entzeroth im so genannten Wachthäuschen auf Schloss Spangenberg einen alkoholfreien Wirtschaftsbetrieb eröffnete? Besucher konnten dort ihren Hunger und Durst im Freien unter Lindenbäumen stillen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf


  • ... im 30-jährigen Krieg Pfieffe, Bischofferode und Weidelbach einen hohen Blutzoll zahlen mussten? Denn 1626 brannten Tillys Reiter in Pfieffe 22 Häuser und das Pfarrhaus nieder, 1624/25 wurden bis auf ein Haus ganz Bischofferode und ein Viertel aller Häuser von Weidelbach niedergebrannt. Viele Menschen wurden ermordet. Pest und Cholera rafften die Hälfte der Dorfbewohner dahin. 120 Jahre dauerte es, bis die Einwohnerzahl der drei Dörfer sich wieder erholt hatte.
    Alfred Weißenborn, Weidelbach

  • ... noch im Jahr 1912 auf Pentersrück, 566 m über Meereshöhe - auf der nördlichen Spitze des Riedforstes, zwischen Hessisch Lichtenau und Elbersdorf-Spangenberg gelegen, ein 17 Meter hoher Aussichtsturm gestanden hat? Zur Errichtung eines neuen Turmes - der vorhandene war sehr baufällig- wurden die Wanderer mit folgendem Spruch aufgefordert eine Geldspende zu leisten: Wanderer nicht weiterschweife, erst mal in den Beutel greife, stifte was zur Turmerhaltung, darum bittet die Verwaltung.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... das so genannte Schlösschen, gegenüber dem Rathaus in Spangenberg gelegen, nach den Überlieferungen von den Söhnen des Landgrafen Philipp landgraf philipp erbaut wurde? Die Bürgerhäuser zur damaligen Zeit wurden fast ausschließlich mit den Materialien Holz und Lehm errichtet. Dieses Schlösschen weist jedoch im Untergeschoß ein Steinmauerwerk auf – vor fast 500 Jahren ein Privileg der Wohlhabenden. Erst viel später gelangte das Gebäude in Bürgerhand.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im August 1912 in Eubach die erste Wasserleitung verlegt und in Betrieb genommen wurde? Bisher musste das Trinkwasser von den meisten Bürgern von sehr weit her geholt werde.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahre 1902 das Liebenbachdenkmal in Spangenberg von dem Kommerzienrat Heinrich Salzmann gestiftet wurde? Entworfen hat das Bauwerk der Architekt Hösel aus Kassel.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... in der Nacht vom 16. Dezember 1912 von orkanartigem Sturm begleitet, riesige Wassermassen vom Himmel fielen und viele Länderreien überschwemmten, die Esse über ihre Ufer trat, und viele Häuser unter Wasser setzte? Das Muldnerrische Gut war genötigt alle Viehbestände nach Spangenberg zu bringen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... das ehemalige Karmeliterkloster in Spangenberg (Klosterstraße) am 7. Oktober 1888 durch Brandstiftung völlig abbrannte? Neben dem Kloster fielen auch noch zwei Häuser dem Feuer zum Opfer.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im April 1913 in der Gastwirtschaft von Elbersdorf die Gründung einer Raiffeisenkasse für das Kirchspiel Spangenberg/Elbersdorf vollzogen wurde? Der neuen Einrichtung traten 20 Besucher der Veranstaltung bei. Als Vorstand wurde der Förster Schneider vom Lamberg gewählt.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im November 1912 der Vorleser Konrad Lösch, ein bekannter und beliebter Spangenberger Bürger,Hausmeister des Stiftes Spangenberg wurde und dortselbst eine Wohnung erhielt?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im September 1912 die Gemeinde Schnellrode den 1000 Acker großen Interessentenwald der bis dato im Eigentum des Gutsbesitzers Popp (Kleinseelheim bei Kirchhain) war, an den Juristen Dr. Brandt Bierbrauereibesitzer aus Dortmund) für 200000 Mark verkauft wurde? Auch wurde ihm die Gemeindejagd vom bisherigen Pächter, dem Forstmeister Odenwald (Kammer-Beerfelde), übertragen. Für die Gemeinde war es ein gutes Geschäft.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... Schloss Spangenberg in früheren Zeiten über zwei Zugbrücken zu erreichen war? Eine war für Fußgänger und die andere für Fuhrwerke eingerichtet. Aus dem 65 Klafter (1 Klafter = 1,7 bis 3 Meter) tiefen Brunnen wurde mit einem Tretrad, das durch einen Esel angetrieben wurde, das Wasser nach oben befördert. Der Brunnenschacht war an zwei Seiten 9 Fuß und an zwei Seiten 7 Fuß breit (1 Fuß = 31,385 Zentimeter).
