Wussten Sie schon, dass... Spangenberg

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Schloss Spangenberg
  • ... am 21. August 1912 die Kaiserliche Majestät und Prinzessin Viktoria Luise mit Gefolge dem Spangenberger Schloss einen Besuch abstattete? Die Forstschüler waren sehr überrascht von der nicht angekündigten Visite, griffen zu ihren Jagdhörnern und begrüßten die Hoheit mit einem Fürstengruß. Zu Fuß legte die Prinzessin den Weg bis in die Stadt zurück.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... das von Müldnische Rittergut von Elbersdorf schon immer der in den Gemarkungen liegenden Ländereien, die besten Lagen besaß? Im September 1912 verkaufte das Gut zwei in der Gemarkung Bergheim, in der Aue liegenden, Grundstücke von 2ha 08ar und 80 Quadratmeter.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahre 1912 eine Verfügung des preußischen Kultusministers erging, wonach Zöglinge der Seminare für die Lehrerausbildung , bei denen feststand, dass sie durch körperliche Leiden dauernd unfähig waren, Turnunterricht an Schulen zu geben, von der Ausbildung zum Lehrerberuf auszuschließen waren? Bewerbern, bei denen schon vor der Aufnahme Zweifel an der Tauglichkeit zum Turnunterricht bestanden, wurde die Aufnahme in die Lehrerbildungsanstalt gleich abgelehnt.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... auf dem Spangenberger Schloss noch bis 1888 eine alte, noch aus dem Freiheitskrieg stammende Kanone stand? Sie wurde früher dazu genutzt, um im Falle eines Brandes in der Umgegend durch Abfeuern von drei Kanonenschüssen die Bevölkerung auf den Brand aufmerksam zu machen. Allerdings wurde dieser Brauch letztmalig im Jahre 1832 vollzogen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... auch aus hiesiger Gegend, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Maurer zum Bau der Edertalsperre gesucht wurden? Es wurde ein Stundenlohn von 56 bis 60 Pfennig geboten.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Spangenberger Gendarmerie im Jahre 1912 ihr 100-jähriges Bestehen feierte? Der Begriff Gendarm stammt aus dem Lateinischen: gent armata und hieß Waffenleute oder bewaffnete Truppen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... der damalige Bürgermeister Bender von Spangenberg am 12. Juli 1912 in der Zeitung ein Alkoholverbot gegen einen bestimmten Einwohner ausgesprochen hat? Bender schrieb: „Gemäß Polizeiverordnung vom 9. 12. 1902 habe ich Herrn (...) für einen Trunkenbold erklärt. Er darf Lokale, in denen geistige Getränke ausgeschenkt werden, nicht mehr betreten.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... Spangenberg im 30-jährigen Krieg sehr gelitten hat? Durch den ersten Tillyschen Einfall1623 blieb die Stadt bis 1626 besetzt. Im Jahre 1637 erfolgte eine erneute Besetzung. Nach einer blutigen Schlacht konnten die Besatzer zwar hinausgeworfen werden, legten aber 84 Häuser, das waren mehr als die Hälfte, in Schutt und Asche.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Juni 1911 der damalige Förster Schneider auf dem Forsthaus Lamberg in EIbersdorf/Kaltenbach von der Königlichen Regierung in Kassel die Erlaubnis erhielt, an Touristen alkoholfreie Getränke, Milch, Kaffee, kalte und warme Speisen gegen Entgelt anzubieten?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... eine Kuh des damaligen Försters Schneider am Forsthaus Lamberg im Jahre 1912 beim Grasen von einer Kreuzotter gebissen wurde und schwer erkrankte? Der Überlieferung nach überlebte das Tier nur, weil es ein guter Tierarzt wieder gesund pflegte..
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... in einer Bekanntmachung im Jahre 1911 die Handwerker aufgefordert wurden, die Meisterprüfung abzulegen, um später einmal ein Ehrenamt überhaupt annehmen zu dürfen?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... das Schloss Spangenberg im 19. Jahrhundert zeitweise als Gefängnis genutzt wurde? Nach einem Bericht der Leipziger Illustrierte Zeitung vom 27. März 1852 sollen auf die Burg Kämpfer für eine Verfassung eingewiesen worden sein.?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... in Spangenberg im Jahr 1909 eine Freiwillige Sanitätskolonne gegründet wurde? Dem Verein traten 19 ordentliche und acht außerordentliche Mitglieder bei. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Israel gewählt (Schwiegervater des verstorbenen Dr. Hans Kaiser und Großvater des langjährigen Spangberger Arztes Dr. Gernot Kaiser).
