Wussten Sie schon, dass... Frankenberg

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kunstvoll verzierte Urkunde: So sprachen am Neujahrstag 1903 Magistrat und Stadtverordnete von Frankenberg Landrat Friedrich Riesch seine Ernennung zum Ehrenbürger aus. Foto: Völker
Feierlichkeiten "45 Jahre Bundeswehr" vor dem historischen Rathaus in Frankenberg
(Foto: Völker)

Wussten Sie schon, ...

  • ...dass Frankenberg um 1611 eine Zeit lang Universitätsstadt war? Die Pest grassierte in Oberhessen so gewaltig, dass die Hochschule vorübergehend von Marburg nach Frankenberg verlegt wurde (Pfarrer Sohn, Battenfeld).

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass auf Veranlassung von Euricius Cordus die gerade neugegründete Marburger Universität 1530 wegen der sich ausbreitenden Pest nach Frankenberg verlegt wurde? Euricius Cordus war damals Rektor der Universität Marburg und erster Professor für Medizin dieser protestantischen Hochschule. Als Junge hatte der 1486 in Simtshausen (heute OT von Münchhausen) geborene Cordus (eigentlich: Heinrich Ritze) zusammen mit dem berühmten Helius Eobanus Hessus aus Halgehausen (Haina) die Lateinschule in Frankenberg besucht. 1508/09 heiratete er die Frankenbergerin Kunigunde Ralla. E. Cordus starb 1535 in Bremen, wo er als Stadtarzt und Gymnasiallehrer wirkte. Zu Lebzeiten war er auch als Dichter (Autor von satirischen Sinngedichten) und Botaniker hervorgetreten. (aus Wissemann, Chronik Frankenberg I und Internet (Wikipedia)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Jahre 1788 für alle Dörfer in der Breiten Struht vom kurfürstlich-hessischen Staat ein neues Steuerkataster angelegt wurde? Hier wurden Landbesitz, Vermögen und Einkommen der Einwohner genau aufgeführt. In der Vorbeschreibung des Katasters wurden die der Landesherrschaft zustehenden Dienste, Zehnte, Steuern und Abgaben schriftlich fixiert.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ... dass im Jahre 1519 sich die Bauern Johann Donhubs, Scholn Heinrich, Hans Donhoubs und Grete die Mutter des Hans mit dem Kloster St. Georgenberg um die „woesten“ Höfe zu Hommershausen im Streit lagen? Nicht ganz freiwillig geben die Bauern nach und zahlen dem Kloster eine Kaufsumme von 24 Gulden und geloben den St. Georgenberger Nonnen „Währschaft“.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ... dass die Butzkirche an der linken Seite des Nuhnetales, gegenüber der Unteren Butzmühle lag. Sie war 1242 als Klosterkirche des damaligen Klosters St. Georgenberg erbaut worden. Die Nonnen zogen schon im Jahre 1248 nach Hadebrandsdorf bei Frankenberg und erbauten sich hier ein neues Kloster. Die Butzkirche wurde dann von den Orten Hommershausen, Butzebach, Alberinghusen und den beiden Butzmühlen als Pfarrkirche genutzt.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ... dass der Wermersdorfer Weg in Frankenberg an die mittelalterliche Wüstung „Werenbrachtisdorf “ erinnert? Die ehemalige Siedlung befand sich nördlich des Frankenberger Stadtteils Ederdorf im Warmersdorfer Grund (Wermersdorfer Grund). Sie lässt sich für das Jahr 1290 erstmals belegen, nach 1414 erlöschen aber die urkundlichen Nachrichten. In dem Waldabschnitt Gottesacker (nähe Totenhöhe) genannt, vermutet man den Friedhof dieses vergangenen Ortes.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass am 23.3.1897 in Röddenau der Darlehenskassenverein Röddenau gegründet wurde? Den Vorstand bildeten Metropolitan Wilhelm Soldan (Röddenau) als Vorsteher, Lehrer Wilhelm Schäfer als Vertreter und als Beisitzer Ackermann Kaspar Dippel, Schmied Christian Bornscheuer, alle aus Röddenau, und Bürgermeister Jakob Fleck aus Haine. Der Verein wird unter der Nr. 3 in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Frankenberg eingetragen.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ... dass im Laufe der Zeit mehrere Einwohner Hommershausens bei Hochwasser in der Nuhne ertranken, unter anderem im Jahre 1710 ein 14-jähriger Knabe aus Hommershausen, der den Gottesdienst in der Butzkirche besuchen wollte? Als das Hochwasser weiter stieg, begrub man den Jungen schließlich auf dem Friedhof in Rengershausen.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ... dass im Frankenberger Wohngebiet „Am Sauren Morgen/Ziegelhaus“ eine Straße „Zum Frohndorf“ heißt ?

Diese Straße ist nach der ehemaligen Siedlung „Frondorf“, 1264 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St.Georgenberg in Frankenberg erwähnt, benannt worden. Bereits im Jahre 1297 soll der Ort schon wüst gewesen sein. Der Ortsname ist aus einem mittelhochdeutschen Adjektiv „vron“ abgeleitet. In unserem Fall hat es die Bedeutung „herrschaftlich“, d.h. im Frondorf leben Bauern, die für den Grundherrn „Frondienste“ leisten müssen, das ist unbezahlte Arbeit (Säen, Ernten, Hilfe beim Wegebau usw.).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass sich derzeit vier so genannte „Gedenkeichen“ in Frankenberg befinden? Und zwar eine Gedenk-Friedenseiche an der Westseite des Burgbergs (in Erinnerung an den deutsch-französischen Krieg 1870/71), eine Bismarck-Gedächtnis-Eiche (1895 angepflanzt), eine deutsch-amerikanische Freundschaftseiche am Obermarkt (gestiftet von dem Frankenberger Henry Keil, der 1929 in die USA ausgewandert ist) sowie eine Eiche, die 1986 von der englischen Partnerstadt Manningtree an der Kreuzung Linnertor/ Hainstraße gestiftet wurde. (aus: Wissemann, Chronik Frankenberg).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass es in Frankenberg bis 1897 einen „Türmer“ gegeben hat? Zuletzt bekleidete das Amt des „Thurmwächters und Stadtmusicus“ der Schuhmacher Jakob Theis in Nachfolge seines Vaters. Die Aufgaben des Türmers waren sehr umfangreich: Unter anderem musste er bei Tag und Nacht, bei jeder Witterung jede Feuergefahr vom Kirchturm herab anzeigen, die Johannesglocke tagsüber stündlich anschlagen und nachts durch Hornsignale Zeichen seiner Gewissenhaftigkeit geben. (aus: Wissemann, Chronik Frankenberg).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass es erstmals 1725 eine Post in Frankenberg gab? Durch ein Dekret des hessischen Landgrafen Carl wurde eine „Reitpost“ zwischen Marburg und Arolsen über Frankenberg eingeführt, die wöchentlich zweimal verkehrte und nur zur Beförderung von Briefsendungen diente. Bis dahin wurden die amtlichen Briefe von Amtsboten übermittelt. (aus: Wissemann, Chronik Frankenberg I, 139).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Dorfbuch von 1577 Hommershausen nur vier Hausgesessene mit vier Höfen genannt werden? Diese mussten Dienstgeld vom Ackerbau zahlen und waren dem Landgrafen (Ludwig) und dem Amte Wolkersdorf mit Gehen und Fahren dienstpflichtig, so oft sie gefordert wurden.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass im Mittelalter lange Zeit zwei Ortschaften mit dem Namen „Schreufa“ (heute Ortsteil Frankenbergs) gegeben hat?

