Wussten Sie schon, dass... (Waldeck)

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Burg Waldeck
Die ev. Stadtkirche in Waldeck

Wussten Sie schon, ...

  • ...dass die Städte in der Pest-Zeit wegen der Verarmung der überlebenden Einwohner zu den merkwürdigsten Methoden griffen? Neben horrenden Steuern füllten die Hinterlassenschaften der Toten auf makabre Weise die Stadtkassen - leidlich - auf. In Sachsenhausen werden Holz, Kupferkessel, Töpfe, Messing- und Zinngeräte genannt. aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 bis 1648

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass die Pest (1635/36) und der Dreißigjährige Krieg die Bevölkerungszahl in Sachsenhausen stark vermindert hatten. Die Menschen, die überlebt hatten, verarmten. (aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 bis 1648)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ..dass die Stadt Sachsenhausen im Jahr 1642 mit 2279,5 Talern verschuldet war? Der jährliche Sachsenhäuser Etat „in Stadtsachen“ lag damals bei 300 Talern. Aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 bis 1648

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass in der Stadt Sachsenhausen im Jahr 1641 kein Bier gebraut worden war? Das lässt sich heute zurückschließen, weil die Stadtkasse in dem Jahr weder Geld für das Malzdorren noch Seil- oder Sackgeld eingenommen hatte. aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 bis 1648.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass 1812 in Sachsenhausen 17 Arme lebten, die aus der örtlichen Armenkasse unterstützt wurden? In Freienhagen lebten 18, im Distrikt Waldeck insgesamt 97.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass Fürst Friedrich 1812 in Waldeck die fünfjährige Militärpflicht einführte?

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass 1644 die allgemeine Armut in Sachsenhausen zur Senkung des Bierpreises führte? Ein Maß Bier kostete 1644 nur noch sieben Pfennige, ein Viertel zwei Schillinge und vier Pfennige. (aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 bis 1648)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass der damals neue Sachsenhäuser Lehrer Hopf Mitbegründer der Liedertafel war? In der Schule ließ Hopf durch Schreinermeister Philipp Hartmann 1837 eine Tafel mit Notenlinien anbringen.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ... dass 1831/32 in Sachsenhausen ein Ohm Bier 3 Reichsthaler, 6 Groschen und 2 Pfennige kostete? Für ein Maß Bier wurden 1 Groschen, 1 Pfennig verlangt. (Nach Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1801 - 1850)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ... dass 1810/20 die Marktstände in Sachsenhausen wieder verpachtet wurden? Mencke Bäse Löwenstein, Meier Levi Schwarz, Moses Bäse Löwenstein - alle aus Höringhausen - und Hirt Bloch zahlten jeweils vier Reichsthaler und sechs Groschen Standgeld.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ... dass 1644 die allgemeine Armut in Sachsenhausen zur Senkung des Bierpreises führte? Ein Maß Bier kostete 1644 nur noch sieben Pfennige, ein Viertel zwei Schillinge und vier Pfennige. (aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 bis 1648)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass durch Bekanntmachung 1820 in Sachsenhausen Dr. Steinmetz nach einer Prüfung „zur ärztlichen und wundärztlichen Prüfung legitimiert“ wurde.(aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1801 bis 1850)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass 1810/20 die Marktstände in Sachsenhausen wieder verpachtet wurden? Mencke Bäse Löwenstein, Meier Levi Schwarz, Moses Bäse Löwenstein - alle aus Höringhausen - und Hirt Bloch zahlten jeweils vier Reichsthaler und sechs Groschen Standgeld.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ... dass durch Bekanntmachung 1820 in Sachsenhausen Dr. Steinmetz nach einer Prüfung „zur ärztlichen und wundärztlichen Prüfung legitimiert“ wurde. (aus: Heinz Dümke: Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1801 bis 1850)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass 1812 die längerfristig Verurteilten im Zuchthaus auf Schloss Waldeck geschoren wurden? „Ab sofort“, so hieß es in de Erlass, wurden die Haare auf der rechten Kopfseite geschoren, bei Männern auch die rechte Bartseite. Diese Maßnahme galt bei Strafen von mehr als einem Jahr Zuchthaus.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass die Stadt Sachsenhausen im Jahr 1642 mit 2279,5 Talern verschuldet war? Der jährliche Sachsenhäuser Etat „in Stadtsachen“ lag damals bei 300 Talern.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ... dass "Waldeck" in Kanada liegt? Der Ort befindet sich in der Provinz Saskatchewan, östlich der Stadt Calgary. Auch in Deutschland gibt es etliche Orte gleichen Namens: einmal in Thüringen, je zweimal in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg und gleich viermal in Bayern.