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahre 1911 von dem damaligen Reichsgericht das Züchtigungsrecht durch die Lehrer in den Fortbildungsschulen ausdrücklich bejaht wurde? Neben dem Unterricht wurde auch die Pflicht der Erziehung gefordert, welches auch „angemessene“ Zuchtmittel zuließ.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahre 1911 in Deutschland auf Veranlassung der Schweizer Regierung eine Verfügung erlassen wurde, wonach im Sprachgebrauch der Begriff „Schweizer“ nicht mehr für die Tätigkeiten Melker, Hüter und Fütterer verwendet werden soll? Für die Tätigkeit des Melkens sollte man auch Melker sagen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Milde Stiftung Hospital St. Elisabeth in Spangenberg im Jahr 1341 von Hermann VII. von Treffurt gegründet und anfänglich für 20 bedürftige Personen aus Spangenberg eingerichtet wurde?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... Anfang des 19. Jahrhunderts noch der Aberglaube verbreitet war, wonach in der Woche nach Weihnachten und dem Neujahrstag keine Wäsche gewaschen werden durfte und keine Hülsenfrüchte und Klöße gekocht werden durften? Wer zuwider handelte, musste im neuen Jahr mit einem Unglück rechnen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... 1911 an dem Aussichtsturm auf dem Pentersrück – zwischen Hess. Lichtenau und Spangenberg – Treppenstufen angebracht und der Turm der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... es noch Mitte des Jahres 1911 in Spangenberg eine Zigarrenfabrik mit 42 Beschäftgten gab? Vor 25 Jahren wurde diese am Obertor gelegene Fabrik von der damaligen Hamburger Firma Philipp Baetcke gegründet.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... ab dem 1. Januar 1911 für die Aufsicht im Spangenberger Stadtwald mit Walter Mix]] wieder ein Stadtförster eingestellt wurde? Dieser war auch für die Gemeinden Elbersdorf und Landefeld zuständig.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Spangenberger Sanitätskolonne an einem Sonntag im März 1911 am Spangenberger Bahnhof das Verladen von Verwundeten für den Kriegsfall übte? Die Leitung hatte Dr. Israel.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... in Spangenberg am 15. Juli 1910 mit dem Bau des neuen Schulgebäudes begonnen wurde und am 18. Oktober des selben Jahres das [[Richtfest stattfand?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... man unter einer Militäraushebung versteht? Alle zur Gestellung verpflichteten Mannschaften aus Spangenberg und Umgebung erhielten im März 1911 den Befehl, zur Verlesung vor dem Rathaus zu erscheinen. Heute würde man sagen, sie wurden gemustert.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Jahr 1909 in der Stadt Spangenberg 1739 Einwohner lebten und bei einer Volkszählung am 1. Dezember 1910 es nur noch 1685 waren? 1910 gab es in Spangenberg 38 Geburten und 43 Sterbefälle. In Elbersdorf acht Neugeborene und fünf Sterbefälle. In Schnellrode wurden acht geboren, vier starben.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... am 15. April 1871 der Gastwirt Friedrich Bertram in Spangenberg das Gasthaus Zum Goldenen Löwen übernahm und zu einem führenden Haus mit einem vorzüglichen Ruf machte?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Spangenberger Wassersportfreunde im Jahr 1911 prüfen lassen wollten, ob die Badeanstalt so ausgebaut werden könne, um den Anforderungen eines zu gründenden Schwimmvereins zu entsprechen?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... es um Elbersdorf in früheren Zeiten mehrere Höfe und Kleinsiedlungen - so genannte Weiler - gab, die vorwiegend aus dem späten Mittelalter stammten? Diese verschwundenen Ansiedlungen nennt man Wüstungen. Mehrere heutige Flurbezeichnungen weisen noch auf diese Standorte hin: • Braubach • Finkental • Gunzenau • Wetzbach • Hohlebrück • Halbersdorf. Kriege, Seuchen, Städtegründungen und Wildplagen gehörten zu den Gründen, warum diese Siedlungen aufgegeben wurden. Nachweislich sind diese Wüstungen aber nicht im oder durch den Dreißigjährigen Krieg entstanden.