Um 1300 wird anlässlich eines Güterverkaufs des Deutschen Ordens in Marburg an das Kloster St. Georgenberg in Frankenberg von dem oberen Dorf Schreufa gesprochen. Einige Jahrzehnte später taucht in einer Urkunde das Dorf „Niederenschroffe“ auf. Dieses Niederschreufa habe unterhalb vom heutigen Schreufa am linken Ufer der Nuhne gelegen. Zum letzten Male wird es 1576 erwähnt. Danach scheint es wüst geworden und in der Gemarkung Schreufa aufgegangen zu sein. aus: Wissemann, Chronik Frankenberg I, 58

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass bis 1875 Wege- und Pflastergeld für die Straßen der Innenstadt Frankenbergs erhoben worden war? Dauerbenutzer der Straßen - zum Beispiel die Post oder das Gut Wolkersdorf - bezahlten alljährlich einen einmaligen Abfindungsbetrag für ihre „Fuhrpassage“. Diese Maut wurde von Wegegeld-Erhebern eingesammelt. Sie verkauften den Gespannführern „Wegezeichen“ (heute: Vignetten).aus: Wissemann, Chronik Frankenberg.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass vom Dorf Wickersdorf nichts mehr als der Name der Flurgemarkung „Wickersdorfer Feld“ vorhanden ist? Das erstmals 1220 urkundlich erwähnte Dorf befand sich zwischen Bottendorf und Frankenberg, genauer: zwischen Ledermühle und Bottendorfer Mühle. Alle Bewohner von Wickersdorf übersiedelten 1335 in die Neustadt Frankenberg so dass der Ort bald danach zur Wüstung wurde. Aus: H. Becker, Geschichte der Stadt Frankenberg 119f. Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass es 1845 in Frankenberg zwölf Jahrmärkte gegeben hat? Das Privileg, Märkte zu halten, besaß die Illerstadt schon seit dem hohen Mittelalter. Sie fielen durchweg auf die Feiertage des Kirchenjahres. Der Frankenberger Pfingstmarkt - der einzige Frankenberg verbliebene Jahrmarkt - beruht übrigens auf einem Edikt aus dem Jahre 1703.(nach: Wissemann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass am 3. August1955 die erste öffentliche Fernsprechzelle in Frankenberg eröffnet wurde ?

Sie befand sich vor dem damaligen Postamt in der Bahnhofstraße 6 (danach: Reformhaus Schultze). Darin konnten aber zunächst nur Ortsgespräche geführt werden.(Nach: Wissemann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass 1910 Beschwerden in der Frankenberger Presse über rüde „Automobilisten“ erhoben werden?

Schafe, Gänse und Hunde sollen demnach von Kraftfahrzeugen überfahren worden sein. Von Motorenlärm hätten sich Passanten erschreckt; Zäune seien von Autos angefahren worden. Jugendliche hätten am Stadteingang Marburger Straße einen Lastwagen mit einem Steinhagel empfangen und beschädigt.(nach: Wissemann, Frankenberg Chronik )

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass die Ehemänner der jüdischen Schwestern Kathinka und Hedwig Marx aus Frankenberg, Eugen und Hellmuth Zweig, Cousins des Schriftstellers Arnold Zweig waren. Der jüngste Sohn von Hellmuth und Hedwig Zweig, Günther (Gunter) Zweig, machte nach dem Krieg in den USA eine große Karriere als Chemiker. Horst Hecker, Frankenberg

  • ... dass es um 1890 eine Stadtpolizei in Frankenberg gab? Sie bestand in der Person des Polizeidieners Heumüller, der am Linnertor wohnte. Mit seiner stattlichen Figur waltete er seines Amtes - und mit einem krummen Säbel. Seine Gehilfen waren die Nachtwächter bzw. drei Gendarmen der Staatspolizei, die meist in den umliegenden Dörfern unterwegs waren.

(nach: Wissemann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass es noch Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankenberg 13 Krammärkte gegeben hat? Von diesen wurde allmonatlich in der Mitte der Woche ein Markt abgehalten. Durch die Gründung vieler kaufmännischer Geschäfte im Verlauf des 19. Jahrhunderts verloren diese Märkte allmählich ihre Bedeutung.

(nach: Wissemann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass 1894 die Ederbrücke bei Viermünden eingeweiht wurde? Der Fahrverkehr ging vorher von und nach Viermünden über Schreufa und dem Hermannsberg. Der Schiffer-Kahn zur Eder-Überfahrt konnte verkauft werden; auch ein nicht ungefährlicher Fußgängersteg nahe der Viermündener Mühle war nun überflüssig geworden. (nach: Wissenmann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass sich der 1894 gegründete „Oberhessische Touristenverein, Sektion Frankenberg, ab 1.2.1899 in „Wanderverein Frankenberg“ umbenannte ? Der damals 53 Mitglieder zählende Verein begründete diese Umbenennung als Beitrag „ zur immer größeren Reinigung unserer deutschen Sprache“.(!)(aus: Wissenmann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass am 1. Januar 1960 Parkuhren in Frankenberg eingeführt wurden? Die erste Parkuhr wurde in der Neustädter Straße aufgestellt. Für eine Gebühr von fünf Pfennig konnte man damals eine Viertelstunde parken. (aus: Wissemann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass der Stadtteil Hommershausen im Jahr 2016 seine 1000-Jahrfeier begehen kann. Im Jahr 1016 schenkte der Bischof von Worms dem dortigen Frauenstift seinen Besitz zu Hommershausen.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass die Rosenbergstraße in Dörnholzhausen (im Mittelalter Pflaumenholzhausen) gar nichts mit unserer Gartenrose zu tun hat? Der Staßenname des kleinsten Stadtteils Frankenbergs sei vom Rosenberg bei Dörnholzhausen entlehnt worden, an dessen Fuß früher der Flachs in runden Wasserlöchern (den „Flassrosen“) gerost (= geweicht) wurde. (aus: Hammann, Bottendorfer Briefe 3/1968)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Jahre 1965 die Oberstufen zu Rengershausen, Wangershausen und Hommershausen aufgelöst wurden? Schon im Jahre 1971 folgten die Unterstufen nach. Die Schüler wurden in die Ortenbergschule und in die Burgwaldschule nach Frankenberg versetzt. Damit ging ein Stück der Dorfkultur für alle Zeiten verloren.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass im Jahre 1936 Friedrich Wilhelm Dauber in Rengershausen die erste Fremdenpension eröffnete? Sie wurde aber wegen der mangelnden Nachfrage bald darauf wieder geschlossen. Heute ist der Ort eines der Aushängeschilder des Fremdenverkehrs im Altkreis Frankenberg.