Johannes Grötecke, Bad Wildungen


  • ... dass sich in der Sachsenhäuser Sankt Nikolauskirche ein kostbares Sandsteinrelief aus der Mitte des 15. Jahrhunderts befindet? Auf dem Boden lang hingestreckt, in übersteigerter Größe dargestellt, liegt Christus mit schmerzverzerrtem Gesicht unter dem Kreuz in Taufform.

Dagma Kuncke, Waldeck


  • ... dass Lehrer Hellbom, der jüdische Kinder unterrichtete, wegen unzureichender Papiere aus der Stadt Sachsenhausen ausgewiesen werden sollte? Der Bürgermeister setzte sich zwischen 1832 und 1835 mehrfach für sein Verbleiben ein und riskierte selbst eine Strafe. Lehrer Hellborn hatte sich wegen seiner vorbildlichen erzieherischen Tätigkeit große Verdienste erworben.

Dagma Kuncke, Waldeck


  • ... dass Alfred Loeb als Junge Waldeck verlassen musste, weil die Familie jüdisch war? Seine Eltern betrieben in Netze eine Gastwirtschaft. Schon im 17. Jahrhundert waren die Loebs im Waldecker Land ansässig. In einem Brief aus dem Jahre 1985 schrieb er an Schüler der Mittelpunktschule Sachsenhausen: "Waldeck ist der schönste Fleck auf der Welt. Ich habe schon viele Länder gesehen - aber keines ist wie Waldeck. Ich freue mich immer, wenn ich von dort höre. Für mich ist Waldeck das Land des Lächelns.

Dagma Kuncke Waldeck


  • ... dass bis 1817 am Rathaus in Sachsenhausen vier Miststätten waren, für die die Besitzer, unter anderem Georg Schmincke, Miststättengeld an die Stadt zahlen mussten? Durch die Erweiterung des Rathauses 1818 fielen diese Miststätten und damit auch die Abgaben weg.

Dagma Kuncke, Waldeck


  • ...dass 1668 ein Hühnerfänger nach Sachsenhausen geschickt worden war? „Am 7. November ist ein Hünerfenger von Pisterfelde kommen, welchen Ihr Gnaden anhero geschickt umb Hüner zu fangen“, heißt es in Heinz Dümkes „Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1649 - 1670). Ob er Zehnthühner oder Feldhühner (Rebhühner) fingg, ist nicht notiert.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass Sachsenhausen im 17. und 18. Jahrhundert wegen seines Bieres bekannt war, das in der Hauptsache nach Burg Waldeck geliefert wurde? Es hieß: „Dieß Jahr - 1684 - ist aufm Stadtkeller an Biere vermöge des Brauherrn Spezifikation 198 1/2 Ohm verzapft.“ Der Pro-Kopf-Verbrauch der angenommenen 750 Einwohner Sachsenhausens lag somit bei knapp 38 Liter. Aus Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1771 - 1700.