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Feuerwehr 1950 bei einem Brand im Forsthaus Lamberg bei Kaltenbach/Elbersdorf die Flammen mit dem Inhalt einer Jauchegrube gelöscht hat? Das Feuer wurde tatsächlich gelöscht, durch den Gestank konnte das Haus aber erst deutlich später als üblich wieder bewohnt werden.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... ab dem 1. Januar 1911 die Sparkasse eine tägliche Verzinsung eingeführt hat und hierdurch ein bedeutender Umschwung zu Gunsten der Stadtkasse in Spangenberg eingetreten ist?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... bei einer Viehzählung am 1. Dezember 1909 im Kreis allein in der Stadt Melsungen 490 Gehöfte gezählt wurden? Damals wurden in der Bartenwetzerstadt 129 Pferde gehalten. In der Stadt Spangenberg wurden noch 247 Gehöfte und 76 Pferde gezählt.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... der Spangenberger Verschönerungsverein im Jahre 1910 gleich 25 Anfragen erhielt, wie man in Spangenberg eine Sommerfrische verbringen könne? Elf Urlauber verbrachten tatsächlich ihren Urlaub in der Stadt.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... Elbersdorf im Jahr 1709 hohen fürstlichen Besuch bekam? Die landgräfliche Familie von Kassel hielt mit Kutschen, Chaisen, 32 Pferden, Offizieren und Kavalieren mehrere Tage beim Generalmajor Lewin Walrab von Boyneburg in Elbersdorf Hof und ging dort auch in die Kirche. Der Anlass: Im spanischen Erbfolgekrieg hatte ein Verwandter Boyneburgs den französischen Marschall Tallard gefangen genommen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im nordhessischen Raum die Pfarrer und ihre Familien offenbar nicht nur reine Seelen hatten, sondern auch viel von körperlicher Reinlichkeit hielten? Aus Kirchenkastenrechnungen im Staatsarchiv Marburg ist zu entnehmen, dass seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 17. Jahrhunderts in vielen Pfarrhäuser Badstuben eingebaut oder erneuert wurden. Leider ist aus der Hausforschung nicht zu entnehmen, ob in den betreffenden Ortschaften wie Wolfershausen, Böddiger Wabern und Niedenstein, auch Bauern- und Bürgerhäuser mit Badstuben ausgestattet waren, ob deren Bewohner die eventuell vorhandenen öffentlichen Badehäuser benutzten – oder gar nicht badeten.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ...sich bereits im 18. Jahrhundert, von Italien ausgehend, ein Zahlenlotto – das „Lotto di Genova“ – über ganz Europa ausbreitete? Landgraf Friedrich II. hoffte, mit der Lotterie die nach dem Siebenjährigen Krieg leeren Staatskassen wieder zu füllen. Seine Landeskinder durften aus den Zahlen 1 bis 90 gegen entsprechenden Einsatz 5 Zahlen ziehen. 14 Jahre später verfügte Landgraf Wilhelm IX. 1785 die Schließung des Lottos, weil offenbar viele Bürger sich der Spielwut hingaben und sich und ihre Familien ins Unglück stürzten.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... am 1. Dezember 1900 die Ergebnisse einer Vieh- und Obstbaumzählung für den Landkreis Melsungen bekannt gegeben wurden? Die bestimmt mit bürokratischer Akribie betriebene Aufstellung brachte folgendes Ergebnis: 2182 Pferde, 11 983 Stück Rindvieh, 11 385 Schafe, 18 354 Schweine und 4025 Ziegen lebten hier. Seit 1899 hatte man die Zählung sogar noch ausgeweitet: 53 463 Stück Federvieh, 1417 Bienenstöcke und 120 Obstbäume.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... 1921 in Elbersdorf die Elektrizität eingeführt wurde?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Elbersdorfer Kirche aus dem Ende des 13. Jahrhunderts stammt? Die Bauern-Renaissance-Kanzel wurde im Jahre 1643 eingebaut.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... wer 1837 Ortsbürger von Mörshausen werden wollte, einen Vermögens- und einen Erwerbsfähigkeitsnachweis zu erbringen hatte, als Mann Wohlverhalten gezeigt und als Frau sittsam gelebt haben musste? Bürgerschafts-Bewerber aus dem Ausland mussten als Mann 30, als Frau nur 18 Taler bezahlen. Deutsche Männer hatten 15, deren Frauen sieben Taler als Gebühr zu entrichten. Weiter wurden ein Taler und zwölf Silbergroschen gefordert für lederne Feuereimer sowie fünf Obststämme.
    Karl Heinz Grenzebach, Mörshausen