Helmut Wirwahn,Wangershausen


  • ...dass im Jahre 1540 Braunshausen nur fünf Höfe hatte? 1560 waren es zwölf Höfe, 1620 ca. 25 Höfe. 1664 waren es nur noch 13 Höfe (Folge des 30-jährigen Krieges) und im Jahre 1717 gab es 30 Höfe.

Helmut Wirwahn,Wangershausen


  • ...dass im Jahre 1560 auf Geheiß Landgraf Ludwigs von Hessen Marburg die Rüsselsmühle auf den Resten einer älteren Mühle wieder aufgebaut wurde? Mit Rodger Scharpf wurde ein Müller hineingesetzt, der auch gleichzeitig Förster war. Dieser sollte mit einem Gehilfen im Frankenholz und an der Nuhne Wildschützen und Holzdieben das „Handwerk“ legen, die dort überhandgenommen hatten.

Helmut Wirwahn,Wangershausen


  • ...dass am 3. April 1916 ein Meteorit mit gewaltigem Getöse Oberhessen bei Röddenau in geringer Höhe überflogen hat und in der Nahe von Treysa in einem Waldstück niedergegangen ist? Ein Forstmann fand das Metallstück. Es ist nunmehr in einer Vitrine in der Nähe der Elisabethkirche in Marburg zu sehen.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass die Gemeinde Hommershausen 1921 auf eigene Kosten an das Stromnetz angeschlossen wurde? Am 29. Juli 1921 leuchteten die Straßenlampen und bis November waren alle Haushalte mit Strom versorgt. Später wurde das Leitungsnetz von der EAM (Elektrische Aktiengesellschaft Mitteldeutschland) übernommen.

Wilfried Blanc, Hommershausen


  • ...dass die jüngste Städtepartnerschaft zwischen Frankenberg und der gleichnamigen Industriestadt in Sachsen (Nähe Chemnitz) besteht ? Das sächsische Frankenberg wurde urkundlich erstmals 1282 erwähnt. Die Partnerstadt hat heute zusammen mit seinen fünf Ortsteilen 18 000 Einwohner. Seit 1927 prägte der Fahrzeugbau das Leben mehrerer tausend Menschen. Bis 1990 wurden hier u. a. Kleinbusse (Marke Barkas) produziert, die im Fahrzeugmuseum Frankenberg/Sachsen neben anderen Fahrzeug-Modellen ausgestellt werden.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Jahre 1967 eine Partnerschaft zwischen Frankenberg und der österreichischen Stadt Seekirchen am Wallersee (nördlich Salzburg) geschlossen wurde? Dieses Freundschaftsband wurde im Zuge des gegenseitigen Besuchs der Sängervereine beider Städte im Jahre 1966/67 geschlossen. Seekirchen wurde bereits 696 urkundlich erwähnt und gilt damit als der am längsten durchgehend besiedelte Ort Österreichs. Erst im Jahre 2000 erhielt Seekirchen die Stadtrechte (seit 1424 Marktgemeinde). Derzeit hat es ca.10 000 Einwohner.(aus: Wikipedia)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Jahre 1372 Mechthild von Rengershausen mit ihren Söhnen und Töchtern als Ortsadelige genannt werden? Schon ein Jahr später, im Jahre 1373, wird Rengershausen und seine Nachbarorte Wangershausen und Hommershausen im Sternerkrieg zerstört. Denkbar ist, dass die Burg zu Rengershausen auch ein Opfer dieses regionalen Krieges wurde. Helmut Wirwahn,Wangershausen

  • ...dass von 1775 bis 1783 im amerikanischen Befreiungskrieg 12 Soldaten aus Rengershausen, 10 aus Wangershausen und 8 aus Hommershausen auf Seiten der englischen Armee gegen die aufständischen Amerikaner kämpften? Mehr als die Hälfte dieser Soldaten kehrten nicht in ihre Heimat zurück. Nach der Kapitulation der englischen Armee blieben viele Hessen in den neuen Staaten von Amerika und versuchten, dort eine neue Existenz aufzubauen.

Helmut Wirwahn,Wangershausen


  • ...dass wegen des Wild- und Fischreichtums an der Nuhne Konrad von Viermünden im Jahre 1482 von dem hessischen Landgrafen Heinrich II gezwungen wurde, Ort und Gericht Rengershausen für 350 Florint an den Landgrafen zu verkaufen? Der Ort verlor damit seine eigene Gerichtsbarkeit und wurde dem hessischen Gericht Röddenau angegliedert.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass die hessische Gemeinde Rengershausen mit der kurköllner Gemeinde Braunshausen fast 300 Jahre verfeindet waren? Bei dem Streit ging es um Hute, Mast und Grenzen. Weder die Landesfürsten von Hessen noch von Kurkölln vermochten diesen Streit zu schlichten. Er wurde weiterhin mit Worten, Knüppeln und sogar mit Schusswaffen ausgetragen. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Streit nach mehreren Gerichtsentscheiden an den Gerichten in Marburg und Meschede nach und nach beigelegt.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass im Jahre 1445 Dietrich und Johann von Dersch von Reinhard von Westernburg dessen Zehnt in Rengershausen als Lehen erhielten? Dieser Zehnt wurde erst im Jahre 1842 von der Gemeinde Rengerhausen an das Nachfolgegeschlecht derer v. Dersch an von Drach abgelöst.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass die Frankenberger Bürger bis 1925 auf den „traulichen Ton der Rathausglocke“ angewiesen waren? Dann brachten die Uhrmacher Gercke und Stöber an ihren Läden moderne Uhren an, sodass man nun jederzeit sehen konnte, wie spät es war.

Karl-Hermann Völker,Wiesenfeld


  • ... dass sich die Edertalschule erst seit 1956 Gymnasium nennen darf? Die 1922 gegründete Aufbauschule an der Geismarer Straße in Frankenberg erhielt Ostern 1939 den Status einer „grundständigen Oberschule“, also mit Sexta und Quinta (=5. und 6. Klasse). Zu Beginn des Schuljahres 1936/37 besuchten 175 Schüler (davon 36 Mädchen) diese Schule. Nur 75 von ihnen stammten direkt aus Frankenberg. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2008/2009 gab es circa 1470 Schüler, die von 110 Lehrkräften unterrichtet wurden. (Aus: Wissemann-Chronik II, 112 und Jahrbuch der Edertalschule 2008/09, 78.)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass die Edertalschule in Frankenberg im Lauf ihrer Geschichte seit 1922 zwei größere bauliche Veränderungen erfahren hat? 1955/57 wurde an der Westseite des Schulgebäudes auf dem bisherigen Schulhof ein Anbau mit 21 Räumen errichtet. Der Oberstufentrakt, und zwar ein vierstöckiger Fachklassenbau („Hochbau“), sowie der „Flachbau“ mit naturwissenschaftlichen Fach- und Sammlungsräumen, Sprachlabor und anderen Räumen, wurde am 17.9.1971 eingeweiht. (Aus: Wissemann-Chronik II, 194 und 262.)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass der bedeutende deutsche Psychologe und Pädagoge Professor Dr. Adolf Busemann (1887-1967), dessen Arbeiten zur Linguistik bis heute eine beträchtliche Resonanz in der Wissenschaft finden, von 1916 bis 1922 als Oberlehrer am Frankenberger Lehrerseminar unterrichtete?

