Wussten Sie schon, dass... Neukirchen

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  • ... dass es schon viele Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg in Neukirchen eine städtische Gemeindebücherei gab, die ehrenamtlich verwaltet wurde? Sie war in der „Alten Schule“ am Markt, in verschiedenen Privathäusern, seit 1960 im Kindergarten auf der „Burgwiese“ an der Birkenallee und seit 1972 im neuen Rathaus untergebracht. Seit 1991 befindet sich die Stadtbücherei in der Untergasse. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Jubiläum von Neukirchen
  • ... dass 1777 der Rectificator Reichhardt in einem „Lager-, Stück- und Steuerbuch“ über die Stadt Neukirchen den Stadtwald als „sehr ruinieret“ beschrieb? Wichtigster Grund für den schlechten Zustand der Waldungen war das Eintreiben von Vieh. Das regelmäßige und gemeinschaftlich organisierte Hüten von Schafen, Kühen und Schweinen in den Wäldern hatte noch bis etwa 1850 wirtschaftliche Bedeutung. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Jubiläum von Neukirchen
  • ... dass Neukirchen früher auch das Braurecht hatte und im Besitz einer Brauerei war? Die Gebäude in der Untergasse sind nicht mehr vorhanden. Ein Stein in der heutigen Brauhausgasse im alten Mauerwerk des ehemaligen Brauhauses erinnert noch daran. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Jubiläum von Neukirchen
  • ... dass es in Neukirchen in der Talaue an der Grenf in der heutigen Birkenallee zwei städtische Tuch- und Bleichplätze gab? Sie dienten der Bevölkerung als Wäschetrocknungs- und Bleichplatz. Der Tuchplatz an der Ecke Birkenallee/Steingasse diente auch dem Viehmarkt und der Pferdemusterung. Der Tuch- und Bleichplatz in der Nähe der Burgwiese wurde 1936 aufgegeben und auf dem Gelände das städtische Freischwimmbad erbaut. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Jubiläum von Neukirchen
  • ... dass während des Dreißigjährigen Krieges 1623 der Herzog von Lauenburg Quartier in Neukirchen bezogen hatte? So erpresste er so hohe Proviantgelder von den Bürgern, dass diese zum Teil ihre Äcker mit Schuldverschreibungen belasten mussten und völlig verarmten. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Bestehen von Neukirchen
  • ... dass in Neukirchen im Jahre 1533 an einem Freitagabend „ein Feuer uffgegangen in Becker Henns Scheuer und hat gebrannt bis an die Badstub an die Mauer“? Mehr als 150 Gebäude sind dabei den Flammen zum Opfer gefallen, darunter das alte Rathaus und „auch die Kirch sampt 4 Glokken“. Da Neukirchen damals wenig mehr als 200 Gebäude hatte, wurden also drei Viertel der Stadt vernichtet. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Bestehen von Neukirchen
  • ... dass Neukirchen bereits 1907 den Wunsch äußerte, als Luftkurort anerkannt zu werden? In diesem Jahr war auch die Einweihung der Eisenbahnlinie Treysa - Oberaula im für die touristische Entwicklung von besonderer Bedeutung. Das Vorhaben verzögerte sich jedoch durch den 1. Weltkrieg. In den dreißiger Jahren bezeichnete man Neukirchen schon als Sommerfrische.Aus: Festbuch zum 850-jährigen Bestehen von Neukirchen
  • ... dass die organisierte Arbeit im Roten Kreuz in Neukirchen bis in das Jahr 1928 zurückgeht? Auf Initiative des Neukirchener Arztes Dr. Reinhard Bartsch fanden sich Frauen und Männer aus Neukirchen und Umgebung zusammen, um eine Sanitätskolonne, aus der später eine weibliche und eine männliche Rot-Kreuz-Bereitschaft hervorging, zu gründen. Aus: Festbuch zum 850-jährigen Bestehen von Neukirchen
  • ... dass es in Neukirchen eine Schleiermacherzunft gab? Bis zum Dreißigjährigen Krieg wurden 120 Meister gezählt. 1701 erhielten Posamentierer ihren Zunftbrief. Spitzenklöppelei wurde in Neukirchen in Heimarbeit betrieben. Sockenstricker waren in Treysa angesiedelt. Noch im Jahr 1838 zählte das Gewerbe der Sockensticker und Strumpfweber in Treysa 20 beziehungsweise 16 Meister. Das Textilgewerbe im Kreis Ziegenhain ging dann immer mehr zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es mehrere Färbereien und eine Weberei in Breitenbach. Aus: Der Kreis Ziegenhain (1971)