  • ... in Spangenberg vor 1933 noch viel mehr Geschäfte und Behörden als heute ansässig waren? So gab es ein Amtsgericht und ein Forstamt, zwei Pfarrer, vier Forstreviere, zwei Ärzte und einen Tierarzt, eine Apotheke und eine Drogerie, eine Stadtschule, eine Burgsitzschule (mittlere Reife), zehn Gaststätten, drei Fabriken, zwei Buchhandlungen, sieben Textilgeschäfte, neun Lebensmittelgeschäfte, ein Kino. Auf dem Schloss war eine Forstschule untergebracht.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die 252 Jahre alte Kirche des Spangenberger Stadtteils Weidelbach am Fuße des Eisbergs mit 400 Metern über dem Meeresspiegel die höchst gelegen Kirche des Altkreises Melsungen ist? Die 22 Meter hohe Weidelbacher Turmspitze liegt übrigens genau 5666 Kilometer, 942 Meter und 46 Zentimeter vom Äquator entfernt.
    Alfred Weißenborn, Weidelbach

  • ... durch königlichen Erlass die Hundesteuer vom Monat Juli 1867 nicht mehr zur Staatskasse erhoben werden sollte? Daher vereinnahmte der Gemeinderat von Mörshausen diese Steuer für die Gemeindekasse.
    Karl Heinz Grenzebach, Mörshausen

  • ... die Königliche Regierung im Februar 1868 die Huteberechtigung der Mörshäuser Einwohner in den Staatswaldungen ablösen will? Bürgermeister Fenner ist dagegen. Am 8. August 1887 ist die Gemeinde so hoch verschuldet, dass sie für 4.327,80 Mark aus der Staatskasse ihre Huterechte aufgibt, um damit ihre Schulden zu tilgen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen betrug seinerzeit 300 Mark!
    Karl Heinz Grenzebach, Mörshausen

  • ... im Turm der Stadtkirche Spangenberg die älteste Glocke des Kreisteils Melsungen hängt? Sie stammt von 1386. Ebenso gehört zum Spangenberger Geläut die größte Glocke des Kreisteils, die Bürgerglocke mit dem tiefen "cis". Sie wurde 1616 von Melchior Mörinck in Erfurt gegossen.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... Otto der Schütz, Sohn von Landgraf Heinrich II., Mitregent seit 1340, auf Schloss Spangenberg residierte, in Sage und Dichtung fortlebt? Zur weitesten Verbreitung und Volkstümlichkeit half Gottfried Kinkels Epos "Otto der Schütz" von 1843.
    August Bollerhey, Wehren