Horst Hecker, Haina-Kloster


  • ... dass die Übergabe der Kulturhalle in Frankenberg am 23.8.1960 erfolgte? Sie wurde in erster Linie als Sporthalle und Aula der Edertalschule genutzt. Der Bau kostete 760 000 DM. Davon steuerten Stadt und Förderverein 30 000 DM bei. Die Halle hatte 737 Sitzplätze (incl. Empore). ( Aus: Wissemann-Chronik II.)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass 1788 folgende Wirtshäuser in Frankenberg Schilder mit klingenden Namen führen durften: "Die Goldene Bretzel", "Der Grüne Baum", "Der Reuther", "Die drei Kronen" und "Die Traube"? Im Gasthof "Goldene Bretzel" logierten vornehme Leute. Nur dieser Betrieb durfte Wein, Bier und Branntwein selbst herstellen und ausschenken.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • .... dass im 19. Jahrhundert die Stadt Frankenberg aus ihrem Keller allen Förstern, Pfarrern, Schulmeistern und anderen Bediensteten jährlich "zwei Maß Besoldungswein" ausschenken musste? Erst 1898 wurde dieses Recht abgeschafft.

Karl-Hermann Völker, Geschichtsverein Frankenberg


  • ... dass im 15. Jahrhundert der Frankenberger Bevölkerung sechs Brunnen zur Verfügung standen? Nach der detaillierten Schilderung des Chronisten Wigand Gerstenberg befanden sich in der Altstadt u.a. der "Große Born" (32,4 m tief) neben dem Steinhaus und der "Fleischborn" (28,8 m tief) unterhalb des Rathauses.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass das Kupfererz trotz geologischer Schwierigkeiten im Raum Frankenberg bergmännisch abgebaut wurde? Der hohe Silbergehalt von 16 Prozent machte die aufwändige Gewinnung interessant.

Johannes Bähr,Bad Wildungen


  • ... dass im mittelalterlichen Frankenberg der Ausschank fremden Bieres verboten war? Jedem Bürger stand das eigene Brauen frei, und zwar seit 1394 jedem Handwerker einmal im Jahr, den anderen zweimal. Dafür wurde ein besonderes Braugeld erhoben.

Karl-Hermann Völker, Geschichtsverein Frankenberg


  • ... dass Frankenberg nach der Stadterweiterung (die Neustadt wurde 1587 durch eine gemeinsame Mauer umschlossen) fünf Stadttore und 20 Wachtürme besessen hat? Einige dieser Stadttore haben sich bis heute noch zumindest als Straßennamen erhalten: die Teichpforte, das Wassertor sowie die Linnertor-Straße. Mit Aufgabe der Stadtmauer (um 1290 fertiggestellt) verfielen auch die anderen Tore bzw. Pforten (Geismarer und Neustädter Tor).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass sich der Name der Steubergasse in Frankenbergs Altstadt von dem Staube der Asche ableitet, der von der "Aschergasse" (Pferdemarkt und Geismarer Straße) herrührte? Dort wohnten viele Leinenweber und Kürschner. Wenn sie ihre Werkstätten reinigten und mit Besen kehrten, so kam der Wind und machte viel Staub.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass es in Frankenberg eine Straße namens "Dellbrücke" gibt? Im Mittelalter hieß sie auch "Dielenbrücke". Dort wohnten Ackerleute und Gerber. In dieser Gasse musste man über "delen" (=Dielen) und andere Hölzer gehen, weil es hier gewöhnlich schutzig und matschig war.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass der alte Schnödeweg in Frankenberg laut Mitteilung der Polizeiverwaltung vom 1. Mai 1915 als Müllabladeplatz werwendet werden musste? Der Name dürfte vom Mittelhochdeutschen "snoede" abgeleitet werden, was so viel wie "ärmlich, gering" bedeutet.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass sich am Markt der Partnerstadt Frankenberg/Sachsen eine Buchdruckerei befindet? In dieser Druckerei - gegründet 1842 von C. G. Rossberg - steht die älteste (in der vormaligen DDR) erhaltene Buchdruckerpresse. Auf ihr wurde erstmals in der Welt am 11. Oktober 1845 eine Zeitung auf Holzschliffpapier gedruckt. Dort trifft man heute auch das Druckereimuseum Roßberg an, in dem u.a. seltene Faksimiles des Evangeliars Heinrich des Löwen (des teuersten Buches der Welt) und der erste "Duden" von 1880 zu besichtigen sind.

Arndt Böttcher,Frankenberg


  • ... dass die sächsische Partnerstadt Frankenberg erstmals urkundlich 1282 (das hessische Frankenberg 1240) "civitas" (Stadt) genannt wurde? Die Ansiedlung an der Zschopau entwickelte sich seit ihrer Gründung Ende des 12. Jahrhunderts vor allem durch den Abbau der einstmals ergiebigen Erz- und Silberfunde in dieser Gegend.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass im Juli 1778 der Frankenberger Feldschütze Carle Balzer im Madenbach ermordet wurde? Der aus Frankenberg stammende Mörder, der aus Rache gehandelt hatte, wurde im Mai 1779 in Marburg durch das Schwert hingerichtet.

Horst Hecker,Frankenberg


  • ... dass im Jahre 1883 im damaligen Deutschen Reich nicht weniger als 16 Ortschaften den Namen Frankenberg trugen? (auf österreichischem Gebiet 5). Die jeweils größte Gemeinde war übrigens die heutige sächsische Partnerstadt Frankenberg an der Zschopau mit 11.207 (1988 15.174) Einwohnern.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass Frankenbergs gleichnamige Partnerstadt in Sachsen (seit 1. Februar 1990) offenbar von Siedlern auch aus unserer Region am Ende des 12. Jahrhunderts (1188?) als Waldhufendorf im Tale der Zschopau gegründet worden ist ? Darauf weisen auch andere Ortsnamen im Umkreis von Frankenberg/Sachsen: z.B, Sachsenberg/-burg, Bockendorf, Hainichen, Altenhain und Frankenau.

Arndt Böttcher,Frankenberg


  • ... dass es in Aachen eine "Burg Frankenberg" gegeben hat? Diese Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. In ihr hat übrigens der bekannte Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers zwischen 1897 und 1912 gewohnt. Seit 1961 befindet sich ein Museum für Stadtgeschichte in der ehemaligen Burg.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass die Metzger und Juden im Oberfürstentum Hessen verpflichtet waren, dem Frankenberger Bergwerk alljährlich eine bestimmte Menge Unschlitt zu liefern? Unschlitt ist tierisches Fett, das beim Schlachten von Rindern gewonnen wurde. Es diente im Bergwerk hauptsächlich zur Beleuchtung.