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahr 1519 in Spangenberg eine Bruderschaft „St. Annen“ (die heilige Anna war die Mutter der Jungfrau Maria) bestand? Zu dieser Zeit lebte in der Stadt die züchtige Gela Bell, die per Hypothek ein Grundstück an einen Einwohner vergeben hatte. Der Nutzer der Liegenschaft musste der Bruderschaft jährlich am Michaelistag 10 Schilling und einen Hahn als Zins abgeben. Diese Schenkung hat dann die fromme Gela Bell für „alle Zeiten“ verfügt.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... das Schlösschen gegenüber vom Spangenberger Rathaus von den Söhnen des Landgrafen Philipp erbaut wurde? Die Bürgerhäuser zur damaligen Zeit wurden fast ausschließlich aus Holz und Lehm errichtet. Das Schlößchen weist jedoch im Untergeschoss ein Steinmauerwerk auf. Ein Privileg der Wohlhabenden. Erst später gelangte das Gebäude in Bürgerhand.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... bei einer Vieh- und Baumzählung im Jahre 1913 in Bergheim 18 Pferde, 166 Rinder, 227 Schweine, 64 Ziegen und 2523 Obstbäume gezählt wurden?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... bei der 700-Jahrfeier der Stadt Spangenberg im Juni 1937 auch das 30-jährige Bestehen der Preußischen Forstschule auf Schloss Spangenberg gefeiert wurde? Mehr als 1200 Männer aus allen deutschen Landesteilen haben bis zu diesem Zeitpunkt dort ihre einjährige Ausbildung als Förster erhalten. Es war den Bemühungen des verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters Bender zu verdanken, dass es die Forstschule überhaupt gab.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Juni 1937 der Kreishandwerksmeister von Melsungen einen Innungsbeschluss bekannt gab, wonach ein „Borgverbot“ eingeführt wurde? Anlass war die schleppende Zahlungsweise für erbrachte Lieferungen und handwerkliche Dienstleistungen. Besonders schwer hatten die zahlreichen Schuhmacher darunter zu leiden.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... in früheren Zeiten – so auch im Mai des Jahres 1937Knochensammlungen in den Städten und Gemeinden vorgenommen wurden? In einem Aufruf des Bürgermeisters von Spangenberg hieß es: „Ich bitte alle Hausfrauen, Knochen sauber und ohne Fleischreste zum Abholen bereit zu halten“. Knochen, die schimmeln, seien unbrauchbar. Die Sammlung sei wichtig für die deutsche Vorratswirtschaft.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... das Spangenberger Wappen seine Form oftmals gewechselt hat?Die ursprüngliche Umschrift lautete: S oppidanorum in Spangenberg. Sigillum (Siegel) der Bürger in Spangenberg. Die linke Hälfte des Wappens zeigt ein halbes achtspeichiges Rad, das Hoheitszeichen der Grafen von Treffurt, die das ganze Rad im Wappen führen. Die rechte Seite zeigt ein Bündel stilisierter Blätter und Blüten, die durch einen Ring zusammen gehalten werden.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... von einem Geschichtsforscher die Uniformen der Garnisons-Kompanie auf Schloss Spangenberg im Jahr 1866 wie folgt beschrieben wurden: Waffenrock dunkelblau mit poceaurotem Kragen und Aufschlägen, dunkelblauen Ärmelpatten, weißen Achselklappen und gelben Knöpfen? Beinkleider und Mäntel waren grau, das Lederzeug war schwarz. Auf dem Kopf trug man den üblichen Infanteriehelm mit gelben Beschlägen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... mehrere aktive Sportler in Spangenberg bereits im Jahr 1927 die Bedingungen zum Erwerb des Deutschen Sportabzeichens erfüllt hatten? Vornehmlich waren es Schüler der Forstschule in der Liebenbachstadt, die auf dem Spangenberger Schloss untergebracht waren.