  • ... die mittelalterliche Pietà im Chorraum der Spangenberger Stadtkirche St. Johannes den niederhessischen Bildersturm von 1605 unter Landgraf Moritz unbeschadet überstand? Sie überdauerte die Jahrhunderte auf dem Dachboden der Hospitalkirche St. Elisabeth und wurde erst um 1950 bei der Behebung von Weltkriegsschäden wieder entdeckt.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... Gottfried Kinkel, als Teilnehmer am badischen Aufstand 1848/49 zu lebenslanger Haft verurteilt, eine Verbindung nach Spangenberg hatte? Aus der Spandauer Festung von Carl Schurz, dem späteren Innenminister der USA, befreit, gelangte er über London in die Schweiz, wo er als Professor der Kunstgeschichte in Zürich auch deutsche Lyrik publizierte. So veröffentlichte er auch das Epos "Otto der Schütz - Eine niederrheinisch-hessische Sage".
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... das am 1. April 1945 völlig ausgebrannte Spangenberger Schloss durch den beherzten Einsatz des Staatsbaurates Dr. Georg Textor und durch das Engagement Spangenberger Bürger wieder aufgebaut werden konnte? Mit Hilfe eines vom Heimatverein gegründeten Schlossbaufonds und mit Geld des Landes Hessen konnte 1953 das erste Richtfest für den Kommandantenbau gefeiert werden, dem dann 1955 das Richtfest für den markanten Torturm mit seinen vier Ecktürmchen folgte.
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... im Jahr 2009 Spangenberg auf 700 Jahre Stadtrechte zurückblicken kann. Bereits 1235 waren Burg und Stadt Spangenberg als Lehen der Grafen von Ziegenhain im Besitz der Herren von Treffurt und Spangenberg. Der Text im Marburger Staatsarchiv lautet: 10. August 1309: "Hermanus miles et Hermanus famulus domini de Spangenberg erteilen den Bürgern in Spangenberg das Jus civile secundum formam et ordinem civium Lyppensium".
    Fides Baumgart, Spangenberg

  • ... der Schauspieler Rupert Davis, der in den englischen Verfilmungen der Simenon-Romane den berühmten Kommissar Maigret darstellte, während des 2. Weltkrieges als kriegsgefangener Offizier auf Schloss Spangenberg inhaftiert war und Spangenberg nach dem Krieg mehrmals besuchte?
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... es am Wahrzeichen Eschweges, dem "Großen Leuchtberg", einen Spangenberg-Brunnen gibt. Er wurde um 1920 gestiftet und erinnert an den Landbaumeister Anton Jacob Spangenberg (1796 bis­ 1882), der bereits 1825 für die Eschweger Bevölkerung einen ersten "Volksgarten" schuf und später mit der Erschließung der beiden Leuchtberge und der Werratalaue ein noch heute vorbildliches Naherholungsgebiet ausbaute.
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... nach den überlieferten Protokollen mit Wirkung vom 19. Oktober 1866 die noch bestehende Garnison mit ihrem Kommandanten, dem Major Georg August Gissot, zwar noch preußisch vereidigt, aber bereits 1867 aufgelöst wurde.
    Fides Baumgart, Spangenberg


  • ... Spangenberg mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1350 durch Landgraf Heinrich II. auch die Befugnis zum Bierbrauen übertragen wurde? Erst 1847 wurde das Brauhaus, das auf dem nach diesem benannten "Brauhausplatz" stand, wegen Baufälligkeit abgerissen.
    Heinz Buhre,Spangenberg

  • ... bereits im 19. Jahrhundert in Nordhessen die Wildschweine immer mehr Schäden auf den Feldern verursachten? Im Spangenberger Schloss wurde eine Hundemeute gehalten, die bei den Saujagden zur Unterstützung der Jäger im Regierungsbezirk Kassel bis in die Neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts eingesetzt wurde.
    Heinz Buhre,Spangenberg

  • ... 1880 im Wallgraben des Spangenberger Schlosses eine nicht waidgerechte Jagd abgehalten wurde? Oberförster von Marschall hatte einen Saufang anlegen lassen. Die darin gefangenen Wildschweine wurden in den Wallgraben geschafft und durften von Sonntagsjägern abgeschossen werden. Fehlschüsse kosteten eine Mark. Vom Erlös wurde ein vergnügtes Jagdessen finanziert.
    Heinz Buhre, Spangenberg

  • ... in Spangenberg vor 1933 noch viele Handwerksbetriebe ansässig waren? Es gab zwei Sägewerke, ein Kalkwerk, zwei Peitschen- und Stockfabriken, 20 Schuhmacher , drei Schneider, zwei Wagner, acht Schreiner, drei Friseure, sechs Bäcker, drei Uhrmacher, sieben Metzger, fünf Maler-Weißbinder, vier Sattler, drei Schmieden, ein Schlosser, drei Elektrohandwerker, drei Gärtnereien, eine Kfz-Werkstatt und eine Seilerei.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... bis zum Bau der Hochdruckwasserleitung auf dem Grundstück der Spangenberger Stadtschule zwei Feuerlöschteiche angelegt waren? Der eine befand sich unweit vom Eulenturm und wurde aus der Glasebachleitung gespeist; der zweite auf dem Platz des heutigen Schulgebäudes bekam sein Wasser vom Liebenbach. Der erste hieß auch Brauteich, weil aus ihm das Wasser zum Bierbrauen geholt wurde. Bei Feuersbrünsten wurden die Teiche geöffnet, so dass das Wasser bergab laufen konnte.
    Heinz Buhre, Spangenberg