Horst Hecker, Frankenberg


  • ... dass in den Torhäusern der Frankenberger Stadtmauer laut Katastervorbericht 1788 bevorzugt Hirten untergebracht waren? Es wohnten im Wachhaus am Linner Tor, am Geismarer Tor und im Wachhaus am Mühlentor jeweils Kuhhirten, in der Teichpforte und am Wassertor ein Schweinehirte. Auf dem Neustädter Tor, das zugleich als Gefängnis diente, hatte ein Feldhüter seine Herberge.

Karl-Hermann-Völker, Burgwald-Wiesenfeld


  • ...…dass es im Frankenberger Wohngebiet Kegelberg eine „Schwalmstraße“ gibt? Im Jahre 1955 wurde dort dem wahrscheinlich ältesten Wohltäter der Stadt an der Eder ein ehrendes Erinnerungssymbol in Gestalt eines Straßennamens gesetzt. Johannes Schwalm (um 1525 in Frankenberg geboren) stiftete 1000 Gulden. Die Zinzen dieses Kapitals sollte der Rat der Stadt Frankenberg an die Armen sowie die Geistlichen und Lehrer der Stadt verteilen. Mit der Inflation im Jahre 1923 ist diese Stiftung untergegangen.

Von H. Wissemann (Chronik) und S. Rudek, sowie Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Jahre 1886 etwa 250 Meter oberhalb der Kreuzung Wangershausen, Rengershausen, Fankenberg für 14.000 Mark das Forstdienstgehöft errichtet wurde? Bis heute blieb es der Dienstsitz der Wangershäuser Revierförster.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass im Jahre 1965 die Oberstufen zu Rengershausen, Wangershausen und Hommershausen aufgelöst wurden? Schon im Jahre 1971 folgten die Unterstufen nach. Die Schüler wurden in die Ortenbergschule und in die Burgwaldschule nach Frankenberg versetzt. Damit ging ein Stück der Dorfkultur für alle Zeiten verloren.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass in den Jahren 1955 bis 1961 die schon jahrzehntelang geplante Umlegung der Feldgemarkung Rengershausen ausgeführt wurde? Die Grundstücksgröße wurde von acht bis zehn Ar auf ca. 60 ar erhöht. Das umfangreiche neue Wegenetz wurde so angelegt, dass nun jedes Grundstück seinen Wegeanschluss hatte.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass Johann Butzer (genannt der Wangershäuser) den von dem aus Frankenberg stammenden Probst und Chorherren des mächtigen Stiftes Neuweiler Johann Schwalm gestifteten Geldbetrag von 1.000 Gulden von Neuweiler nach Frankenberg abholte? Ein großes Wagnis in den damaligen unruhigen Zeiten, einen ganzen Sack voll Geld durch Feindes- und Freundesland zu transportieren. Der Ertrag dieser Spende sollte jährlich unter den Armen der Stadt verteilt werden. Der letzte Zinsertrag der Schwalmschen Stiftung wurde im Jahre 1919 unter den Armen Frankenbergs verteilt. Schließlich hat die darauffolgende Inflation der Stiftung ein Ende gesetzt.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass in den Jahren nach der Reformation in Hessen der Klosterbesitz in Wangershausen an die Landgrafschaft Hessen ging? Diese circa 48 ha wurden ausschließlich an Wangershäuser Bauern verlehnt. Eine kunstvoll gezeichnete Karte der Georgenbergischen Grundstücke aus dem Jahre 1740 zeigt und den umfangreichen ehemaligen Grundbesitz des Klosters in Wangershausen.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ... dass der hessische Landgraf Hermann II. mit seiner Frau 1382 zu einer „andächtigen Wallfahrt“ in die Frankenberger Liebfrauenkirche gekommen war?

Diese Wallfahrt könnte mit der Fertigstellung der Marienkapelle in Verbindung stehen. Diese Kapelle zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken Hessens und gilt als Hauptwerk des Meisters Tyle von Frankenberg. Sie diente mit ihrer im Altaraufsatz als Gnadenbild aufgestellten Marienfigur der Wallfahrer. (Aus: U. Ritzerfeld in: Wiegand Gerstenberg..., Marburg 2007, 28.)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass in den Jahren1628 bis 1640 der 30jährige Krieg allein in Rengershausen 143 Pest- und Kriegsopfer forderte. Von 1636 bis zum Jahre 1640 wurde der Ort fast vollständig zerstört. Ebenso Haine Wangershausen und Somplar.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass von 1568 bis zum Jahre 1589 in Rengershausen der im weiten Umkreis berüchtigte Pfarrer Johannes Sprenger lebte. Dieser hatte fast ständig Streit mit seiner Rengershäuser Gemeinde. Trunk- und Streitsucht brachten ihn häufig in Schwierigkeiten. Wegen verschiedener Verfehlungen wurde er in Rengershausen sechsmal aus dem Dienst entfernt und fünfmal auf die Fürsprache adeliger Gönner wieder eingesetzt.

Helmut Wirwahn,Wangershausen


  • ...dass wegen gewisser Kriegsdienste im Jahre 1350 an Konrad von Viermünden der Ort und das Gericht Rengershausen, in der Grafschaft Battenberg gelegen, als Burglehen verliehen wurde? Konrad von Viermünden zahlte 235 Pfund Heller für dieses Lehen.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass in dem trockenen Jahr 1893 in Wangershausen eine provisorische Wasserleitung gebaut wurde? Vom Quellbrunnen im Hainfeld wurde das Wasser über Holzrohre in zwei offenen Wasserkümpe im Dorf geleitet. Leider war der Hainbrunnen nicht sehr ergiebig. Erst im Jahre 1950 wurde in Wangershausen eine richtige Wasserleitung verlegt.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass Röddenau, Haine, Wangershausen, Hommershausen, Rengershausen und Somplar im Jahre 1769 eine gemeinsame Feuerspritze im Besitz hatten?

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass sich die katholische und die evangelische Kirche von 1583 bis zum Jahr 1699 verschiedener Kalendarien bedienten? Während die katholische Kirche seit 1583 dem nicht so präzisen julianischen Kalender entsagt hatte und dem genaueren Gregorianischen Kalender den Vorzug gegeben hatte, nutzte die evangelische Kirche noch immer den Julianischen Kalender. Erst Ende des Jahres 1699 erließ Landgraf Karl von Hessen in Übereinstimmung mit den übrigen evangelischen Reichsständen ein Gesetz, nach welchem im Jahre 1700 nach dem 18. Februar zugleich der 1. März folgen solle. Damit waren die Kalenderzeiten der evangelischen und der katholischen Kirche wieder in Einklang gebracht worden. Noch heutzutage wird der gregorianische Kalender von den meisten Ländern der Erde benutzt.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass wegen der großen Armut in Wangershausen von 1850 bis zum Jahre 1890 55 Personen in die USA und nach Australien auswanderten?