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... der Spangenberg Bürger namens Johannes Meckbach Medizin studierte und als Dr. Meckbach während der Reformationszeit der Leibarzt vom Landgrafen Philipp des Großmütigen war, dort hohes Ansehen erwarb und weit über die hessichen Grenzen hinaus als Arzt bekannt wurde? Meckbach wurde 1495 in Spangenberg geboren, er studierte in Leipzig und in Erfurt. 1534 übertrug ihm Landgraf Philipp die medizinische Professur an der Universität in Marburg. 1535 wurde Meckbach Rektor dieser Anstalt.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... wie die heute noch gebräuchliche Feldflurbezeichnung „Kriegland“ am Malsberg – von Spangenberg Richtung Mörshausen gelegen– entstanden ist? Von jeher gab es dort eine alte Trift, auf der die Kühe im Sommer auf die Weiden am Hirtenbrunnen auf dem Schönberge bis zur Melsunger Grenze getrieben wurden. Ein Junker der adligen Familie von Boyneburg, Besitzer des Elbersdorfer Gutes, ließ im Jahre 1626 entlang des Weges – oberhalb des Kalkofens – Hürden aufstellen, um somit seinen Anspruch zu dokumentieren. Die Spangenberger Bürger, die ebenfalls dort Grundbesitz hatten, rissen diese Umzäumungen jedoch wieder ab. Diese Streitigkeiten hielten über Jahrzehnte an. Es wurde immer wieder „Krieg“ geführt – daher der Name Kriegland.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahr 1927 auf dem Gutshof in Elbersdorf, nachdem er vom Landkreis Melsungen als „Kreisgut“ erworben wurde, bei Renovierungsarbeiten nach Ablösen von alten, vergilbten Tapeten ein prachtvolles Ölgemälde freigelegt wurde? Auf Leinwand gemalt, hatte das Wek ein Ausmaß von fünf mal drei Metern. Es stellte eine Königin aus dem Morgenland dar, die Abgaben ihrer Lehensleute entgegen nahm - Das Gemälde soll 300 bis 400 Jahre alt gewesen sein. Über den Verbleib gibt es keine Angaben.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... das im Jahre 1926 neu errichtete Schwimmbad in Spangenberg am Pfingsten 1927 seiner Bestimmung übergeben wurde? Das Becken hatte damals eine Länge von 85 Meter und eine Fläche von 1700 Quadratmeter. Das Bad stand auch im Winter zum Eislaufen zur Verfügung. Auch konnte mit zwei Ruderkähnen diese Sportart betrieben werden. Jugendliche unter 14 Jahren durften übrigens nur in Begleitung eines Erwachsenen die Badeanstalt betreten.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... 1879 die Spangenberger Kirche durch Aufstellung von Öfen beheizbar gemacht wurde? Zum Teil wurden die Kosten durch Spenden abgedeckt, den Rest übernahm jedoch die Stadtkasse. Im Jahre 1929 wurden einige Öfen durch modernere Anlagen ersetzt.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahre 1796 das Klostertor in Spangenberg abgebaut wurde? Sechs Jahre später wurden auch das Haintor (auch Eulenturm genannt) und das Obertor an der Pfieffer Straße beseitigt. 1828 fiel das Burgtor dem Abriss zum Opfer. Hier war eine Wohnung untergebracht, in dem der Gerichtsdiener und später der Feldhüter für 3 Taler Jahreszins wohnten. Schließlich wurde im Jahr 1835 das letzte Stadttor – das Untertor – abgebaut, das lange Zeit auch als Hirtenwohnung genutzt wurde.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... es nach einer Polizeiverordnung vom 21. Juni 1928 verboten war, Tiere zu schlachten, ohne eine vorherige Lebendbeschau durch einen Tierarzt vornehmen zu lassen? Nur bei Notschlachtungen waren Ausnahmen erlaubt. .