  • ... es in Spangenberg viele Kalköfen gab? Die Typenvielfalt solcher Öfen war gerade in Nordhessen außerordentlich groß. In Spangenberg gab es um 1900 neben einfachen Öfen auch Zwillingskalköfen. In den Öfen wurde der einheimische Muschelkalk gebrannt, der mit Wasser "gelöscht" in Ätzkalk verwandelt wurde. Mit Sand und Wasser angerührt und vermauert, erhärtete durch die in der Luft befindliche Kohlensäure der Kalk zu kohlensaurem Kalk.
    Peter Naumann, Hilgershausen

  • ... sich auf dem Knorrenberg in Elbersdorf - östlich der Kirche - bereits im 14. Jahrhundert eine Gerichtstätte befand? Die Gerichtsbarkeit lag bei den Adelsherren des Elbersdorfer Gutshofes.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Elbersdorfer Vorfahren noch bis etwa 1834 den jeweiligen Herren auf dem örtlichen Adelshof verpflichtet waren und demzufolge jährlich einen Tag auf dem Gut unentgeltlich arbeiten mussten?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... es in Elbersdorf mit Wasser betriebene Mühlen gab? 1564 bestand im Oberdorf eine Schneide- und Getreidemühle. Um 1600 gab es am Schleifrain eine Schleifmühle. Eine Getreide- und Ölmühle befand sich an der Esse unterhalb des Schlossbergs. Ab dem 17. Jahrhundert gab es dann am Unterlauf der Esse noch die Keppler-Mühle (später Gerlach). Die Bezeichnung Esse wurde von dem ursprünglichen Namen Oase und Oesse abgeleitet.
    Eduard Ploch, Spangenberg

  • ... im Juni 1912 von der Oberpostdirektion Kassel in den Orten Adelshausen, Bergheim sowie im Elbersdorfer Forsthaus Lamberg Telegraphenanstalten mit Fernsprechstelle und Unfallmeldedienst eingerichtet wurden?
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... 1911 in Deutschland - auf Veranlassung der Schweizer Regierung - verboten wurde, den Begriff „Schweizer“ für die Arbeit als Melker, Hüter und Fütterer zu benutzen.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... der 25. Juli früher auch Jakobustag genannt wurde? Für den Bauern setzte die Ernte ein. Die Bauernregel besagte: Ein trockner Jakobustag bringt einen strengen Winter. Zeigt der Himmel weiße Wolken, gibt es einen schneereichen Winter. Nach dem Jakobustag pflückt man keine Heidelbeeren mehr. Jedoch gepflückte Beeren an diesem Tag, sagte man besondere Heilkraft nach.
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... sich 1912 ein Spangenberger Gastwirt genötigt sah, folgende Anzeige zu veröffentlichen: „Ich mache die Bewohner von Spangenberg und Umgebung darauf aufmerksam, dass ich keine ,sozialdemokratische Wirtschaft’ habe, und jedermann, wie auch Beamte, in meinen Lokalitäten verkehren kann.“
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... die Feldflur „Beieröde“ in Spangenberg schon vor dem Dreißigjährigen Krieg einmal besiedelt war? Es bestand hier ein kleiner Dorfweiler, der jedoch im Krieg zerstört wurde.“
    Eduard Ploch, Elbersdorf

  • ... im Juni 1937 die Burg Spangenberg 700 Jahre alt wurde? Vom 19. bis 28 Juni 1937 wurde aus diesem Anlass ein großes Fest gefeiert. Gleichzeitig feierte die in der Burg ansässige Preußische Forstschule ihr 30-jähriges Bestehen.“
    Eduard Ploch, Elbersdorf

siehe auch