Helmut Wirwahn,Wangershausen


  • ...dass im Jahre 1996 bei dem Brand einer großen Brachfläche am ehemaligen Haimannschen Haus an der Wilchenbach Seite bei Wangershausen das Feuer schon auf das Haus übergegriffen hatte? Es konnte jedoch durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren ein größerer Schaden am Gebäude verhindert werden. Obwohl die Feuerwehren sowie der Notarzt mit dem Rettungshubschrauber schnell zur Stelle waren, erlitt der Besitzer des Hauses so schwere Brandverletzungen, dass er anderen Tages verstarb.

Helmut Wirwahn, Wangershausen


  • ...dass das Gewicht der Frankenberger Rathausuhr, das sich täglich bis auf den Gang vor dem Rathaussaal herabsenkte, die Frankenberger Ratsherren störte? Der Uhrmachermeister Johannen Müller aus Röddenau war zuständig und baute das Werk nach 1800 entsprechend um. Er machte "an Schlag Wickelwerk eine Schraube und Räder an den Perpendickel", wie es in einer Rechnung heißt.

Karl-Hermann Völker,Frankenberg


  • ...dass nach dem Einbau eines Uhrwerkes ins Frankenberger Rathaus 1572 die Bewohner der Neustadt unzufrieden waren, weil sie bei ungünstiger Windrichtung den Glockenschlag nicht hören konnten? Deshalb ließen sie sich 1592 in der Neustadt eine eigene Uhr für 1 Gulden und 10 Albus einrichten.

Karl-Hermann Völker,Frankenberg


  • ...dass 1572 Kaspar Renger aus Neukirchen/Waldeck für das Frankenberger Rathaus eine Uhr mit zwei Zifferblättern am Unter- und Obermarkt anfertigte, die 60 Gulden kostete? Als Grund wird genannt, „dass fremde Wandersleute, so durchziehen, sich jederzeit danach richten können“.

Karl-Hermann Völker,Frankenberg


  • ...dass Schieferdeckermeister Johannes Garthe um 1830 ein Gerüst am Frankenberger Rathaus anbringen musste, weil zwei Uhrzeiger am Untermarkt „vom Sturm zerrissen“ waren und abzustürzen drohten? Kaufmann Wilhelm Finger lieferte zehn Tafel Stahlblech zur Reparatur des Daches für 1 Thaler 8 Albus und 8 Heller.

Karl-Hermann Völker,Frankenberg


  • ...dass es in Frankenberg einen städtischen Ausrufer gab? Der letzte Ausrufer war Justus Kornemann (1880 - 1955). Er ist in Gestalt eines Denkmals mit Brunnenanlage, welches sich in der Fußgängerzone befindet, in Erinnerung geblieben. Er hatte dieses Amt seit 1915 inne und zog mit der Schelle durch die Straßen - eine Amtsmütze auf dem Haupte - und verkündete die wichtigsten amtlichen Meldungen, aber auch private und kirchliche Nachrichten (aus Wissemann, Chronik Frankenberg).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass vor 60 Jahren in Frankenberg die Müllabfuhr eingeführt worden ist? Am 9. Dezember 1949 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, eine städtische Müllabfuhr für alle Haushalte einzuführen. Die Müllabfuhrgebühr betrug monatlich je Haushalt 0,50 DM und je Gewerbebetrieb 1 DM. Bestimmte Gefäße wurden erst später vorgeschrieben, und zwar ab 1. Januar 1991 in der noch heute gültigen Form (graue - gelbe - grüne Mülltonne).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass sich im Jahre 1899 59 Personen um die Bürgermeisterstelle in Frankenberg beworben hatten? Vier Personen kamen in die engere Wahl. Referendar Hugo Derz aus Hann. Münden wurde einstimmig zum Bürgermeister der Stadt Frankenberg gewählt und am 21.11.1899 eingeführt. Bürgermeister Günste hatte sein Amt niedergelegt.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass schon im Jahre 1613 der Viermündener Pfarrer Mylius den Hommershäusern Einwohnern, wegen der Baufälligkeit der Butzkirche und wegen den Hochwassern der Nuhne empfahl, in die Kirche nach Schreufa zu gehen?

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass die Stadt Frankenberg mit dem 1. Januar 1900 die neue Wasserleitung in Betrieb setzte? Zur Freude der Einwohner konnten diese ihren Wasserbedarf den Hausleitungen entnehmen. Für die ärmeren Bewohner wurden an verschiedenen Stellen der Stadt Zapfstellen eingerichtet. Durch den Einbau von Hydranten in allen Straßen konnte auch der Feuergefahr besser begegnet werden.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass der Ort Hommershausen bis zum Jahre 1817 auf dem Friedhof an der Butzkirche seine Toten begrub?

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass im Jahre 1898 an der Wangershäuser (alten) Kirche der Turm vollkommen erneuert wurde? Im selben Jahr erhielt die Kirche auch eine neue Orgel, deren Kosten, sich auf 1250 Mark beliefen und von den Einwohnern gespendet worden waren.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass Hommershausen erst im Jahre 1818 seine eigene Kirche erbaute? Dabei verwandte man Teile aus der abgebrochenen Butzkirche u. a. die alte Kanzel. Im selben Jahr wurde für Hommershausen endlich ein neuer Totenhof angelegt, man ersparte sich damit den etwa vier Kilometer langen Weg zum Butztotenhof.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ..dass am 23. April 1716 der Löhlbacher Pfarrer Wanzel den Befehl von der fürstlichen Regierung in Marburg erhielt, die in Löhlbach wohnenden Hainaischen Leibeigenen zu dokumentieren? Ebenso sollte er aufschreiben, welche Abgaben und Dienste diese zu leisten hatten. Hintergrund war, dass die Regierung prüfen wollte, ob sie von den Leibeigenen des Klosters auch etwas auspressen konnten.

Heinz Brück, Löhlbach


  • ...dass der Stadtteil Hommershausen im Jahre 2016 seine 1000-Jahrfeier begehen kann? Im Jahre 1016 schenkte der Bischof von Worms den dortigen Frauenstift seinen Besitz zu Hommershausen. Dessen Bewohner sollten das Gericht zu Viermünden besuchen.