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... 1928 im Alter von 65 Jahren der beliebte Spangenberger Heimatdichter Adam Siebert verstarb. In Gedichten beschrieb er die Schönheit, die Geschichte und die Sagen seiner Heimatstadt. An der Quelle des Liebenbachs wurde ihm zu Ehren eine Gedenkstätte mit einer Tafel und folgender Aufschrift angebracht: Ihrem Heimatdichter Adam Siebert zum 60. Geburtstag gewidmet von seiner dankbaren Heimatstadt. .
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... wie viele Kraftfahrzeuge 1928 im Kreis Melsungen betrieben wurden? Es waren: 35 Lkw, 93 Personenwagen und 193 Krafträder. Nach einer Zählung vom Juli des gleichen Jahres entsprach das einem Zuwachs von 29 Prozent. .
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Familie derer von Bischofferode um 1450 den Hof von Elbersdorf von einem Mann namens „Fogkenrade“ gekauft hat? Sie behielt den Hof in Besitz, bis zu dem Letzten des Geschlechts, des Spangenberger Amtmanns George von Bischofferode. In der Elbersdorfer Kirche erinnern noch die beiden Grabsteine an die 1600 verstorbene Sophia von Bischofferode, geb. von Boneburgk, Ehefrau von George von Bischofferode und an diesen, der 1608 verstorben ist.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... sich das Heimatmuseum Spangenberg bereits seit dem 18. August 1972 im historischen Burgsitz hinter dem Brauhausplatz befindet? In 15 Räumen der beiden Gebäude sind etwa 10 000 Exponate ausgestellt. Anlässlich des Internationalen Museumstages am 20. Mai soll dieser Geburtstag mit zahlreichen Attraktionen gefeiert werden.
    Eduard Heinz Buhre, Spangenberg

  • ... im März 1953 der so genannte Kommandantenbau des Spangenberger Schlosses (Fachwerkfront im Schlosshof) wieder errichtet und damit der noch aufragende, freistehende Ostgiebel gesichert werden konnte?
    Fides Baumgart, Spangenberg

Wabern

Willingshausen

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... dass in der Gungelshäuser Mühle früher pro Tag 150 Kilogramm Korn zu Mehl gemahlen werden konnte? Die Mühle wurde bereits Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Sie lief damals nur mit Wasserkraft. Quelle: 25 Jahre Großgemeinde Willingshausen 1974-1999
  • ... dass das „Feste Haus“ in Ransbach den Bewohnern des Ortes als Fluchtbau und als Speicherort für Getreide diente? Ursprünglich ist das Haus als Wehrspeicher bereits 1505 erbaut worden. Heute steht es im Hessenpark im Taunus, wo es 1985 restauriert wieder aufgebaut wurde. Quelle: 25 Jahre Großgemeinde Willingshausen 1974-1999
  • ... dass es spezielle Backordnungen gab, die das gemeinsame Backen im Gemeindebackhaus in Zella regelten? Um Streitigkeiten unter den Bäckern zu vermeiden, wurden in der Ziegenhainer Zeitung im Jahr 1890 zehn Paragraphen veröffentlicht, die die Ordnung des Backens regeln sollten. Quelle: 25 Jahre Großgemeinde Willingshausen 1974-1999
  • ... dass Leimbach vermutlich schon zu Zeiten Christi Geburt bestand? Archäologische Ausgrabungen haben Funde zu Tage befördert, die Informationen zum Beginn der Zeitrechnung, zu keltischen und germanischen Kulturen geben. Quelle: 25 Jahre Willingshausen 1974-1999