Von Heinz Dümke


  • ...dass Dr. Wolrad Kreusler als Landphysikus und Distriktwundarzt bis 1871 im Amt Sachsenhausen wirkte? Kreusler hatte eine große Praxis und sagte von sich selbst: „Ein geplagter Doktor in wenig wohlhabender Gegend.“ (nach D. H. Nebelsieck)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass über den Sachsenhäuser Landphysikus Dr. Wolrad Kreusler mehrere Anekdoten überliefert wurden? Beispielsweise diese: Er hatte von der Regierung einen Verweis erhalten, weil er eine epidemisch auftretende Krankheit nicht gemeldet hatte. Auf seine Anfrage, wann eine Krankheit als epidemisch bezeichnet wurde, teilte man ihm mit: ...wenn drei Krankheitsfälle der gleichen Art in demselben Ort festgestellt würden.Nun hatten in Sachsenhausen in kurzer Zeit drei Bürger ein Bein gebrochen. Dr. Kreusler meldete gehorsam an die Regierung: „Im Oberamt der Werbe tritt der Beinbruch epidemisch auf.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass der Sachsenhäuser Stadtchirurg Sebastian Heilig auch Mitglied der Schützengesellschaft in Sachsenhausen war? (aus „Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1751 - 1800 von Heinz Dümke)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass es Sachsenhausen im Rechnungsjahr 1754/55 gelang, einen Arzt (Chirurgus Sebastian Heilig) in der Stadt anzusiedeln? Die Stadt beteiligte sich mit vier Thalern an seinen Quartierkosten - zum Dank dafür, „daß man allhier einen Chirurgen wohnhaft bekommen“. (aus „Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1751 - 1800 von Heinz Dümke)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass nach dem Ende des Sachsenhäuser Prozesess die Grenzsteine am Baularsch gesetzt wurden? Zuvor hatte Waldeck das „Revier des genanten und in Streit gewesenen Triangels“ an Sachsenhausen abschwören müssen. (aus „Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1751 - 1800 von Heinz Dümke)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass der Prozess, den die Stadt Sachsenhausen wegen der Grenzziehung am Baularsch gegen Waldeck führte, im Rechnungsjahr 1754/55 beendet wurde? Die Maurer Reich und Schaller mussten drei Grenzsteine anfertigen, die zwischen beiden Städten gesetzt wurden. (aus „Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1751 - 1800 von Heinz Dümke)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass es in der Sachsenhäuser Stadtrechnung von 1592 mehrere Ausgaben für Hilfsbedürftige nach Feuer gab? Unter anderem für „einen verbranten manne us Holzhausen Andreas Heinemann da Donnerstag nach Bartholomäus 9 wonheuser abgebrant“. (aus „Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 - 1648“ von Heinz Dümke)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass es im 16. Jahrhundert ein unsägliches Unglück war, Haus und Hof durch Brand zu verlieren? Es gab noch keine Brandversicherung im heutigen Sinne, die den Betroffenen nach einem solchen Unglück half.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass es im Dreieck Sachsenhausen-Netze-Waldeck eine Wüstung Holzhausen gibt, die urkundlich 1247 erstmals genannt wird? (aus dem Buch Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen 1579 - 1648)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass die Stadt Sachsenhausen 1592 ihre Einnahmen von rund 366 Gulden unter anderem aus der Verpachtung der außerhalb gelegenen Flächen, dem Verkauf zweier Stadtochsen und den Abgaben von Neubürgern bezog? (aus den Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen von Heinz Dümke)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass es in Waldeck und Wildungen im 17. Jahrhundert eine große Währungsvielfalt gab? Die Waldecker zahlten mit Gulden und Taler, Schilling und Pfennig. In Höringhausen, das zu Hessen-Darmstadt gehörte, gab es Gulden, Albus und Heller, in Bad Wildungen schließlich Batzen und Kreuzer. Wehe dem, der sich in den Währungen nicht auskannte und nicht richtig rechnen konnte.

Dagma Kuncke


  • ...dass die Sachsenhäuser Stadt 1592 auch aus dem „Mistensteddegelt“ stammten? Die Stadt erhob von allen Bürgern, die ihren Dunghaufen in der Nähe des Rathauses hatten und keine Miststellengerechtigkeit besaßen, eine Abgabe. (aus den „Einnahmen und Ausgaben der Stadt Sachsenhausen“, von Heinz Dümke)

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass Oberwerber Familien noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg Kontakt hielten zu den Zwangsarbeiterinnen, die auf ihren Höfen eingesetzt worden waren?

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass im Zweiten Weltkrieg polnische und ukrainische Zwangsarbeiterinnen unter anderem in Oberwerbe eingesetzt wurden? Nach dem Einmarsch der Amerikaner wurden die Frauen zunächst in einem Lager in Korbach untergebracht, bevor sie wieder in ihre Heimatländer geschickt wurden.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass die Schüler der MPS Sachsenhausen während ihres Türkei-Besuchs auch Fußball gegen die Gastgeber spielten? Das Spiel gewann die türkische Mannschaft.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass drei Klassen der Mittelpunktschule Sachsenhausen im März 2005 die Türkei besuchten? An einem Tag nahmen die Schüler am Deutsch-Unterricht im Gymnasium in Manavgat teil.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass es seit 14 Jahren einen Literaturkreis an der Mittelpunktschule Sachsenhausen gibt?

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass die Mittelpunktschule Sachsenhausen in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert? Der Festakt findet am heutigen Freitag statt.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen


  • ...dass vier Schüler der Mittelpunktschule Sachsenhausen Texte für das Buch „Wir leben hier - ausländische Jugendliche berichten“ geschrieben haben? Mehrere Texte von Schülern der MPS sind auch in Deutsch-Lehrbüchern für das Land Hessen aufgenommen worden.

Dagma Kuncke, Sachsenhausen

siehe auch