Helmut Wirwahn,Frankenberg


  • ...dass in Frankenberg am 1.1.1891 ein städtischer Nachtwächterdienst eingeführt worden ist? Er bestand aus sechs zu diesem Zweck eingestellten Personen, die Gehilfen des örtlichen Polizeidieners waren. Es handelte sich im allgemeinen um Kuh- und Schweinehirten, die abwechselnd Wache in dem kleinen Arrestlokal am Rathaus (westlicher Anbau) hielten. Sie gingen nachts durch die Straßen, um vor allen Dingen auf die Entstehung von Feuer zu achten. An bestimmten Stellen der Stadt bliesen sie zu Beginn jeder Nachtstunde in ihr Nachtwächterhorn und riefen die Stunden aus: „Hört ihr Herrn und lasst euch sagen....“. Nach 1882 wurde das Horn durch sanfter tönende Pfeifen ersetzt, die aber auch 1897 abgeschafft wurden.

aus: Wissemann, Chronik Frankenberg


  • ...dass in den Jahren von 1500 bis 1518 Hommershausen bei Auseinandersetzungen zwischen der machthungrigen Landgräfin Anna und einigen ihrer Adeligen unter der Führung von Ludwig v. Böneburg zerstört worden war?

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass der in Frankenberg geborene Gründer des Kölner Zoos, Dr. Caspar Garthe (1796-1876), in der Kölner Zeitung 1857 - zwei Jahre vor der Veröffentlichung von Darwins „Entstehung der Arten“ - die Schöpfungslehre in Frage stellte? Garthe behauptete schon damals: „Affen sind diejenigen Thiere, welche eine Kette bilden, mittels welcher der Mensch mit den Raub- und Nagetieren zusammenhängt.

Karl-Heinz Hartmann, Schreufa


  • ...dass man Ende des 19. Jahrhunderts die Hommershäuser Butzkirche nicht nur für gelegentliche Gottesdienste benutzte, sondern auch als Schutz und Obdach für die Sachsenberger Schäfer mit ihren Herden gegen die Unbill der Witterung? Wobei mancher gottlose Frevel geschah. So wurde von Kirchenbesuchern ein Schäfer überrascht, als er gerade seine Notdurft auf der alten Kanzel verrichtete.

Helmut Wirwahn, Frankenberg


  • ...dass es auf dem Frankenberger Gossberg im Mittelalter Weinberge gab? Das wird in der Stadtchronik des Wigand Gerstenberg (1457-1522) bezeugt. Der Name dieser Erhebung jenseits der Eder, auf der sich heute das Kreiskrankenhaus (Grundsteinlegung 1947) befindet, soll von einer Familie Goze abgeleitet werden, die sich besonders verdient um den Weinanbau auf dem Gossberg gemacht hat. aus: Wissemann, Chronik Frankenberg

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass Willersdorf, seit 1971 Ortsteil von Frankenberg, 1254 erstmals als „Wilhartisdorf“ urkundlich erwähnt worden ist? Es entstand vermutlich als Siedlung zwischen 800 und 830 unter dem Siedler Wilhart.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass der Goethe-Vorfahre Johann Lauck († nach 1578) als Ratsherr und Bürgermeister in dem zehntürmigen Frankenberger Rathaus ein- und ausging und dass nach neuesten Forschungsergebnissen zur Ergänzung der Goethe-Ahnen in Frankenberg („Hessische Familienkunde“, 2006) sogar ein Henne von der Nuhne († vor 1478) zu den direkten Vorfahren des Weimarer Dichterfürsten gehört?

Karl-Heinz Hartmann, Schreufa


  • ...dass bis 1834 Zoll für Warentransporte an den Stadtgrenzen von Frankenberg erhoben worden war? Die Zollgrenzen waren durch sog. Zollstöcke markiert, die an den Einfallstraßen aufgestellt wurden. So weist in Frankenberg noch heute die Gemarkungsbezeichnung „Am Zollstock“ im Bereich Röddenauer-, Siegener- und Auestraße auf diese Zollkontrollen hin.

aus: Wissemann, Chronik Frankenberg I, 40f.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass vom Wolkersdorfer Schloss (vor Bottendorf) im Spätmittelalter etliche Jahre das Amt Frankenberg“ verwaltet wurde? Dieses Schloss wurde von Ritter Eckart von Helfenberg 1303 erbaut, der es sogleich dem hessischen Landgrafen zur Mitbenutzung überlassen hat. Heinrich III ließ Wolkersdorf 1477 (1480) als Jagdschloss neu aufbauen. Dorthin wird 1479 der Sitz des Amtes Frankenberg bis 1567 verlegt. (Danach: im ehemaligen Kloster St. Georgenberg). Nach 1811 werden die Reste des Schlosses auf Anordnung von König Jerôme, niedergerissen, so dass nur noch das Vorwerk als Domäne erhalten bleibt.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass sich der 1894 gegründete „Oberhessische Touristenverein, Sektion Frankenberg, ab 1.2.1899 in „Wanderverein Frankenberg“ umbenannte ? Der damals 53 Mitglieder zählende Verein begründete diese Umbenennung als Beitrag „ zur immer größeren Reinigung unserer deutschen Sprache“.(aus: Wissenmann, Chronik Frankenberg)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass im Nienzetal, etwa dort wo der Bauerbach in das Nienzetal einmündet, am linken Talrand der Nienze, einst die alte Hommershäuser Mühle lag. Die Mühle war mit einem Mühlgraben verbunden, der sein Wasser aus dem Nienzebach entnahm. Nach dem Jahr 1519 scheint der Mühlenbetrieb eingestellt worden zu sein, denn es gibt keine weiteren Hinweise über die weitere Existenz dieser Mühle.

Helmut Wirwahn,Frankenberg


  • ...dass sich Wilhelm von Humboldt, preußischer Staatsmann und Gelehrter, Schöpfer der Berliner Universität, am 21. 9.1788 in Frankenberg aufgehalten hat? Als 21-Jähriger Göttinger Student unternahm er eine Reise zum Rhein und kam über Arolsen, Dalwigksthal auch in die Stadt an der Eder. Sein Gewährsmann und Führer in Frankenberg war der dortige Posthalter und Stadtsekretär Johann Ulrich Trost. (aus: Wissemann, Chronik Frankenberg I, 170).

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass der Name des Schreufaer Wohngebietes „Am Distner“ auf die vermutlich älteste Gemarkungsbezeichnung dieses Frankenberger Stadtteils zurückgehen soll? Diese Bezeichnung trägt heute auch eine Straße in Schreufa und hat nichts mit der stachligen Pflanze Distel zu tun. Namensforscher Schneider (Marburg) plädiert für die Ableitung dieses Flurnamens vom Lateinischen „desinum“= Grabhügel. In der Tat soll sich in diesem Bereich ein großer Grabhügel befunden haben, der jedoch bei der Urbarmachung des Feldes zerstört worden ist. (aus: J. Siegesmund, Schreufa (850-2000,54))

Recherche von: Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass man den Geismarer Golgweg mit dem Galgen in Verbindung bringen kann ? Wie ein älterer Bürger dieses Frankenberger Stadtteils erzählt hat, habe er 1951 bei Erdarbeiten auf seinem Acker in der Nähe des Dorfes in ca.1,5 Meter Tiefe Menschenknochen gefunden. Wie er von Geismarer Bauern erfahren habe, hätte sich eine Hinrichtungsstätte auf dem Seelenhard (Berg im Dreieck B 252/253) befunden, zu der man über den Golgweg gelangte. aus: H. Hecker, Geismar-Chronik, 1996, S.19