  • ... dass die Bewohner der Gemeinde Willingshausen 44 000 DM spendeten, um ein Originalgemälde von Gerhardt von Reutern zu kaufen? Das Aquarell wurde von einem Kunsthändler aus San Francisco der Malerkolonie zum Kauf angeboten. Das Gemälde, das ein Schwälmer Paar zeigt, war nach 1828 regelrecht auf Weltreise gegangen (Willingshausen, Weimar, St.Pertersburg, Frankreich), bis es in den USA landete. 1996 gelangte es wieder in die Heimat zurück. Quelle: 25 Jahre Großgemeinde Willingshausen 1974-1999
  • ... dass Steina ursprünglich aus drei Orten bestand? Während Obersteina und Mittelsteina zerstört wurden, ist Untersteina das heutige Steina. Quelle: www.willingshausen.de
  • ... dass nach dem Zweiten Weltkrieg die Störche zunächst in Steina brüteten? Erst später war der alte Molkereischornstein in Loshausen das Ziel. Kurt Knauff, Loshausen
  • ... dass Carl Bantzer sein berühmtes Gemälde „Abendmahl in einer hessischen Dorfkirche“ 1891/92 malte. Zuvor hatte er die Arbeit intensiv vorbereitet, Ölskizzen, Zeichnungen, Aquarelle und Fotostudien gehen dem Bild voraus. Zuerst malte er im Schulsaal und in der Kirche von Merzhausen, dann ließ er eine Kirche originalgetreu aus Holz nachbauen, wo er seine Modelle versammelte. Es wurde sein erstes großes Figurenbild und das früheste seiner Hauptwerke.Doris Bachmeier in „Schwälmerisch: Kunst und Volkskultur“ (1992)
  • ... dass an der bemalten Zimmertür im Willingshäuser Malerstübchen viele bekannte Künstler mitgewirkt haben? Darauf zu erkennen sind unter anderem Miniaturen von Heinrich Hoffmann, dem Autor des Struwwelpeters. Quelle: Malerkolonie Willingshausen (www. malerkolonie.de)
  • ... dass Merzhausen eine große israelitische Gemeinde und eine israelitische Schule hatte? Johann Heinrich Schwalm (†) Lehrer und Schulrat
  • ... dass am 10. Mai 1874 durch ein kaiserliches Dekret in Willingshausen eine Postagentur eingerichtet wurde? Damit kam die Obrigkeit einem dringenden Wunsch der Postverwaltung im hiesigen Raum nach. Durch die Vielzahl der Maler hatte sich der Brief- und Paketverkehr stark ausgeweitet und die Notwendigkeit für eine örtliche Agentur war gegeben. Willingshausen entwickelte sich damals zu einem Sammelpunkt für Postsendungen im Antrefftal. Weitere Agenturen wurden erst später in den Nachbarorten Wasenberg und Merzhausen aufgebaut. Helga Weese Willingshausen
  • ... dass im Jahr 1900 alle Einwohner von Ransbach die Schwälmer Tracht trugen? Insgesamt 64 Personen.Johann Heinrich Schwalm (†) Lehrer und Schulrat
  • ... dass Steina im 30-jährigen Krieg niedergebrannt wurde? Es wurde in einer Novembernacht in der Schlacht bei Riebelsdorf zerstört. Quelle: www.willingshausen.de
  • ... dass es während des Zweiten Weltkrieges in Loshausen einen sogenannten „Erntekindergarten“ gab? Organisiert wurde er von der Verwaltung von Ziegenhain aus, um den Loshäuser Frauen in kriegsbedingter Abwesenheit der Männer die Arbeit in der Landwirtschaft zu erleichtern. Von Anfang April bis Mitte Oktober wurden über 30 Kinder im Vorschulalter von 7.30 Uhr bis 17 Uhr betreut. Untergebracht war der Kindergarten in einem Wohnhaus an der Kasseler Straße, neben der heutigen Grundschule. Quelle: 900 Jahre Loshausen - Ein Dorf in der Schwalm feiert Geburtstag







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