Recherche von: Arndt Böttcher,Frankenberg


  • ...dass der Gernshäuser Weg im Frankenberger Wohngebiet „Hinter dem Hainstock“ an eine Wüstung gleichen Namens erinnert? Zwischen Dörnholzhausen und Frankenberg soll sich das Dorf Gernshausen befunden haben, und zwar unterhalb der „Gernshäuser Quelle“, von der seit 1911 die zusätzliche Wasserversorgung der Illerstadt bewerkstelligt wird. Der Ort wird als „Gebrachtshuson“ unter dem Jahr 1016 erstmalig urkundlich erwähnt und ist nach 1525 wüst geworden. Aus: Wissemann, Chronik Frankenberg und H. Becker, Geschichte der Stadt Frankenberg, 117.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass 1590 der Frankenberger Markgraf im „Gernshäuser Grund“ silberhaltiges Kupfererz entdeckt hat? Danach entstand ein bescheidener Bergbau, der zunächst von Privatleuten, nach 1648 vom hessischen Landgrafen betrieben wurde. Im Lauf der zeit wurden auf sechs Feldern zwischen Frankenberg und Geismar bis zu 24 Schichten (zum Teil 80 Meter tief) gegraben. Ab 1818 stellte man den Bergbau ein, da er unrentabel war. Aus: G. Hammann, Willersdorf im Burgwald, 1971, S. 57.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass es in Frankenberg 1476/77 - nach dem großen Brand - einen sehr harten Winter gegeben hat? Es habe so viel Schnee gegeben, dass dieser Winter „Der große Schnee“ genannt wurde. Vom 18.11.1476 bis Ostern 1477 (4.4.1477), also 20 Wochen, sei der Schnee liegen geblieben. Die Menschen haben zu Lebenszeit niemals mehr Schnee in einem Winter gehabt“, schreibt Wigand Gerstenberg in seiner Chronik. Aus: Wissemann, Chronik Frankenberg I, 80

Recherche: Arndt Böttcher,Frankenberg


  • ...dass die erste Studentin in Deutschland Maria Gräfin von Linden war? Sie studierte 1892 an der Universität Tübingen. Sie musste sich ihren Studienplatz hart erkämpfen.

Robert Wolf, Battenberg


  • ...dass in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts in Frankenberg eine Karnevalsgesellschaft existierte, die sich „Mer sinn och dobei“ nannte? Am 28. Februar 1876 veranstaltete sie einen „maskierten Zug“ aus zwei Wagen mit Musik durch die Stadt und abends einen Maskenball im Hotel Ibelshäuser am Geismarer Tor. Im folgenden Jahr nannte sich die Gesellschaft „Wir sind wieder da“. In der Zeit vom 16. Januar bis 13. Februar 1877 plante sie 10 bis 11 närrische Sitzungen im Hotel Ibelshäuser.

Horst Hecker, Frankenberg


  • ...dass vor 300 Jahren der kälteste Winter dieses Jahrtausends auch in unseren Breitengraden herrschte? Ganz Europa - von Skandinavien bis Portugal - verfiel im Winter 1709/10 im Banne sibirischer Luftmassen in eine eisige Schockstarre. Die Temperatur fiel mit jedem Tag weiter. In Berlin wurden am 10. Januar 1710 minus 30 Grad registriert. Flüsse und Seen froren monatelang zu. Die Ostsee war bis in den April hinein zu Fuß passierbar. Viele Menschen und Tiere erfroren oder verhungerten in dieser Eiszeit. Aus: A. Bojanowski in Süddeutsche Zeitung vom 18.02.2009.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...was es mit der „Königshöhe“ in Frankenberg-Geismar für eine Bewandtnis hat? Wie kommt dieser außergewöhnlich Name hierher? Ein älterer Mitbürger verweist darauf, dass es in einer mündlichem Überlieferung eine Ortsbezeichnung „Königshöhe“ gebe: Sie befindet sich in der Nähe des heutigen Forsthauses Louisendorf. Dort deuten Flora und Boden auf sumpfiges Gelände hin. Man könne annehmen, dass hier eine Wasserburg war, die als Vorposten des sächsischen Königs gedient habe. Nach Wigand Gerstenberg sollen um 800 Kämpfe zwischen Sachsen und Franken auf dem Alten Feld (s. Straßenname: Zum Altefeld) bei Geismar stattgefunden haben.(aus: H. Hecker, Geismar-Chronik, 8)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...was es mit der „Königshöhe“ in Frankenberg-Geismar für eine Bewandtnis hat? Wie kommt dieser außergewöhnlich Name hierher? Ein älterer Mitbürger verweist darauf, dass es in einer mündlichem Überlieferung eine Ortsbezeichnung „Königshöhe“ gebe: Sie befindet sich in der Nähe des heutigen Forsthauses Louisendorf. Dort deuten Flora und Boden auf sumpfiges Gelände hin. Man könne annehmen, dass hier eine Wasserburg war, die als Vorposten des sächsischen Königs gedient habe. Nach Wigand Gerstenberg sollen um 800 Kämpfe zwischen Sachsen und Franken auf dem Alten Feld (s. Straßenname: Zum Altefeld) bei Geismar stattgefunden haben.(aus: H. Hecker, Geismar-Chronik, 8)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ... dass die „Theer-Hütte“, zwischen Burgwald-Bottendorf und dem Frankenberger Stadtteil Willersdorf gelegen, bis Ende des vorigen Jahrhunderts eine Revierförsterei war?

Dort befand sich bis 1847 über etwa 100 Jahre ein Ofen („Zäähr-Qwe“), in dem man aus dem Wurzelholz einer speziellen Kiefernart, (die nach dem 30jährigen Krieg im heutigen Forstort „Tannen“ ausgesät wurden) Teer (in alter Schreibweise „Theer“) destillierte. Dieser „Theer“ wurde zum Schmieren der hölzernen Wagenachsen sowie „zur Behandlung mancher Wunden bei Mensch und Tier“ verwendet.

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass die Linnerstraße im Frankenberger Ortsteil Willersdorf ihren Namen von der Familie Frei von Linne ableitet? Die Familie Frei von Linne ist engstens mit der Geschichte dieses Dorfes verbunden. Zu ihrem Besitz gehörte die Linner Mühle („molendium Linda“) am Linnerberg bei Burgwald-Bottendorf. Die von Linnes scheinen Vasallen des Grafen von Nassau gewesen zu sein. Die Familie verschwand um 1500 ganz beziehungsweise wurde verbürgerlicht.

(aus: G. Hammann, Willersdorf im Burgwald 1971, 25ff.)

Arndt Böttcher, Frankenberg


  • ...dass die Frankenberger Schäfer seit 1714 in einer so genannten Leichenbrüderschaft zusammengeschlossen waren? Im Jahr 1828 hatte sie 20 Mitglieder. Wenn eines starb, kümmerte sich die Brüderschaft um die Beerdigung und übernahm die anfallenden Kosten.

Horst Hecker, Frankenberg

siehe auch